
















Die 9×18 mm Makarov ist eine Zentralfeuer-Pistolenpatrone mit Geschossgewichten von 92–95 grain (6,0–6,2 g) und Mündungsgeschwindigkeiten zwischen 287–317 m/s. Entwickelt für militärische Kurzwaffen des Ostblocks, prägt dieses Kaliber seit Jahrzehnten die Geschichte sowjetischer und osteuropäischer Streitkräfte. Heute interessiert sich vor allem eine spezialisierte Schützengemeinschaft aus Sammlern und Liebhabern historischer Waffen für 9 mm Makarov – doch auch Sportschützen finden in dieser Patrone eine funktionale Alternative zu modernen Pistolenkalibern.
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Die Bezeichnungen 9×18 mm Makarov, 9 mm Mak und 9×18 mm PM beschreiben das gleiche Kaliber. Das „PM“ steht für „Pistolet Makarova“, die namensgebende sowjetische Militärpistole, die dieses Kaliber berühmt machte. Mit einem Geschossdurchmesser von 9,27 Millimeter und einer Hülsenlänge von 18,10 Millimeter passt sich die Patrone perfekt in die kompakten Blowback-Systeme dieser Kurzwaffen ein.
Der C.I.P.-Maximaldruck (Druck der Europäischen Kommission für das innere Ballistische Büro) liegt bei 160 Megapascal – deutlich niedriger als bei der verbreiteten 9×19 mm Parabellum mit 252 Megapascal. Diese Differenz erklärt die charakteristische Leistung: moderater Rückstoß, aber auch reduzierte Energie und Reichweite im Vergleich zu modernen westlichen Pistolenpatronen.
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| Parameter | Wert |
|---|---|
| Bezeichnungen | 9×18 mm Makarov, 9 mm Mak, 9×18 mm PM |
| Geschossdurchmesser | 9,27 mm (ø grooves) |
| Hülsenlänge | 18,10 mm |
| Geschossgewicht | 92–95 gr (6,0–6,2 g) |
| Mündungsgeschwindigkeit | 287–317 m/s (940–1043 fps) |
| C.I.P. Maximaldruck | 160,00 MPa (23.206 psi) |
| Drall | 1:240 mm, 4 Nuten |
| Patronentyp | Zentralfeuer, Pistolenpatrone |
Mit typischen Geschossgewichten von 92–95 grain (6,0–6,2 g) und Mündungsgeschwindigkeiten von 287–317 m/s liegt die Mündungsenergie unter 200 Joule – ein wichtiger Faktor für das Verständnis von Reichweite und jagdlicher Eignung. Im direkten Vergleich: Die 9×19 mm Parabellum erreicht durch höhere Geschwindigkeiten von über 350 m/s deutlich mehr Energie und damit bessere Durchschlagskraft.
Aktuelle Preise für 9 mm Makarov von deutschen oder europäischen Händlern sind derzeit nicht verfügbar. Das Kaliber wird heute primär in ehemaligen Ostblock-Staaten produziert und vertrieben. Die Verfügbarkeitslage in Deutschland bleibt angespannt, da 9 mm Makarov nicht zu den gängigen Sportschutzkalibern des westlichen Marktes zählt.
Mit 9 mm Makarov erreicht man effektiv Entfernungen bis zu 50 Metern – diese Reichweite gilt als maximale Einsatzdistanz für Ziele auf Personenstöße. Allerdings muss hier klar differenziert werden: Effektive Reichweite und maximale Reichweite sind zwei unterschiedliche Größen, und bei 9 mm Makarov liegen sie weit auseinander.
Die effektive Reichweite beschreibt, wie weit ein Schütze mit realistischen Treffern rechnen kann und dabei noch auf ausreichende Energie zum Stoppen eines Zieles setzt. Bei 9 mm Makarov liegt diese Grenze bei etwa 50 Metern. Danach nimmt nicht nur die Restenergie rapide ab, auch die Flugbahn wird für Präzisionsschießen zunehmend problematisch.
Konkrete Labormesswerte zeigen die Unterschiede zwischen einzelnen Herstellern deutlich:
| Hersteller | Geschossgewicht | Geschossart | V0 (m/s) | V0 (fps) |
|---|---|---|---|---|
| Lake City | 92,9 gr (6,0 g) | FMJ | 312 | 1024 |
| Barnaul | 93,7 gr (6,1 g) | FMJ Steel-Jacketed | 316 | 1036 |
| Sellier & Bellot | 93,7 gr (6,1 g) | FMJ | 287 | 940 |
Die Spannbreite ist beeindruckend: Barnaul erreicht mit seiner Stahl-Kern-Laborierung 316 m/s, während Sellier & Bellot nur 287 m/s misst – eine Differenz von 29 m/s bei praktisch identischen Geschossgewichten. Diese Variabilität zeigt, dass die Hersteller unterschiedliche Pulverladungen verwenden und damit unterschiedliche Leistungscharakteristiken erzielen.
Vollständige ballistische Tabellen mit Geschwindigkeits- und Energiewerten auf 50, 100, 200 und 300 Metern sowie Ballistic-Coefficient-Werte (BC) sind für 9 mm Makarov in fachlicher Literatur nicht verfügbar. Die niedrige Mündungsgeschwindigkeit und die geringe Mündungsenergie unter 200 Joule zeigen deutlich: Dieses Kaliber wurde für Pistolengebrauch auf kurze Distanzen konzipiert, nicht für erweiterte Reichweiten.
Ist 9 mm Makarov für Langstrecken geeignet? Die klare Antwort lautet Nein. Mit Mündungsgeschwindigkeiten von maximal 316 m/s und einer effektiven Reichweite bis 50 Metern ist 9 mm Makarov ausschließlich für Kurzwaffeneinsatz auf kurze Distanzen ausgelegt. Im direkten Vergleich: Die 9×19 mm Parabellum übertrifft 9 mm Makarov deutlich in Flugbahnstabilität und Energieerhalt über Distanz.
9 mm Makarov ist in Deutschland für die Jagd nicht geeignet und nicht üblich. Diesen Punkt muss man als erstes klar festhalten, um Missverständnissen vorzubeugen.
Die Gründe für diese Einschätzung sind vielfältig und fundiert. Zunächst die energetische Seite: Mit Mündungsenergien unter 200 Joule liegt 9 mm Makarov deutlich unter den üblichen Mindestanforderungen für Kurzwaffen-Fangschüsse auf Schalenwild in Deutschland. Jäger, die Fangschüsse mit der Pistole abgeben möchten, greifen typischerweise zu deutlich leistungsstärkeren Kalibern wie .38 Special oder 9×19 mm Parabellum – Patronen, die eine um ein Vielfaches höhere Energie freisetzen.
Das Bundesjagdgesetz schreibt vor, welche Kalibergrößen und -energien für welche Wildarten zulässig sind. Für die Bejagung von Schalenwild gelten strikte Vorgaben. Zwar existieren keine Spezifika für 9 mm Makarov im Gesetz, doch die Praxis zeigt: Dieses Kaliber erfüllt die Anforderungen schlicht nicht. Kurzwaffen werden im deutschen Jagdrecht ohnehin eng reglementierten Einsatzbedingungen unterworfen.
Hinzu kommt ein praktisches Argument: 9 mm Makarov wurde für militärische und polizeiliche Selbstverteidigung entwickelt, nicht für die Jagd. Es gibt in der Fachliteratur keine jagdlichen Einsatzempfehlungen, keine Wirkungsvergleiche und keine Herstellerangaben, die dieses Kaliber für jagdliche Zwecke empfehlen. Das ist kein Zufall, sondern ein systematisches Fehlen einer jagdlichen Eignung.
Selbst als reines Fangschuss-Kaliber betrachtet bleibt 9 mm Makarov grenzwertig bis ungeeignet. Professionelle Jäger und Jagdverbände haben sich auf leistungsstärkere Pistolenpatronen wie 9×19 mm Parabellum oder .357 Magnum für Fangschüsse geeinigt – nicht zuletzt, weil diese Kalibergrößen zuverlässiger wirken und damit dem Tierschutz besser entsprechen.
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Rechtlicher Hinweis: Diese Einschätzung ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Jeder Jäger sollte vor dem Einsatz einer Munition die geltenden gesetzlichen Anforderungen im Bundesjagdgesetz und den jeweiligen Landesjagdgesetzen prüfen sowie die Empfehlungen der Jagdverbände beachten.
Die gängigsten Geschossgewichte für 9 mm Makarov liegen zwischen 92 und 95 grain – eine enge Spannbreite, die zeigt, wie standardisiert dieses militärische Kaliber ist. Nahezu alle verfügbaren Laborierungen nutzen FMJ-Geschosse, also Vollmantel-Konstruktionen. Dies entspricht militärischer Tradition und den internationalen Kriegsgesetzen, die Expansionsgeschosse in Militärmunition verbieten.
Die verfügbaren Geschossarten im Überblick:
FMJ (Full Metal Jacket) ist der Standard für Training und Sportschießen. Diese Vollmantel-Konstruktion bietet gute Penetration und ist in der Herstellung kostengünstig. Für Schießstand-Nutzung völlig ausreichend.
FMJ Steel-Core ist eine militärische Variante mit erhöhter Penetration. Diese Laborierungen nutzen Stahlkerne statt reiner Bleikerne und sind speziell für die 50-Meter-Effektivreichweite der Makarov PM konzipiert.
JHP (Jacketed Hollow Point) – Expansionsgeschosse mit hohler Spitze – existieren für 9 mm Makarov, sind aber in begrenzt verfügbar. Diese würden zwar bessere Wirkung bieten, spielen aber in der praktischen Munitionsversorgung kaum eine Rolle.
Hier ist eine Übersicht der etabliertesten Hersteller und ihrer 9 mm Makarov-Produkte:
| Hersteller | Produkt | Gewicht | Geschossart | Mantel | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Norma | FMJ | 95 gr (6,2 g) | FMJ | Kupfer | Schwerste Standard-Laborierung |
| Barnaul | FMJ | 94–95 gr (6,1 g) | FMJ | Stahl (lackiert) | Ostblock-Standard, wirtschaftlich |
| PPU (Prvi Partizan) | FMJ | 93 gr (6,0 g) | FMJ | Kupfer | Serbische Produktion, Messingmantelhülse |
| Sellier & Bellot | FMJ Steel-Jacketed | 93,5 gr (6,1 g) | FMJ | Stahl | Budget-Option |
| Mesko | FMJ Copper Jacketed | 93–93,5 gr (6,0 g) | FMJ | Kupfer | Polnische Militär-/Sportmunition |
| Lake City | FMJ | 92,9 gr (6,0 g) | FMJ | Kupfer | US-Militärproduktion |
Eine grobe Klassifizierung nach Preis- und Qualitätsklassen hilft bei der Orientierung:
Budget-Segment wird dominiert von Barnaul und Sellier & Bellot. Diese Hersteller nutzen Stahlmantelhülsen und lackierte Stahlgeschosse – kostengünstig, aber anfälliger für Korrosion bei schlechter Lagerung.
Mittelklasse bietet PPU und Mesko an. Kupfermantelhülsen und Kupferjacketed-Geschosse sorgen für bessere Haltbarkeit und Zuverlässigkeit über längere Lagerzeiträume hinweg.
Premium-Segment wird durch Norma vertreten. Höhere Fertigungsstandards, konsistente Qualitätskontrolle und bewährte europäische Reputation machen Norma-Patronen zur ersten Wahl für anspruchsvolle Schützen – auch wenn der Preis entsprechend höher ausfällt.
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Bleifreie Munition: Keine bleifreien Laborierungen sind in verfügbaren Quellen dokumentiert. Für umweltbewusste Schützen, die Blei bewusst meiden möchten, könnte dies ein echtes Ausschlusskriterium sein.
Match-Munition: Keine spezialisierten Präzisionslaborierungen existieren für 9 mm Makarov. Dieses Kaliber wird nicht für Präzisions-Wettkämpfe eingesetzt, weshalb Munitionshersteller entsprechende Sonderentwicklungen nicht amortisieren können.
Subsonic-Varianten: Keine Subsonic-Laborierungen – also Munition mit Schallgeschwindigkeiten unter 343 m/s – sind dokumentiert. Damit entfällt eine Option für schallarmes Schießen.
Ballistic-Coefficient-Werte: Offizielle BC-Werte sind nicht verfügbar. Ohne diese Daten wird es schwierig, präzise Flugbahnberechnungen anzustellen, die über 50 Meter hinausgehen.
Chronographen-Tests zeigen eine Standardabweichung (SD) von 9–23 Fuß pro Sekunde und einen Extreme Spread (ES) von 30–88 Fuß pro Sekunde je nach Hersteller und Produktionscharge. Diese Werte entsprechen militärischer Mehrzweck-Pistolenpatrone ohne Präzisions-Anspruch – völlig normal für Munition dieses Segments.
9 mm Makarov ist ein reines Pistolenkaliber. Diese Munition wird nicht in Büchsen oder Langwaffen verschossen, sondern ausschließlich in Kurzwaffen mit Blowback-System – also in selbstladenden Pistolen ohne zusätzliche Verriegelung des Verschlusses.
Die namensgebende und verbreitetste Waffe für 9×18 mm Makarov ist die Makarov PM (Pistolet Makarova). Diese sowjetische Selbstlade-Pistole wurde zur Standardwaffe in osteuropäischen und asiatischen Streitkräften und bleibt bis heute Sammlerstücke und Sportwaffe. Das System funktioniert nach dem Blowback-Prinzip: Der Gasdruck des Schusses drückt den Verschluss direkt zurück, ohne komplizierte Verriegelungsmechaniken. Dies macht die Waffe robust, wartungsarm und zuverlässig – ideal für militärische Anwendungen, weniger für höchste Präzision konzipiert.
Technische Daten der klassischen Makarov PM:
Neben der Makarov PM existieren verschiedene Maschinenpistolen und Varianten aus osteuropäischer Produktion, die auf 9×18 mm Makarov kammern. Konkrete Modellbezeichnungen außer der klassischen PM sind in verfügbaren Fachquellen nicht systematisch dokumentiert – das Kaliber blieb einfach zu lange auf den Ostblock begrenzt.
Der standardisierte Drall beträgt 1:240 Millimeter mit 4 Zügen. Dies ist die etablierte Rifling-Spezifikation, auf die alle Munitionshersteller ihre Projektile kalibrieren. Die Lauflängen sind typisch kurz – im Bereich von 90–100 Millimetern – da Blowback-Systeme mit kurzen Läufen besser funktionieren als mit langen.
Spezielle Optimierungen für unterschiedliche Lauflängen existieren für 9 mm Makarov nicht. Dies ist ein großer Unterschied zu modernen Patronen wie 9×19 mm Parabellum, für die umfangreiche Daten zu optimalen Lauflängen vorliegen. Bei 9×18 mm Makarov kann man sich auf die standardisierten Vorgaben verlassen – Kreativität ist hier nicht gefragt.
Selbstlader vs. Repetierer: 9 mm Makarov wird ausschließlich in Selbstlade-Pistolen (Halbautomat) verwendet. Repetierer – also Waffen mit manueller Schließbewegung – oder andere Handspannwaffen in diesem Kaliber existieren nicht. Das Blowback-Prinzip setzt eine Selbstladerfunktion geradezu voraus.
Verfügbarkeit in Deutschland: Makarov PM-Pistolen und andere Waffen in 9×18 mm Makarov sind in Deutschland als Sportwaffen oder Sammlerwaffen erhältlich, allerdings deutlich seltener als gängige 9×19 mm Parabellum-Pistolen. Wer eine Makarov erwerben möchte, sollte mit längeren Beschaffungszeiten rechnen und gezielt bei Fachzentren nachfragen, die sich auf osteuropäische Militaria spezialisiert haben. Die Verfügbarkeit kompatible Munition ist ebenso eingeschränkt wie die der Waffen selbst.
Umfassende Tests von 9 mm Makarov-Munition aus deutschen oder internationalen Fachmagazinen liegen in publizierter Form nicht vor. Das Kaliber spielt in der westlichen Sport- und Jagdschützen-Szene eine untergeordnete Rolle – ein wichtiger Grund dafür, dass systematische Testreihen fehlen. Die großen Fachpublikationen konzentrieren sich auf Kalibergrößen, die breiten Marktanteil haben, und 9 mm Makarov gehört nicht dazu.
Was allerdings dokumentiert ist, sind empirische Chronographen-Messungen verschiedener Laborierungen. Diese Rohdaten geben Aufschluss über Geschwindigkeitskonsistenz:
Eine Standardabweichung (SD) von 9–23 Fuß pro Sekunde und ein Extreme Spread (ES) von 30–88 Fuß pro Sekunde je nach Hersteller und Produktionscharge sind völlig typisch. Diese Werte entsprechen militärischer Mehrzweck-Pistolenpatrone ohne übergeordnete Präzisions-Anforderungen. Wer Match-Grade-Konsistenz erwartet, wird hier enttäuscht – aber das war nie das Versprechen von 9 mm Makarov.
Die konkreten Laborierungen mit dokumentierten Messwerten zeigen Interessantes:
Lake City FMJ mit 92,9 grain erreicht 312 m/s – US-Militärproduktion mit bewährter Qualitätsrate. Diese Munition ist bekannt für zuverlässige Funktionssicherheit über lange Lagerzeiträume.
Barnaul FMJ mit Stahlkern und 93,7 grain erreicht die höchsten gemessenen Geschwindigkeiten von 316 m/s. Das ist beeindruckend, zeigt aber auch, dass der russische Hersteller höherer Pulverladungen verwendet.
Sellier & Bellot FMJ derselben Gewichtsklasse erreicht nur 287 m/s – eine deutliche Abweichung nach unten. Hier wird sparsamer geladen, was bedeuten kann: geringere Leistung, aber eventuell längere Laufdauer der Waffe.
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Praxisrelevante Erkenntnisse aus diesen Daten:
Die Geschwindigkeitsvarianz zwischen 287 und 316 m/s bei ähnlichen Geschossgewichten ist beachtlich. Sie zeigt, dass unterschiedliche Hersteller bewusst unterschiedliche Pulverladungen nutzen – der eine optimiert für höhere Leistung, der andere für höhere Lagerstabilität und längere Waffenlebensdauer.
Zuverlässigkeit: Als militärisches Standardkaliber ist 9 mm Makarov für hohe Funktionssicherheit in Blowback-Pistolen ausgelegt. Wer eine Makarov PM besitzt und sie mit Original-Munition oder etablierten Nachbauten wie Barnaul füttert, kann mit hoher Zuverlässigkeit rechnen.
Rückstoß: Der Rückstoß ist deutlich moderater als bei 9×19 mm Parabellum – erfreulich für Schützer mit weniger Kraft oder Schießerfahrung. Die niedrige Energie unter 200 Joule macht sich hier positiv bemerkbar.
Fehlende Daten – Ein ehrlicher Überblick:
Diese Lücken sind kein Zufall. Sie spiegeln die begrenzte praktische Relevanz von 9 mm Makarov in modernen westlichen Märkten.
Einordnung für deutsche Nutzer: Für Sport- und Sammler-Schützen in Deutschland, die historische Ostblock-Waffen besitzen und nutzen möchten, ist 9 mm Makarov eine funktionale, wenn auch nicht optimale Wahl. Die eingeschränkte Verfügbarkeit und fehlende Weiterentwicklung – keine Match-Varianten, keine bleifreien Optionen, keine modernen Expansions-Geschosse – limitieren den praktischen Nutzen deutlich.
9 mm Makarov ist ein historisches Kaliber mit etabliertem Status in osteuropäischen Militär- und Polizeistrukturen, aber begrenzter Relevanz für den modernen deutschen Schützen. Eine ehrliche Zusammenfassung:
Stärken des Kaliberkonzepts:
Die historische Bedeutung ist unbestritten – 9 mm Makarov war die Standardpatrone in Millionen sowjetischer und osteuropäischer Dienst- und Sammlerwaffen. Wer sich für Militärgeschichte interessiert, findet hier Authentizität.
Der moderate Rückstoß macht das Kaliber angenehm zu schießen. Im Vergleich zu 9×19 mm Parabellum oder gar stärkeren Kalibern lädt dieses Kaliber weniger heftig nach hinten – ideal für Schützer mit geringerer Schießerfahrung oder körperlichen Einschränkungen.
Die Funktionssicherheit in robusten Blowback-Pistolen wie der Makarov PM ist sprichwörtlich. Das System war für sowjetische Soldaten in extremen Klimabedingungen konzipiert und funktioniert zuverlässig – ohne unnötige Komplikationen.
Für Sammler und Liebhaber osteuropäischer Militärwaffen ist 9 mm Makarov der natürliche Weg, ihre Waffen auch auf dem Schießstand zu nutzen.
Grenzen und Defizite:
Die niedrige Leistung – mit Mündungsgeschwindigkeiten von 287–316 m/s und Energien unter 200 Joule – ist substanziell und unverrückbar. Dies ist nicht blöd, sondern Systemdesign: Das Kaliber wurde für Selbstverteidigungspistolen entwickelt, nicht für maximale Durchschlagskraft.
Die begrenzte Reichweite von 50 Metern ist ein harter Fakt. Wer weiter schießen möchte, ist mit modernen Pistolenkalibern besser bedient.
Die eingeschränkte Verfügbarkeit in Deutschland ist real. Munition und Waffen sind deutlich seltener als bei westlichen Standards, Beschaffungszeiten länger, Preisvergleiche schwieriger.
Es existiert keine moderne Spezialmunition – weder Match-Grade für Präzisionsschießen, noch bleifreie Varianten für Umweltbewusste, noch moderne Expansions-Geschosse für optimale Wirkung. Das Angebot beschränkt sich auf militärische FMJ-Laborierungen und Budget-Varianten.
Jagdliche Eignung: Dieses Kaliber ist für Jagdzwecke ungeeignet. Mit unter 200 Joule Mündungsenergie erfüllt es keine seriöse Fachstandard für Fangschüsse und schon gar nicht für Strecke-Wild.
Sportschießen auf dem Schießstand: Nostalgische Schützer mit Makarov PM oder ähnlichen Pistolen finden hier ihre Nische. Entspanntes Trainingsschießen auf 25–50 Meter ist sinnvoll und macht Freude.
Training für Schützer mit wenig Erfahrung: Der moderate Rückstoß und die unkomplizierte Handhabung machen dieses Kaliber ideal zum Erlernen von Grundlagen.
Historische Waffensammlung: Wer osteuropäische Militaria sammelt und diese auf dem Schießstand „live“ erleben möchte, findet hier authentische Munition.
Nicht geeignet für:
Für alle, die ein Pistolenkal iber mit besserer Verfügbarkeit, höherer Leistung und breiterer Munitionsauswahl suchen, ist 9×19 mm Parabellum die natürliche Wahl. Dieses Kaliber erreicht Mündungsgeschwindigkeiten über 350 m/s, bietet deutlich mehr Energie, und das Munitionsangebot ist riesig: Match-Grade, bleifreie, Expansions-Geschosse – alles verfügbar. Die Waffenvielfalt ist ebenfalls unvergleichlich größer.
Für Jäger und Sportschützen, die eine leistungsfähige, moderne Pistolenpatrone suchen, ist 9 mm Makarov nicht zu empfehlen. Schützer dagegen, die historische Makarov PM-Pistolen besitzen oder sammeln und diese auf dem Schießstand sinnvoll nutzen möchten, finden in 9×18 mm Makarov eine funktionale, wenn auch technisch überholte Patrone.
Aufgrund der eingeschränkten Datenlage zu Preisen, Verfügbarkeit und umfassenden Tests in Deutschland empfehlen wir vor dem Kauf die direkte Kontaktaufnahme mit Fachhändlern und Waffengeschäften, die sich auf Militaria und historische Munition spezialisiert haben. Diese Experten können aktuelle Verfügbarkeit und realistische Preise genannt und können eventuell auch Alternativvorschläge machen.
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