7×64 mm
7×64 mm ist eine europäische Zentralfeuer-Patrone aus dem Jahr 1917, entwickelt von Wilhelm Brenneke, und zählt zu den bewährten Jagdkalibern für mittleres bis starkes Schalenwild mit einem Geschossdurchmesser von 7,00 mm und einer Hülsenlänge von 64 mm – ausgelegt für Schwarzwild, Rotwild, Gämse sowie mit Einschränkungen Elch. Charakteristische Merkmale sind flache Flugbahn, moderater Rückstoß (20–25 Joule), typische Geschossgewichte von 140–160 Grain (9,1–10,4 g), Mündungsgeschwindigkeiten um 850 m/s bei 150-Grain-Laborierungen, Energiewerte über 2.500 Joule auf 100 Metern, Drall 1:8,66" und maximaler C.I.P.-Druck von 415 MPa; verfügbar in bleifreien (z. B. Hornady ECX 150 Grain) und bleihaltigen Deformations- sowie Teilmantelgeschossen. Die jagdlich sinnvolle Einsatzdistanz liegt bei 200–250 Metern, erfüllt deutsches Jagdgesetz-Minimum (≥6,5 mm, ≥2.000 J auf 100 m) deutlich und eignet sich für Bolt-Action-Repetierer von Mauser, Tikka, Sauer und Blaser – jedoch nicht für Halbautomaten oder als dediziertes Long-Range-Kaliber.