
















































































































Die .40 Smith & Wesson ist eine leistungsstarke Pistolenpatrone, die Sportschützen und Jäger weltweit schätzen. Sie bietet deutlich mehr Energie als das populäre 9×19-mm-Format und gilt als zuverlässiger Standard im Behördeneinsatz sowie im IPSC-Sportschießen. Ob beim Fallschießen, bei der Fangschussjagd oder im Selbstschutz – .40 S&W ist eine bewährte Wahl für anspruchsvolle Schützen.
Was genau ist die .40 Smith & Wesson? Das Kaliber .40 Smith & Wesson (auch 10,2×22 mm genannt) ist eine randlose Pistolenpatrone im Zentralfeuerformat. Sie wurde Anfang der 1990er Jahre speziell für amerikanische Behörden entwickelt und hat sich seitdem weltweit durchgesetzt.
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Das Besondere: Die .40 Smith & Wesson liefert typisch 525 bis 670 Joule statt 450 bis 600 Joule – bei gleichzeitig handlicheren Abmessungen als das 10-mm-Auto-Kaliber. Dadurch gilt sie als optimaler Kompromiss zwischen Schlagkraft und Handhabung. Im internationalen Sportschießen ist .40 S&W das Standard-Großkaliberkaliber der IPSC-Klasse „Major Power Factor“ und wird auch in deutschen Disziplinen wie BDS, BDMP und DSB-Großkaliberpistole geschossen.
Technische Basisdaten der .40 Smith & Wesson:
Die Hülse ist randlos und gerade, mit einem Geschossdurchmesser von 10,17 Millimeter (C.I.P.-Standard). Die Hülsenlänge beträgt 21,59 Millimeter, die maximale Patronenlänge liegt bei 28,83 Millimeter. Der C.I.P.-Maximaldruck ist mit 225 Megapascal (2.250 bar) definiert, während der SAAMI-Standard 241 Megapascal (35.000 psi) vorsieht. Das Standard-Drallverhältnis aller gängigen Hersteller beträgt 1:16 Zoll (406 Millimeter), wodurch alle typischen Geschossgewichte stabil geführt werden.
Typische Geschossgewichte und Energiebereich:
Handelsübliche .40-S&W-Laborierungen verwenden Geschosse zwischen 135 und 180 Grains (8,75 bis 11,66 Gramm). Die Mündungsgeschwindigkeit liegt je nach Laborierung und Lauflänge zwischen 300 und 365 Metern pro Sekunde aus 4- bis 5-Zoll-Pistolenläufen. Die resultierende Mündungsenergie reicht typisch von 470 bis 670 Joule – je nach Geschossgewicht und Pulverladung eine deutliche Steigerung zur 9×19 mm.
Haupteinsatzgebiete im Überblick:
Beim Behördendienst und Selbstschutz dominieren Hohlspitzlaborierungen wie Federal HST oder Speer Gold Dot mit kontrollierter Geschossexpansion. Im Sportschießen ist .40 S&W die erste Wahl für IPSC-Major-Power-Factor-Wettkämpfe, BDS- und BDMP-Disziplinen sowie Fallschießen. Jäger nutzen .40 S&W ausschließlich als Fangschuss-Kurzwaffenmunition bei Bau- und Fallenjagd mit einer typischen Distanz von maximal 25 Metern.
Mit .40 Smith & Wesson kann man effektiv auf 15 bis 50 Meter schießen. Diese Distanzen entsprechen den typischen Einsatzbereichen im Sport – etwa bei IPSC-Wettkämpfen und Fallschießen – und auch der praxisüblichen Jagddistanz beim Fangschuss. Präzise Schüsse sind theoretisch bis 100 Meter möglich, aber die Energie sinkt je nach Laborierung deutlich, und die Geschossabsenkung wird spürbar.
Effektive Reichweite nach Anwendungsbereich:
Im Sportschießen bei IPSC und BDS werden Bahnen standardmäßig zwischen 15 und 25 Metern aufgebaut. Größere Wettkampfszenarien nutzen bis zu 50 Meter. Für die Jagd ist eine Distanz bis 25 Meter beim Fangschuss üblich und rechtlich zulässig – vorausgesetzt, die Mündungsenergie übersteigt 200 Joule, was .40 S&W mit typischen 525 bis 670 Joule sicher erfüllt. Maximale sinnvolle Distanz liegt bei etwa 100 Metern, wobei hier Energie und Genauigkeit deutlich abnehmen.
Ballistische Realität – Hornady Custom 155 Grain XTP:
Aus einem 4-Zoll-Lauf (102 Millimeter) erreicht die Hornady Custom .40 S&W mit 155-Grain-XTP-Geschoss eine Mündungsgeschwindigkeit von 365 Metern pro Sekunde und eine Mündungsenergie von 670 Joule. Bei 50 Yard (45,7 Meter) ist das Geschoss auf 327 Meter pro Sekunde verlangsamt, die Energie beträgt noch 537 Joule. Bei 100 Yard (91,4 Meter) liefert das Geschoss nur noch 299 Meter pro Sekunde und 449 Joule. Der Geschossabfall beträgt bei dieser Distanz -7,6 Zentimeter (bei 50-Yard-Zero).
Ballistische Realität – Hornady Custom 180 Grain XTP:
Die schwerere Variante mit 180 Grain startet aus dem 4-Zoll-Lauf mit 300 Metern pro Sekunde und 525 Joule. Bei 50 Yard reduziert sich die Geschwindigkeit auf 281 Meter pro Sekunde bei noch 461 Joule Energie. Bei 100 Yard liefert dieses Geschoss 262 Meter pro Sekunde und nur noch 400 Joule. Der Geschossabfall beträgt -11,4 Zentimeter bei dieser Distanz – deutlich spürbarer als bei der leichteren 155-Grain-Variante.
Ballistische Realität – Magtech 40B 180 Grain FMJ:
Die Magtech 40B mit 180-Grain-FMJ-Geschoss startet bei 302 Metern pro Sekunde und 534 Joule. Das Geschoss hat mit BC G1 0,161 einen etwas ungünstigeren ballistischen Koeffizienten als die XTP-Varianten. Detaillierte Distanztabellen über 100 Meter hinaus veröffentlicht Magtech für diese Laborierung leider nicht, weshalb Aussagen zu 200 oder 300 Metern auf Basis verfügbarer Herstellerangaben nicht möglich sind.
Warum .40 Smith & Wesson nicht für Langstrecken geeignet ist:
Als Kurzwaffenpatrone ist .40 S&W ballistisch nicht für Distanzen über 100 Meter optimiert. Der Energieabfall fällt deutlich aus – bei der 155-Grain-XTP sinkt die Energie von 670 Joule auf 449 Joule im Bereich von 100 Yard, das ist ein Minus von über 33 Prozent. Die Geschossabsenkung ist ausgeprägt und erschwert präzises Schießen. Hersteller veröffentlichen .40-S&W-Ballistik fast ausschließlich bis 50 oder 100 Yard – Tabellen für 200 oder 300 Meter sind Standard nicht verfügbar und machen auch wenig praktischen Sinn.
Für Langstreckenaufgaben ist .40 S&W daher schlicht das falsche Werkzeug. Hierfür sind Büchsenpatronen mit höherer Mündungsenergie und besseren ballistischen Koeffizienten entwickelt worden.
Mit .40 Smith & Wesson ist in Deutschland primär der Fangschuss auf Reh- und Schwarzwild bei der Bau- und Fallenjagd sowie bei der Nachsuche zulässig. Die Mündungsenergie von typisch 525 bis 670 Joule erfüllt die Mindestanforderung von über 200 Joule locker. Als reguläres Jagdkaliber für Distanzschüsse ist .40 S&W dagegen ungeeignet – die erforderliche Mindestenergie von 1.000 Joule auf 100 Metern erreichen Standard-Laborierungen nicht.
Rechtliche Anforderungen in Deutschland:
Für Rehwild ist eine Mindestenergie von 1.000 Joule auf 100 Meter vorgesehen. Mit .40 S&W erreicht man auf 100 Meter typisch 400 bis 540 Joule – deutlich zu wenig. Für übriges Schalenwild ist sogar 2.000 Joule auf 100 Meter erforderlich, plus ein Mindestkaliber von 6,5 Millimeter. Die .40 S&W ist mit nur 10,17 Millimeter Geschossdurchmesser unterkalibrig und erfüllt diese Anforderungen nicht. Beim Fangschuss mit Kurzwaffe jedoch beträgt die Mindestanforderung nur 200 Joule an der Mündung – das ist mit .40 S&W mühelos erfüllt.
Geeignete Wildarten und praktische Einsatzszenarien:
Beim Fangschuss auf Rehwild mit .40 S&W ist eine Schussdistanz von maximal 25 Metern Standard. Das Kaliber kommt zum Einsatz bei Bau- und Fallenjagd, wenn das Wild bereits gefallen oder eingegrenzt ist. Auch bei der Nachsuche, etwa auf angeschweißtes Schwarzwild, ist .40 S&W eine bewährte Fangschuss-Lösung. Für Schwarzwild gelten die gleichen Regeln – Distanz maximal 25 Meter, Mündungsenergie über 200 Joule.
Eine reguläre Jagd auf Rehwild in der Ferne ist mit .40 S&W nicht möglich, da die erforderliche Energie auf 100 Meter nicht erreicht wird. Rotwild, Damwild und Muffelwild scheiden ohnehin aus – das Kaliber ist zu klein und die Energie zu gering. Auch auf andere Großwildarten wie Hirsche ist .40 S&W nicht einsetzbar.
Empfohlene Geschosstypen für den Fangschuss:
Für den Fangschuss eignen sich Hohlspitzlaborierungen besonders gut. Federal HST 180 Grain JHP bietet bewährte Expansion und Zuverlässigkeit. Speer Gold Dot 165 Grain Bonded JHP mit gebundenem Bleikern liefert hohe Gewichtsretention über 95 Prozent und tiefe, kontrollierte Penetration. Hornady Custom 155 bis 180 Grain XTP sind ebenfalls sehr zuverlässig. In Bundesländern mit Bleivorgaben – etwa Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg – ist Barnes TAC-XP 140 Grain mit Vollkupfer-Hohlspitze die richtige Wahl. Diese Laborierung ist bleifrei und splitterarm.
Bleifreie Varianten für Bleiverbotszonen:
Wo Bleiverbote gelten, kommt die Barnes TAC-XP .40 S&W 140 Grain als eine der wenigen verfügbaren bleifreien .40-S&W-Optionen infrage. Das Geschoss besteht aus solidem Kupfer mit Hohlspitze und expandiert kontrolliert. Mit etwa 520 bis 580 Joule Mündungsenergie erfüllt die Laborierung auch die jagdlichen Mindestanforderungen beim Fangschuss deutlich.
Die Wahl des Geschosstyps hängt stark vom Einsatzzweck ab. Zum Trainieren wählt man Vollmantelgeschosse, für Jagd und Selbstschutz Hohlspitze, und in Bleiverbotszonen bleifreie Kupfervarianten. Jede Sorte hat ihren Platz.
FMJ und FMC – Das Trainingsgeschoss:
Vollmantelgeschosse expandieren nicht und bieten maximale Durchdringung. Das macht sie ideal für Trainingsschießen, Match-Szenarien und Schießplatzübungen. Sie funktionieren zuverlässig in allen Waffen. Das beliebteste Gewicht ist 180 Grain. Ein Beispiel ist die Magtech 40B mit flacher Spitze – sie hat einen ballistischen Koeffizienten von 0,161 und ist mit bis zu 0,50 Euro pro Schuss in 50er-Packungen erhältlich. Sellier & Bellot und GECO bieten ähnliche FMJ-Trainingsmunition an. Vollmantelgeschosse sind nicht für die Jagd auf lebendes Wild gedacht, da sie nicht expandieren.
JHP – Das Zuverlässigkeitsgeschoss:
Hohlspitzgeschosse bieten kontrollierte Expansion und tiefe Penetration. Sie sind der Standard bei Behörden und im Selbstschutz. Hornady Custom mit 155 oder 180 Grain XTP-Geschoss hat einen ballistischen Koeffizienten von 0,205 und liefert Match-Präzision. Federal Premium HST 180 Grain mit BC 0,165 gilt als einer der besten Duty-Loads überhaupt – es wurde in Hunderten von Einsätzen erprobt. Speer Gold Dot 165 Grain ist seit Jahrzehnten der Benchmark für Behördenmunition. Alle diese Laborierungen funktionieren zuverlässig auch beim Fangschuss auf Schwarzwild und erfüllen damit gleich mehrere Anforderungen.
Bonded JHP – Das Penetrationsprofil:
Gebondete Hohlspitzgeschosse haben einen chemisch mit dem Bleikern verbundenen Mantel. Das Ergebnis: Die Gewichtsretention liegt über 95 Prozent, auch wenn das Geschoss Barrieren durchschlägt. Speer Gold Dot 165 Grain Bonded ist das Klassiker-Beispiel und bleibt auch nach Barriere-Durchschuss eine sichere Wahl beim Fangschuss auf großes Schwarzwild.
Solid Copper HP – Die bleifreie Lösung:
Barnes TAC-XP 140 Grain besteht aus reinem Kupfer mit Hohlspitze und ist splitterarm. Das Geschoss expandiert kontrolliert und ist ideal für Bundesländer mit Bleiverboten. Mit etwa 520 bis 580 Joule Mündungsenergie erfüllt die Laborierung die jagdlichen Anforderungen beim Fangschuss deutlich.
FlexLock – Die Barriere-Spezialisten:
Hornady Critical Duty mit 175 Grain FlexLock-Geschoss hat einen Elastomer-Einsatz im Hohlraum, der verhindert, dass die Spitze bei Barriere-Durchschlag verstopft. Das Geschoss startet bei etwa 305 Metern pro Sekunde und ist für Behördenszenarien konzipiert, wo Glasscheiben oder Textilien im Spiel sein können.
Markt-Übersicht nach Preis und Verfügbarkeit:
Sellier & Bellot FMJ 180 Grain kostet etwa 0,40 Euro pro Schuss in 50er-Packungen und ist die Budget-Lösung. Magtech 40B 180 Grain FMJ liegt bei 0,44 Euro pro Schuss, ebenfalls 50 Stück. GECO 180 Grain FMJ kostet etwa 0,50 Euro pro Schuss. Bei Premium-Hohlspitzen wird es teurer: Hornady Custom 155 bis 180 Grain XTP liegt bei 1,65 bis 1,95 Euro pro Schuss in 20er-Packungen. Federal Premium HST 180 Grain und Speer Gold Dot 165 bis 180 Grain kosten ähnlich. Barnes TAC-XP 140 Grain bleifrei ist mit 1,80 bis 2,20 Euro pro Schuss die teuerste Option.
Die populärsten Gewichte sind 180 Grain beim Training (höchste Verfügbarkeit), 165 Grain beim JHP als Kompromiss zwischen Rückstoß und Energie, 155 Grain für schnelle Schussfolgen im Sport und 140 Grain bei der bleifreien Kupfer-Variante.
.40 Smith & Wesson wird ausschließlich in Selbstladepistolen verschossen – es gibt keine gängigen Repetierer in diesem Kaliber. Die typischen Plattformen sind Service-Pistolen mit 4 bis 4,5 Zoll Lauf, kompakte Varianten mit 3,5 bis 4 Zoll sowie Wettbewerbs-Modelle mit 5,3 Zoll und mehr.
Standard-Anforderungen der Waffensysteme:
Das Standard-Drallverhältnis für .40 S&W ist 1:16 Zoll (406 Millimeter) bei allen gängigen Herstellern. Dieses Drall stabilisiert alle Geschosse von 135 bis 180 Grain optimal. Die Magazinkapazität variiert zwischen 10 und 15 Schuss je nach Modell und Griffrahmengröße – typisch sind 13 bis 15 Schuss bei Standard-Pistolen.
Beliebte Modelle im Mittelklasse-Segment:
Die Glock 22 Gen5 ist die Standard-Dienstpistole mit 4,49 Zoll Lauf und 15+1 Kapazität. Sie ist auch in Deutschland breit verfügbar und wird von Sportschützen in IPSC Production und Standard geschossen.
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Die Glock 23 Gen5 ist die kompaktere Variante mit 4,02 Zoll Lauf und 13+1 Schuss – ideal für verdecktes Tragen.
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Smith & Wesson M&P40 M2.0 bietet ergonomische Grifftexturen, 4,25 Zoll Lauf und 15+1 Kapazität. Alle drei Modelle kosten zwischen 600 und 850 Euro und sind in Deutschland erhältlich.
Modelle im Premium-Segment:
Die Glock 35 Gen5 mit MOS (Modular Optics System) ist eine Competition-Pistole mit 5,31 Zoll Lauf und optics-ready-Design für IPSC Open oder Standard Division. Sie kostet etwa 1.200 bis 1.400 Euro.
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Die SIG Sauer P229 mit 3,9 Zoll Lauf, Double-Action/Single-Action und Aluminium-Rahmen gilt als Klassiker – viele deutsche Polizeibehörden nutzen sie noch. Sie kostet im Bereich 900 bis 1.200 Euro, vor allem gebraucht.
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Die CZ 75 SP-01 Shadow mit 4,7 Zoll, DA/SA und Stahl-Rahmen ist für IPSC Production gedacht und bietet werksmäßig einen Match-Trigger. Sie liegt bei 1.000 bis 1.300 Euro.
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Lauflänge und praktische Auswirkungen:
Für Duty und Selbstschutz sind 4 bis 4,5 Zoll Standard. Diese Länge bietet einen guten Kompromiss zwischen Handling und Mündungsgeschwindigkeit. Für verdecktes Tragen werden 3,5 bis 4 Zoll gewählt – hier sinkt die Mündungsgeschwindigkeit etwa 5 Prozent, was bei trainingsfokussiertem Schießen akzeptabel ist. Für den Wettbewerb werden 5,3 Zoll und mehr verwendet – die längere Strecke zwischen Vorder- und Hinterschaft reduziert Drehmomente und erhöht die Mündungsgeschwindigkeit um etwa 10 bis 15 Meter pro Sekunde.
Karabiner und PCCs in .40 S&W:
Pistol-Caliber-Carbines in .40 S&W sind Nischenproduke. Der Markt wird von 9×19-mm-Varianten dominiert. Konkrete in Deutschland oder Europa regulär verfügbare Modelle gibt es kaum – Systeme wie das Kel-Tec SUB-2000 sind in den USA bekannt, in DE/EU aber schwer erhältlich.
Verfügbarkeit in Deutschland und Österreich:
Glock 22 und 23 Gen5 sind bei mehreren deutschen Waffenhändlern verfügbar, Preise liegen bei 650 bis 750 Euro. Die Glock 35 Gen5 MOS bekommt man bei Sport- und Waffenfachhandlungen, kostet aber rund 1.200 bis 1.400 Euro. Die SIG P229 .40 ist vor allem auf dem Gebrauchtmarkt aktiv – eine bewährte Wahl für knappes Budget mit hoher Qualität. Smith & Wesson M&P40 ist als USA-Import-Modell begrenzt verfügbar. CZ 75 in .40 S&W ist selten, da der Hersteller 9 mm bevorzugt.
Wichtige Datenlücke bei Karabinern:
Detaillierte .40-S&W-PCC-Optionen sind nicht standardmäßig in europäischen Katalogen gelistet. Sportschützen, die eine Pistol-Caliber-Carbine suchen, müssen oft auf 9 mm ausweichen oder spezielle Anfragen bei Importeuren stellen.
Premium-.40-S&W-Laborierungen haben sich in jahrzehntelangen Einsätzen bewährt und wurden in Fachjournalen ausführlich getestet.
Präzision und Zuverlässigkeit im Test:
Federal HST 180 Grain JHP erreicht im Test Gruppen von 2,0 bis 2,5 Zoll auf 25 Yard (22,9 Meter) aus einer Glock 22. Die Mündungsgeschwindigkeit liegt konstant bei etwa 300 Metern pro Sekunde aus dem 4-Zoll-Lauf. In Gelatine zeigt das Geschoss gleichmäßige Expansion auf 15 bis 16 Millimeter, die Penetration liegt bei 30 bis 35 Zentimeter im FBI-Standard-Fenster, und das Restgewicht beträgt über 99 Prozent – ausgezeichnet.
Hornady Critical Duty 175 Grain FlexLock liefert in Tests 1,8 bis 2,2 Zoll Gruppen auf 25 Yard aus Smith & Wesson M&P40. Die Mündungsgeschwindigkeit beträgt etwa 305 Meter pro Sekunde aus 4,5 Zoll. Das Besondere: Auch nach Barriere-Durchschlag (Glas, Textil, Stahl) funktioniert die Expansion kontrolliert – keine Verstopfung des Hohlraums.
Speer Gold Dot 165 bis 180 Grain zeigt durchschnittlich etwa 2,0 Zoll Gruppen auf 25 Yard aus Standard-Dienstpistolen. Die Bonded-Konstruktion garantiert Restgewichte über 95 Prozent. Penetration ist tief und kontrolliert. Das Geschoss ist seit Jahrzehnten der Benchmark für Behördenmunition.
Praktische Stärken aller Premium-Loads:
Alle getesteten Laborierungen funktionieren 100 Prozent zuverlässig über mehrere Magazine hinweg. In diversen Pistolen-Plattformen zeigen sie konsistente Mündungsgeschwindigkeiten – die Standardabweichung liegt unter 15 fps. Die Gelatine-Ergebnisse sind ausnahmslos im oder über dem FBI-Standard. Das bedeutet: verlässliche Expansion, angemessene Penetration, keine Überraschungen.
Für Jäger beim Fangschuss ist der Vorteil klar: Die Geschosse expandieren kontrolliert und entfernen beim Wild nicht unnötig Fleisch – gegenüber Vollmantel-FMJ-Geschossen eine deutliche Verbesserung. Für Behörden und Selbstschutz ist die bewährte Zuverlässigkeit ein großer Pluspunkt.
Rückstoß und schnelle Schussfolgen:
Die Praxis zeigt, dass .40 S&W deutlich spürbarer rückstößt als 9×19 mm – Tester beschreiben das als „snappier“, also schneller, zackiger Rückstoß. Das erschwert schnelle Schussfolgen, erfordert mehr Training. Wer mit 9 mm geübt hat, wird beim Umstieg zu .40 S&W eine Umgewöhnung brauchen. Mit systematischem Training ist das aber kein echtes Hindernis – professionelle Behördenschützen treffen mit .40 S&W dieselben Standards wie mit 9 mm.
Magazinkapazität im Vergleich:
In einem Standard-Griffrahmen passen mit 9 mm etwa 17 Schuss (z.B. Glock 17), mit .40 S&W aber nur etwa 15 Schuss (z.B. Glock 22). Das ist ein Minus von etwa 10 bis 15 Prozent – relevant für lange Trainingsserien oder taktische Szenarien.
Praxiseinsatz beim Fangschuss:
Jäger berichten von zuverlässiger Funktion auch bei verschmutzten Waffen und feuchten Bedingungen. JHP-Geschosse zeigen kontrollierte Expansion bei moderaten Distanzen von bis 25 Metern – perfekt für Bau- und Fallenjagd.
.40 Smith & Wesson ist ein bewährtes Kurzwaffenkaliber für spezialisierte Schützen. Es bietet erheblich mehr Energie als 9×19 mm – typisch 525 bis 670 Joule statt 450 bis 600 Joule – bei gleichzeitig handlichen Abmessungen. Behördeneinsatz, internationales Sportschießen und spezielle Jagdaufgaben bestätigen die Zuverlässigkeit des Kalibers seit über 30 Jahren.
Starke Vorteile der .40 Smith & Wesson:
Die höhere Energie gegenüber 9 mm ist für viele Schützen ein entscheidender Vorteil. Bewährte Duty-Laborierungen wie Federal HST, Speer Gold Dot und Hornady XTP haben in Hunderten Einsätzen ihre Zuverlässigkeit bewiesen. Die Verfügbarkeit ist in Deutschland und Europa gut – FMJ-Trainingsmunition kostet 0,40 bis 0,50 Euro pro Schuss in 50er-Packungen, Premium-JHP liegt bei 1,65 bis 1,95 Euro in 20er-Packungen. Bleifreie Optionen wie Barnes TAC-XP sind für Jäger in Bleiverbotszonen zugänglich.
Klar erkannte Grenzen:
Der Rückstoß ist deutlich stärker als bei 9 mm – das kostet Training und Aufmerksamkeit. Für reguläre Schalenwildjagd auf Distanz ist .40 S&W ungeeignet, da 1.000 Joule auf 100 Meter nicht erreicht werden. Die Magazinkapazität ist 10 bis 15 Prozent geringer als bei 9 mm im gleichen Griffrahmen. Munitionskosten sind etwa 20 bis 30 Prozent höher als bei Standard-9-mm-FMJ.
Ideale Einsatzgebiete im Detail:
Beim Jagdlichen Einsatz ist .40 S&W ausschließlich als Fangschuss-Kurzwaffe auf maximal 25 Metern auf Reh- und Schwarzwild geeignet. Laborierungen wie Federal HST 180 Grain JHP, Speer Gold Dot 165 Grain Bonded JHP und Barnes TAC-XP 140 Grain bleifrei (für Bleiverbotszonen) sind die richtigen Wahl. Die Mündungsenergie von 525 bis 670 Joule erfüllt die rechtliche Mindestanforderung von 200 Joule mehrfach.
Im Sportschießen ist .40 S&W ideal für IPSC Major Power Factor in Standard und Production Division. BDS- und BDMP-Großkaliberpistolen-Disziplinen sowie DSB-Großkaliberdisziplinen nutzen das Kaliber. Empfohlene Trainings-Laborierungen: Sellier & Bellot oder Magtech 180 Grain FMJ (0,40–0,50 Euro/Schuss). Für Match-Präzision: Hornady Custom 155 Grain XTP mit BC 0,205.
Für Behörden und Selbstschutz sind Federal HST 180 Grain, Hornady Critical Duty 175 Grain FlexLock und Speer Gold Dot die bewährten Standards. Typische Einsatzdistanzen liegen bei 3 bis 25 Metern. Premium-Preis: 1,65 bis 1,95 Euro pro Schuss in 20er-Packungen.
Konkrete Munitionsauswahl nach Einsatzzweck:
Für Budget-Training wählen Sie Sellier & Bellot 180 Grain FMJ (0,40 Euro/Schuss, 50er-Pack) oder Magtech 40B 180 Grain FMJ (0,44 Euro/Schuss, 50er-Pack). Für Match-Präzision beim Sportschießen ist Hornady Custom 155 Grain XTP die erste Wahl (1,65 Euro/Schuss, 20er-Pack). Beim Fangschuss mit bleihaltigen Laborierungen greifen Sie zu Federal HST 180 Grain JHP oder Speer Gold Dot 165/180 Grain (1,70–1,95 Euro/Schuss, 20er-Pack). In Bleiverbotszonen ist Barnes TAC-XP 140 Grain Solid Copper HP die Standard-Lösung (1,80–2,20 Euro/Schuss, 20er-Pack).
Abschließende Bewertung:
.40 Smith & Wesson ist ein leistungsstarkes, zuverlässiges Kaliber für spezialisierte Anwendungen – nicht für jeden, aber für anspruchsvolle Sportschützen und Jäger die perfekte Wahl, sofern die Anforderungen zu dem Profil passen.
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