














Die AKKAR Churchill 520 ist eine klassische Doppelflinte im Kaliber 20/76 für Jäger und Sportschützen, die Wert auf leichte Handhabung, traditionelle Break-Action-Konstruktion und flexiblen Einsatz mit Wechselchokes legen. Das türkische Modell des Herstellers Akkar Silah Sanayi Ltd. verbindet bewährte Querflintentechnik mit praktischer Alltagstauglichkeit – ein Angebot im unteren bis mittleren Preissegment für alle, die eine zuverlässige Jagdflinte ohne Premium-Anspruch suchen.
Beim Kauf der AKKAR Churchill 520 stehen Käufer derzeit vor einer Besonderheit: Deutsche Fachhändler geben keine festen Preise an – die Flinte ist ausschließlich auf Anfrage erhältlich. Dies deutet auf eine spezialisierte Zielgruppe hin, die gezielt nach dieser Querflinte sucht. Mit einem Gewicht von 2,7 kg gehört die Churchill 520 zu den leichteren Vertretern ihrer Klasse und bietet damit einen praktischen Vorteil für lange Jagdtage ohne unnötige Belastung.
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Die verfügbaren Lauflängen von 660 mm (26″) und 710 mm (28″) ermöglichen Anpassung an verschiedene Jagdsituationen. Das Kaliber 20/76 kombiniert moderaten Rückstoß mit ausreichender Leistung für Niederwild, Raubwild und Wasservögel. Die Flinte ist mit einem MC5-Wechselchoke-System ausgestattet – fünf Chokes werden mitgeliefert und ermöglichen schnelle Anpassung zwischen Kurzstreuung (offene Chokes/weite Streuung) und Weitstreuung (enge Chokes/lange Distanz) ohne Zusatzkosten.
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Ein besonderes Merkmal ist der Stahlschrotbeschuss. Dies bedeutet, dass die Churchill 520 für bleifreie Munition zugelassen ist – ein entscheidender Vorteil bei modernen Jagdrevieren, wo bleifreie Munition vielerorts Vorschrift ist, besonders bei der Wasservogeljagd. Der Nussbaumschaft in Select-Qualität bietet solide Holzoptik in dieser Preisklasse. Der Hersteller Akkar Silah Sanayi Ltd. hat sich mit dieser Flinte im Segment der praktischen Einsteiger- bis Mittelklasse-Jagdflinten positioniert.
Die AKKAR Churchill 520 basiert auf dem klassischen Break-Action-Prinzip einer Querflinte (Side-by-Side). Das Laufpaar liegt horizontal nebeneinander – eine traditionelle Bauweise, die Jäger seit Generationen schätzen. Das System funktioniert durch einfaches Abknicken des Laufs nach unten, was schnelle Ladebereitschaft ermöglicht und intuitive Bedienung besonders bei überraschenden Wildschüssen bietet.
Mit 2,7 kg Gewicht positioniert sich die Churchill 520 im leichteren Segment. Diese Gewichtklasse reduziert Ermüdung bei längeren Pirschgängen und Ansitzjagden deutlich. Die angebotenen Lauflängen von 660 mm (26″) und 710 mm (28″) erfüllen unterschiedliche Anforderungen: Kürzere Läufe ermöglichen wendigere Bewegungen in dichtem Unterholz und bei Drückjagden, längere Läufe bieten bessere Ballistik und Schwungmasse für Flugwildschüsse auf größere Distanzen.
Das Kaliber 20/76 Magnum ist ein bewährter Kompromiss. Die 76-mm-Kammer ermöglicht den Einsatz sowohl von Standard-Patronen (70 mm) als auch von Magnum-Patronen – dies bietet Flexibilität beim Munitionskauf und erlaubt Anpassung der Leistung an verschiedene Wildarten. Der moderatere Rückstoß des Kaliber 20 im Vergleich zu Kaliber 12 ist besonders für Einsteiger, Jugendliche und zierliche Schützen vorteilhaft.
Das MC5-Wechselchoke-System ist ein praktisches Feature. Die fünf mitgelieferten Chokes – vermutlich in den Standardabstufungen Cylinder, Improved Cylinder, Modified, Improved Modified und Full – ermöglichen Anpassung der Schrotstreuung ohne zusätzliche Investitionen. Cylinder bietet die weiteste Streuung für Kurzstreckenschüsse, Modified einen ausgewogenen Mittelweg, Full die engste Streuung für lange Distanzen.
Ein weiteres Merkmal ist der Stahlschrotbeschuss. Diese Bezeichnung qualifiziert die Flinte für bleifreie Munition – ein zukunftssicheres Feature in einem Markt, der zunehmend von Bleiverboten geprägt ist. Der Nussbaumschaft in Select-Qualität bietet handwerkliches Aussehen ohne Premium-Anspruch. Der Auszieher (Extractor) hebt leere Hülsen nur leicht an, statt sie auszuwerfen – typisch für Jagdflinten, bei denen Hülsenbruchschutz und leiseres Nachladen Priorität haben.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Akkar Silah Sanayi Ltd. (Türkei) |
| Modell | AKKAR Churchill 520 |
| Waffentyp | Doppelflinte (Querflinte / Side-by-Side) |
| System | Break-Action (Kipplaufprinzip) |
| Kaliber | 20/76 (Magnum) |
| Magazinkapazität | 2 Schuss |
| Lauflänge | 660 mm (26″), 710 mm (28″) |
| Gewicht (leer) | 2,7 kg (ca. 2,75 kg je nach Variante) |
| Schaftmaterial | Nussbaum / Walnuss, Holzklasse Select, englischer Schaft (je nach Variante) |
| Abzug | Flintenabzug (Einabzug), manuelle Sicherung |
| Visierung | Messing-Perlkorn |
| Choke-System | MC5-Wechselchoke-System (5 Chokes mitgeliefert) |
| Auszieher | Extractor (Auszieher, kein Ejektor) |
| Beschusszeichen | Stahlschrotbeschuss (bleifreie Munition zugelassen) |
Die Churchill 520 wird in mehreren Ausführungen angeboten, die sich in Lauflänge, Systemfinish und Schaftholz unterscheiden. Die Churchill 520 Hunting ist die Standardvariante mit 710 mm (28″) Lauflänge und klassischer Nussbaumschaft – gedacht für vielseitige Jagdpraxis mit Schwerpunkt auf Niederwild und Flugwild. Diese Version bietet die beste Balance zwischen Schwungmasse und Handlichkeit.
Die Churchill 520 Silver setzt auf einen 660 mm (26″) Lauf und versilberte Systemteile – Systemkasten und Beschläge erhalten eine silberfarbige Behandlung. Der englischer Schaft im klassisch-geraden Stil ohne Pistolengriff unterstreicht den traditionellen Character. Die kürzere Lauflänge macht diese Variante zur optimalen Wahl für Bewegungsjagden und Drückjagden in dichtem Gelände, wo Wendigkeit wichtiger ist als maximale Ballistische Leistung.
Die Churchill 520 Gold stellt die oberste Ausstattungsstufe dar. Sie kombiniert Walnussschaft mit vergoldeten Systemteilen – ein optisches Upgrade gegenüber den anderen Varianten. Diese Version richtet sich an Käufer, denen eine repräsentativere Optik und höherwertige Holzqualität wichtig sind, ohne dabei in Preisklassen Premium-Hersteller vorzudringen.
Alle Varianten der Churchill 520 nutzen die identische funktionale Basis: MC5-Wechselchoke-System mit fünf Chokes, Extractor, Stahlschrotbeschuss und das zuverlässige Break-Action-Prinzip. Die Unterschiede liegen in Lauflänge, optischem Finish und Schaftholz – nicht in der grundsätzlichen Zuverlässigkeit oder Leistung.
Für welche Jagdsituationen eignet sich die AKKAR Churchill 520 besonders? Die Flinte bietet eine breite Palette von Einsatzmöglichkeiten, die sich aus Kaliber, Gewicht und Konstruktion ergeben.
Bei der Niederwildjagd ist die Churchill 520 im Einsatzzweck optimal. Fasan, Rebhuhn und Kaninchen liegen in typischen Schussdistanzen von 15 bis 35 Metern. Das moderate Gewicht von 2,7 kg ermöglicht schnelles Anschwingen und Nachladen – entscheidend, wenn das Wild mehrfach aufsteht. Die Wechselchokes erlauben Anpassung zwischen Cylinder (offene Streuung für nahe Schüsse) und Modified (ausgewogene Mittelposition).
Die Flugwildjagd auf Enten und Tauben profitiert von der längeren 28″-Variante mit vollchokiger Einstellung. Das Kaliber 20/76 mit Magnum-Patronen bietet ausreichende Energie für Wasservögel bis etwa 40 Meter Entfernung. Der Stahlschrotbeschuss ist hier entscheidend: Mit bleifreier Munition ist die Churchill 520 an Gewässern einsetzbar, wo Bleiverbote gelten – inzwischen vielerorts Standard.
Bei der Raubwildjagd auf Fuchs, Marder und Waschbär ist das Kaliber 20/76 mit Magnum-Patronen und engerer Chokierung (Improved Modified bis Full) eine praktikable Wahl für Schussdistanzen bis etwa 35 Meter. Die schnelle Bereitschaft durch Break-Action-Konstruktion kann beim Überraschungsschuss von Vorteil sein.
Die 26″-Variante Churchill 520 Silver ist ideal für Bewegungsjagd und Drückjagd. Die kompaktere Bauweise ermöglicht schnelle Schwenkbewegungen in dichtem Unterholz und ermöglicht intuitives Schießen ohne lange Zielzeit. Jäger mit Schwerpunkt auf schnelle, dynamische Jagdsituationen profitieren von dieser wendigeren Ausführung.
Ansitzjagd auf Raubwild ist ein weiteres klassisches Einsatzgebiet. Das geringe Gewicht ermöglicht stundenlange Bereitschaft ohne Ermüdung, die Break-Action-Konstruktion ermöglicht völlig geräuschloses Laden vor dem Schuss. Mit Magnum-Choke und Magnum-Patronen erreicht man die erforderliche Präzision für sichere Schüsse auf Raubwild.
Im Wurfscheibenschießen (Trap und Skeet) für Einsteiger kann die Churchill 520 mit 28″-Lauf und modified Choke genutzt werden. Allerdings: Querflinten gelten im Trap als weniger ideal als Bockflinten (Over/Under), da die seitliche Laufanordnung zu unterschiedlichen Treffpunkten führt. Für ambitionierte Wettkampfschützen sind spezialisierte Trap-Flinten die bessere Wahl. Einsteiger und Hobbyschützen können mit der Churchill 520 aber durchaus trainieren und Erfolg haben.
Eine wichtige Einschränkung: Das Kaliber 20/76 ist für Schwarzwild und Großwild ungeeignet. Die Leistung reicht nicht aus für sichere Treffer auf Sauen. Für diese Jagdarten sind Büchsen oder Flinten in Kaliber 12 notwendig.
Mangels vorliegender Testberichte aus internationalen Fachmedien oder Community-Praxisberichten basiert die folgende Bewertung auf technischen Spezifikationen und allgemeinem Fachwissen zur Klasse vergleichbarer Jagdflinten. Diese Einschätzung ersetzt keine praktischen Langzeittests.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein zentraler Vorteil. Als türkische Serienproduktion mit MC5-Wechselchokes, Stahlschrotbeschuss und Nussbaumschaft dürfte die Churchill 520 im unteren bis mittleren Preissegment für Querflinten angesiedelt sein – eine praktikable Option für Einsteiger und Jäger mit kleinerem Budget.
Das geringe Gewicht von 2,7 kg hebt die Flinte aus der Masse heraus. Leichtere Flinten reduzieren Ermüdung bei mehreren Stunden Jagd erheblich. Dies ist besonders wertvoll für Pirschgänge und Ansitzjagden, wo die Flinte mehrere Stunden bereit gehalten wird.
Die Flexibilität durch Wechselchokes ist praktisch wertvoll. Fünf Chokes sind serienmäßig mitgeliefert – von Cylinder bis Full – ohne Zusatzkosten. Dies ermöglicht unkomplizierte Anpassung an verschiedene Jagdsituationen, ohne separate Choke-Sets kaufen zu müssen.
Das Kaliber 20/76 bietet einen realistischen Kompromiss. Der Rückstoß ist deutlich moderater als bei Kaliber 12, die Leistung ausreichend für alle praktisch relevanten Niederwild-, Flugwild- und leichten Raubwildeinsätze. Die Munition ist günstiger und verfügbarer als spezialisierte Kaliber.
Der Stahlschrotbeschuss ist zukunftssicher. Bleifreie Munition ist in modernen Jagdrevieren und bei Wasservogeljagd vielerorts Pflicht. Die Churchill 520 ist für diese Anforderung vorbereitet, ohne dass Nacharbeiten nötig sind.
Die Kapazität von nur 2 Schuss ist typisch für Doppelflinten, kann aber in bestimmten Situationen nachteilig sein. Bei Drückjagden mit mehreren Wildwechseln oder wenn schnelle Mehrfachtreffer erforderlich sind, bieten Selbstlader oder Repetierflinte (4–5 Schuss) Vorteile. Nachbarschützen können den Wild-Fluss intensiver nutzen.
Der Extractor statt Ejektor erfordert manuelles Entnehmen der Hülsen. Das ist langsamer als automatischer Auswurf und kann bei schnellem Nachladen unter Druck problematisch sein. Allerdings ist dies auch ein Vorteil beim leisen Nachladen und bei der Hülsensammlung.
Die einfache Ausstattung ist bezeichnend für diese Preisklasse. Der Nussbaumschaft „Select“ liegt qualitativ unter Premium-Hölzern (AAA-Walnuss). Die manuelle Sicherung hat keine automatische Rückstellung. Das Perlkorn ohne Leuchtpunkt kann bei Dämmerung nachteilig sein.
Mangelnde Langzeiterfahrungen sind ein praktisches Risiko. Ohne Testberichte ist unklar, wie die Churchill 520 nach tausenden Schüssen hinsichtlich Schlossfestigkeit, Verschleiß und Haltbarkeit abschneidet. Dies ist ein kaufrelevanter Punkt, den nur Langzeittests klären können.
Die Querflintenkonstruktion (Side-by-Side) ist traditionell, hat aber physikalische Grenzen. Die horizontal nebeneinander liegenden Läufe treffen leicht versetzt – bei sehr langen Distanzen (40+ Meter) weniger präzise als Bockflinten (Over/Under) mit vertikal übereinander liegenden Läufen. Für Trap/Skeet sind spezialisierte Bockflinten die Standard-Wahl.
Die AKKAR Churchill 520 positioniert sich als Einstiegs- bis Mittelklasse-Querflinte im breiten Markt der klassischen Jagdflinten. Sie konkurriert mit anderen türkischen, tschechischen und russischen Herstellern, nicht mit italienischen Premium-Marken.
Die tschechische Marke CZ (Česká zbrojovka) bietet ähnliche Querflinten mit etwas etabliertem Ruf an. CZ-Flinten gelten als robuster verarbeitet und haben ein breiteres Händlernetz. Der Hammer Coach zeichnet sich durch externe Hähne (Hammer-Abzug) aus – ein nostalgisches Design-Merkmal, das Sammler anspricht. CZ liegt vermutlich preislich etwas über der Churchill 520, dafür dokumentiert besser die Langzuverlässigkeit. Die Bobwhite ist die modernere CZ-Variante ohne externe Hähne.
Vorteil Churchill 520: Vermutlich günstiger
Vorteil CZ: Etablierte Marke, dokumentierte Langzuverlässigkeit
Die russische Baikal ist extrem robust und nutzt militärische Fertigungsqualität. Baikal-Flinten sind schwerer (oft über 3 kg), dafür geradezu legendär zuverlässig. Der Gebrauchtmarkt ist günstig. Nachteil: Utilistisches Design, weniger moderne Optik.
Vorteil Churchill 520: Leichter (2,7 kg), modernere Optik
Vorteil Baikal: Extreme Haltbarkeit, günstiger Gebrauchtmarkt
Weitere türkische Konkurrenten aus demselben Herstellungsland. Sie bieten ähnliche Preisspannen und Qualitätsstufen. Huglu hat möglicherweise größere Modellvielfalt, Yildiz ist spezialisierter auf Flinten.
Vorteil Churchill 520: Klare Positionierung, 5 Wechselchokes serienmäßig
Vorteil Huglu/Yildiz: Je nach Modell mehr Optionen
Italienische Marken wie Investarm (Einstiegsklasse), Beretta oder Franchi verkaufen das „Made in Italy“-Prestige mit deutlichen Preisaufschlägen (800–1500 €+). Die Verarbeitung ist superior, die Tradition legendär. Allerdings sind diese Preisklassen nicht direkt vergleichbar mit der Churchill 520.
Vorteil Churchill 520: Deutlich günstiger
Vorteil italienische Marken: Fertigungstradition, Premium-Material
Die AKKAR Churchill 520 liegt vermutlich im unteren bis mittleren Preisbereich für Querflinten – eine grobe Schätzung ohne verifizierte Preise liegt bei 400–700 €, je nach Variante. Dies unterbietet italienische Marken deutlich, konkurriert mit tschechischen und anderen türkischen Herstellern, und liegt über russischen Baikal-Modellen (teils günstiger).
Kaufentscheidung nach Prioritäten:
Konkrete Preisvergleiche und objektive Leistungsmessungen zwischen diesen Modellen liegen nicht vor (Stand 2025).
Das MC5-Wechselchoke-System ist ein zentrales Merkmal der Churchill 520 und verdient detaillierte Betrachtung. Fünf Chokes werden mitgeliefert – vermutlich die Standardabstufungen Cylinder, Improved Cylinder, Modified, Improved Modified und Full.
Was sind Chokes praktisch? Chokes sind konische Verengungen am Laufende, die die Schrotstreuung beeinflussen. Ein offener Choke (Cylinder) lässt die Schrote früh auseinanderlaufen – ideal für Kurzstreckenschüsse auf 10–20 Meter. Ein enger Choke (Full) hält die Schrote lange zusammen – ideal für lange Distanzen auf 35–45 Meter. Mittlere Positionen (Modified) bieten Kompromisse.
Praktischer Nutzen der Wechselchokes: Statt separate Flinten für verschiedene Jagdsituationen zu kaufen, können Sie die Chokes einfach wechseln. Für Bewegungsjagd im Busch: Cylinder einschrauben. Für Flugwildschuss auf Enten: Full einschrauben. Für Ansitzjagd auf Raubwild: Modified bis Improved Modified. Dies spart Geld und Platz.
Der Wechsel nimmt 30 Sekunden Zeit in Anspruch – unproblematisch beim Jagdalltag. Sie benötigen einen Choke-Schlüssel (meist mitgeliefert), um die Chokes zu lockern und neue einzudrehen.
Lauflänge und Choke-Interaktion: Die 28″-Variante (Hunting, Gold) profitiert von engen Chokes besonders bei langen Distanzen. Die 26″-Variante (Silver) ist wendiger und nutzt offenere Chokes (Cylinder, Improved Cylinder) bei Bewegungsjagden optimal.
Die Schaftausstattung beeinflusst Komfort und Optik erheblich. Die Nussbaumschaft in Holzklasse Select ist eine bewusste Mittelklasse-Wahl. „Select“ bedeutet sichtbare Maserung und Zeichnung im Holz, aber ohne die gleichmäßige Perfektion von AAA-Walnuss (Premium-Klasse). Das Holz ist ausreichend hart und stabil für jagdlichen Gebrauch, benötigt aber regelmäßige Pflege mit Schaftöl, um Risse durch Witterungseinflüsse zu vermeiden.
Bei der Silver-Variante mit englischem Schaft erfolgt eine bewusste Entscheidung: Der englische Schaft ist eine gerade Schaftform ohne Pistolengriff, wie sie in klassischen Jagdflinten üblich ist. Dies ist rein ästhetisch – kein funktionaler Unterschied. Jäger mit traditionellem Schießstil und klassischer Anschlagweise bevorzugen dies. Schützen mit modernem Schießstil oder denen, die einen Pistolengriff brauchen (z. B. wegen kleinerer Hände), könnten diesen Design unpraktisch finden.
Wichtig für den Kauf: Schaftmaße wie Drop (Senkung des Schaftes), Cast (seitliche Abweichung) und Length of Pull (Gesamtschaftlänge in mm) sind nicht dokumentiert. Diese sind entscheidend für die individuelle Passform. Vor dem Kauf sollte die Flinte unbedingt angesprochen und probiert werden – richtiger Schaftabstand und -höhe sind essentiell für sicheres Schießen und Komfort.
Der Stahlschrotbeschuss ist kein Design-Element, sondern eine Zertifizierung. Sie bedeutet, dass der Flintenlauf für die Beanspruchung durch Stahlschrote (bleifreie Munition) getestet und zugelassen ist. Dies ist wichtig, da bleifreie Patronen anders auf den Lauf wirken als Bleischrot.
Praktischer Vorteil: Mit dieser Zertifizierung ist die Churchill 520 bereit für die Zukunft. Immer mehr Regionen verbieten Bleischrot in bestimmten Revieren oder generell. Die Flinte kann ohne Nacharbeiten mit den folgenden bleifreien Munitionstypen genutzt werden:
Die Churchill 520 kann selbstverständlich auch mit klassischen Bleipatronen genutzt werden – in Revieren, wo Blei noch zulässig ist. Der Stahlschrotbeschuss bedeutet nur, dass Stahlschrot möglich ist, nicht dass nur Stahlschrot zulässig ist.
Ein weiteres technisches Detail, das praktisch relevant ist: Die Churchill 520 hat einen Extractor (Auszieher), keinen Ejektor. Was ist der Unterschied?
Ein Extractor hebt die leeren Hülsen beim Öffnen des Laufes nur leicht an – der Schütze muss die Hülsen manuell aus der Laufbohrung ziehen. Ein Ejektor würde die Hülsen aktiv auswerfen – sie fallen oder fliegen aus der Waffe.
Vorteil Extractor:
Nachteil Extractor:
Für Ansitzjäger und ruhige Jagdsituationen ist Extractor optimal. Für dynamische Drückjagden mit Zeitmangel ist Ejektor praktischer. Dies ist ein bewusster Design-Kompromiss der Flinte.
Die Messing-Perlkorn-Visierung ist die Standard-Jagdflintenkonstruktion. Ein Perlkorn ist ein kleiner Metallstift mit runder, mattierter Oberfläche, der vorne am Laufe sitzt. Beim Schießen wird das Perlkorn mit dem Wildausschnitt des Schützen ausgerichtet – eine intuitive, schnelle Methode ohne lange Zielzeit.
Vorteil:
Nachteil:
Das Messing-Material ist klassisch und langlebig. Moderne Alternativen wie Leuchtpunkt-Körner (mit tritium oder Fasern) sind nachrüstbar, wenn später gewünscht.
Das Kaliber 20/76 ist ein wichtiges Designmerkmal und verdient vertieftes Verständnis. „20“ ist die Kaliber-Angabe (Messstandard: 67,5 Millimeter Rohrlänge zwischen Markierungen). „76“ bedeutet die Kammerlänge: 76 Millimeter – eine Magnum-Kammer, die längere Patronen mit mehr Pulverladung aufnimmt als Standard-20er (70 mm).
Leistung: Das Kaliber 20/76 liegt zwischen dem leichten Kaliber 20/70 und dem schweren Kaliber 12/76. Typische Ladungen enthalten 24–28 Gramm Schrot (vs. 32–36 Gramm bei Kaliber 12). Dies reicht für:
Rückstoß: Der Rückstoß ist deutlich moderater als Kaliber 12 – oft als der Vorteil von Kaliber 20 dargestellt. Dies ist wertvoll für Schützen mit geringerer Körperstabilität, für lange Jagdtage (Ermüdung wird verzögert) und für Jugendliche im Schießtraining.
Munitionsverfügbarkeit: 20/76-Patronen sind nicht so universell verfügbar wie 12er, aber deutlich häufiger als Spezial-Kaliber. Der Preis liegt etwas über dem von Kaliber 12, da geringere Nachfrage.
Nicht geeignet für: Schwarzwild, Großwild. Das Kaliber ist zu schwach für sichere Treffer auf Sauen über 50 kg. Dies ist eine echte Grenze.
Ist die Churchill 520 eine zuverlässige Flinte?
Mangels vorliegender Langzeittests lässt sich dies nicht mit Sicherheit sagen. Die Konstruktion (Break-Action, klassische Querflinten-Mechanik) ist bewährt seit Jahrzehnten. Die Frage ist, wie die türkische Serienproduktion diese klassischen Designs umsetzt. Hier wären Besitzerberichte oder Testberichte aufschlussreich – diese liegen nicht vor.
Welche Lauflänge soll ich wählen – 26″ oder 28″?
28″ ist die universellere Wahl – bessere Ballistik für lange Distanzen, etwas höheres Gewicht (minimal). 26″ ist agiler in dichtem Gelände und bei Bewegungsjagden. Für Anfänger: 28″.
Kann ich bleifreie Munition nutzen?
Ja, der Stahlschrotbeschuss qualifiziert die Flinte dafür. Dies ist ein bedeutender Vorteil für moderne Jagdreviere mit Bleiverboten.
Ist die Churchill 520 für Trap geeignet?
Einsteiger können damit trainieren. Ambitionierte Wettkampfschützen sollten eine spezialisierte Trap-Flinte (Bockflinte mit Over/Under-Laufanordnung) wählen.
Wie schwer ist die Flinte tatsächlich?
2,7 kg ist leicht – vergleichbar mit modernen Selbstladern. Nach mehreren Stunden Jagd ist dies ein spürbarer Vorteil gegenüber schwereren Flinten (3–3,5 kg).
Kann ich die Chokes selbst wechseln?
Ja, mit einem Standard-Choke-Schlüssel (meist mitgeliefert). Es ist eine 30-Sekunden-Aufgabe, benötigt keine Spezialwerkzeuge.
Zum Betrieb und zur Wartung der Churchill 520 sind folgende Zubehörteile sinnvoll:
Munition:
Pflege und Wartung:
Jagdpraxis:
Optionales Upgrade:
Teurere Upgrades wie neue Chokes oder Kolben sind bei dieser Flinte nicht notwendig – die Serienausstattung ist funktional vollständig.
Die AKKAR Churchill 520 ist eine praktikable, klassische Querflinte für Jäger und Sportschützen, die eine zuverlässige Allround-Jagdflinte ohne Premiumpreise suchen. Mit 2,7 kg Gewicht, MC5-Wechselchokes, Stahlschrotbeschuss und traditioneller Break-Action-Konstruktion erfüllt sie die Anforderungen der Niederwidjagd, Flugwildjagd und leichten Raubwildjagd.
Die Marktposition ist klar: Einstiegs- bis Mittelklasse-Segment, direkter Konkurrenz zu anderen türkischen, tschechischen und russischen Herstellern, deutlich günstiger als italienische Premium-Marken. Für Käufer mit kleinerem Budget und Interesse an traditioneller Doppelflinten-Optik ist die Churchill 520 eine rationale Wahl.
Wichtige Entscheidungskriterien vor dem Kauf:
Mangels vorliegender Testberichte aus Fachmedien bleibt unklar, wie die Flinte nach tausenden Schüssen hinsichtlich Schlossfestigkeit und Langzuverlässigkeit abschneidet. Dies ist ein Risiko für Langzeitinvestitionen – hier könnten Community-Berichte von Besitzern aufschlussreich sein.
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