












Die Rossi R95 ist ein moderner Unterhebelrepetierer für Jäger, Sportschützen und Lever-Action-Enthusiasten und kombiniert klassisches Lever-Action-Design, eine breite Kaliberauswahl und einen attraktiven Preis ab 1.199 €. Wer einen Unterhebelrepetierer kaufen möchte, ohne tief in das Premium-Segment einzusteigen, findet in diesem Modell eine überzeugende Option. Wie Brownells treffend formuliert: „Steig in die Welt der Centerfire-Gewehre mit Rossi ein.“
Hinter dem Modell steht Rossi S.A., ein brasilianischer Waffenhersteller mit Wurzeln in den 1880er-Jahren, der heute zur Taurus-Gruppe gehört. Das Unternehmen bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Fertigung von Schusswaffen mit, und 2023 brachte es mit der R95 eine Lever-Action-Büchse auf den deutschen Markt, die gezielt moderne Features mit bewährter Mechanik verbindet.
Zu den zentralen Stärken zählen der seitliche Hülsenauswurf, werksseitige ZF-Bohrungen für die unkomplizierte Optik-Montage sowie ein hammergeschmiedeter Lauf. Das Gewicht von ca. 3,0–3,2 kg sorgt für gute Führigkeit im Revier. Die Preisrange von 1.199 € bis 1.349 € liegt deutlich unter vergleichbaren Modellen wie der Henry Big Boy oder der Marlin 1895.
Eingesetzt wird die Büchse auf der Drückjagd, bei der Pirsch auf Kurz- und Mitteldistanz, im Cowboy Action Shooting sowie im allgemeinen Freizeitschießen. Auch Lever-Action-Sammler und Western-Enthusiasten gehören zur Zielgruppe. Die Variantenpalette reicht von der klassischen Rossi R95 Classic über die kompakte Rossi R95 Trapper bis zur taktisch ausgestatteten Rossi R95 Triple Black.
Der Unterhebelrepetierer arbeitet nach dem bewährten Lever-Action-Prinzip, hebt sich aber durch einen entscheidenden konstruktiven Unterschied ab: den seitlichen Hülsenauswurf. Während klassische Lever Actions die Hülse nach oben auswerfen und damit eine Optik direkt über dem Lauf blockieren, schleudert die R95 die Patronenhülse seitlich aus. Das ermöglicht die problemlose Montage eines Zielfernrohrs oder Leuchtpunktvisiers auf der werksseitig vorbereiteten ZF-Schiene – ein praktischer Vorteil, den man in dieser Preisklasse selten findet.
Die Kaliberpalette reicht von .357 Mag./.38 Spec. und .44 Mag. über .45 Colt bis zu den stärkeren Jagdkalibern .30-30 Win. und .45-70 Govt. sowie .454 Casull. Damit deckt die R95 ein breites Einsatzspektrum ab: Die Pistolenkaliber .357 Mag. und .44 Mag. eignen sich für das Freizeitschießen und kleineres Wild auf kurze Distanzen, während .30-30 Win. das klassische Rehwild-Kaliber auf Distanzen bis ca. 150 m darstellt. Das .45-70 Govt. adressiert starkes Wild wie Schwarzwild.
Zwei Lauflängen stehen zur Wahl: 42 cm (16,5 Zoll) für ein kompaktes, handliches Handling im dichten Gelände und 51 cm (20 Zoll) für mehr Mündungsgeschwindigkeit auf offenerem Terrain. Die Magazinkapazität des Röhrenmagazins variiert kaliberabhängig von 5 Schuss bei .30-30 Win. und .45-70 Govt. bis zu 10 Schuss bei .357 Mag.
Der hammergeschmiedete Lauf weist 6 Rillen mit einem Drall von 1:12 RH auf – eine Kombination, die für gleichmäßige Rotation des Projektils und damit für gute Präzision sowie hohe Lauflebensdauer steht. Die Querriegelsicherung (Cross-bolt Safety) sorgt für sicheres Handling, die Buckhorn-Visierung mit Korn ist ab Werk montiert.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Rossi S.A. (Taurus-Gruppe) |
| Waffentyp | Unterhebelrepetierer (Lever Action) |
| System | Lever Action mit seitlichem Hülsenauswurf |
| Kaliber | .357 Mag./.38 Spec., .44 Mag., .45 Colt, .30-30 Win., .45-70 Govt., .454 Casull |
| Magazinkapazität | 5–10 Schuss (kaliberabhängig, Röhrenmagazin) |
| Lauflänge | 42 cm (16,5″) / 51 cm (20″) |
| Gewicht | ca. 3,0–3,2 kg (ohne Optik) |
| Schaftmaterial | Holz (Walnuss/Buche), laminiertes Holz oder Polymer (variantenabhängig) |
| Sicherung | Querriegelsicherung (Cross-bolt Safety) |
| Visierung | Buckhorn-Visierung mit Korn |
| Laufkonstruktion | Hammergeschmiedet, 6 Rillen, Drall 1:12 RH |
| Besonderheiten | Seitlicher Hülsenauswurf, werksseitige ZF-Bohrungen, Mündungsgewinde 5/8″x24 bei ausgewählten Varianten |
Die Modellreihe bietet für jeden Verwendungszweck eine passende Ausführung – von der klassischen Holzschaftbüchse bis zur taktisch ausgestatteten Allwettervariante. Die Preisrange zwischen 1.199 € und 1.349 € hält sich dabei über alle Varianten erfreulich eng.
Die Rossi R95 Classic ist mit einem Preis ab 1.199 € die günstigste Variante und bietet den idealen Einstieg in die Welt moderner Lever-Action-Büchsen. Sie kommt mit brüniertem Lauf und System, einem Holzschaft aus Walnuss oder Buche sowie einem 51-cm-Lauf (20 Zoll). Die Buckhorn-Visierung ist montiert, werksseitige ZF-Bohrungen erlauben die einfache Optik-Nachrüstung. Erhältlich in mehreren Kalibern – besonders gefragt ist die Variante in .357 Mag./.38 Spec. und .45 Colt. Die Classic richtet sich an Jäger und Lever-Action-Traditionalisten, die klassisches Design mit solider Funktionalität verbinden möchten.
Die Rossi R95 Trapper setzt auf den kürzeren 42-cm-Lauf (16,5 Zoll) und ist damit die handlichste Variante der Baureihe. Geringes Gewicht um die 3,0 kg und die kurze Baulänge machen sie zur ersten Wahl für die Drückjagd im dichten Bewuchs. Wer schnell auf wechselndes Wild reagieren muss, profitiert besonders von diesem Format. Der Preisunterschied zur Classic ist moderat.
Die Rossi R95 Triple Black hebt sich optisch und technisch von den Holzschaftvarianten ab. Das vollständige Cerakote-Finish in Schwarz, eine Picatinny-Schiene für flexible Optik-Montage und ein Mündungsgewinde im Format 5/8″x24 für die Schalldämpfer-Nutzung machen diese Ausführung zum Favoriten moderner Sportschützen und Jäger, die auch mit gedämpftem Schuss arbeiten möchten. Der Preis liegt bei 1.349 € – beispielsweise in .357 Mag.
Die Rossi R95 Laminated kombiniert einen grau laminierten Schaft mit einer Paracord-Umwicklung am Unterhebel. Das verleiht ihr einen robusten Outdoor-Charakter und macht sie unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit als klassische Holzschaftmodelle. Der Preisaufschlag gegenüber der Classic beträgt rund 100 €.
Die Rossi R95 Tactical wurde speziell für das .45-70 Govt. konzipiert und richtet sich an Schützen, die mit einem der stärksten Lever-Action-Kaliber auf starkes Wild gehen. Erweiterte taktische Features runden das Bild ab.
Auf der Drückjagd spielt die Lever-Action-Büchse ihre Stärken voll aus. Die schnelle Repetierfolge des Unterhebelmechanismus erlaubt zügige Folgeschüsse – ein Vorteil, wenn flüchtiges Wild im Wechsel erscheint. Besonders die Rossi R95 Trapper mit ihrem 42-cm-Lauf und einem Gewicht von ca. 3,0 kg lässt sich in engen Ansitzeinrichtungen und dichtem Unterholz problemlos handhaben.
Die Kaliberwahl richtet sich nach der Wildart. Mit .357 Mag. oder .44 Mag. lässt sich kleineres Raubwild und Rehwild auf kurzen Distanzen effektiv ansprechen. Das .30-30 Win. gilt seit Jahrzehnten als verlässliches Rehwild-Kaliber für Distanzen bis ca. 150 m. Auf starkes Wild wie Schwarzwild hingegen empfiehlt sich das .45-70 Govt. oder .454 Casull – beide Kaliber bringen ausreichend Energie für zuverlässige Wirkung.
Der seitliche Hülsenauswurf macht die direkte Montage eines Leuchtpunktvisiers oder Zielfernrohrs möglich. Gerade für die Drückjagd bietet sich ein Rotpunktvisier an: schnelle Zielerfassung, kein Vergrößerungsnachteil auf kurze Distanz. Wer mit Schalldämpfer jagen möchte, greift zur Rossi R95 Triple Black – ihr Mündungsgewinde 5/8″x24 erlaubt die direkte Schalldämpfer-Montage.
Im Cowboy Action Shooting (CAS) – einer Schießsportdisziplin, die historische Waffentypen des amerikanischen Westens nachbildet – ist der Unterhebelrepetierer das Herzstück jeder Ausrüstung. Die R95 in .357 Mag./.38 Spec. oder .45 Colt erfüllt die typischen Kaliberanforderungen dieser Disziplin. Das klassische Design passt stilistisch zum Genre, und die hohe Magazinkapazität von bis zu 10 Schuss bei .357 Mag. kommt im Parcours zugute.
Für allgemeines Freizeitschießen auf Distanzen bis 100–150 m eignet sich die Büchse in nahezu allen angebotenen Kalibern. Wer genaue Schussgruppen benötigt, sollte bei einem Fachhändler eine Einschusserprobung einplanen.
Darüber hinaus hat die R95 als preislich zugängliches Lever-Action-Modell auch bei Sammlern und Western-Enthusiasten eine wachsende Fangemeinde, für die der Einstieg in dieses Waffensegment bisher oft an den Preisen der US-Konkurrenz scheiterte.
Der wichtigste technische Vorteil der R95 gegenüber dem Großteil der Konkurrenz ist der seitliche Hülsenauswurf. Klassische Lever Actions mit Top-Ejektion werfen die Patronenhülse nach oben aus – damit blockieren sie die Optik-Montage direkt über dem Lauf und zwingen Schützen zu seitlichen Montagelösungen oder speziellen Offset-Montagen. Die R95 umgeht dieses Problem vollständig: Zielfernrohr oder Leuchtpunktvisier sitzen zentral, so wie es Schützen gewohnt sind.
Ebenso überzeugend ist das Preisniveau. Mit einem Einstiegspreis ab 1.199 € liegt das Modell rund 400 € unter der Marlin 1895 und rund 600 € unter der Henry Big Boy – bei einem Ausstattungspaket, das werksseitige ZF-Bohrungen und einen hammergeschmiedeten Lauf serienmäßig einschließt. Brownells beschreibt die Konstruktion als „sanft handgefertigte Lever Action“ – eine Herstellerangabe, die sich in der geschmeidigen Unterhebelbedienung niederschlagen soll.
Zu den weiteren Pluspunkten zählen die außergewöhnlich breite Kaliberpalette mit sechs Kalibern von .357 Mag. bis .454 Casull sowie eine große Ladeöffnung, die das Befüllen des Röhrenmagazins erleichtert. Das Gewicht von 3,0–3,2 kg hält sich für eine vollwertige Repetierbüchse angenehm niedrig.
Wer einen anpassbaren Abzug erwartet, wird enttäuscht: Die R95 verfügt über einen Standardabzug ohne Einstellmöglichkeit. Für Jagd und Freizeitschießen ist das kein Problem, ambitionierte Wettkampfschützen könnten hier Ansprüche haben, die ein Standard-Setup nicht erfüllt.
Gelegentlich berichten Nutzer vergleichbarer Preisklassen von einem etwas rauen Unterhebel-Gang im Neuzustand, der sich nach einer kurzen Einlaufphase von einigen hundert Schuss legt – das ist bei Lever-Action-Büchsen verschiedener Hersteller ein bekanntes Phänomen.
Im deutschen Lever-Action-Markt 2026 positioniert sich die R95 klar als preiswerte Alternative mit modernen Features. Ein Blick auf die drei wichtigsten Konkurrenten zeigt, wo die Unterschiede wirklich liegen.
Die Henry Big Boy vom US-Hersteller Henry Repeating Arms gilt als Inbegriff der Premium-Lever-Action in den Pistolenkaliber-Segmenten .357 Mag., .44 Mag. und .45 Colt. Verarbeitung und Materialwahl – etwa Messing-Systemteile – sind auf hohem Niveau. Der Preis in Deutschland liegt bei ca. 1.800 €, also rund 600 € über dem Einstiegspreis der R95. Entscheidend: Die Henry Big Boy arbeitet mit Top-Ejektion, was eine Optik-Montage über dem Lauf erschwert. Wer US-Handwerksqualität und ein klassisches Erscheinungsbild über alles stellt, wählt die Henry – wer ZF-Kompatibilität und Preis-Leistung priorisiert, liegt bei der R95 besser.
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Die Marlin 1895, heute unter Ruger-Regie gefertigt, ist der Spezialist für .45-70 Govt. und hat sich als robuste Großkaliber-Lever-Action einen Namen gemacht. Der Preis in Deutschland beträgt ca. 1.600 €, rund 400 € mehr als der R95-Einstieg. Auch die Marlin setzt auf klassische Top-Ejektion. Für Schützen, die ausschließlich auf .45-70 Govt. setzen und den etablierten Markennamen schätzen, bleibt sie eine starke Option – die breitere Kaliber-Flexibilität und der seitliche Auswurf sprechen jedoch für die R95.
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Die Winchester 1892 in japanischer Miroku-/Browning-Fertigung ist das Premiummodell im Vergleich, mit Preisen um ca. 1.900 € in Deutschland. Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend, das traditionelle Winchester-Design zeitlos. Kein seitlicher Auswurf, Kaliber beschränken sich auf .357 Mag., .44 Mag. und .45 Colt. Für Sammler und Schützen, die bereit sind, für Fertigungsqualität und Markenherkunft rund 700 € Aufpreis zu zahlen, ist die Winchester 1892 erste Wahl. Für alle anderen ist die R95 die rationellere Entscheidung.
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Wer ein maximales Preis-Leistungs-Verhältnis sucht und Wert auf ZF-Kompatibilität legt, findet in der Rossi R95 die beste Wahl im aktuellen Lever-Action-Markt. Die Henry Big Boy überzeugt mit US-Fertigung und Premium-Verarbeitung, kostet aber rund 600 € mehr – ein Mehrwert, den nicht jeder Käufer braucht.
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Quellen: