













































Wer den Blaser BD14 kaufen möchte, trifft eine Entscheidung für eine der technisch ausgefeiltesten Kombinationswaffen auf dem Markt. Der Bockdrilling – eine Waffe, die zwei Kugelläufe und einen Schrotlauf übereinander vereint – erschien 2014 aus der Manufaktur von Blaser Jagdwaffen GmbH in Isny im Allgäu und setzt seitdem technische Maßstäbe im Premiumsegment. Mit einem Gewicht von nur 3,3 kg ist der BD14 einer der leichtesten Bockdrillinge überhaupt. Der Einstiegspreis beginnt bei 10.125 € für die BD14 Black-Variante.
Der Blaser BD14 ist ein Premium-Bockdrilling für den vielseitigen Jäger und kombiniert drei Läufe in nur 3,3 kg Gewicht mit der Präzision frei schwingender Läufe und einem innovativen Handspann-Doppelschloss. Dieses Konzept macht ihn zur Universalwaffe für Jäger, die im Revier auf unterschiedlichstes Wild treffen – vom Fuchs über das Rotwild bis zur Ente.
Blaser Jagdwaffen steht seit Jahrzehnten für deutsche Ingenieurskunst im Premiumbereich. Das Unternehmen aus dem Allgäu ist bekannt für wegweisende Entwicklungen wie den Blaser R8 mit seinem Geradezugverschluss und die Blaser F16 als sportliche Flinte. Mit dem BD14 überträgt Blaser diese Innovationsphilosophie auf die klassische Drilling-Konstruktion.
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Ein Bockdrilling unterscheidet sich vom klassischen Drilling durch die vertikale Anordnung aller Läufe: Beide Kugelläufe liegen übereinander, der Schrotlauf schließt sich darunter an. Das ermöglicht eine schmalere Bauweise und bessere Balance als bei seitlich angeordneten Läufen. Alternativen im Vergleich sind die Merkel 1622E und der Sauer 3000, die im eigenen Abschnitt weiter unten besprochen werden.
Die technischen Blaser BD14 Daten zeigen eine konsequent auf Jagdpraxis ausgerichtete Konstruktion. Das Herzstück ist das Doppelschloss-System mit Vertikalblockverschluss: Zwei unabhängige Schlösser spannen separat und erlauben dem Jäger per Handspanner die volle Kontrolle darüber, welcher Lauf im nächsten Moment schussbereits ist.
Der Umschaltschieber am Systemkasten ist das zentrale Bedienelement. Er wechselt zwischen zwei Modi: Im Bergstutzen-Modus stehen beide Kugelläufe zur Verfügung – ideal, wenn der Jäger auf zwei verschiedene Wildarten in kurzer Folge treffen kann. Im Bockbüchsflinten-Modus ist ein Kugellauf mit dem Schrotlauf kombiniert – die klassische Konfiguration für die kombinierte Pirsch. Dieses schnelle Umschalten ohne Werkzeug oder Nachladen ist ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Drillingen.
Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des BD14 unter den Bockdrillingen sind die frei schwingenden Läufe. Bei konventionellen Drillingen sind die Läufe am Vorderschaft fest angebunden, was thermische Ausdehnung und mechanischen Druck auf die Treffpunktlage überträgt. Beim BD14 schwingen die Läufe frei – weder Wärme nach mehreren Schüssen noch der Druck der Anschlagshand verändert den Auftreffpunkt. Für die Jagdpraxis bedeutet das: Der erste Schuss und der fünfte Schuss landen am selben Punkt.
Die Kalibervielfalt ist beeindruckend breit. Für den kleinen Kugellauf stehen .22 Hornet, .222 Remington, 5,6×50 R Magnum und 5,6×52 R zur Wahl – allesamt bewährte Raubwild- und Rehwildkaliber. Der große Kugellauf deckt mit 6,5×55, 6,5×57 R, 7×57 R, 7×65 R, .308 Winchester, .30-06 Springfield, .30 R Blaser, 8×57 IRS und 9,3×74 R das gesamte mitteleuropäische Schalenwild ab. Hinzu kommt der Schrotlauf im Kaliber 20/76 Magnum für Niederwild und Flugwild.
Die einheitliche Lauflänge von 560 mm schafft dabei eine ausgewogene Balance: kompakt genug für die Pirsch im Dickicht, lang genug für ballistisch saubere Schüsse auf mittlere Distanzen. Der Direktabzug mit ca. 650 g Abzugsgewicht steht trocken – ein Wert, der das Niveau dedizierter Repetierbüchsen wie dem Blaser R8 erreicht und präzises Abdrücken auch in stressigen Situationen ermöglicht.
Der Schrotlauf kommt serienmäßig mit ½-Choke und ist vollständig stahlschrottauglich. Angesichts schrittweise ausgeweiteter Bleischrotverbote in Deutschland und Europa ist das kein Luxusmerkmal, sondern eine praktische Notwendigkeit. Optional ist ein Vollchoke erhältlich. Hartverchromte Gleitflächen sorgen für langfristige Wartungsarmut.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Blaser Jagdwaffen GmbH |
| Modell | BD14 |
| Waffentyp | Bockdrilling |
| System | Doppelschloss mit Vertikalblockverschluss, Handspanner |
| Kaliber (kleiner Kugellauf) | .22 Hornet, .222 Rem., 5,6×50 R Mag., 5,6×52 R |
| Kaliber (großer Kugellauf) | 6,5×55, 6,5×57 R, 7×57 R, 7×65 R, .308 Win., .30-06 Sprg., .30 R Blaser, 8×57 IRS, 9,3×74 R |
| Kaliber (Schrot) | 20/76 (Magnum) |
| Kapazität | 2 Schüsse (Doppelschloss, kein Magazin) |
| Lauflänge | 560 mm |
| Gewicht (ohne Optik) | ca. 3,3 kg |
| Schaftmaterial | Walnuss (Holzklasse 3–5 je nach Variante) |
| Abzug | Direktabzug, ca. 650 g, trocken stehend |
| Sicherung | Handspannsystem (Doppelschloss) |
| Choke (Schrotlauf) | ½-Choke serienmäßig, Vollchoke optional |
| Besonderheiten | Frei schwingende Läufe, Umschaltschieber (Bergstutzen/Bockbüchsflinte), hartverchromte Gleitflächen, stahlschrottauglich |
Für die Optik empfehlen sich leistungsstarke Gläser mit großem Sehfeld wie das Zeiss Victory V8 1,8-14×50 oder das Swarovski Z8i 1-8×24, montiert über die Blaser Sattelmontage, die eine schnelle Demontage ohne Treffpunktverlust ermöglicht. Auch das Leica Magnus 1-6,3×24 und der Schmidt & Bender Zenith 1,5-6×42 sind bewährte Kombinationspartner für einen Bockdrilling.
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Der BD14 ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die sich in Schaftholzklasse, Systemkastengestaltung und Ausstattungsdetails unterscheiden. Alle Varianten teilen die gleiche Grundkonstruktion mit frei schwingenden Läufen und Handspann-Doppelschloss. Der Jäger wählt beim Kauf seine individuelle Kaliberkombination: ein kleines Kugelkaliber, ein großes Kugelkaliber – dazu immer der Schrotlauf in 20/76.
Der Blaser BD14 Standard Schwarz ist die Einstiegsvariante der Baureihe. Der Systemkasten ist schwarz eloxiert, der Schaft aus Walnuss gehalten. Diese Ausführung richtet sich an Jäger, die die technischen Vorzüge des BD14 nutzen möchten, ohne tief in den Bereich der Repräsentationswaffe einzusteigen. Die Waffenfunktion ist identisch zur Luxusvariante.
Der Blaser BD14 Black ist die derzeit am häufigsten gehandelte Variante mit öffentlich einsehbarem Preis von 10.125 € (Stand 2026). Die Schäftung ist auf modernen Jagdeinsatz optimiert, und der Schrotlauf ist ausdrücklich auf Stahlschrot ausgelegt. Eine typische Kaliberkombination lautet 20/76 – 5,6×50 R – 6,5×55. Die BD14 Black ist für Jäger interessant, die eine klar definierte, sofort verfügbare Konfiguration bevorzugen.
Der Blaser BD14 Luxus hebt die Waffe in den Bereich der Repräsentationswaffe. Walnussschaft in den Holzklassen SHK3, SHK4 oder SHK5 – mit steigender Klasse nimmt die Maserung an Zeichnung und Kontrast zu. Gravierungen am Systemkasten unterstreichen den handwerklichen Charakter. Preise werden auf Anfrage kalkuliert und variieren je nach Holzklasse, Kaliberwahl und optionalen Ausstattungsmerkmalen deutlich. Wer mit dem Blaser R8 Professional Success als Repetierbüchse bereits in diesem Preissegment unterwegs ist, findet im BD14 Luxus ein würdiges Pendant.
Unabhängig von der Variante stehen weitere Ausstattungsoptionen offen: Visierung oder ohne Visierung, mit oder ohne Laufgewinde für einen Schalldämpfer. Eine dedizierte Linkshänder-Ausführung ist im aktuellen Sortiment nicht verfügbar – Rechtshänder-Schäftung ist Standard. Als ergänzende Blaser-Flinte bietet sich die Blaser F16 für den reinen Flugwildeinsatz an.
Der Blaser BD14 ist eine rein jagdlich konzipierte Waffe – ohne Kompromisse in Richtung Sport oder Taktik. Die drei Läufe beantworten die wichtigste Frage jedes Revierjägers: Welches Wild steht vor mir, und welches Kaliber brauche ich jetzt?
Der kleine Kugellauf mit Kalibern wie .22 Hornet oder 5,6×52 R ist auf Raubwild ausgelegt. Fuchs und Marder auf mittlere Distanz, auch Rehwild auf kürzere Strecken – das klassische Einsatzspektrum der kleinen Kugel. Passende Munition wie RWS .22 Hornet oder Norma 5,6×52 R ist in Deutschland gut verfügbar.
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Der große Kugellauf in Kalibern wie 8×57 IRS, 9,3×74 R oder .30-06 Springfield deckt alles Schalenwild in Mitteleuropa ab. Rehbock, Wildschwein, Rotwild und Damwild – kein Wild in deutschen Revieren, das diese Kaliber nicht sauber erlegen. Mit Brenneke TIG 9,3×74 R steht auch für den Bockdrilling hochwertige Büchsenmunition bereit.
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Der Schrotlauf im Kaliber 20/76 Magnum bedient Niederwild und Flugwild: Hase, Fasan, Ente, Taube. Mit Rottweil Stahlschrot 20/76 ist die Waffe bereit für bleifreie Jagd – ein zunehmend wichtiger Aspekt angesichts wachsender gesetzlicher Auflagen in Feuchtgebieten und bestimmten Reviertypen.
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Das Gewicht von 3,3 kg macht den BD14 zur idealen Pirschwaffe. Stundenlange Bewegungsjagd im Gebirge oder im Wald ermüdet bei dieser Tragelast deutlich weniger als mit schwereren Kombinationswaffen. Zudem erlaubt der Umschaltschieber blitzschnelles Reagieren: Sitzt ein Fuchs auf der Wiese, aktiviert der Jäger den Bergstutzen-Modus für beide Kugelläufe. Steht plötzlich eine Sau im Schuss, liegt der große Kugellauf bereit – ohne Umbau, ohne Zeitverlust.
Beim Ansitz auf der Kanzel entfaltet die Waffe ihre volle Vielseitigkeit. Morgens könnte Schwarzwild erscheinen, mittags ein Fuchs, abends ein Fasan auf dem Einstand – der BD14 ist für alle drei Situationen gerüstet. Für reine Büchsenjagd ohne Schrot-Bedarf bietet der Blaser R8 mit seinem Wechsellauf-System eine flexiblere, zugleich kostengünstigere Alternative.
Bei der Drückjagd kommt die systembedingte Begrenzung auf zwei Schüsse zum Tragen. Für Schützen, die schnelle Nachschüsse in einer Drückjagdsituation priorisieren, ist ein Repetierer die passendere Wahl. Wer jedoch auch auf der Drückjagd Schrot-Optionen offenhalten möchte – etwa wenn neben Schwarzwild auch Niederwild als Beifang möglich ist – profitiert vom Umschaltschieber. Ein Swarovski Z6i als Drückjagdoptik ergänzt die kompakte Bauweise des BD14 sinnvoll.
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Als technisch innovativer Bockdrilling eines renommierten deutschen Herstellers mit stabilen Gebrauchtpreisen besitzt der BD14 auch eine Dimension als Sammlerstück. Blaser-Waffen halten ihren Wert erfahrungsgemäß gut.
Der Markt für Premium-Bockdrillinge ist überschaubar – aber die vorhandenen Modelle unterscheiden sich spürbar in Preis, Konstruktionsphilosophie und Zielgruppe. Der Blaser BD14 positioniert sich mit einem Einstiegspreis ab 10.125 € im Mittelfeld des Premium-Bockdrilling-Marktes, überzeugt aber mit dem geringsten Gewicht (3,3 kg) und als einziger Drilling mit frei schwingenden Läufen.
Der Merkel 1622E aus Suhl beginnt preislich ab ca. 8.000 € und ist damit der zugänglichste Einstieg in den Premium-Bockdrilling-Markt. Das Design folgt einer klassischen deutschen Drilling-Tradition. Die Läufe sind nicht frei schwingend, und das Gewicht liegt tendenziell über dem des BD14. Wer einen bewährten Drilling mit traditionellem Charakter zu etwas geringerem Einstiegspreis sucht und auf das Alleinstellungsmerkmal frei schwingender Läufe verzichten kann, ist beim Merkel richtig aufgehoben.
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Der J.P. Sauer 3000 bewegt sich preislich bei ca. 9.000 bis 11.000 € und arbeitet ebenfalls mit einem Doppelschloss-Prinzip. Die Kaliberauswahl ist enger gefasst als beim BD14, und die Verriegelung folgt einer traditionelleren Konstruktion. Für Jäger, die ein vertrautes deutsches Fabrikat mit Doppelschloss-System zu leicht reduziertem Preis bevorzugen, ist der Sauer 3000 eine ernstzunehmende Option.
Der Krieghoff Paragon aus Ulm beginnt bei ca. 12.000 € und zielt auf Jäger, die maximale Modularität und höchsten Prestigewert suchen. Der Paragon ist komplexer im Aufbau, was die Wartung anspruchsvoller macht, dafür aber umfassende Konfigurationsoptionen bietet. Wer in diesem Segment unterwegs ist, denkt den Drilling als Repräsentationswaffe – und akzeptiert den Mehrpreis.
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Die Vergleichsdaten sind auf Basis verfügbarer Händler- und Herstellerinformationen zusammengestellt; für eine abschließende Bewertung empfehlen sich persönliche Beratung beim Büchsenmacher und – sofern möglich – ein Probeanschlag aller Modelle.
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Quellen: