
















Wer eine Fullsize-Pistole im Kaliber 9 mm Luger mit hoher Magazinkapazität und einem fairen Einstiegspreis sucht, sollte die Taurus G3 in den Preisvergleich einbeziehen. Ab 589,00 € bietet sie ein Feature-Set, das in dieser Preisklasse nur wenige Mitbewerber vorweisen können – darunter eine Restrike-Funktion, die im Segment der Striker-Fired-Pistolen echten Seltenheitswert hat.
Hinter dem Modell steht Forjas Taurus S.A., ein brasilianischer Waffenhersteller mit Sitz in São Leopoldo im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Taurus gehört zu den größten Pistolenproduzenten weltweit und ist vor allem in Nord- und Südamerika stark vertreten. Die Marke ist damit kein Nischenprodukt, sondern ein etablierter Akteur auf dem globalen Markt für Kurzwaffen.
Die G3 wurde 2019 eingeführt und stellt die konsequente Weiterentwicklung der erfolgreichen G2-Linie dar – konkret der Taurus G2c und der PT111 G2. Mit dem Sprung in die Fullsize-Klasse gewann die Pistole an Lauflänge, Kapazität und Standsicherheit. Das 17+1-Schuss-Magazin und ein 15-Schuss-Reservemagazin gehören bereits zum Lieferumfang, was den Einstiegspreis noch attraktiver macht.
Im deutschen Markt spricht die Pistole primär Sportschützen und Freizeitschützen an. Ob auf dem BDS-Stand oder beim IPSC-Training – die Kombination aus hoher Kapazität, solider Ergonomie und dem konkurrenzfähigen Preis macht sie zur prüfenswerten Option für alle, die eine zuverlässige 9mm Sportpistole suchen.
Das Herzstück der Pistole ist ihr Abzugssystem. Als Striker-Fired-Pistole spannt die G3 beim Repetieren den Schlagbolzen vor – das entspricht dem Single-Action-Prinzip und ermöglicht einen gleichmäßigen, kontrollierten Abzug. Der entscheidende Zusatz ist die SA-Restrike-Fähigkeit: Bei einer Fehlzündung – also wenn die Patrone trotz Schlagbolzenfall nicht zündet – kann der Schütze den Abzug ein zweites Mal durchziehen, um einen erneuten Zündversuch auszulösen. Bei klassischen Striker-Fired-Systemen wie der Glock 17 Gen5 oder dem Smith & Wesson M&P9 M2.0 ist dafür zwingend ein manuelles Durchladen notwendig. Dieses Detail kann in einer stressreichen Schießsituation den Unterschied machen.
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Das Abzugsgewicht liegt laut Hersteller bei rund 2.700 g. Taurus beschreibt die Charakteristik als geschmeidiges Vorziehen (smooth take-up) bis zu einem präzisen Druckpunkt (crisp break) mit kurzem Reset. In der Praxis bedeutet das: Der Schütze spürt einen definierten Widerstandspunkt, zieht sauber durch und hat nach dem Schuss einen kurzen Resetweg für den nächsten. Das unterstützt ein gleichmäßiges Schussbild und kontrollierte Schussfolgen.
Der Polymerrahmen hält das Leergewicht bei 704 g – für eine Fullsize-Pistole ein moderater Wert, der längere Schießsessions auf dem Stand angenehmer macht. Die aggressive Grifftexturierung mit sogenannten Memory Pads soll auch bei feuchten Händen sicheren Halt gewährleisten, ohne auf wechselbare Griffrücken angewiesen zu sein. Die Lauflänge beträgt 101,6 mm (4 Zoll), was dem Standard für Fullsize-Pistolen in dieser Klasse entspricht und eine gute Balance zwischen Präzisionspotenzial und Handlichkeit bietet.
Der Schlitten besteht aus Stahl mit Tenifer-Oberflächenbehandlung – ein mattschwarz wirkendes Verfahren, das gute Korrosionsbeständigkeit verspricht.
Die G3 kombiniert drei Sicherungsmechanismen: eine beidseitig bedienbare manuelle Sicherung, eine Schlagbolzenblockierung (Firing Pin Block) sowie einen Loaded Chamber Indicator, der anzeigt, ob eine Patrone im Lager liegt. Dieses Dreifach-System ist im Preissegment unter 600 € nicht selbstverständlich und spricht besonders sicherheitsbewusste Schützen an.
Ergänzt wird die Ausstattung durch eine werksseitig verstellbare White-Dot-Visierung (Kimme und Korn) sowie eine Picatinny-Schiene am Rahmen. Letztere ermöglicht die Montage von Pistolenlampen wie der Streamlight TLR-1 oder der SureFire X300, was die Einsatzvielfalt der Pistole erhöht.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Taurus (Brasilien) |
| Modell | G3 |
| Waffentyp | Halbautomatische Pistole (Fullsize) |
| System | Striker-Fired mit SA-Restrike |
| Kaliber | 9 mm Luger (9×19 mm) |
| Magazinkapazität | 17 Schuss (+ 15-Schuss-Reservemagazin im Lieferumfang) |
| Lauflänge | 101,6 mm (4 Zoll) |
| Gewicht (leer) | 704 g |
| Griffmaterial | Polymer mit aggressiver Texturierung und Memory Pads |
| Abzug | ca. 2.700 g, SA mit Restrike, smooth take-up, crisp break, kurzer Reset |
| Sicherung | Manuelle Sicherung (beidseitig), Schlagbolzenblockierung, Loaded Chamber Indicator |
| Visierung | White-Dot-Visierung (Kimme und Korn), werksseitig verstellbar |
| Besonderheiten | Picatinny-Schiene, Tenifer-Oberflächenbehandlung, Restrike-Funktion, zwei Magazine im Lieferumfang (17 + 15 Schuss) |
Die G3 ist in drei Ausführungen erhältlich, die sich in erster Linie durch Finish und Optikmontage unterscheiden – nicht durch grundlegende technische Spezifikationen.
Die Taurus G3 in der schwarzen Standardausführung bildet den Einstieg. Schlitten und Rahmen sind vollständig mattschwar mit Tenifer-Beschichtung. Alle beschriebenen Merkmale – Restrike-Funktion, White-Dot-Stahlvisierung, manuelle Sicherung, zwei Magazine – sind in dieser Variante enthalten. Der Einstiegspreis liegt ab 589,00 €.
Die Taurus G3 DuoTone ist technisch identisch, unterscheidet sich aber durch eine zweifarbige Ausführung mit schwarzem Schlitten und grauem oder olivgrünem Rahmen. Für Schützen, die eine optisch auffälligere Variante bevorzugen, ist das eine interessante Option. Der genaue Preis wird über den jeweiligen Händler auf Anfrage mitgeteilt.
Die interessanteste Variante für sportlich ambitionierte Schützen ist die Taurus G3 T.O.R.O. – kurz für Taurus Optics Ready Option. Sie verfügt über einen gefrästen Optic-Cut am Schlitten, der die direkte Montage von Miniatur-Rotpunktvisieren ermöglicht, etwa der Holosun 407K oder der Holosun 507K. Zusätzlich bleibt die Stahlvisierung als Co-Witness-Backup erhalten. Alle übrigen Spezifikationen – Lauflänge, Magazinkapazität, Abzugscharakteristik, Sicherungssysteme – sind gegenüber der Standardvariante unverändert. Wer ein Rotpunktvisier nutzen möchte oder plant, ist mit der Taurus G3 T.O.R.O. klar besser beraten. Optics-Ready-Pistolen gewinnen im Sportschützenmarkt deutlich an Beliebtheit, und die T.O.R.O. ist dafür die empfehlenswertere Wahl innerhalb der G3-Familie. Der Preis wird über den jeweiligen Händler kommuniziert.
Als Fullsize-Pistole im Kaliber 9 mm Luger mit 101,6 mm Lauflänge und einem 17-Schuss-Magazin ist die G3 klar auf sportliches Schießen ausgelegt. Im Bereich der BDS-Disziplinen (Bund Deutscher Sportschützen) im Kurzwaffenbereich erfüllt sie die wesentlichen Voraussetzungen – Kaliber, Rahmenklasse und Kapazität stimmen. Auch für das Training im Rahmen von IPSC-Production-Disziplinen bringt sie die grundlegenden Voraussetzungen mit; der konkrete Zulassungsstatus sollte vor dem Wettkampfeinsatz beim zuständigen Verband geprüft werden.
Besonders beim dynamischen Sportschießen, das schnelle Schussfolgen verlangt, spielt die Abzugscharakteristik eine wichtige Rolle. Das definierte Auslösegefühl mit kurzem Reset – so wie Taurus es für die G3 beschreibt – unterstützt kontrollierten Folgeschuss ohne übermäßige Korrekturbewegung. Das Leergewicht von 704 g ist dabei hoch genug, um Mündungssprung zu dämpfen, aber leicht genug für ermüdungsfreies Training über mehrere Stunden.
Für Schützen, die mit Rotpunktvisier schießen – zum Beispiel in Production-Optics-Klassen –, ist die Taurus G3 T.O.R.O. die passende Wahl. Passende 9 mm Luger Munition von Herstellern wie GECO, Sellier & Bellot oder PPU ist breit verfügbar und erschließt ein weiteres Preisoptimum beim Training.
Als Jagdwaffe spielt die G3 im deutschen Markt keine nennenswerte Rolle. Kurzwaffen werden hierzulande jagdlich allenfalls für den Fangschuss eingesetzt, wofür die Pistole technisch grundsätzlich geeignet wäre – das ist aber nicht ihr primärer Einsatzbereich. Als Sammlerstück ist das aktuelle Serienmodell ebenfalls nicht positioniert.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Ab 589,00 € für eine Fullsize-9mm-Pistole mit zwei Magazinen im Lieferumfang ist das ein konkretes Argument. Vergleichbare Ausstattung kostet bei anderen Herstellern oft mehr.
Restrike-Funktion: Das ist das technologische Alleinstellungsmerkmal der G3 im Preissegment. Kein vergleichbares Striker-Fired-Modell dieser Klasse bietet die Möglichkeit, bei Fehlzündung einfach erneut den Abzug zu ziehen. Laut Herstellerangaben bietet der Abzug dabei einen smooth take-up und crisp break bei rund 2.700 g Auslösewiderstand.
Magazinkapazität und Lieferumfang: 17+1 Schuss mit dem Hauptmagazin plus ein 15-Schuss-Reservemagazin ab Werk – das ist ein fairer Gegenwert für den Kaufpreis.
Sicherheitsausstattung: Manuelle Sicherung, Schlagbolzenblockierung und Loaded Chamber Indicator kombiniert – das übertrifft viele Konkurrenten im gleichen Preissegment hinsichtlich passiver Sicherheitsmechanismen.
Ergonomie: Die aggressive Grifftexturierung mit Memory Pads bietet auch bei unterschiedlichen Handgrößen guten Halt, ohne dass wechselbare Griffmodule notwendig wären.
Markenreputation: Taurus hatte historisch einen gemischten Ruf in Bezug auf Fertigungskonsistenz. Die G-Serie gilt als deutlich verbessert gegenüber älteren Modellen – dieser Ruf begleitet die Marke aber weiterhin, und das sollte bei der Kaufentscheidung offen einkalkuliert werden.
Abzugsgewicht für den Wettkampf: Rund 2.700 g sind für den Freizeitschützen völlig praxistauglich. Wer jedoch in ambitionierten Wettkampfdisziplinen unterwegs ist und einen optimierten Wettbewerbsabzug erwartet, wird hier Kompromisse eingehen müssen.
Aftermarket-Verfügbarkeit: Im Vergleich zu Glock 17 Gen5 oder Smith & Wesson M&P9 M2.0 ist das Zubehörangebot für die G3 – Holster, Abzugsoptimierungen, Nachrüstvisierungen – im deutschen Markt spürbar überschaubarer. Wer langfristig viel individualisieren möchte, sollte das einplanen.
Die G3 bewegt sich mit einem Einstiegspreis ab 589,00 € preislich auf dem Niveau der Glock 17 Gen5 (ca. 550–650 €), deutlich unter der Smith & Wesson M&P9 M2.0 (ca. 600–750 €) und etwas über der Canik TP9SF (ca. 450–550 €). Das Interessante: Mit einem Einstiegspreis ab 589 € liegt die Taurus G3 auf Augenhöhe mit der Glock 17, bietet aber zusätzlich eine Restrike-Funktion und eine manuelle Sicherung – zwei Features, die der österreichische Konkurrent im Standard nicht mitbringt.
Die Glock 17 Gen5 ist der globale Maßstab für Striker-Fired-Pistolen. Jahrzehntelange Erfahrung, ein riesiges Aftermarket-Ökosystem für Holster, Visierungen und Abzugsoptimierungen sowie eine weltweit dokumentierte Zuverlässigkeit sprechen klar für sie. Keine manuelle Sicherung, keine Restrike-Funktion – aber wer maximale Zubehörverfügbarkeit und bewährte Technik priorisiert, ist hier richtig.
Die Smith & Wesson M&P9 M2.0 setzt auf wechselbare Palmswells, die eine individuelle Griffanpassung an verschiedene Handgrößen ermöglichen. Verarbeitungsqualität und Detailverarbeitung gelten als überlegen gegenüber der G3. Wer bereit ist, den höheren Preis zu zahlen, und Ergonomie sowie Fertigungsqualität in den Vordergrund stellt, findet hier eine ausgereifte Option.
Günstiger, oft mit noch umfangreicherem Lieferumfang (Holster, Reinigungsset, Ersatzmagazin), bietet die Canik TP9SF 18 Schuss Kapazität und hat sich einen starken Ruf im Einstiegspreissegment erarbeitet. Wer das absolute Preis-Leistungs-Optimum sucht und auf eine manuelle Sicherung oder Restrike-Funktion verzichten kann, sollte die Canik ernsthaft in Betracht ziehen.
Als weiteres Fullsize-Modell im Striker-Fired-Segment verdient die CZ P-10 F Beachtung. Sie überzeugt mit präzisem Abzug und solider tschechischer Verarbeitung und liegt preislich ebenfalls im vergleichbaren Segment.
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