Wer die Bergara BMR kaufen möchte, steht vor einer der spannendsten Rimfire-Repetierbüchsen des aktuellen Marktes. Die Bergara BMR ist eine Kleinkaliber-Repetierbüchse für Sportschützen und Jäger, die Match-Kammer-Präzision mit einem außergewöhnlich niedrigen Gewicht ab 2,3 kg vereint. Hinter diesem Modell steht Bergara, eine spanische Laufschmiede mit internationalem Ruf – bekannt vor allem für hochwertige Präzisionsläufe im Centerfire- und Rimfire-Segment.
Seit der Markteinführung im Jahr 2022 positioniert Bergara die BMR als das, was der Hersteller selbst „Basisklasse NRL22 mit Weltklasse-Präzision“ nennt. Das trifft den Kern: Die Büchse richtet sich an Schützen und Jäger, die keine Kompromisse bei der Verarbeitungsqualität eingehen wollen. Erhältlich in den Kalibern .22 LR, .22 WMR und .17 HMR, deckt sie ein breites Spektrum von der Niederwildjagd bis zum Präzisionssport ab.
Im Bergara BMR Preisvergleich bewegen sich die Modelle zwischen 639,00 € und 1.499,00 €, abhängig von Lauf- und Schaftausführung. Die Carbon-Varianten stechen durch ihr extremes Leichtgewicht heraus, während die Stahlmodelle eine solide und oft günstigere Alternative bieten. Als direkte Konkurrenz im Segment ist die CZ 457 Varmint zu nennen – ein bewährtes Modell, das jedoch ohne Carbon-Lauf-Option auskommt.
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Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale auf einen Blick: Match-Kammer, einstellbarer Bergara Performance Abzug, optionale Carbon-Läufe, eine Picatinny-Schiene mit 30 MOA Vorneigung sowie ein ab Werk verbautes Laufgewinde im Format 1/2-28 UNEF für die Schalldämpfermontage.
Die BMR baut auf einem klassischen Kammerstängel-Repetierer auf – kein Geradezugrepetierer, sondern ein bewährtes Bolt-Action-System mit dem Fokus auf Präzision statt Schnelligkeit. Diese Konstruktionsentscheidung hat einen klaren Grund: Ein klassischer Repetierer erlaubt engere Fertigungstoleranzen beim Verschluss und damit eine konstant hohe Patronenlage in der Kammer.
Das Herzstück der BMR ist ihre Match-Kammer. Im Gegensatz zu einer Standard-CIP-Kammer weist die Match-Kammer engere Toleranzen auf, was die Patrone beim Abfeuern präziser ausrichtet. Das Ergebnis sind kleinere Streukreise – Bergara spricht von sub-MOA-Potenzial als Herstellerangabe. Die Büchse ist in zwei Lauflängen erhältlich: 46 cm (18 Zoll) und 51 cm (20 Zoll). Wer auf Gewicht achtet, greift zur kürzeren Variante; wer die maximale Mündungsgeschwindigkeit und Präzision bei Distanzschüssen bevorzugt, wählt den 20-Zoll-Lauf.
Der Carbon-Lauf der Bergara BMR Carbon und der Bergara BMR X Carbon reduziert das Gesamtgewicht auf 2,3 kg in der .22-LR-Ausführung. Im Vergleich dazu wiegt die .22-WMR-Variante mit Stahllauf 2,4 kg. Carbon dämpft zudem Laufschwingungen effizienter als Stahl, was der Präzision bei schneller Schussfolge zugutekommen kann. Die Bergara BMR Steel-Variante setzt dagegen auf einen konventionellen Stahllauf, der robuster gegen äußere Einflüsse ist und etwas mehr Gewicht mitbringt.
Die BMR ist in drei Kalibern verfügbar, jeweils mit angepasstem Drall: .22 LR und .22 WMR drehen die Kugel mit einem Drall von 1:16 Zoll, während .17 HMR mit einem deutlich schnelleren Drall von 1:9 Zoll stabilisiert wird – passend zur leichten, schnellen .17-HMR-Projektilen. Das Laufgewinde im Format 1/2-28 UNEF ermöglicht die direkte Montage gängiger Schalldämpfer ohne Adapter, was im deutschen Jagdbetrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Büchse besitzt keine offene Visierung. Sie ist als reine Optik-Plattform konzipiert, für die die Picatinny-Schiene mit 30 MOA Vorneigung die Basis bildet. Diese Vorneigung ist kein Zufallswert: Bei Kleinkaliber-Munition mit stärkerem Geschosssfall auf Distanz ermöglicht sie deutlich mehr Höhenverstellungsreserve im Zielfernrohr – ein entscheidender Vorteil im NRL22-Sport. Das Magazin fasst wahlweise 5 oder 10 Schuss.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Bergara |
| Modell | BMR (Bolt-Action Micro Rimfire) |
| Waffentyp | Repetierbüchse |
| System | Kammerstängel-Repetierer (Bolt Action) |
| Kaliber | .22 LR, .22 WMR, .17 HMR |
| Magazinkapazität | 5 oder 10 Schuss |
| Lauflänge | 46 cm (18″), 51 cm (20″) |
| Gewicht | 2,3 kg (.22 LR) / 2,4 kg (.22 WMR) – ohne Optik |
| Schaftmaterial | Polymer (Standard) / ergonomischer X-Schaft (X-Varianten) |
| Abzug | Bergara Performance Abzug, einstellbar |
| Visierung | Keine offene Visierung; Picatinny-Schiene 30 MOA für Optik |
| Laufgewinde | 1/2-28 UNEF |
| Drall | 1:16″ (.22 LR, .22 WMR) / 1:9″ (.17 HMR) |
| Besonderheiten | Match-Kammer, Carbon- oder Stahllauf, 30 MOA Picatinny-Schiene |
Die BMR-Baureihe gliedert sich in vier Grundvarianten, die aus zwei Variablen entstehen: Laufmaterial (Carbon oder Stahl) und Schafttyp (Standard oder X-Schaft). Daraus ergeben sich vier klar abgegrenzte Modelle, die sich in Gewicht, Ergonomie und Preis unterscheiden.
Die Bergara BMR Carbon ist das Einstiegsmodell der Baureihe und gleichzeitig die leichteste Ausführung. Mit einem Gewicht ab 2,3 kg und einem Carbon-Lauf bietet sie das beste Gewicht-zu-Präzisions-Verhältnis der Serie. Der Standardschaft aus Polymer ist funktional und unaufgeregt. Erhältlich in .22 LR, .22 WMR und .17 HMR, deckt sie das gesamte Kaliberspektrum ab. Preislich startet die Bergara BMR Carbon ab 639,00 € – ein attraktiver Einstieg in die Welt der Bergara-Präzision.
Die Bergara BMR X Carbon ist die Premium-Variante mit Carbon-Lauf und ergonomischem X-Schaft – ideal für ambitionierte NRL22-Schützen, die maximale Präzision bei minimalem Gewicht suchen. Der X-Schaft ist ergonomisch optimiert und bietet eine verbesserte Schaftkappe, die deutlich komfortablere Schießpositionen erlaubt. Dieser Mehrwert hat seinen Preis: Die Bergara BMR X Carbon kostet zwischen 1.399,00 € und 1.499,00 €. Die Preisdifferenz von rund 760 bis 860 Euro gegenüber der Carbon-Basisvariante erklärt sich primär durch den aufwendigen X-Schaft. Verfügbar in .22 LR.
Wer auf Carbon verzichten kann oder möchte, wählt die Bergara BMR Steel. Der Stahllauf ist langlebig und in der Pflege unkompliziert. Das Gewicht liegt naturgemäß etwas über dem der Carbon-Variante, bleibt aber für eine Rimfire-Repetierbüchse sehr moderat. Die Bergara BMR Steel startet ab 729,00 € und ist in .22 LR erhältlich.
Die Bergara BMR X Steel kombiniert den robusten Stahllauf mit dem ergonomischen X-Schaft. Sie richtet sich an Schützen, die die verbesserte Ergonomie des X-Schafts schätzen, aber bei der Laufoption sparen möchten. Der Preis liegt ab 899,00 €. Eine Linkshänderversion ist aktuell nicht im Programm der BMR-Serie verfügbar.
Kaufempfehlung nach Schützentyp: Die BMR Carbon empfiehlt sich für mobile Jäger und Einsteiger im Präzisionssport. Die BMR X Carbon ist die erste Wahl für ernsthafte NRL22-Wettkämpfer. BMR Steel und BMR X Steel sprechen Schützen an, die Langlebigkeit und niedrigere Anschaffungskosten priorisieren.
Bergara beschreibt die BMR selbst als „perfekt für Präzisionsschießen und Niederwildjagd“ – und trifft damit den tatsächlichen Einsatzbereich sehr genau. Die Büchse deckt zwei Welten ab, die sich technisch stark überschneiden: präzises Jagen und präzises Schießen.
Das Gewicht von 2,3 kg macht die BMR zur idealen Begleiterin auf der Pirsch. Lange Anmarschwege belasten kaum, und die Büchse liegt dennoch sicher in der Hand. Die Kaliberwahl richtet sich nach dem angestrebten Wild:
Das Laufgewinde 1/2-28 UNEF erlaubt die direkte Montage eines Schalldämpfers, was bei der Niederwildjagd in Deutschland praktisch und zunehmend verbreitet ist. Für Drückjagden ist die BMR als Präzisionsbüchse weniger geeignet – ihr liegt das ruhige, gezielte Ansitz- und Pirschjagen deutlich mehr.
Im Präzisionssport ist die BMR primär auf die NRL22 ausgerichtet – die National Rifle League 22, eine der weltweit beliebtesten Wettkampfdisziplinen im Kleinkaliber-Bereich. Bergara positioniert die Büchse ausdrücklich als „Basisklasse NRL22 mit Weltklasse-Präzision“. Die 30-MOA-Picatinny-Schiene sorgt dafür, dass auch auf Distanzen jenseits von 100 Metern ausreichend Höhenverstellung im Zielfernrohr verbleibt – bei Kleinkaliber-Munition mit stärkerem Geschosssfall ein entscheidender technischer Vorteil. Zudem eignet sich die BMR hervorragend als Trainingswaffe für Centerfire-Schützen: Abzugsgefühl und Schießposition lassen sich kostengünstig trainieren, da .22-LR-Munition erheblich günstiger ist als Centerfire-Patronen. Die Bergara BMR X Carbon ist dabei die bevorzugte Variante für den Wettkampfbetrieb. Wer auf die Jagd mit dem Kaliber .17 HMR geht, findet in der Bergara BMR Carbon .17 HMR eine präzise und leichte Alternative für Distanzschüsse.
Die BMR überzeugt in vielen Punkten, hat aber auch Einschränkungen, die vor dem Kauf bekannt sein sollten. Die folgende Übersicht basiert auf Herstellerangaben und den technischen Eigenschaften der Büchse.
Vorteile:
Nachteile:
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Vier Rimfire-Repetierbüchsen dominieren aktuell das Segment, in dem die Bergara BMR antritt. Ein direkter Vergleich zeigt, wo die Stärken liegen – und wann eine Alternative sinnvoller sein kann.
Die CZ 457 Varmint kostet rund 850,00 € und gilt als eines der meistgekauften Präzisionsmodelle im Kleinkaliber-Segment. Ihre Stärke liegt in der großen Aftermarket-Unterstützung: Schäfte, Abzüge und Zubehör von Drittherstellern sind zahlreich verfügbar. Allerdings bringt die CZ 457 mit Stahllauf typischerweise 2,8 bis über 3,0 kg auf die Waage – deutlich mehr als die BMR Carbon. Eine Carbon-Lauf-Option gibt es nicht. Für Schützen, die Wert auf Ersatzteilvielfalt und eine bewährte Plattform legen, bleibt die CZ 457 Varmint eine ausgezeichnete Wahl.
Der Ruger Precision Rimfire kostet rund 750,00 € und verfolgt eine völlig andere Schaftphilosophie: ein AR-ähnliches Chassis-Design mit breiter Schulterauflage und vielen Verstellmöglichkeiten. Im NRL22-Sport ist er ebenfalls sehr populär. Das Gewicht liegt jedoch bei typisch 3,0 bis 3,5 kg – erheblich mehr als die BMR. Für Schützen, die das Chassis-Feeling schätzen und häufig im Wettkampf mit Zweibein und Rucksack schießen, ist der Ruger eine starke Option. Für mobile Jagdszenarien scheidet er praktisch aus.
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Die Savage Mark II FV-SR startet bei rund 450,00 € und ist damit die günstigste Option im Vergleich. Sie bietet solide Grundeigenschaften für Einsteiger, besitzt aber keinen Match-Abzug auf dem Niveau des Bergara Performance Abzugs und kommt ohne Match-Kammer. Für Sportschützen, die erste Erfahrungen mit dem Präzisionsschießen sammeln wollen, ohne viel zu investieren, ist sie eine sinnvolle Wahl.
Das Alleinstellungsmerkmal der BMR
Die Bergara BMR bietet als einziges Modell im direkten Wettbewerb eine Carbon-Lauf-Option, die das Gewicht auf 2,3 kg senkt – rund 500 Gramm bis über 1 kg leichter als CZ 457 Varmint oder Ruger Precision Rimfire. Dieser Unterschied ist in der Praxis spürbar, besonders auf der Pirsch oder bei langen Wettkampftagen.
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