



Die Savage 64 ist eine halbautomatische Kleinkaliberbüchse im Kaliber .22 LR für Sportschützen und Einsteiger und kombiniert hohe Präzision, ein geringes Gewicht ab 2,4 kg und einen attraktiven Einstiegspreis ab 350 €. Wer die Savage 64 kaufen möchte, findet im Preisvergleich Angebote zwischen 350 € und 450 €, je nachdem, welche Variante infrage kommt. Dahinter steckt Savage Arms, ein kanadischer Traditionshersteller, der seit Jahrzehnten für präzise und preiswerte Waffen bekannt ist.
Das Modell wurde in den 1990er-Jahren eingeführt und hat sich seitdem in der Praxis vielfach bewährt. Heute ist es in mehreren Ausführungen erhältlich, darunter die Savage 64 Precision, die Savage 64 FV-SR und die Savage 64 TR-SR. Diese Weiterentwicklungen zeigen, dass Savage Arms das Grundkonzept konsequent verbessert hat, ohne den günstigen Preis aus den Augen zu verlieren.
Die Einsatzbereiche sind klar definiert: Plinking und informelles Sportschießen stehen im Vordergrund, aber auch als Trainingswaffe für Einsteiger und Jugendliche macht die Büchse eine gute Figur. Zudem eignet sie sich für die Schädlingsbekämpfung, etwa auf Ratten oder Krähen.
Besonders hervorzuheben sind die praktischen Ausstattungsmerkmale: Das abnehmbare Kastenmagazin fasst 10 Schuss, optional ist auch ein 20-Schuss-Magazin erhältlich. Der button-geriffelter Lauf mit einem Drall von 1:16 Zoll sorgt für gleichmäßige Drallgebung und gute Präzision. Der Gewindeschnitt im Format 1/2×28 ermöglicht die Montage eines Schalldämpfers oder einer Mündungsbremse, und die ab Werk montierte Picatinny-Schiene macht die Montage einer Optik zum Kinderspiel. Athlon Outdoors fasst die Stärken des Modells treffend zusammen: „Legendäre Präzision mit zuverlässiger Funktion.“ Wer nach einer günstigen, unkomplizierten .22-LR-Büchse sucht, kommt an diesem Modell kaum vorbei – auch im Vergleich zu Alternativen wie der Ruger 10/22 oder dem Marlin Model 60.
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Die Savage 64 arbeitet mit einem Straight-Blowback-System, also einem unverriegelten Masseverschluss. Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach: Der Rückstoßdruck der .22-LR-Patrone treibt den Verschluss beim Abfeuern direkt nach hinten, spannt dabei den Schlagbolzen und lädt eine neue Patrone nach. Dieses System kommt ohne aufwendige Verriegelungsmechanismen aus, was die Konstruktion robust und wartungsarm macht.
Der Lauf ist button-geriffelter Bauart, was bedeutet, dass die Züge mit einem gehärteten Stahlknopf eingepresst werden. Dieses Verfahren sorgt für eine gleichmäßige und präzise Innengeometrie. Der Drall beträgt 1:16 Zoll – ein bewährter Wert für Standard-.22-LR-Munition. Erhältlich sind zwei Lauflängen: 42 cm (16,5 Zoll) und 53 cm (21 Zoll). Die kürzere Variante eignet sich besonders für Schädlingsbekämpfung und den Einsatz mit Schalldämpfer, da der Gewindeschnitt im Format 1/2×28 bereits ab Werk vorhanden ist. Die längere Laufvariante liefert etwas mehr Mündungsgeschwindigkeit und empfiehlt sich für präzises Schießen auf größere Distanzen.
Der Abzug ist zweistufig ausgelegt, also mit einer klar spürbaren Vorlage vor dem Abzugspunkt. Das Auslösegewicht liegt bei rund 2.300 g. Für den Einstiegspreis ist das ein solider Wert, allerdings kein verstellbarer AccuTrigger, wie er bei höherklassigen Savage-Modellen wie der Savage B22 zum Einsatz kommt. Das Gewicht des Gesamtgewehrs bewegt sich je nach Ausführung zwischen 2,4 kg und 3,0 kg – leicht genug für lange Schießsessions ohne Ermüdung.
Die Picatinny-Schiene ist ab Werk montiert und erlaubt die direkte Befestigung von Zielfernrohren oder anderen Optiken ohne zusätzliche Adapterringe. Der Schaft besteht in der Standardversion aus Synthetik; die Precision-Variante setzt auf ein Aluminium-Chassis mit M-LOK-Handschutz und AR-kompatiblem Pistolengriff.
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| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Savage Arms |
| Modell | Savage 64 |
| Waffentyp | Halbautomatische Selbstladebüchse |
| System | Straight Blowback (unverriegelter Masseverschluss) |
| Kaliber | .22 LR |
| Magazinkapazität | 10 Schuss (optional 20 Schuss) |
| Lauflänge | 42 cm / 16,5″ (weitere Option: 53 cm / 21″) |
| Gesamtlänge | ca. 90 cm (35,5″ bei Precision-Variante) |
| Gewicht | 2,4–3,0 kg (ohne Optik) |
| Schaftmaterial | Synthetik (Standard), Aluminium-Chassis (Precision) |
| Abzug | ca. 2.300 g (5 lbs), zweistufiger Target-Abzug |
| Sicherung | Manuelle Sicherung (Cross-bolt) |
| Visierung | Picatinny-Schiene für Optik; offene Visierung variiert nach Ausführung |
| Besonderheiten | Gewindeschnitt 1/2×28, button-geriffelter Lauf, Drall 1:16″, abnehmbares Kastenmagazin |
Wer eine leichte, zuverlässige .22-LR-Selbstladebüchse mit praxistauglicher Grundausstattung sucht, bekommt hier ein technisch durchdachtes Paket. Für maximale Modularität und Optik-Kompatibilität lohnt ein Blick auf die Savage 64 FV-SR oder die Savage 64 Precision – beide Varianten bieten den Gewindeschnitt bereits ab Werk und eignen sich damit auch für den Schalldämpfereinsatz.
Die Modellreihe der Savage 64 bietet für jeden Bedarf die passende Ausführung – vom günstigsten Einstiegsmodell bis zur taktisch ausgestatteten Precision-Variante. Der Preissprung zwischen den einzelnen Modellen ist überschaubar, der Ausstattungsunterschied aber spürbar.
Die Savage 64 F ist das Grundmodell der Baureihe und richtet sich an preisbewusste Einsteiger und Plinker. Sie kommt mit einem 53-cm-Lauf (21 Zoll), einem Synthetikschaft und dem klassischen Kastenmagazin. Einen werksseitigen Gewindeschnitt sucht man hier vergeblich, was die Schalldämpfer-Nutzung ausschließt. Für rund 350 € bekommt man eine unkomplizierte, zuverlässige Kleinkaliberbüchse ohne Schnickschnack.
Die Savage 64 FV-SR ist die logische Weiterentwicklung für Schützen, die einen Schalldämpfer oder eine Mündungsbremse montieren möchten. Ihr 42-cm-Heavy-Barrel (16,5 Zoll) ist bereits mit dem Gewindeschnitt 1/2×28 ausgestattet und eignet sich besonders gut für den Einsatz mit Subsonic-Munition. Der Aufpreis gegenüber dem F-Modell beträgt rund 50 €, was angesichts des deutlich verbesserten Einsatzspektrums eine moderate Investition darstellt. Der Preis liegt bei ca. 399 €.
Die Savage 64 Precision ist die technisch ausgefeilteste Ausführung der Baureihe und wurde von American Rifleman als Neuheit für 2022 vorgestellt. Trotz dem umfangreichen Ausstattungspaket ist sie mit 2,4 kg die leichteste Variante der Baureihe. Das Aluminium-Chassis mit M-LOK-Handschutz und AR-kompatiblem Pistolengriff bietet eine ergonomische Handlage und vielseitige Zubehörmöglichkeiten. Der 42-cm-Heavy-Barrel bringt den Gewindeschnitt 1/2×28 mit, die Picatinny-Schiene sitzt ab Werk. Die Gesamtlänge beträgt 90,2 cm bei einem Schaftmaß (Length of Pull) von 34,3 cm. Zum Preis von 429 € ist das ein starkes Gesamtpaket.
Die Savage 64 TR-SR setzt auf einen geriffelten Lauf (Fluted Barrel), der überschüssige Wärme schneller abführt – ein Vorteil bei längeren Schießeinheiten mit vielen Schuss in kurzer Folge. Athlon Outdoors erzielte im Test mit dieser Variante eine beste Gruppe von 0,55 Zoll auf 50 Yards (46 m), was die präzisen Grundlagen des Modells unterstreicht. Die TR-SR richtet sich an Schützen mit einem Faible für taktisches Design.
Die Savage 64 FVXP kommt als Scope-Paket mit einem bereits ab Werk montierten Zielfernrohr. Das macht sie zur bequemsten Wahl für Einsteiger, die sofort schießfertig ins Gelände gehen möchten, ohne sich um Optik und Montage kümmern zu müssen.
Der Weg durch die Varianten auf einen Blick: 350 € für das F-Modell, 399 € für die FV-SR mit Gewinde, 429 € für die Precision mit Chassis und M-LOK. Wer keine Linkshänder-Ausführung benötigt, ist mit einer dieser drei Varianten in der Regel bestens bedient – eine Linkshänder-Version ist in der Baureihe nicht verfügbar.
Plinking und informelles Sportschießen sind der natürliche Heimatbereich der Savage 64. Auf Distanzen zwischen 25 und 50 Metern zeigt das Gewehr, was es kann: Im Test erzielte Athlon Outdoors mit der TR-SR-Variante und Subsonic-Munition eine beste Gruppe von 0,55 Zoll (rund 1,4 cm) auf 50 Yards (46 m). Über verschiedene Munitionstypen lagen die Gruppen zwischen 0,55 und 1,35 Zoll – ein Ergebnis, das für den Preis bemerkenswert ist. Für formelle Benchrest- oder Silhouetten-Wettbewerbe ist der halbautomatische Selbstlader konstruktionsbedingt weniger geeignet, aber für informelles Kleinkaliber-Sportschießen liefert er zuverlässig gute Ergebnisse.
Der geringe Rückstoß der .22-LR-Patrone macht das Gewehr zur idealen Trainingswaffe. Einsteiger und Jugendliche können ohne Scheu und ohne Ermüdung viele Schuss abgeben, was den Lerneffekt deutlich erhöht. Das leichte Gewicht ab 2,4 kg unterstützt dabei die richtige Haltung und Zielauffassung. American Rifleman bestätigt die Eignung als Einstiegsbüchse: Sie „erweitert die Reichweite im Rimfire-Bereich durch Präzision.“ Hinzu kommen die günstigen Munitionskosten des Kalibers – .22 LR gehört zu den günstigsten Patronen überhaupt.
Für die Jagd auf Schalenwild ist die .22 LR in Deutschland nicht zugelassen. Als Büchse für die Schädlingsbekämpfung – etwa auf Ratten oder Krähen – oder für den Fangschuss im Rahmen der Fallenjagd ist sie hingegen gut geeignet. Besonders die Savage 64 FV-SR und die Savage 64 Precision bieten durch ihren Gewindeschnitt 1/2×28 die Möglichkeit, einen Schalldämpfer zu montieren. In Kombination mit Subsonic-Munition ergibt sich so ein sehr leiser und effektiver Einsatz auf kurze Distanzen – ein echter Vorteil in der Schädlingsbekämpfung.
Herausragende Präzision für den Preis: Athlon Outdoors dokumentierte im Test eine beste Gruppe von 0,55 Zoll (ca. 1,4 cm) auf 50 Yards – ein Wert, der in dieser Preisklasse beeindruckt. American Rifleman ergänzt, das Modell „erweitert die Reichweite im Rimfire-Bereich durch Präzision.“ Beide Fachmedien bestätigen damit unabhängig voneinander die solide Grundgenauigkeit.
Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis: Ab rund 350 € liegt die Savage 64 F deutlich unter dem Preisniveau der Ruger 10/22, die in Deutschland für ca. 450 € gehandelt wird. Selbst die bestausgestattete Precision-Variante kostet mit 429 € weniger als die Konkurrenz.
Geringes Gewicht: Mit 2,4 kg in der Precision-Ausführung ist der Selbstlader auch für lange Schießeinheiten gut geeignet. Ermüdungserscheinungen treten deutlich später auf als bei schwereren Büchsen.
Gute Zubehörkompatibilität: Gewindeschnitt 1/2×28 (bei FV-SR und Precision), Picatinny-Schiene ab Werk und M-LOK bei der Precision-Variante machen die Büchse zukunftssicher für Schalldämpfer, Optiken und weiteres Zubehör.
Robuste, wartungsarme Konstruktion: Das Straight-Blowback-System arbeitet mit minimalen Verschleißerscheinungen zuverlässig. Hohe Schusszahlen ohne Ausfälle wurden vielfach berichtet, und Ersatzteile sind über das Savage-Händlernetz gut verfügbar.
Relativ hohes Abzugsgewicht: Mit rund 2.300 g Auslösegewicht liegt der Abzug für präzises Sportschießen eher im oberen Bereich. Wer einen feinfühligeren Abzug benötigt, kann auf Aftermarket-Abzugsgruppen zurückgreifen.
Kein AccuTrigger: Im Gegensatz zu höherklassigen Savage-Modellen wie der Savage B22 fehlt der verstellbare AccuTrigger. Für den Einsteiger ist das kein Problem, für den ambitionierten Sportschützen auf Wettkampfniveau könnte es ein Argument für ein Upgrade sein.
Begrenzte Aftermarket-Szene: Die Modularität der Savage 64 reicht nicht an die Ruger 10/22 heran, die über eine riesige Community und ein breites Angebot an Tuningteilen verfügt.
Insgesamt bietet die Savage 64 für den aufgerufenen Preis ein ausgezeichnetes Gesamtpaket. Die genannten Schwächen sind im Einstiegssegment typisch und bei Bedarf durch Aftermarket-Abzüge oder Zubehör weitgehend kompensierbar.
Die Ruger 10/22 ist der unangefochtene Platzhirsch unter den halbautomatischen .22-LR-Büchsen – und das zu einem entsprechenden Preis. In Deutschland wird sie für rund 450 € gehandelt, liegt also bis zu 100 € über dem Einstiegspreis der Savage 64. Was die Ruger vor allem auszeichnet, ist ihre riesige Aftermarket-Szene: Abzüge, Läufe, Schäfte, Magazine – für kaum eine andere .22-LR-Büchse gibt es mehr Tuningmöglichkeiten. Dafür bringt sie kein werksseitiges Gewindeschnitt beim Basismodell mit, während die Savage 64 FV-SR und die Savage 64 Precision das Gewinde 1/2×28 ab Werk bieten. Wer maximale Modularität und Tuning-Optionen priorisiert, greift zur Ruger. Wer ein präzises Einsteiger-Gewehr mit Schalldämpfer-Gewinde und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist mit der Savage 64 sehr gut bedient – für rund 100 € weniger.
Das Marlin Model 60 ist mit einem Preis von rund 300 € noch günstiger als das Einstiegsmodell der Savage-Baureihe. Es arbeitet mit einem Röhrenmagazin, das bis zu 14 Schuss fasst, aber nicht schnell gewechselt werden kann. Für unkompliziertes Plinking ohne Anspruch an schnelles Nachladen ist es eine solide Wahl. Wer hingegen Wert auf ein abnehmbares Kastenmagazin und Zubehör-Kompatibilität legt, ist mit der Savage besser aufgestellt.
Das Henry AR-7 U.S. Survival Rifle richtet sich an eine ganz andere Zielgruppe: Es lässt sich zerlegen und kompakt verstauen, was es zur idealen Überlebenswaffe macht. Mit rund 400 € liegt es preislich nah an der Savage 64 FV-SR, ist aber deutlich weniger präzise und nicht für den sportlichen Dauereinsatz konzipiert.
| Merkmal | Savage 64 | Ruger 10/22 | Marlin Model 60 | Henry AR-7 |
|---|---|---|---|---|
| Preis (DE) | 350–450 € | ca. 450 € | ca. 300 € | ca. 400 € |
| Kaliber | .22 LR | .22 LR | .22 LR | .22 LR |
| Magazin | 10/20 Schuss Box | 10 Schuss Rotary | 14 Schuss Tube | 8 Schuss Box |
| Gewicht | 2,4–3,0 kg | ca. 2,3 kg | ca. 2,5 kg | ca. 1,6 kg |
| System | Blowback | Blowback | Blowback | Blowback |
| Besonderheit | Chassis-Variante, Gewinde ab Werk | Riesiger Aftermarket | Günstigster Preis | Zerlegbar / faltbar |
Wer ein günstiges, präzises und sofort schießfertiges .22-LR-Gewehr sucht, liegt mit der Savage 64 F oder der Savage 64 FV-SR richtig. Wer langfristig tunen und aufrüsten möchte, sollte die Ruger 10/22 in Betracht ziehen – auch wenn der Einstieg teurer ist. Wer das absolute Minimum ausgeben möchte und auf Magazinwechsel verzichten kann, findet im Marlin Model 60 eine bewährte Option. Und wer ein höherwertiges Savage-Modell mit AccuTrigger sucht, dem sei die Savage B22 empfohlen.
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