



























































Die .375 H&H Magnum gehört zu den bekanntesten und vielseitigsten Großwildkalibern der Welt – und das seit über 110 Jahren. Wer schweres Wild in Europa oder Afrika bejagt, kommt an dieser Patrone kaum vorbei. Auf jagdpreisvergleich.de finden Jäger, Wiederlader und Interessenten aktuelle Munitionsangebote im direkten Preisvergleich.
Holland & Holland entwickelte die Patrone 1912, und seitdem hat sie ihren Status als weltweiter Maßstab für Großwildkaliber nie verloren. Dieser lange Entwicklungszeitraum erklärt die heute außergewöhnlich breite Munitionsauswahl: Laborierungen in verschiedenen Geschossgewichten und -typen sind bei spezialisierten Händlern weltweit erhältlich.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bezeichnung | .375 H&H Magnum / .375 Holland & Holland Magnum |
| Synonyme | .375 H&H, 375 Holland & Holland Magnum |
| NATO-Bezeichnung | keine |
| Typ | Zentralfeuer |
| Geschossdurchmesser | 9,55 mm (0.376 in) |
| Hülsenlänge (max.) | 61,27 mm |
| Gesamtlänge (COAL) | 63,44 mm |
| C.I.P. pmax | 430 MPa (62.366 psi) |
| SAAMI MAP | 430 MPa (62.366 psi) |
| Dralllänge (üblich) | 1:305 mm (1:12 in), 6 Rillen |
| Referenz-Lauflänge | 24–25 Zoll (610–635 mm) |
Die .375 H&H Magnum verschießt Geschosse von 270 bis 350 Grain (17–22,7 g) mit Mündungsenergien zwischen 5.780 und 6.437 Joule und deckt damit das gesamte Spektrum von schwerem europäischem Schalenwild bis zu afrikanischem Großwild ab. C.I.P. und SAAMI stimmen beim Maximaldruck mit 430 MPa überein – ein praktischer Vorteil für Jäger, die international erworbene Munition einsetzen, ohne Druckunverträglichkeiten befürchten zu müssen.
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Mit der .375 H&H Magnum liegt die effektive jagdliche Reichweite – definiert als maximale Punktblankreichweite (MPBR) – je nach Laborierung bei etwa 220 bis 240 Metern. Das 270-Grain-Spitzergeschoss erreicht bei 200-Meter-Nullung eine MPBR von ca. 240 m, die 300-Grain-Laborierung kommt auf ca. 224 m. Damit eignet sich die Patrone für alle praxistypischen Jagdsituationen auf kurze bis mittlere Distanzen.
| Laborierung | Geschoss | V0 (m/s) | V0 (fps) | E0 (J) | E0 (ft·lbf) | MPBR (m) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Remington / Federal 270 gr SP | Spitzer | 820 | 2.690 | 5.880 | 4.337 | ca. 240 |
| Federal / Remington 300 gr | Standard | 770 | 2.530 | 5.780 | 4.263 | ca. 224 |
| Hornady Superformance 300 gr DGS | DGS (Vollgeschoss) | 810 | 2.670 | 6.437 | 4.748 | k. A. |
Detaillierte Werte für Restgeschwindigkeit, Restenergie und Geschossabfall auf 50, 100, 200 und 300 m sind nicht aus verifizierten Quellen verfügbar. Für eine präzise Flugbahnberechnung empfehlen sich ballistische Rechner – etwa Hornady 4DOF oder Strelok – unter Angabe der herstellerspezifischen BC-Werte (Ballistischer Beiwert).
Die .375 H&H ist kein Weitschusskaliber im sportlichen Sinn. Ihre Stärke liegt in der hohen Auftreffenergie auf kurzen bis mittleren Distanzen bis ca. 250 m.
Besonders bemerkenswert ist die Hornady Superformance DGS mit 300 Grain: Trotz des schweren Vollgeschosses erreicht diese Laborierung 810 m/s – und damit nahezu die Mündungsgeschwindigkeit des klassischen 270-Grain-Spitzers, bei gleichzeitig deutlich höherer Energie (6.437 J gegenüber 5.880 J). Das zeigt das hohe Leistungspotenzial moderner Laborierungen.
Die .375 H&H Magnum ist vielseitig einsatzbar – von europäischem Rotwild bis zum afrikanischen Elefanten. Entscheidend für Jäger in Deutschland ist zunächst die gesetzliche Einordnung nach dem Bundesjagdgesetz (BJagdG).
Das BJagdG schreibt für „Übriges Schalenwild“ eine Mindestenergie von 2.000 J auf 100 m sowie ein Mindestkaliber von 6,5 mm vor. Die .375 H&H erfüllt beide Anforderungen mit erheblicher Reserve: Der Geschossdurchmesser beträgt 9,55 mm, und die Mündungsenergie liegt je nach Laborierung zwischen 5.780 und 6.437 J. Es ist davon auszugehen, dass die 2.000-Joule-Schwelle deutlich jenseits der 100-Meter-Marke gehalten wird – mangels konkreter Energietabellen auf Distanz lässt sich jedoch keine exakte Meterangabe machen. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.
Rehwild ist mit der .375 H&H technisch bejagbar. Allerdings führt der hohe Energieeintrag regelmäßig zu Wildbretentwertung, und der starke Rückstoß macht die Büchse für diese Anwendung unpraktisch. Quellen ordnen das Kaliber klar als Großwild-Patrone ein – nicht als Universalkaliber für europäische Niederwildjagd.
Zum Recherchezeitpunkt konnten keine bleifreien .375-H&H-Laborierungen aus verifizierten Quellen bestätigt werden. In Bundesländern mit Bleiverbot sollten Jäger die aktuelle Verfügbarkeit direkt bei Händlern prüfen.
Die Munitionsauswahl in .375 H&H ist für ein Großwildkaliber vergleichsweise breit. Vier dokumentierte Geschossgewichte decken unterschiedliche Einsatzfelder ab – von der schnellen 235-Grain-Laborierung bis zum schweren 350-Grain-Geschoss für gefährliches Großwild.
Das 300-Grain-Geschoss (19 g) gilt als der klassische Allrounder für schweres Wild und ist in .375 H&H am weitesten verbreitet. Das 270-Grain-Geschoss (17 g) bietet eine etwas flachere Flugbahn und höhere Mündungsgeschwindigkeit – bevorzugt für mittelschweres bis schweres Wild auf längere Distanzen. Geschosse im Bereich 325–350 Grain (21,1–22,7 g) liefern maximale Durchschlagskraft für gefährliches Großwild wie Elefant oder Kaffernbüffel. Die leichteste dokumentierte Laborierung mit 235 Grain (15,2 g) erreicht 850 m/s Mündungsgeschwindigkeit; das spezifische Einsatzgebiet ist in den Quellen nicht näher beschrieben.
| Hersteller / Produkt | Geschossart | Gewicht (gr / g) | V0 (m/s) | E0 (J) | BC (G1) | Einsatz | Bleifrei |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Remington R375M1 | Spitzer | 270 / 17 | 820 | 5.880 | k. A. | Schweres Schalenwild | k. A. |
| Federal 270 gr SP | Spitzer | 270 / 17 | 820 | 5.880 | k. A. | Schweres Schalenwild | k. A. |
| Federal / Remington 300 gr | Standard (TM) | 300 / 19 | 770 | 5.780 | k. A. | Großwild | k. A. |
| Hornady Superformance SP-RP 270 gr | SP-RP | 270 / 17 | k. A.* | k. A. | k. A. | Schweres Wild | k. A. |
| Hornady Superformance DGS 300 gr | DGS (Vollgeschoss) | 300 / 19 | 810 | 6.437 | k. A. | Gefährliches Großwild | k. A. |
| Hersteller nicht dokumentiert | k. A. | 235 / 15,2 | 850 | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. |
** Die Mündungsgeschwindigkeit der Hornady Superformance SP-RP in 270 gr ist nicht separat dokumentiert; sie dürfte im Bereich der 820 m/s der Remington– und Federal-Laborierung liegen, ist jedoch nicht verifiziert.*
SP / Spitzer bezeichnet ein Spitzgeschoss mit Teilmantel. Es bietet gute Flugbahneigenschaften und kontrollierte Expansion – geeignet für mittlere bis große Wildarten. Der SP-RP (Soft Point – Recoil Proof) ist eine Hornady-spezifische Variante mit verstärktem Geschosskern: Er verhindert, dass der Auftreffpunkt des Geschosses durch den Rückstoß im Magazin beschädigt wird. Das DGS (Dangerous Game Solid) ist ein homogenes Vollgeschoss ohne Expansionswirkung. Es ist ausschließlich für gefährliches Großwild wie Elefant, Kaffernbüffel oder Nilpferd konzipiert und erzeugt einen geraden Wundkanal durch maximale Penetration.
Konkrete Preisangaben sind zum Recherchezeitpunkt mangels verifizierter Händlerdaten nicht möglich. Allgemein gilt: Hornady Superformance und DGS-Laborierungen positionieren sich im Premiumsegment, während Remington und Federal Standard- bis Mittelklasse-Laborierungen anbieten. Hinsichtlich bleifreier Alternativen konnten im Research keine .375-H&H-Laborierungen aus verifizierten Quellen identifiziert werden. Produkte wie Barnes TSX oder Norma Ecostrike existieren grundsätzlich in .375-Kalibern – dies ist jedoch nicht durch die vorliegenden Recherchequellen belegt. Jäger sollten die aktuelle Verfügbarkeit bei Händlern erfragen. Aktuelle Preise und Angebote lassen sich auf jagdpreisvergleich.de direkt vergleichen.
Die .375 H&H Magnum ist ein klassisches Repetiererkaliber. Holland & Holland entwickelte die Patrone für Mauser-98-Systemlängen (sogenannte Magnum-Action), und heute ist sie in nahezu allen Repetierersystemen mit Magnum-Hülsenkopf verfügbar. Halbautomaten in .375 H&H existieren, bleiben aber deutlich seltener als Repetierer.
Die Standardlauflänge von 24–25 Zoll (610–635 mm) ist auf die vollen Werks-Mündungsgeschwindigkeiten der gängigen Laborierungen ausgelegt. Kürzere Läufe – etwa 20 bis 22 Zoll bei kompakten Afrikawaffen – sind in der Praxis verbreitet, führen aber zu messbarem Geschwindigkeitsverlust. Die Dralllänge von 1:12 (305 mm) mit 6 Rillen stabilisiert zuverlässig alle Geschossgewichte von 235 bis 350 Grain.
Die .375 H&H wird unter anderem von folgenden Herstellern angeboten:
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Eine Einordnung nach Preisklassen ist ohne verifizierte Händlerdaten nicht seriös möglich. Zudem ist der Browning BAR als Halbautomat in .375 H&H bekannt; die Patrone bleibt jedoch primär ein Kaliber für Repetierbüchsen. Für den Preisvergleich aktueller Waffenmodelle empfehlt sich eine gezielte Händleranfrage.
→ Preisvergleich: Browning BAR bei jagdpreisvergleich.de ab 1379 €.
Zum Recherchezeitpunkt lagen keine aktuellen Fachtests aus deutschsprachigen oder internationalen Fachmedien vor. Weder Streukreismessungen auf 100 m noch Laborvergleiche aus Publikationen wie WILD UND HUND, VISIER oder DWJ waren in den Quellen dokumentiert. Die folgenden Einschätzungen stammen aus allgemeinem Fachwissen und sind als solche zu verstehen.
In einer typischen Repetierbüchse mit 4 bis 4,5 kg Gewicht entwickelt die .375 H&H einen spürbaren, aber noch gut beherrschbaren Rückstoß. Unter erfahrenen Großwildjägern gilt sie als eines der angenehmsten Kaliber in dieser Leistungsklasse – das Verhältnis aus Leistung und Rückstoß ist deutlich günstiger als bei schwereren Großwildkalibern.
Typische Streukreise für Werksladungen werden in der Fachliteratur allgemein mit 1,5 bis 3 MOA auf 100 m angegeben, abhängig von Waffe und Laborierung. Konkrete Messwerte aus dokumentierten Tests lagen nicht vor.
Das Hornady Superformance DGS mit 300 Grain ist auf maximale Penetration ohne Expansion ausgelegt – kein Jagdgeschoss im europäischen Sinn, sondern konzipiert für gefährliches Großwild auf kurze Distanz. SP- und SP-RP-Geschosse expandieren kontrolliert und sind für europäisches Schalenwild besser geeignet. Diese Einordnung ergibt sich aus der Geschosskonstruktion, nicht aus einem dokumentierten Praxistest. Sobald aktuelle Testergebnisse aus Fachmedien verfügbar sind, werden sie hier ergänzt.
Die .375 H&H Magnum ist leistungsstark, aber nicht für jeden Jäger das richtige Kaliber. Ein direkter Vergleich mit den meistgenutzten europäischen Patronen zeigt, wo die Stärken liegen – und wo andere Kaliber die bessere Wahl sind.
| Kriterium | .375 H&H (270 gr) | .375 H&H (300 gr) | .30-06 (180 gr) | .308 Win (180 gr) | .458 (500 gr) |
|---|---|---|---|---|---|
| V0 (m/s) | 820 | 770 | ~810* | ~760* | k. A. |
| E0 (J) | 5.880 | 5.780 | ~3.951 | k. A. | k. A. |
| MPBR (m) | ca. 240 | ca. 224 | k. A. | k. A. | k. A. |
| Rückstoß | hoch | hoch | moderat | moderat | sehr hoch |
| Großwild-Eignung | ja (Big Five) | ja (Big Five) | nein | nein | ja |
| Verfügbarkeit (DE) | eingeschränkt | eingeschränkt | sehr gut | sehr gut | eingeschränkt |
** Annäherungswerte.*
Die .30-06 Springfield und die .308 Winchester sind für europäisches Schalenwild in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Beide Kaliber bieten deutlich weniger Rückstoß, geringere Munitionskosten und eine sehr gute Verfügbarkeit im deutschen Handel. Wer ausschließlich in Europa jagt und kein Elchwild bejagt, benötigt die .375 H&H in der Regel nicht.
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Allerdings spielt die .375 H&H ihre Stärke dort aus, wo ein einziges Kaliber sowohl für europäisches Rotwild als auch für afrikanisches Großwild dienen soll. In vielen afrikanischen Ländern ist sie das gesetzlich vorgeschriebene Mindestkaliber für Elefant und Kaffernbüffel. Kein anderes Kaliber verbindet Vielseitigkeit und internationale Anerkennung auf vergleichbarem Niveau.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich mit der .458: Die .375 H&H mit schweren 325- bis 350-Grain-Geschossen erzielt laut Quellenangaben eine bessere Penetration als die .458 mit 500 Grain – und das bei geringerem Rückstoß und flacherer Flugbahn. Das erklärt, warum viele erfahrene Großwildjäger die .375 H&H als das eine Kaliber für alle Einsatzbereiche betrachten.
Die .375 H&H Magnum ist eine der vielseitigsten Jagdpatronen überhaupt – und das seit mehr als einem Jahrhundert. Ihre Stärken sind klar: Mit Mündungsenergien zwischen 5.780 und 6.437 Joule, MPBR-Werten von 220 bis 240 Metern und Geschossgewichten von 270 bis 350 Grain deckt sie das gesamte Spektrum von europäischem Rotwild bis zum afrikanischen Elefanten ab. C.I.P. und SAAMI stimmen beim Maximaldruck mit 430 MPa überein, was den Einsatz internationaler Laborierungen unkompliziert macht. Die breite Munitionsvielfalt und die Bewährtheit seit 1912 sprechen für eine ausgereifte, global verfügbare Patrone.
Zwar ist die .375 H&H leistungsstark, aber nicht ohne Einschränkungen. Der starke Rückstoß macht sie ungeeignet für unerfahrene Schützen oder als Erstwaffe. Für rein europäische Jagd auf Reh- und Damwild ist sie in den meisten Fällen überdimensioniert. Munitionskosten und Verfügbarkeit in Deutschland sind eingeschränkter als bei .30-06 oder .308 Winchester. Zudem konnten zum Recherchezeitpunkt keine bleifreien .375-H&H-Laborierungen aus verifizierten Quellen bestätigt werden – ein relevanter Punkt in Bundesländern mit Bleiverbot.
Für Jäger, die sowohl europäisches schweres Schalenwild – Rotwild, Elchwild, Schwarzwild – als auch afrikanisches Großwild mit einer einzigen Waffe bejagen möchten, ist die .375 H&H Magnum die naheliegende Wahl. Mit MPBR-Werten von 220 bis 240 m und Mündungsenergien über 5.700 J bietet sie sichere Wirkung auf praxistypische Jagddistanzen. Als reines Europakaliber ist sie jedoch nur für Spezialanwendungen sinnvoll – etwa für Elchwild oder starke Keiler auf kurze Distanz. Für diese Fälle sind .30-06 Springfield oder .308 Winchester wirtschaftlicher und rückstoßärmer.
Für den Einstieg empfehlen sich die 300-Grain-Laborierungen als Allrounder, für den Afrikaeinsatz die Hornady Superformance DGS mit 300 Grain (810 m/s, 6.437 J). Aktuelle Preise lassen sich zum Recherchezeitpunkt nicht verifizieren – aktuelle Angebote zu .375 H&H Magnum Munition jetzt im Preisvergleich auf jagdpreisvergleich.de finden.