Wer die Glock 41 kaufen möchte, findet im deutschen Handel aktuell Preise zwischen 1.089 € und 1.099 € – eine Spanne, die die hohe Nachfrage nach dieser spezialisierten Sportpistole widerspiegelt. Hinter der Pistole steht die Glock GmbH aus dem österreichischen Deutsch-Wagram, einer der weltweit führenden Hersteller für Polymer-Pistolen mit über 40 Jahren Erfahrung im Segment.
Seit der Markteinführung 2014 positioniert sich das Modell als Longslide-Variante der Glock-.45-ACP-Plattform. Es ergänzt die kompaktere Glock 21 Gen4 um eine verlängerte Lauf- und Schlitteneinheit, die speziell für den Wettkampf- und Präzisionseinsatz konzipiert wurde. Das Besondere: Der Schlitten ist trotz der Länge schlanker als bei der Glock 21 Gen4 – ein konstruktiver Kompromiss zugunsten niedrigerer Mündungsaufwärtsbewegung und besserer Handhabung.
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Die technischen Eckdaten sprechen für sich: 135 mm Lauflänge für eine maximierte Visierlinie, 13 Schuss Magazinkapazität im Kaliber .45 ACP sowie das modulare Rückenteil zur Griffgrößenanpassung. Wer Wert auf Optikkompatibilität legt, greift zur Glock 41 Gen4 MOS, die werksseitig mit gefräster Schlittenoberseite und Adapterplatten für Reflexvisiere ausgeliefert wird. Athlon Outdoors beschreibt die Pistole treffend als die „ideale Balance aus Größe, Gewicht, Kapazität und Patronenleistung“.
Im deutschen Sportschützenumfeld ist die Pistole in IPSC- und BDS-Disziplinen zu Hause – überall dort, wo Großkaliberpistolen gefragt sind und Präzision über Schussdistanz entscheidet. Passende .45 ACP Munition rundet die Ausrüstung ab.
Die Entscheidung für einen 135 mm langen Lauf ist kein Zufall. Glock beschreibt das Konzept selbst so: Die Pistole sei „entwickelt, um die Visierlinie zu maximieren und gleichzeitig eine perfekte Gewichtsverteilung zu erzielen.“ Konkret bedeutet das: Ein längerer Lauf erhöht den Abstand zwischen Kimme und Korn, was präziseres Zielen ermöglicht. Zudem verleiht die nach vorn verlagerte Schlittenmasse dem System eine ruhigere Laufruhe – der Mündungsflip fällt geringer aus als bei kürzeren Pistolen im gleichen Kaliber. Im Vergleich zur Glock 21 Gen4 mit ihrem 115-mm-Lauf bietet das Modell damit 20 mm zusätzliche Visierlinie und eine überlegene Ballistik bei gleichem Magazinformat.
Das Abzugssystem dieser Pistole ist ein zentrales Konstruktionsmerkmal. Safe Action® arbeitet als Striker-fired-System mit drei passiven Sicherungen: Abzugssicherung, Schlagbolzensicherung und Fallsicherung. Alle drei lösen automatisch aus, sobald der Abzug betätigt wird – kein manueller Sicherungshebel ist erforderlich. Das Abzugsgewicht beträgt konstant 2.250 g (24 N) bei jedem Schuss, was einen gleichmäßigen, gut reproduzierbaren Druckpunkt für den Wettkampf-Sportschützen schafft.
Mit 675 g ohne Magazin ist die Pistole deutlich leichter als klassische Metallrahmen-Konstruktionen in .45 ACP – ein 1911-Modell bringt häufig über 1.100 g auf die Waage. Der Polymer-Rahmen aus glasfaserverstärktem Nylon trägt maßgeblich zu diesem Vorteil bei. Der Stahlschlitten erhält durch die Tenifer-Oberflächenbehandlung einen wirksamen Korrosionsschutz, ohne nennenswertes Gewicht hinzuzufügen.
Die Magazinkapazität von 13 Schuss ist im Kaliber .45 ACP ein klarer Pluspunkt: Klassische Pistolen dieses Kalibers kommen auf 7 bis 8 Schuss. Im Athlon-Outdoors-Test erreichte die Glock 41 MOS je nach verwendeter .45 ACP Munition Geschossbeschleunigungen zwischen 856 und 971 FPS.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Glock |
| Modell | Glock 41 Gen4 |
| Waffentyp | Halbautomatische Pistole (Longslide) |
| System | Safe Action® (Striker-fired) |
| Kaliber | .45 Auto / .45 ACP |
| Magazinkapazität | 13 Schuss (Standard), 10 Schuss (optional) |
| Lauflänge | 135 mm |
| Gewicht | 675 g (ohne Magazin) / 760 g (mit leerem Magazin) |
| Griffstück | Polymer (glasfaserverstärktes Nylon), modulares Rückenteil |
| Abzug | Safe Action®, ca. 2.250 g / 24 N |
| Sicherung | 3-fach passiv: Abzugssicherung, Schlagbolzensicherung, Fallsicherung |
| Visierung | Standard: Polymer-Kimme und -Korn; MOS-Variante: Adapterplatten für Reflexvisiere |
| Besonderheiten | Longslide-Design, MOS-System (bei MOS-Variante), ambidextrer Magazinhalteknopf, modulares Rückenteil, schlanker Schlitten |
Das Modell ist ausschließlich als Gen4-Plattform erhältlich und wird in zwei Hauptvarianten angeboten, die sich vor allem in der Optikkompatibilität unterscheiden.
Die Glock 41 Gen4 kommt mit einer Standard-Polymer-Visierung aus Kimme und Korn. Der Schlitten ist nicht für die Optik-Montage vorbereitet. Diese Variante eignet sich für Sportschützen, die mit offener Kimmenvisierung schießen und keinen Reflexvisier-Aufbau planen. Der Einstiegspreis liegt aktuell bei 1.089 €. Alle Gen4-Features sind serienmäßig enthalten: vier auswechselbare Rückenteile für individuelle Griffgrößenanpassung, ein ambidextrer Magazinhalteknopf sowie die duale Rückholfeder (Dual Recoil Spring Assembly).
Die Glock 41 Gen4 MOS ist die meistgetestete Variante und bietet mit dem Modular Optic System die Möglichkeit, ohne Nachrüstung Reflexvisiere zu montieren. Die Schlittenoberseite ist werksseitig gefräst; mitgelieferte Adapterplatten ermöglichen die direkte Montage gängiger Reflexvisiere wie des Trijicon RMR. Der Preisaufschlag gegenüber der Standardversion beträgt rund 50 bis 100 €. Für Wettkampfschützen in offenen Divisionen ist diese Ausführung die logisch konsequentere Wahl.
Ein wichtiger Hinweis für Kaufinteressenten: Ein Gen5-Upgrade ist aktuell nicht verfügbar. Die Pistole bleibt ausschließlich als Gen4-Version erhältlich. Wer Features der aktuellen Gen5-Generation – wie den überarbeiteten Marksman-Lauf, das hinterschnittfreie Griffstück oder den verbesserten Abzug – sucht, findet diese nur in anderen Modellen wie der Glock 34 Gen5 MOS. Innerhalb der .45-ACP-Familie bleibt die Gen4-Plattform der aktuelle Stand.
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Die Stärke dieser Longslide-Pistole liegt in ihrer Präzision. Im Test von Athlon Outdoors erzielte die Glock 41 Gen4 MOS Streukreise zwischen 1,00 und 1,75 Zoll – die beste Gruppe gelang mit Winchester PDX1-Munition bei 1,00 Zoll (ca. 2,5 cm). Diese Werte bestätigen, was das Longslide-Konzept verspricht: Die verlängerte Visierlinie von 135 mm erlaubt eine präzisere Zielausrichtung als bei Kurzläufern, und die nach vorn verlagerte Masse des Schlittens dämpft den Mündungsflip spürbar. Schnelle Schussfolgen lassen sich dadurch besser kontrollieren, weil das Ziel nach jedem Schuss schneller wieder erfasst wird.
In IPSC-Disziplinen sowie BDS-Präzisionsdisziplinen mit Großkaliberpistolen spielt die Pistole ihre Stärken voll aus. Die 13-Schuss-Kapazität im Kaliber .45 ACP ist ein klarer taktischer Vorteil gegenüber klassischen 1911-Plattformen, die auf 7 bis 8 Schuss beschränkt sind. Weniger Nachladen bedeutet weniger Zeitverlust und weniger Fehlerquellen im Wettkampf. Die MOS-Variante erweitert die Möglichkeiten zusätzlich: Mit einem Trijicon RMR oder ähnlichen Reflexvisieren lassen sich Open-Division-Konfigurationen ohne teure Nachrüstarbeiten realisieren.
Die Pistole ist primär als Sportwaffe konzipiert. Für jagdliche Zwecke – etwa den Fangschuss beim Schwarzwild – ist das Kaliber .45 ACP vom Energiepotenzial grundsätzlich geeignet, jedoch ist das Longslide-Format mit 135 mm Lauflänge für den Jagdgebrauch sperrig und im Feldeinsatz unpraktisch. Als Jagdbegleiter stehen kompaktere Alternativen zur Verfügung; die Pistole bleibt ihr Zuhause auf dem Schießstand.
Hohe Präzision mit messbaren Werten. Im Athlon-Outdoors-Test erzielte die Pistole Streukreise von 1,00 bis 1,75 Zoll, mit einer Bestgruppe von 1,00 Zoll – ein Resultat, das in dieser Kalibergröße überzeugt. Die lange Visierlinie trägt direkt zu dieser Konstanz bei.
Magazinkapazität klar überlegen. Dreizehn Schuss .45 ACP im Standardmagazin sind nahezu doppelt so viel wie bei klassischen 1911-Pistolen mit 7 bis 8 Schuss. Dieser Vorteil zählt besonders in Wettkampfdisziplinen mit hoher Schussanzahl-Anforderung.
Geringes Gewicht für das Kaliber. Mit 675 g ohne Magazin ist die Pistole deutlich leichter als Metallrahmen-Konkurrenten in .45 ACP – Athlon Outdoors hebt hervor, dass das Modell sogar weniger wiegt als die Glock 21 Gen4. Das reduziert die Ermüdung beim langen Wettkampftag spürbar.
Balance und Gewichtsverteilung. Das Longslide-Design verlagert die Masse nach vorn, was den Mündungsflip dämpft und das Zielwiederauffassen nach schnellen Schussfolgen erleichtert. Athlon Outdoors fasst es so zusammen: „Die ideale Balance aus Größe, Gewicht, Kapazität und Patronenleistung.“
MOS-System für Reflexvisiere. Die MOS-Variante erlaubt die werksseitige Montage von Reflexvisieren ohne Nachfräsung – ein Vorteil, den viele Konkurrenten in dieser Preisklasse nicht ohne Zusatzkosten bieten.
Kein Gen5-Update verfügbar. Das ist der deutlichste Kritikpunkt: Die Pistole bleibt bei der Gen4-Plattform. Wer den überarbeiteten Marksman-Lauf, das verbesserte Griffstück ohne Fingerrillen oder den verfeinerten Abzug der aktuellen Generation erwartet, muss auf andere Modelle ausweichen. Athlon Outdoors bestätigt: Ein Gen5-Upgrade ist nicht geplant.
Baugröße und Griffbreite. Das Longslide-Format mit 135 mm Lauf macht die Pistole sperrig. Das .45-ACP-Griffstück wirkt auf kleinere Hände trotz der vier auswechselbaren Rückenteile breit – ein Punkt, den Interessenten vor dem Kauf am besten durch eine Probehalterung überprüfen sollten.
Rückstoßcharakteristik. Trotz des reduzierten Mündungsflips durch das Longslide-Design bleibt .45 ACP im direkten Vergleich zu 9 mm Luger ein merklich kräftigeres Kaliber. Schützen, die aus 9-mm-Pistolen wie der Glock 34 Gen5 MOS wechseln, brauchen eine Eingewöhnungsphase.
Die Pistole ist nicht die einzige Option im .45-ACP-Sportpistolensegment. Drei Konkurrenten sind im deutschen Markt besonders relevant.
Beide Pistolen teilen dieselbe Plattform, dasselbe Magazinformat mit 13 Schuss und denselben Safe-Action-Abzug. Der Unterschied liegt in Lauflänge und Format: Die Glock 21 Gen4 arbeitet mit einem 115-mm-Lauf, ist kompakter und liegt preislich bei rund 1.050 € – also etwa 40 bis 50 € unter diesem Modell. Wer maximale Visierlinie und reduzierten Mündungsflip für den Wettkampf priorisiert, greift zum Modell; wer ein handlicheres Format bevorzugt, ist mit der Glock 21 gut bedient.
Der Vergleich mit einer klassischen 1911-Pistole zeigt deutliche Unterschiede. Das Modell bietet 13 Schuss gegenüber 7 bis 8 Schuss eines Standard-1911-Magazins – bei einem Gewichtsvorteil von mehr als 400 g (675 g vs. über 1.100 g). Preislich liegt eine Colt 1911 Government ab rund 1.200 € und damit über diesem Modell. Zugunsten der 1911 spricht ihr legendärer Single-Action-Abzug mit typisch niedrigerem Abzugsgewicht, den manche erfahrene Wettkampfschützen bevorzugen. Die Entscheidung ist hier oft eine Frage des Abzugsgeschmacks.
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Der Tanfoglio Witness .45 bewegt sich mit rund 1.100 € im ähnlichen Preisbereich. Er bietet einen DA/SA-Abzug und einen Stahlrahmen – beides Merkmale, die im klassischen Wettkampfsegment ihre Anhänger haben. Das Modell konter mit deutlich geringerem Gewicht und höherer Magazinkapazität. Wer Stahl-Feeling und DA/SA-Ergonomie schätzt, ist mit dem Tanfoglio gut aufgestellt; wer Leichtgewicht und Wartungsfreundlichkeit bevorzugt, entscheidet sich für dieses Modell.
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Wer in .45 ACP maximale Kapazität bei minimalem Gewicht sucht, findet zum Preis ab 1.089 € derzeit die stärkste Kombination am Markt.
Das Longslide-Format erfordert speziell angepasste Holster. Standard-Holster für die Glock 21 Gen4 nehmen den verlängerten Schlitten in der Regel nicht auf. Im Wettkampfbereich sind Kydex-Lösungen von Herstellern wie Safariland oder Blade-Tech verbreitet, die das Longslide-Format korrekt abbilden. Beim Kauf sollten Interessenten explizit auf die Kompatibilität mit dem Longslide-Schlitten achten und – bei der MOS-Variante – prüfen, ob das Holster zusätzlich eine montierte Optik aufnimmt.
Die Standardversion kommt mit Polymer-Kimme und -Korn, die sich gegen Nachrüst-Visierungen etwa von Trijicon austauschen lassen. Die Glock 41 Gen4 MOS bietet darüber hinaus werksseitig gefräste Adapterplatten für gängige Reflexvisiere. Diese Konfiguration ist besonders für Wettkampfschützen in offenen Divisionen interessant, da keine externe Fräsarbeit am Schlitten notwendig ist.
Das Gen4-Griffsystem erlaubt die Anpassung an vier verschiedene Handgrößen über auswechselbare Rückenteile (S, M, L und ohne). Die griffigere Gen4-Textur sitzt auch mit feuchten Händen sicher in der Hand. Der Safe Action®-Abzug liefert bei jedem Schuss konstant 24 N Widerstand ohne Double-Action/Single-Action-Wechsel – ein kurzer, definierter Reset inklusive. Für Schützen, die einen leichteren Abzugswiderstand im Wettkampf bevorzugen, sind Nachrüst-Abzüge wie der Glock Minus-Connector erhältlich, die das Systemgewicht moderat reduzieren. Passende Glock Magazin .45 ACP 13 Schuss-Originalzubehörmagazine sollten bei der Grundausstattung nicht fehlen.
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