










Wer eine Mauser M98 kaufen möchte, entscheidet sich für eine Büchse mit über 125 Jahren Geschichte – und für eine der anspruchsvollsten Repetierbüchsen auf dem deutschen Markt. Das Original erschien 1898 und revolutionierte die Konstruktion von Repetierern weltweit. Bis heute basieren zahlreiche moderne Büchsen auf dem System 98, dem Mauser-Verschluss, den die Ingenieure der Mauser Jagdwaffen GmbH damals entwickelten. Die aktuelle Neuauflage, seit circa 2018 in Produktion, kombiniert diese bewährte Konstruktionsphilosophie mit modernen Fertigungsverfahren und Premium-Materialien.
Hinter der Büchse steht die Mauser Jagdwaffen GmbH aus Deutschland – eine der traditionsreichsten Waffenmanufakturen weltweit. Das Unternehmen hat die Neuauflage nicht als Replik konzipiert, sondern als konsequente Weiterentwicklung: Das System 98 bleibt in seinem Kern erhalten, wird aber durch modernisierte Details ergänzt, die den Anforderungen heutiger Jäger gerecht werden.
Der Einsatzbereich reicht von der mitteleuropäischen Hochwildjagd bis zur afrikanischen Großwildsafari. Standard-Kaliber wie 8x57JS, .30-06 Springfield und 9,3×62 decken das gesamte europäische Wild ab. Für Großwildjäger stehen Magnum-Kaliber wie .375 H&H Magnum, .416 Rigby und .450 Rigby zur Verfügung. Das Gewicht beginnt bei 3,65 kg in der Standard-Ausführung und steigt bei der Magnum-Variante auf rund 4,6 kg.
Die technischen Stärken liegen im aus Spezialstahl gefrästem Verschluss, dem kalt gehämmerten Lauf und der horizontalen Drei-Stellungs-Sicherung. All4Shooters hält in ihrem Test fest: „Die Schlagbolzensicherung gilt als die beste an Repetierbüchsen.“ Die Oberflächen sind plasmanitriert, was sie langlebig und korrosionsbeständig macht.
Beim Mauser M98 Preisvergleich liegt die Spanne zwischen 5.499 € für den Mauser M98 Standard Expert und 7.999 € für den Mauser M98 Magnum Diplomat (Stand 2026/2026). Wer eine Alternative mit modernerer Ergonomie sucht, findet diese beispielsweise beim Sako 85 oder beim Sauer 100 – beide im ähnlichen Preissegment.
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Das Herzstück der Büchse ist ihr Bolzenrepetierer-System. Der Verschluss entsteht nicht durch Guss oder MIM-Verfahren (Metal Injection Moulding), sondern wird vollständig aus einem Block Spezialstahl gefräst. Das macht ihn robuster, maßhaltiger und langlebiger als viele Konkurrenzprodukte. Drei Verriegelungswarzen sorgen dabei für eine sichere Abstützung beim Schuss – besonders bei den starken Magnum-Kalibern ein entscheidender Faktor. Hinzu kommt die kontrollierte Zuführung, bei der die Patrone vom Magazin bis in die Patronenkammer geführt wird, ohne frei zu fliegen. Das reduziert Ladehemmer auf ein Minimum.
Die Büchse ist in sechs Kalibern erhältlich: 8x57JS, .30-06 Springfield und 9,3×62 in der Standard-Ausführung sowie .375 H&H Magnum, .416 Rigby und .450 Rigby in der Magnum-Variante. Standard-Ausführungen kommen mit einem 56 cm langen Lauf, Magnum-Ausführungen mit 62 cm. Der längere Lauf der Magnum-Variante gibt den starken Pulverladungen mehr Beschleunigungsstrecke – ein relevanter Faktor für die Mündungsenergie bei gefährlichem Großwild.
Der Direktabzug der Büchse bewegt sich mit einem gemessenen Gewicht von 1.486 g im oberen Bereich der Herstellerangabe von 1.100 bis 1.500 g. Jagdpraxis beschreibt die horizontale Drei-Stellungs-Sicherung als „praktischer als das Original“ – die Weiterentwicklung gegenüber dem historischen Vorbild zeigt sich also gerade dort, wo es im Jagdalltag am meisten zählt. Zur Präzision tragen zudem die spannungsfreie Bettung und der kalt gehämmerte Lauf bei: Beide Maßnahmen minimieren mechanische Spannungen im System und fördern reproduzierbare Trefferlagen.
Die Standard-Variante wiegt 3,65 kg, die Magnum-Variante rund 4,6 kg – jeweils ohne Optik. Dieses Mehrgewicht ist kein Nachteil, sondern Absicht: Bei .416 Rigby oder .450 Rigby ist eine gute Rückstoßabsorption entscheidend für die Schussfolge. All4Shooters beschreibt das Schießverhalten der Magnum-Variante trotz starker Ladungen als angenehm. Das Schaftholz stammt in der Expert-Linie aus Walnuss der Klasse 5, in der Diplomat-Linie aus Walnuss der Klasse 7 beziehungsweise Wurzelholz.
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Mauser Jagdwaffen GmbH |
| Modell | Mauser M98 |
| Waffentyp | Repetierbüchse |
| System | Bolzenrepetierer (System 98, aus Spezialstahl gefräst) |
| Kaliber | 8x57JS, .30-06 Spring., 9,3×62, .375 H&H Mag., .416 Rigby, .450 Rigby |
| Magazinkapazität | 5 Patronen (Standard), 4 Patronen (Magnum) |
| Lauflänge | 56 cm (Standard), 62 cm (Magnum) |
| Gewicht | 3,65 kg (Standard), ca. 4,6 kg (Magnum), ohne Optik |
| Schaftmaterial | Walnuss (Klasse 5 bei Expert, Klasse 7 / Wurzelholz bei Diplomat) |
| Abzug | Direktabzug, ca. 1.100–1.500 g (gemessen: 1.486 g) |
| Sicherung | Horizontale Drei-Stellungs-Sicherung (Schlagbolzensicherung) |
| Visierung | Offene Visierung „M98″ (Standard) / Express-Visier (Magnum) |
| Lauf | Kalt gehämmert |
| Oberfläche | Plasmanitriert |
| Besonderheiten | Spannungsfreie Bettung, optionales Laufgewinde für Schalldämpfer |
Die aktuelle Produktlinie gliedert sich in vier Modelle – zwei Standard-Varianten und zwei Magnum-Varianten. Die Unterscheidung folgt einer klaren Logik: Standard oder Magnum bestimmt das Kaliber und den Einsatzzweck, Expert oder Diplomat bestimmt die Ausstattungsqualität des Schafts.
Der Mauser M98 Standard Expert ist die zugänglichste Variante der Linie. Er ist in den Kalibern 8x57JS, .30-06 Springfield und 9,3×62 erhältlich, trägt einen 56 cm langen Lauf und bringt 3,65 kg auf die Waage. Der Schaft besteht aus Walnuss der Klasse 5 – makelloser Jagdholz-Standard ohne Übertreibung. Preislich startet er bei 5.499 € und liegt damit je nach Händler und Kaliber bis zu 5.790 €. Dieser Mauser eignet sich für Jäger, die das volle System-98-Erlebnis suchen, ohne den Aufpreis für Wurzelholz zahlen zu wollen.
Der Mauser M98 Standard Diplomat teilt alle technischen Spezifikationen des Expert – Lauflänge 56 cm, Gewicht 3,65 kg, Kaliber 8x57JS – unterscheidet sich aber durch den Schaft aus Walnuss der Klasse 7 mit ausgeprägter Maserung und teils Wurzelholzanteil. Dieser Schaft ist es, der den Preisunterschied erklärt: Der Diplomat kostet rund 5.990 €. Käufer, die Wert auf ein repräsentatives Erscheinungsbild legen, sind hier richtig.
Der Mauser M98 Magnum Expert ist die Großwild-Variante für den funktionsorientierten Jäger. Er ist in .375 H&H Magnum, .416 Rigby und .450 Rigby erhältlich, bringt einen 62 cm langen Lauf mit und wiegt rund 4,6 kg. Das Express-Visier ist auf Distanzen zwischen 50 und 150 m ausgelegt – typisch für die schnellen Situationen auf der Pirsch nach gefährlichem Großwild. Der Schaft stammt ebenfalls aus Walnuss der Klasse 5.
Den Abschluss der Linie bildet der Mauser M98 Magnum Diplomat – die teuerste und exklusivste Ausführung. Erhältlich in .375 H&H Magnum, mit 62 cm Lauflänge und Wurzelholzschaft der Klasse 7 kostet er bei Frankonia 7.999 €. Die Preisdifferenz zwischen günstigster und teuerster Ausführung der Linie beträgt damit rund 2.500 €. Dieser Mauser ist Jagdwaffe und Sammlerstück in einem.
Zusammengefasst: Standard-Modelle für die mitteleuropäische Jagd, Magnum-Modelle für Großwild und Safari. Expert für Käufer mit Fokus auf Technik, Diplomat für Käufer mit Anspruch an Optik und Exklusivität.
Für die heimische Jagd decken die drei Standard-Kaliber praktisch jede Situation ab. Das 8x57JS zählt zu den bewährtesten deutschen Jagdkalibern und eignet sich für Rot-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild gleichermaßen. Das .30-06 Springfield bietet ähnliche Einsatzmöglichkeiten und ist weltweit eine der meistverbreitesten Jagdpatronen überhaupt. Das 9,3×62 geht einen Schritt weiter: Dieses Kaliber reicht auch für starkes Wild wie Elch oder Braunbär – und schlägt damit eine Brücke zwischen europäischer Jagd und internationalen Abenteuern. Alle drei Kaliber passen in ein Magazin für fünf Patronen.
Die Mauser M98 Standard Expert in 9,3×62 ist damit eine der vielseitigsten Varianten der Baureihe. Als Ansitz- und Pirschbüchse ist sie mit ihrem 56 cm langen Lauf und 3,65 kg gut handhabbar. Für die Drückjagd eignet sich die offene Visierung grundsätzlich auch für schnelle Schüsse – allerdings ist die Büchse konstruktiv und vom Gewicht her eher für ruhige Jagdsituationen ausgelegt.
Wer auf afrikanisches Großwild jagt, braucht eine Büchse, bei der Zuverlässigkeit keine Kompromisse kennt. Genau hier spielt das System 98 seine historischen Stärken aus. Stellen Sie sich eine typische Safari-Situation vor: ein Büffel auf 80 Meter, der nach einem Schuss dreht und auf Sie zukommt. Hier entscheidet die Nachschussgeschwindigkeit über alles. All4Shooters hebt in ihrem Praxistest das schnelle und leise Repetieren der Mauser M98 ausdrücklich als Vorteil hervor – ein Merkmal, das in solchen Momenten buchstäblich entscheidend sein kann.
Die Mauser M98 Magnum Expert in .416 Rigby deckt Büffel, Elefant und Nashorn ab – gefährliches Großwild, für das international die starken Rigby-Kaliber empfohlen werden. Das Express-Visier der Magnum-Varianten ist für 50 bis 150 Meter ausgelegt und erlaubt schnelle Zielaufnahme. Trotz der starken Ladungen beschreibt All4Shooters das Schießverhalten durch den dicken Lauf und das höhere Gewicht von 4,6 kg als angenehm.
Als reine Matchbüchse für Präzisionswettbewerbe ist die M98 nicht konzipiert. Für jagdliche Schießübungen auf dem Stand ist sie aber selbstverständlich geeignet. Darüber hinaus besitzt sie einen beträchtlichen Sammlerwert: Das System 98 gilt als eines der einflussreichsten Repetiersysteme der Waffengeschichte. Die aktuelle Neuauflage vereint diesen historischen Rang mit modernem Qualitätsanspruch – eine Kombination, die kein Konkurrent in dieser Form bieten kann.
Schwerwiegende technische Kritikpunkte finden sich in den vorliegenden Tests nicht. Die Kritik an der Büchse betrifft Preis, Gewicht und Kaliber-Umfang – nicht ihre Funktion oder Zuverlässigkeit.
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Wer den Markt für Premium-Repetierbüchsen überblickt, stößt auf eine Handvoll ernsthafter Konkurrenten. Die Mauser M98 behauptet sich dabei durch ihre historische Authentizität und die überlegene Sicherungstechnik – doch jede Alternative hat ihre eigenen Stärken.
Der Sako 85 aus Finnland kostet rund 6.000 € und damit in einem ähnlichen Preisbereich. Er bietet eine breitere Kaliberpalette, einen leichteren Verschluss und eine modernere Ergonomie, die besonders für Jäger interessant ist, die Gewicht sparen wollen. Allerdings arbeitet der Sako 85 mit einem anderen Verschlusskonzept – das authentische System 98 bietet die Mauser. Zudem gilt die Schlagbolzensicherung der M98 gemäß den vorliegenden Tests als die beste am Markt für Repetierbüchsen. Wer modernere Ergonomie und mehr Kaliber-Optionen priorisiert, ist beim Sako 85 gut aufgehoben.
Der Sauer 100 positioniert sich als solide deutsche Allround-Jagdbüchse ab rund 5.500 €. Damit liegt er preislich knapp über dem Einstiegsmodell der Mauser-Linie. Die Sauer 100 bietet einen günstigen Einstieg in die deutsche Qualitätsklasse, erreicht aber nicht die Schaft- und Finish-Qualität der M98. Für die Großwildjagd in Afrika fehlen zudem die passenden Kaliber. Wer eine solide, funktionale Büchse für heimische Reviere zu einem fairen Preis sucht, findet im Sauer 100 eine ehrliche Option.
Das Winchester Model 70 aus den USA kostet rund 5.800 € und trägt historisch ebenfalls Züge des Mauser-Systems. In Sicherungsmechanismus und Oberflächenqualität liegt die Mauser M98 nach Einschätzung der Fachpresse vorn. Das Winchester Model 70 spricht vor allem Liebhaber des amerikanischen Jagdgewehr-Charakters an.
Ein fundamental anderes Konzept verfolgen die Blaser R8 und die Sauer 404. Beide arbeiten als Geradezugrepetierer mit modularem Wechsellaufsystem – wer mehrere Kaliber mit einer Waffe abdecken möchte, findet dort die passende Lösung. Das klassische System-98-Feeling und die Schlagbolzensicherung der Mauser bieten sie nicht. Preislich bewegen sich beide im ähnlichen oder höheren Segment.
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