




Der HENRY Golden Boy ist ein Unterhebelrepetierer im Kaliber .22 LR für Sportschützen, Freizeitschützen und Kleintierjäger und kombiniert klassische Western-Ästhetik mit überzeugender Präzision und hoher Zuverlässigkeit. Wer den Henry Golden Boy im Preisvergleich sucht, findet ihn im deutschen Fachhandel aktuell zwischen 769 € und 859 € – je nach Variante und Händler. Für eine Büchse mit diesem Verarbeitungsniveau und dem unverwechselbaren Western-Charakter ist das ein fairer Marktpreis.
Henry Repeating Arms wurde 1996 in den USA gegründet. Der Golden Boy gehörte zu den ersten Modellen des Unternehmens und wurde in den späten 1990er-Jahren eingeführt. Seither ist er ein festes Dauerprogramm geblieben – und das aus gutem Grund. Die Büchse verbindet drei Merkmale, die in dieser Kombination selten sind: einen Achtkantlauf (Octagon Barrel) aus brüniertem Karbonstahl, einen messingplattierten „Brasslite“-Systemkasten und einen Schaft aus American Walnut mit Messing-Schaftkappe. Das Ergebnis ist eine Waffe, die auf dem Schießstand genauso viele Blicke auf sich zieht wie auf der Jagd nach Kleinwild.
Das Röhrenmagazin fasst bis zu 16 Schuss .22 LR – oder alternativ 21 Schuss .22 Short. Damit ist der Henry Golden Boy .22 LR auch für längere Schießsitzungen gut ausgestattet. Guns & Ammo urteilte treffend: „Für eine erschwingliche, präzise und großartig aussehende .22-Unterhebelbüchse ist der Henry Golden Boy schwer zu schlagen.“
Die Waffe eignet sich für drei klar definierte Einsatzbereiche: Freizeitschießen und Plinking auf dem Stand, die Kleintierjagd sowie das Sammeln und den Western-Liebhaber-Markt. Taktische Anwendungen sind ausdrücklich nicht die Domäne dieses Modells. Im deutschen Fachhandel ist Henry Repeating Arms unter anderem über Brownells Deutschland, Die Waffenbrüder, Waffenpro, Sportwaffen Triebel und HS-Arms verfügbar.
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Der Henry Golden Boy funktioniert nach dem Lever-Action-Prinzip: Durch eine Bewegung des Fingerhebels unterhalb des Abzugsbügels wird die Kammer geöffnet, die leere Hülse ausgeworfen und eine neue Patrone aus dem Röhrenmagazin zugeführt. Das Repetieren geht flüssig von der Hand und erzeugt den für Unterhebelrepetierer typischen, rhythmischen Schussablauf.
Der Achtkantlauf mit einer Länge von 510 mm (20 Zoll) ist kein reines Designelement. Die achteckige Querschnittsform hat ihre Wurzeln in der Western-Tradition des 19. Jahrhunderts, bringt aber auch eine höhere Steifigkeit mit sich als viele Rundläufe. Das Standardmodell verschießt wahlweise .22 Short, .22 Long und .22 Long Rifle – eine Multikaliber-Fähigkeit, die Flexibilität bei der Munitionswahl bietet. Das Röhrenmagazin unter dem Lauf fasst 16 Schuss .22 LR beziehungsweise 21 Schuss .22 Short. Geladen wird es über einen herausziehbaren Magazinstößel (Follower), was zuverlässig funktioniert, aber mehr Zeit erfordert als ein modernes Kastenmagazin.
Der Abzug des Golden Boy ist einstufig (Single Stage) und nicht verstellbar. Gemessene Werte liegen bei rund 1.300 g, und Fachmagazine beschreiben ihn übereinstimmend als „sauber und klar“ mit match-ähnlicher Charakteristik – ein klarer Vorteil für präzises Schießen. Diese Abzugsqualität trägt wesentlich dazu bei, dass der Unterhebelrepetierer auf 50 m Gruppen von ca. 2,5 bis 3,8 cm (fünf Schuss, offen visiert) ermöglicht.
Das Gewicht beträgt laut Hersteller rund 3,06 kg. Damit liegt die Büchse etwas schwerer als manche Konkurrenz, was sich jedoch positiv auf die Ruhe beim Schuss auswirkt. Die Visierung besteht aus einer verstellbaren Semi-Buckhorn-Kimme mit weißer Diamant-Einlage und einem Messing-Perlkorn. Sie ist für Freizeitdistanzen gut nutzbar; wer auf größere Entfernungen präzise schießen möchte, profitiert von einer zusätzlichen Optik – ab Werk ist allerdings keine Picatinny-Schiene vorhanden.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Henry Repeating Arms |
| Modell | Golden Boy |
| Waffentyp | Unterhebelrepetierbüchse (Lever Action Rifle) |
| Kaliber | .22 S/L/LR (.22 lfB); weitere Varianten: .22 WMR, .17 HMR |
| Magazinkapazität | 16 Schuss (.22 LR) / 21 Schuss (.22 Short) / 12 Schuss (.22 WMR / .17 HMR) |
| Lauflänge | ca. 510 mm (20″) |
| Gewicht | ca. 3,06 kg (ohne Optik) |
| Schaftmaterial | American Walnut (Amerikanischer Walnuss) |
| Abzug | ca. 1.300 g, Single Stage, nicht verstellbar |
| Visierung | Verstellbare Semi-Buckhorn-Kimme mit Diamant-Einlage, Messing-Perlkorn |
| Besonderheiten | Achtkantlauf (Octagon Barrel), messingplattierter Brasslite-Systemkasten, Messing-Schaftkappe, Röhrenmagazin |
Die Golden-Boy-Linie umfasst mehrere Ausführungen, die unterschiedliche Kaliber, Optiken und Zielgruppen abdecken. Allen gemeinsam ist das charakteristische Messing-Erscheinungsbild und der Achtkantlauf – doch die Unterschiede im Detail sind relevant für die Kaufentscheidung.
Das Standardmodell ist die meistverkaufte Ausführung und ab ca. 769 € im deutschen Fachhandel erhältlich. Mit 16 Schuss Kapazität im Röhrenmagazin, dem 510-mm-Achtkantlauf und dem messingplattierten Systemkasten bringt es alle charakteristischen Merkmale der Baureihe mit. Dieses Modell richtet sich an Freizeitschützen, Plinking-Begeisterte, Kleintierjäger und Western-Fans gleichermaßen. Es ist die am breitesten verfügbare und am häufigsten getestete Ausführung im deutschen Handel.
Der HENRY Golden Boy .22 WMR nutzt das stärkere .22 Winchester Magnum Rimfire-Kaliber. Das erweitert das Einsatzspektrum auf Raubwild und längere Distanzen. Das Röhrenmagazin fasst hier 12 Schuss. Preislich liegt die Magnum-Ausführung rund 50 bis 100 € über dem Standardmodell. Der HENRY Golden Boy .17 HMR ist technisch analog aufgebaut und bietet durch die sehr flache Flugbahn des .17-HMR-Kalibers besondere Stärken bei der präzisen Kleintierjagd auf mittlere Entfernungen.
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Der HENRY Golden Boy Silver ersetzt den Messing-Look durch ein Nickel- beziehungsweise Silberfinish auf Systemkasten und Laufteilen. Der Walnussschaft bleibt erhalten. Im deutschen Handel ist das Modell für rund 859 € erhältlich – ein Aufpreis von ca. 60 bis 90 € gegenüber dem Standardmodell. Für Sammler und Liebhaber edler Ausführungen ist das gut investiertes Geld.
Darüber hinaus gibt es in dieser Linie zwei gravierte Sondermodelle: den HENRY Golden Boy Silver Eagle .22 LR und den HENRY Golden Boy American Eagle .22 LR, beide mit aufwändig gravierten Adler-Motiven auf dem Systemkasten. Diese Ausführungen richten sich klar an Sammler.
Das HENRY Golden Boy Youth .22 LR bietet einen verkürzten Hinterschaft mit einer Schaftlänge von 13 Zoll (statt des Standard-Maßes). Das Kaliber und das gesamte Funktionsprinzip sind identisch mit dem Standardmodell. Die Variante eignet sich besonders gut als Einstiegswaffe für junge Schützen oder Personen mit schmalem Körperbau.
Taktische Ausführungen existieren in der Golden-Boy-Linie nicht. Wer eine taktisch ausgerichtete Henry-Büchse sucht, wird in der separaten X-Model-Linie des Herstellers fündig.
Der Henry Golden Boy .22 LR ist als Kleintierjagd-Waffe positioniert – und diese Einordnung ist realistisch und präzise. Auf typischen Jagddistanzen bis 50 m liefert die Büchse Gruppen von ca. 2,5 bis 3,8 cm mit fünf Schuss, offen visiert. Das genügt für saubere Schüsse auf Kaninchen, Hasen, Ratten und ähnliches Kleinwild. Beim Ansitz auf Raubwild wie dem Fuchs auf kurze Distanz ist das Kaliber ebenfalls einsetzbar. Die genaue Zulässigkeit von .22 lfB für bestimmte Wildarten hängt vom jeweiligen Landesrecht ab – das sollte vor dem Jagdeinsatz geprüft werden.
Wer ein breiteres Einsatzspektrum benötigt, greift zum HENRY Golden Boy .22 WMR: Das stärkere Kaliber erlaubt größere Distanzen und eignet sich für etwas größeres Raubwild. Der HENRY Golden Boy .17 HMR wiederum punktet mit seiner sehr flachen Flugbahn, was die Distanzschätzung vereinfacht und präzise Schüsse auf mittlere Entfernungen erleichtert.
Der Achtkantlauf und das Gewicht von rund 3 kg sorgen für eine ruhige Führung beim Ansitz. Der Western-Stil ist jagdlich nicht unauffällig – funktional ist die Büchse jedoch einwandfrei.
Auf dem Schießstand macht der KK-Unterhebelrepetierer schlicht Spaß. Die hohe Magazinkapazität von 16 Schuss .22 LR, der geschmeidige Unterhebel und der saubere Abzug laden zum schnellen, rhythmischen Schießen ein. Hickok45 brachte es treffend auf den Punkt: „Es ist einfach eine süße kleine .22-Unterhebelbüchse – man kann dieses Ding kaum nicht mögen.“
Für formale Wettkampfdisziplinen im Kleinkaliber-Bereich ist der Lever-Action-Repetierer nicht vorgesehen – das ist ein reines Plinking- und Hobbyschützen-System. Darin liegt jedoch gerade seine Stärke: Das .22-LR-Kaliber erzeugt minimalen Rückstoß, was lange Trainingseinheiten angenehm macht und die Waffe für Einsteiger sowie jugendliche Schützen besonders attraktiv macht. Mit passender Munition – etwa CCI Mini-Mag .22 LR oder CCI Standard Velocity .22 LR – zeigt der Golden Boy sein volles Präzisionspotenzial von rund 2,5 cm auf 50 m.
Abseits von Jagd und Sport hat die Büchse einen festen Platz im Sammlermarkt. Insbesondere der HENRY Golden Boy Silver Eagle .22 LR und der HENRY Golden Boy American Eagle .22 LR mit ihren gravierten Systemkästen sind begehrte Sammlerstücke. In Deutschland wird der Golden Boy als Western-Kultwaffe mit hohem Liebhaberwert gehandelt – eine Kombination aus funktionaler Waffe und optisch ansprechendem Erbstück.
Der Unterhebelmechanismus ist das meistgelobte Merkmal in allen vorliegenden Tests. WOOX beschreibt ihn als „außergewöhnlich geschmeidig“ – eine Einschätzung, die American Rifleman und Guns & Ammo ebenso teilen. Das Repetieren geht leicht und gleichmäßig von der Hand, auch nach vielen hundert Schuss.
Die Präzision liegt auf einem bemerkenswert hohen Niveau für eine offen visierte Büchse dieser Klasse. Fünf-Schuss-Gruppen von ca. 2,5 bis 3,8 cm auf 50 m mit Match-.22-LR-Munition sind über mehrere unabhängige Testquellen belegt. WOOX berichtet von Gruppen um 2,5 cm auf 50 m mit ausgewählter Munition. Der saubere Abzug von rund 1.300 g trägt wesentlich zu diesem Ergebnis bei.
Zuverlässigkeit ist die dritte große Stärke. In allen Tests über mehrere hundert Schuss mit verschiedenen .22-LR-Laborierungen traten keine Funktionsstörungen auf. Langzeitnutzer im RimfireCentral-Forum berichten von 5.000 bis 10.000 Schuss ohne nennenswerte Probleme – ein starkes Signal für die Robustheit der Konstruktion.
Die Verarbeitungsqualität im Verhältnis zum Preis wird ebenfalls durchgehend positiv bewertet. American Rifleman fasste es so zusammen: „Der Golden Boy erwies sich als formschöne, präzise und absolut zuverlässige Randfeuer-Unterhebelbüchse.“
Das Röhrenmagazin-Ladesystem ist systembedingt langsamer als ein Kastenmagazin. WOOX bezeichnet das Laden als „zeitaufwändig“ im Vergleich zu moderneren Konstruktionen. Das ist kein Fehler des Golden Boy, sondern eine Eigenschaft aller klassischen Lever-Action-Repetierer – wer damit leben kann, verliert nichts.
Die Visierung ist eine weitere Einschränkung für Schützen mit höheren Präzisionsansprüchen. Die Semi-Buckhorn-Kimme funktioniert gut auf kurzen und mittleren Distanzen, doch eine Optikmontage erfordert zusätzliches Zubehör oder Bohrungen, da ab Werk keine Picatinny- oder Weaver-Schiene vorhanden ist.
Das Gewicht von rund 3 kg liegt etwas über dem mancher Konkurrenzmodelle. Allerdings bringt dieses Gewicht auch mehr Ruhe beim Schuss – ein Vorteil, der je nach Einsatzzweck überwiegen kann.
Schließlich sind die polierten Messingteile anfällig für Fingerabdrücke und benötigen regelmäßige Pflege. Nach hoher Schusszahl zeigt sich laut Foren-Berichten kosmetischer Finish-Abrieb am Unterhebel und an Messingteilen. Funktional ist das irrelevant, optisch aber sichtbar – wer seinen HENRY Golden Boy Silver als Sammlerstück hält, sollte das berücksichtigen.
Der Henry Golden Boy .22 LR liegt mit 769 bis 859 € preislich im oberen Mittelfeld der .22-Unterhebelrepetierer. Das verdient eine ehrliche Einordnung: Was bieten die Alternativen, und wann lohnt sich der Aufpreis?
Die brasilianischen Unterhebelrepetierer aus dem Hause Rossi – darunter die Rossi Gallery .22 LR und die Rossi Rio Bravo .22 LR – sind mit rund 550 bis 650 € deutlich günstiger. Technisch erfüllen sie ihren Zweck: Lever-Action-Funktion, .22-LR-Kaliber, Röhrenmagazin. Allerdings setzen sie auf schlichteres Finish, meist Rundläufe statt Achtkantläufe und eine weniger aufwändige Oberflächenverarbeitung. Wer ein begrenztes Budget hat und die Optik nachrangig sieht, findet in diesen Modellen eine solide Basis. Wer dagegen auf Verarbeitungsqualität und Langzeitzuverlässigkeit Wert legt, wird den Unterschied merken.
Die Chiappa LA322 .22 LR ist ebenfalls günstiger positioniert, mit Preisen um 500 bis 600 € in Europa. Ein klarer Vorteil der Chiappa ist die Verfügbarkeit als Takedown-Version, also als zerlegbare Variante, die sich platzsparend transportieren lässt. Das Design ist moderner und weniger western-orientiert – was je nach Geschmack Vor- oder Nachteil sein kann. Als Nutzwaffe mit praktischem Zusatznutzen ist sie eine valide Alternative, wenn Western-Ästhetik nicht im Vordergrund steht.
Das Winchester M92 .22 LR ist seit Jahren nicht mehr in Produktion und ausschließlich auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich – in Europa zu Preisen von rund 900 bis 1.200 € je nach Zustand. Es ist ein klassisches amerikanisches Kultmodell ohne Messing-Receiver, aber mit dem legendären Winchester-Namen. Für Sammler, die gezielt nach diesem Modell suchen, ist der Aufpreis gerechtfertigt. Als Schießwaffe für den Alltag bietet der Golden Boy bei geringerem Preis und besserem Service-Netzwerk die pragmatischere Wahl.
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Der Henry Golden Boy liegt mit 769 bis 859 € preislich ca. 150 bis 250 € über den günstigeren Rossi- und Chiappa-Modellen, bietet dafür aber eine deutlich aufwändigere Verarbeitung, den charakteristischen Messing-Look und den in Tests als überlegen gelobten, besonders geschmeidigen Unterhebelmechanismus. Einzigartiger Messing-Systemkasten, Achtkantlauf, Walnussschaft und eine Variantenvielfalt von der HENRY Golden Boy Youth .22 LR bis zum HENRY Golden Boy Silver Eagle .22 LR machen ihn zu einem Gesamtpaket, das in seiner Preisklasse keine direkte Entsprechung hat. Für Schützen, die Wert auf Optik, Haptik und Langlebigkeit legen, rechtfertigt das den Mehrpreis. Wer ausschließlich funktionale Anforderungen hat, findet bei Rossi und Chiappa günstigere Einstiegspunkte.
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