






Die Les Baer Premier II ist eine Semi-Custom-Matchpistole für anspruchsvolle Sportschützen und kombiniert höchste Präzision, handwerkliche Qualität und zuverlässige 1911-Technik. Wer eine Les Baer Premier II kaufen möchte, findet im Preisvergleich deutsche Händlerpreise zwischen 3.099 Euro und 3.390 Euro – ein attraktives Angebot für eine Semi-Custom-1911 mit Präzisionsgarantie des Herstellers.
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Les Baer Custom Inc. ist ein US-amerikanisches Familienunternehmen mit Fokus auf hochwertige Custom-1911-Pistolen seit den 1990er-Jahren. Das Unternehmen hat sich einen Namen durch konsequente handwerkliche Optimierung des klassischen 1911-Designs gemacht – nicht durch revolutionäre Innovationen, sondern durch sorgfältige Einzelanpassung jeder Pistole.
Die Premier II ist seit mindestens Anfang bis Mitte der 2000er-Jahre im Portfolio und positioniert sich als solide Basis-Custom-Pistole. Sie steht unterhalb der Vollcustom-Modelle von Wilson Combat oder Ed Brown, bietet aber eine Präzisionsgarantie des Herstellers von Gruppen besser als 2,25 Zoll auf 50 Yards (etwa 57 Millimeter auf circa 45,7 Metern). Dies ist ein klares Verkaufsargument: Die Pistole wird von Les Baer einzeln von Hand angepasst und justiert, um höchste Präzision und Passgenauigkeit zu erreichen.
Die Les Baer Premier II ist in zwei Hauptkalibern erhältlich: .45 ACP und 9 mm Luger (9×19). Beide bieten für Sportschützen unterschiedliche Vorteile.
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Das Kaliber .45 ACP ist die klassische 1911-Patrone und fasst 8 Schuss im Magazin. Es zeichnet sich durch stärkeren Rückstoß aus, wird aber von vielen Großkaliberschützen bevorzugt. Das Kaliber 9 mm Luger dagegen bietet eine höhere Magazinkapazität von 10 Schuss und ermöglicht günstigere Munitionskosten bei gleichzeitig geringerem Rückstoß – ideal für Sportschützen mit hohem Trainingsvolumen.
Die Lauflängen betragen 5 Zoll (circa 127 Millimeter) und 6 Zoll (circa 152 Millimeter). Die 5-Zoll-Variante entspricht der klassischen Government-Länge und eignet sich vielseitig für Großkaliber-Matches und IPSC Standard Division. Die 6-Zoll-Longslide-Version bietet eine längere Visierlinie und ist speziell für statische Präzisionsdisziplinen wie 25-Meter- und 50-Meter-Präzision optimiert.
Das Gewicht variiert je nach Kaliber und Lauflänge zwischen 1.040 und 1.400 Gramm. Die 6-Zoll-Variante in 9 mm Luger wiegt etwa 1.040 Gramm und ist damit die leichteste Version. Die 6-Zoll-.45-ACP-Ausführung bringt circa 1.140 bis 1.200 Gramm auf die Waage, während die 5-Zoll-.45-ACP-Variante mit etwa 1.400 Gramm das höchste Gewicht aller Standardversionen aufweist. Dieses vergleichsweise hohe Gewicht dämpft den Rückstoß effektiv – ein großer Vorteil bei Präzisionsdisziplinen.
Die Les Baer Premier II basiert auf dem bewährten 1911-System von John Browning, optimiert durch Semi-Custom-Fertigungstechniken für höchste Präzision. Die Pistole ist eine klassische Single-Action-Halbautomatik mit Tilting-Barrel-Verriegelung – bewährte Technik, aber in dieser Ausführung konsequent verfeinert.
Das Herzstück ist der Matchlauf mit Match-Bushing. Lauf und Bushing sitzen extrem eng zusammen – ein Merkmal echter Semi-Custom-1911er. Dies führt zu minimalen Toleranzen zwischen Schlitten, Griffstück und Lauf. Gleichzeitig erfordert diese Präzision höhere Handkräfte beim Repetieren des Schlittens, besonders in der Einlaufphase. Mit einer Einlaufphase von etwa 500 bis 1.000 Schuss laufen die meisten Exemplare danach einwandfrei.
Die Bo-Mar-typische verstellbare Matchvisierung mit Mikrometerklicks ermöglicht präzise Anpassung auf 25 und 50 Metern. Kimme und Korn sind hochwertig bearbeitet und ermöglichen sehr präzises Zielen.
Der Aluminium-Matchabzug bietet ein Abzugsgewicht von etwa 1.750 Gramm. Viele Varianten verfügen über einen einstellbaren Triggerstop für weitere Feinabstimmung. Der Abzug ist sauber und gut kontrollierbar – nicht „knochentrocken“, aber für eine Sportpistole hervorragend.
Weitere technische Merkmale sind das vergrößerte Auswurffenster für zuverlässige Hülsenauswürfe, das Baer-Beavertail mit Handballensicherung sowie die beidseitige manuelle Sicherung (Daumen-Safety), die ergonomisch optimiert ist. Die gecheckerten Holzgriffschalen mit 30er Checkering bieten sicheren Halt selbst bei nassen Händen.
Das Material ist durchgehend hochwertig: Baer 1911-Stahl für Schlitten und Griffstück, präzise verarbeitet und mit minimalen Spielräumen.
Die Auswahl der richtigen Variante hängt vom Einsatzbereich und den persönlichen Vorlieben ab. Die vier Hauptvarianten unterscheiden sich deutlich.
Premier II 5 Zoll .45 ACP (circa 3.199 Euro): Dies ist die vielseitigste Variante und entspricht der klassischen Government-Länge. Mit 8-Schuss-Magazin und etwa 1.400 Gramm Gewicht eignet sie sich für Großkaliber-Matches, IPSC Standard Division und Sammler. Die 5-Zoll-Ausführung ist kompakter und handlicher.
Premier II 6 Zoll .45 ACP Longslide (circa 3.199 bis 3.299 Euro): Die Longslide-Version ist die erste Wahl für Präzisionsspezialisten. Mit längerer Visierlinie und etwa 1.140 bis 1.200 Gramm Gewicht bietet sie optimale Voraussetzungen für statische Disziplinen wie 25-Meter- und 50-Meter-Präzision. Die Preisdifferenz zur 5-Zoll-Version beträgt meist nur 0 bis 100 Euro.
Premier II 6 Zoll 9 mm Luger (circa 3.099 Euro): Dies ist die günstigste Variante und richtet sich an Sportschützen mit hohem Trainingsvolumen. Mit 10-Schuss-Magazin, geringerem Rückstoß und niedrigerem Gewicht (etwa 1.040 Gramm) bietet diese Version das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Munitionskosten sind deutlich niedriger als bei .45 ACP.
Premier II Heavyweight 5 Zoll .45 Auto (circa 3.390 Euro): Für Schützen, die maximale Rückstoßdämpfung wünschen, ist das Heavyweight-Modell interessant. Das verstärkte Griffstück mit zusätzlichem Gewicht reduziert den Mündungshochschlag bei starkem Kaliber spürbar. Der Preisaufschlag beträgt etwa 190 Euro gegenüber der Standard-5-Zoll-Variante.
Zusammengefasst: Die Preisdifferenzen sind überraschend gering – zwischen 3.099 und 3.390 Euro für alle Standard- und Sondervarianten auf dem deutschen Markt (Stand 2026). Dies macht den Preisvergleich interessant: Die günstigste 6-Zoll-9-mm-Variante kostet oft weniger als die teuerste Heavyweight-Version.
Die Les Baer Premier II ist eine hochpräzise Sportpistole, die primär für statische Präzisionsdisziplinen und Großkaliber-Matchs entwickelt wurde. Hier zeigt sich ihre wahre Stärke.
Die Hersteller-Präzisionsgarantie verspricht Gruppen besser als 2,25 Zoll auf 50 Yards. Tests bestätigen dies eindrucksvoll: Der VISIER-Test vergab 49 von 50 Präzisionspunkten. American Handgunner erzielte wiederholt 1,5 bis 2 Zoll Gruppen auf 25 Yards (etwa 38 bis 51 Millimeter auf circa 22,9 Metern) mit Matchmunition. Shooting Times schaffte sogar eine Bestgruppe von etwa 1,2 Zoll auf 25 Yards (circa 30 Millimeter auf 22,9 Metern) mit hochwertiger Munition. Shooting Times urteilte dabei: „Die Premier II ist eine der präzisesten 1911er, die ich getestet habe.“
Diese Präzision ermöglicht optimale Leistung in mehreren Disziplinen: 25-Meter- und 50-Meter-Präzision (Großkaliber), NRA Bullseye, Benchrest-Schießen und Großkaliber-Matches. Die 6-Zoll-Longslide-Variante mit ihrer längeren Visierlinie ist dabei besonders vorteilhaft für statische Disziplinen.
IPSC Standard Division ist ebenfalls möglich: Die .45-ACP-Varianten mit 8 Schuss erfüllen die Standard-Division-Regeln perfekt. 9-Millimeter-Varianten sind technisch zulässig, bieten aber nur Minor Power Factor statt Major Power Factor.
Allerdings ist die Premier II weniger für dynamische Disziplinen geeignet. Die sehr straffen Passungen erfordern hohe Handkräfte beim Repetieren – nicht ideal für Speed-Reloads. Das hohe Gewicht (1.040 bis 1.400 Gramm) ist zwar für Rückstoßdämpfung vorteilhaft, macht die Pistole aber weniger handlich für schnelle Bewegungsabläufe.
Langzeiterfahrungen aus der 1911-Community zeigen konsistent gute Resultate: Viele Nutzer berichten von 5.000 bis über 20.000 Schuss ohne relevante Funktionsprobleme. Nach einer kurzen Einlaufphase läuft die Pistole sehr zuverlässig. Der Verschleiß ist überwiegend kosmetisch; die Passungen bleiben über lange Zeit straff erhalten.
Die Vorteile:
Die sehr hohe Präzision ist das Hauptverkaufsargument. Die Premier II zählt konsistent zu den präzisesten 1911-Pistolen am Markt – mit reproduzierbaren Gruppengrößen im 1-bis-2-Zoll-Bereich auf 25 Yards. Für statische Präzisionsdisziplinen ist dies hervorragend.
Die hochwertige Verarbeitung mit Semi-Custom-typischen engen Passungen ist deutlich über Standard-1911ern. Jede Pistole wird einzeln handgearbeitet. Dies führt zu minimalem Spiel und maximaler Genauigkeit.
Der exzellente SA-Matchabzug mit etwa 1.750 Gramm Abzugsgewicht ist sauber, gut kontrollierbar und teils mit einstellbarem Triggerstop feinjustierbar. Tests bewerteten ihn mit 8 von 10 Punkten – sehr gut, aber noch tuningfähig.
Die hohe Zuverlässigkeit nach kurzer Einlaufphase wird in allen Tests bestätigt. Shooting Times meldete „null Störungen“ während des Tests. Die Repetierablauf-Sicherheit wurde von VISIER mit 10 von 10 Punkten bewertet.
Die ergonomische, beidseitige Sicherung mit Government-typischer Bedienung ist präzis und zuverlässig – vorbildlich für eine Matchpistole.
Die Nachteile:
Der hohe Preis von 3.099 bis 3.390 Euro ist das häufigste Argument gegen die Premier II. Zum Vergleich: Standard-1911er (Colt Government, Springfield Armory) kosten oft nur 1.000 bis 1.500 Euro. Die Premier II kostet das Zwei- bis Dreifache.
Die sehr straffen Passungen erfordern hohe Handkräfte beim Repetieren. Das ist in der Einlaufphase (etwa 500 bis 1.000 Schuss) besonders unangenehm. Selbst nach Einlauf bleibt die Pistole stramm – nicht ideal für schwächere Hände oder schnelle Reloads.
Der Abzug ist sehr gut, aber nicht „knochentrocken“. Weiteres Tuning durch Spezialisten ist möglich, kostet aber zusätzlich.
Die Schwergängigkeit beim Wiederladen macht die Pistole weniger geeignet für dynamische Disziplinen und Speed-Trainings. Hier haben moderne Striker-Fired-Systeme oder leichtere 1911er Vorteile.
Die Les Baer Premier II kaufen lohnt sich für Sportschützen, die maximale Präzision in statischen Disziplinen suchen und bereit sind, für Qualität zu zahlen. Die Semi-Custom-Verarbeitung, die hohe Präzision und die Zuverlässigkeit rechtfertigen den Preis für Wettkampfschützen im Präzisionsbereich.
Wer im Preisvergleich zwischen den Varianten abwägt: Die 6-Zoll-9-Millimeter-Version bietet mit 3.099 Euro das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die 6-Zoll-.45-ACP-Longslide ist die optimale Wahl für 25- und 50-Meter-Präzision. Sammler greifen zur klassischen 5-Zoll-.45-ACP-Ausführung.
Für Jäger und dynamische Schützen mit kleineren Budgets sind Standard-1911er oder moderne Polymer-Pistolen die bessere Alternative. Die Premier II ist nicht für Anfänger geeignet – die straffen Passungen und die erforderliche Handsicherheit sprechen für erfahrene Sportschützen.
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