






















Die Walther P99 ist eine halbautomatische Polymer-Pistole für Sportschützen und Waffeninteressierte und kombiniert ein innovatives Abzugssystem, hohe Ergonomie und bewährte Walther-Qualität. Wer die P99 kaufen möchte, findet im Preisvergleich aktuell Einstiegspreise ab 168,99 € für die Schreckschussvariante – die scharfen Ausführungen in 9 × 19 mm werden im Fachhandel als Sportwaffe geführt. Seit ihrer Markteinführung 1997 hat sich die P99 in zahlreichen Ländern als zuverlässige Kurzwaffe etabliert.
Entwickelt wurde die P99 als Nachfolgerin der Walther P88. Carl Walther setzte dabei auf ein Browning-System ohne Zwischenglied und kombinierte es mit einem polymerbasierten Griffstück – zum damaligen Zeitpunkt ein wegweisendes Konzept im deutschen Pistolenmarkt. Zahlreiche Polizeibehörden weltweit sowie international bekannte Auftritte als Filmwaffe trugen dazu bei, dass die P99 weit über den deutschen Markt hinaus bekannt wurde.
Das zentrale Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz ist die Verfügbarkeit in drei Abzugsvarianten: Die Walther P99 AS (Anti-Stress, Double/Single Action) bietet einen Entspanndrücker am Schlitten. Die Walther P99 QA (Quick Action) arbeitet mit teilvorgespanntem Abzug und Restrike-Funktion. Die Walther P99 DAO löst jeden Schuss mit vollem Spannhub aus. Ergänzt werden alle Varianten durch auswechselbare Griffrücken für unterschiedliche Handgrößen, eine serienmäßige Picatinny-Schiene und optional erhältliche Schalldämpfergewinde. All4Shooters beschrieb die P99 als „20-jährige Erfolgsgeschichte“ mit einem „verblüffend sauberen Druckpunkt bei 2.500 g“.
Das Browning-System ohne Zwischenglied steht im Mittelpunkt der P99-Konstruktion. Es ermöglicht einen kurzen Verschlussweg, eine zuverlässige Verriegelung bei der Schussabgabe und trägt zur kompakten Bauweise bei. Der Schlitten verriegelt direkt in der Laufbohrung, was die Mechanik vereinfacht und die Ausfallsicherheit erhöht.
Mit 740 g (Full Size, 9 mm, leer) liegt die P99 spürbar leichter als viele stahlbasierte Pistolen vergleichbarer Bauart – und bewegt sich damit im gleichen Bereich wie die Glock 17. Das Gewicht macht sich beim längeren Tragen und im dynamischen Sportschießen bemerkbar, wo Positionswechsel und schnelle Handhabung gefordert sind.
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Die Grundversion arbeitet mit 9 × 19 mm Parabellum und fasst 15 + 1 Patronen – ein Wert, der im Segment der Vollformatpistolen konkurrenzfähig ist. Für Märkte mit Kaliberbeschränkungen gegenüber Militärpatronen steht die Ausführung in 9 × 21 mm zur Verfügung, die sogar 16 + 1 Patronen fasst. Die .40 S&W-Variante bietet mit 12 + 1 Schuss eine geringere Kapazität, dafür aber eine höhere Stoppwirkung der Patrone.
Die AS-Variante (Anti-Stress) funktioniert nach dem bewährten Double/Single-Action-Prinzip: Der erste Schuss wird mit längerem, schwerem Abzugsweg ausgelöst, alle Folgeschüsse im Single Action mit rund 2.500 g Abzugsgewicht und einem Rückstellweg von unter 3 mm. Die QA-Variante bietet bei jedem Schuss identisches Abzugsverhalten und erlaubt bei einem Zündversager das direkte Nachspannen ohne Schlittenbetätigung. Die DAO-Ausführung arbeitet mit vollem Spannhub bei jedem Schuss und dem damit längsten Abzugsweg.
Die Visierlänge von 156 mm ist für eine Pistole dieser Baugröße überdurchschnittlich lang und schafft gute Voraussetzungen für präzises Schießen. Die serienmäßige Picatinny-Schiene am Griffstück nimmt Waffenlampen oder Lasermodule auf. Auswechselbare Griffrücken lassen sich werkzeuglos tauschen und passen die Pistole an kleine, mittlere und große Hände an.
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Hersteller | Carl Walther GmbH |
| Modell | Walther P99 |
| Waffentyp | Halbautomatische Pistole |
| System | Browning-System ohne Zwischenglied (verriegelter Rücklauf) |
| Kaliber | 9 × 19 mm Parabellum, .40 S&W, 9 × 21 mm |
| Magazinkapazität | 15 + 1 (9 mm), 12 + 1 (.40 S&W), 16 + 1 (9 × 21 mm) |
| Lauflänge | 102 mm (Full Size), 89 mm (Compact) |
| Gewicht (leer) | 740 g (Full Size, 9 mm), ca. 660 g (Schreckschuss) |
| Griffmaterial | Polymer mit auswechselbaren Griffrücken |
| Abzug | AS (DA/SA, ca. 2.500 g SA), QA (Quick Action, teilvorgespannt), DAO (Double Action Only) |
| Sicherung | Entspanndrücker, interne Sicherungen |
| Visierung | 3-Punkt-Kontrastvisierung, Visierlänge 156 mm |
| Besonderheiten | Picatinny-Schiene, Restrike-Funktion (QA), Schalldämpfergewinde optional, Wechselläufe verfügbar |
Das Modellprogramm der P99 gliedert sich nach dem Abzugssystem – das ist das entscheidende Kriterium bei der Auswahl. Hinzu kommt die Wahl zwischen der Vollformat- und der kompakten Ausführung. Für den deutschen Zivilmarkt ist außerdem die Schreckschussvariante relevant.
Walther P99 AS (Anti-Stress): Die meistverbreitete Variante im Sportschützenbereich. Der DA/SA-Abzug mit Entspanndrücker erlaubt es, die gespannte Waffe sicher zu entspannen, ohne einen Schuss abzufeuern. Im Single-Action-Modus arbeitet der Abzug mit rund 2.500 g und einem Rückstellweg von unter 3 mm – All4Shooters lobte diesen „verblüffend sauberen Druckpunkt“ ausdrücklich. Lauflänge 102 mm, Gewicht 740 g.
Walther P99 QA (Quick Action): Jeder Schuss löst mit identischem, mittelschwerem Abzugsgewicht aus – unabhängig davon, ob die Waffe frisch aus der Scheide kommt oder im Feuergefecht ist. Die Restrike-Funktion ist ein praktischer Sicherheitspuffer: Bei einem Zündversager lässt sich die Patrone direkt nochmals schlagen, ohne den Schlitten zu betätigen.
Walther P99 DAO (Double Action Only): Voller Spannhub bei jedem einzelnen Schuss. Der Abzugsweg ist am längsten und schwersten der drei Varianten, was das Risiko einer unbeabsichtigten Schussabgabe minimiert. Für präzises Sportschießen ist diese Ausführung weniger geeignet; für Anwender, die maximale Bedienungssicherheit priorisieren, ist sie eine klare Option.
Walther P99C Compact: Die verkürzte Ausführung bringt einen 89-mm-Lauf statt 102 mm und eine geringere Bauhöhe mit. Die Magazinkapazität fällt leicht reduziert aus. Im deutschen Fachhandel liegt der Compact erfahrungsgemäß rund 10 bis 20 Euro über dem Preis der Vollformatvariante. Wer eine kompaktere Kurzwaffe für verdecktes Tragen oder geringere Waffengröße benötigt, findet in der Walther P99C Compact eine direkte Alternative.
Walther P99 Schreckschusspistole 9 mm P.A.K.: Im deutschen Handel ist diese Variante derzeit am breitesten verfügbar. Sie wiegt rund 660 g und liegt preislich zwischen 168,99 € und 169,95 €. Damit ist sie die zugänglichste Einstiegsoption für Interessierte, die das P99-Handling erleben möchten, ohne eine waffenrechtliche Erlaubnis für scharfe Waffen zu benötigen.
Alle Varianten – von der Walther P99 AS bis zur Compact-Ausführung – verfügen serienmäßig über die Picatinny-Schiene am Griffstück und können mit optionalem Schalldämpfergewinde ausgerüstet werden. Die Wahl der richtigen Variante hängt vor allem davon ab, welches Abzugsverhalten der Schütze bevorzugt und ob die kompakte Bauform ein Kriterium ist.
Im dynamischen Sportschießen – etwa bei IPSC-Wettkämpfen in der Production Division oder BDS-Disziplinen – zählen drei Faktoren besonders: Abzugsqualität, Magazinkapazität und Ergonomie. Die P99 erfüllt alle drei Kriterien auf einem hohen Niveau. Der Rückstellweg des Abzugs liegt bei unter 3 mm, was schnelle Folgeschüsse ohne Griffkorrektur ermöglicht. In Kombination mit 15 + 1 Schuss im Magazin entstehen seltene Nachladesituationen – ein konkreter Zeitvorteil im Wettkampf.
Die Visierlänge von 156 mm ist für eine Kurzwaffe dieser Klasse überdurchschnittlich. Längere Visierlängen erlauben eine genauere Ausrichtung auf das Ziel, was sich besonders auf mittlere Distanzen von 15 bis 25 Metern auszahlt. Ergänzt wird das durch die auswechselbaren Griffrücken: Schützen mit kleineren oder größeren Händen passen den Griff werkzeuglos an und halten die Waffe dauerhaft sicher und kontrolliert.
Als Dienstwaffe zahlreicher deutscher Landespolizeien und internationaler Behörden hat die P99 ihren Ruf unter Einsatzbedingungen unter Beweis gestellt. Diese behördliche Nutzung ist für Sportschützen ein indirekter Qualitätsbeleg: Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen in diesem Bereich gehören zu den anspruchsvollsten überhaupt.
Als Nachfolgerin der klassischen Walther-Dienstpistolenlinie – von der PP über die PPK und P5 bis zur Walther P88 – und durch ihre Bekanntheit als Filmwaffe besitzt die P99 zudem einen gewissen Sammlerwert. Für Jagdschützen, die eine Fangschusspistole in 9 × 19 mm suchen, ist die P99 eine funktionale Option; im Vordergrund steht aber der sportliche Einsatz.
Passende Holster für die Walther P99 sind von zahlreichen Herstellern erhältlich, darunter Kydex-Formholster und Lederholster. Für die Walther P99C Compact sollte auf kompaktspezifische Holster geachtet werden, da Full-Size-Holster nicht optimal sitzen.
Wer sich mit den Erfahrungen anderer Schützen befasst, bekommt ein klares Bild: Die Stärken der P99 liegen in der Abzugsqualität, der Ergonomie und der Vielseitigkeit. Einige Aspekte sind jedoch im Kontext der aktuellen Marktentwicklung kritisch zu sehen.
Stärken:
Schwächen:
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Die P99 bewegt sich in einem Segment mit starker Konkurrenz. Vier Modelle sind für den direkten Vergleich besonders relevant.
Walther P99 AS vs. Glock 17: Die Glock 17 ist mit rund 620 g etwa 120 g leichter als die P99. Sie bietet mit dem Safe-Action-System ein einziges, konsequent gleichbleibendes Abzugssystem und gilt als eine der einfachsten und zuverlässigsten Konstruktionen auf dem Markt. Wer Minimalismus und maximale Einfachheit sucht, ist mit der Glock gut bedient. Die P99 bietet dagegen drei wählbare Abzugsvarianten und auswechselbare Griffrücken – ein Plus für Schützen, die ihre Waffe individuell anpassen möchten.
Walther P99 AS vs. Sig Sauer P320: Die Sig Sauer P320 überzeugt mit einem modularen Fire-Control-Unit-Konzept: Das eigentliche Waffenelement (die FCU) lässt sich in verschiedene Griffstücke und Schlitten einsetzen, was einen Griffstückwechsel ohne waffenrechtliche Relevanz ermöglicht. Der Neupreis liegt bei rund 650 Euro. Für Schützen, die langfristig Flexibilität beim Aufbau ihrer Waffe priorisieren, ist das ein deutlicher Vorteil gegenüber der P99.
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Walther P99 AS vs. Heckler & Koch VP9: Die Heckler & Koch VP9 ist mit rund 750 Euro die teuerste der genannten Alternativen. Sie bietet einen charakteristischen Paddle-Magazinauswurf, den einige Schützen schätzen, andere als gewöhnungsbedürftig empfinden. Mit rund 726 g liegt das Gewicht knapp unter dem der P99.
Hauseigene Nachfolger: Innerhalb des Walther-Portfolios haben die Walther PPQ M2 und die Walther PDP die P99 schrittweise abgelöst. Beide Modelle bieten modernisierte Abzüge und – besonders die PDP – serienmäßige Optics-Ready-Slides für Rotpunktvisiere. Wer aktuelle Features und langfristige Ersatzteilversorgung priorisiert, sollte diese Nachfolger in den Walther P99 Vergleich einbeziehen.
Fazit: Die Walther P99 bietet als einzige Pistole in diesem Segment die Wahl zwischen drei Abzugsvarianten und ist damit für Schützen interessant, die ihre Waffe individuell an ihren Schießstil anpassen möchten. Glock 17 steht für Puristen, die Sig Sauer P320 für Modularität und die Heckler & Koch VP9 für das HK-Markenumfeld.
| Merkmal | Walther P99 AS | Glock 17 | Sig Sauer P320 | HK VP9 |
|---|---|---|---|---|
| Hersteller | Carl Walther (DE) | Glock (AT) | Sig Sauer (DE/US) | Heckler & Koch (DE) |
| Kaliber | 9 × 19 mm | 9 × 19 mm | 9 × 19 mm | 9 × 19 mm |
| Gewicht (leer) | 740 g | ca. 620 g | ca. 830 g | ca. 726 g |
| Magazinkapazität | 15 + 1 | 17 + 1 | 17 + 1 | 15 + 1 |
| Abzugssystem | DA/SA (AS), QA, DAO | Safe Action | Striker-Fired | Striker-Fired |
| Neupreis (ca.) | ab 168,99 € (Schreckschuss) | ca. 550 € | ca. 650 € | ca. 750 € |
| Besonderheit | 3 Abzugsvarianten, Griffrücken wechselbar | Einfachste Konstruktion | Modulares FCU-Griffstück | Paddle-Magazinauswurf |
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