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Beretta brachte das Modell 2018 auf den Markt. Der Name „Ultraleggero“ ist Italienisch und bedeutet „ultraleicht“ – ein klares Versprechen, das der Hersteller durch eine skelettierte Stahlbasküle einlöst. Beretta fräst gezielt Material aus dem Verschlussblock, ohne die strukturelle Festigkeit zu beeinträchtigen, und erzielt damit ein Gewicht, das bei vergleichbaren Bockflinten sonst nicht zu finden ist.
Hinter dem Modell steht Fabbrica d’Armi Pietro Beretta aus Gardone Val Trompia – gegründet 1526 und damit der älteste aktive Waffenhersteller der Welt. Diese jahrhundertelange Erfahrung im Flintenbau spiegelt sich in jedem Detail der Ultraleggero wider, von der Qualität der Steelium® OptimaBore HP-Läufe bis zur Verarbeitungsgüte des geölten Walnussschafts.
Im Beretta-Sortiment siedelt sich die Flinte zwischen der Beretta 686 und den Premiumlinien Beretta DT 11 und SO an. Sie richtet sich an Jäger, die eine spezialisierte, führige Waffe für ganztägige Reviereinsätze suchen – bei Fasanentreiben, Entenstrich oder der Feldarbeit mit dem Vorstehhund. Die OCHP-Wechselchokes (Optimachoke High Performance), das Extralight®-Rückstoßpolster und die 76-mm-Magnum-Kammer machen sie dabei zukunftssicher: Wer Stahlschrot verwenden muss oder will, ist mit dieser Flinte bestens aufgestellt.
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Die skelettierte Stahlbasküle ist das konstruktive Herzstück der Flinte. Beretta entfernt gezielt Material aus dem Verschlussblock – dort, wo keine tragenden Kräfte wirken – und senkt so das Leergewicht auf ca. 2,8 kg in der kurzen 61-cm-Konfiguration. Das ist rund 300 bis 400 g weniger als bei einer vollmassiven Stahlbasküle, wie sie etwa die Beretta 686 verwendet. Wer einen langen Jagdtag mit vielen Kilometern vor sich hat, spürt diesen Unterschied spätestens am Nachmittag in der Schulter.
Die Steelium® OptimaBore HP-Läufe setzen auf einen doppelten Übergangskonus mit 80 mm Übergangslänge. Dieser längere Konus führt die Schrote sanfter in die Engung des Chokes über, verformt sie weniger und erzeugt dadurch ein gleichmäßigeres Deckungsbild. Für den Jäger bedeutet das eine höhere Trefferdichte auf fliegendes Wild – ein direkter, messbarer Praxisvorteil.
Die Kammer ist für 76-mm-Patronen ausgelegt, was sowohl Standard-2¾“-Ladungen als auch 3″-Magnumpatronen und zertifizierte Stahlschrotpatronen einschließt. Das OCHP-Wechselchoke-System erlaubt zudem eine schnelle Anpassung der Würgebohrung an die jeweilige Jagdsituation – vom Zylinder für Ansitze aus kurzer Distanz bis hin zum Vollchoke für weite Taubenschüsse.
Die Ultraleggero ist in den Kalibern 12/76 mm und 20/76 mm erhältlich. Kaliber 20 spart nochmals Gewicht und eignet sich ideal für Waldschnepfe und Wachtel sowie für Schützen, die einen besonders milden Rückstoß bevorzugen. Kaliber 12/76 bleibt die universellere Wahl für Fasan, Ente und Taube.
Bei den Lauflängen stehen fünf Optionen zur Verfügung: 61 cm, 66 cm, 67 cm, 71 cm und 76 cm. Diese Bandbreite deckt das gesamte Einsatzspektrum ab – von der Buscharbeit bis zum offenen Entenfeld. Der selektive Einabzug erlaubt außerdem, die Laufreihenfolge vor dem Schuss zu wählen, was taktische Flexibilität in wechselnden Jagdsituationen bietet.
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Beretta |
| Modell | Ultraleggero |
| Waffentyp | Bockdoppelflinte (Over/Under) |
| System | Kipplauf mit selektivem Einabzug und Ejektoren |
| Kaliber | 12/76 mm (2¾“ / 3″), 20/76 mm |
| Magazinkapazität | 2 Patronen (bauartbedingt) |
| Lauflänge | 61 cm, 66 cm, 67 cm, 71 cm, 76 cm |
| Gewicht | ca. 2,8 kg (mit 61 cm Lauflänge) |
| Schaftmaterial | Walnussholz (Ölfinish) |
| Abzug | Selektiver Einabzug, Laufreihenfolge wählbar |
| Choke-System | OCHP-Wechselchokes (Optimachoke High Performance) |
| Besonderheiten | Skelettierte Stahlbasküle, Steelium® OptimaBore HP-Läufe (doppelter Übergangskonus 80 mm), Stahlschrotbeschuss (76 mm / 3″), Extralight®-Rückstoßpolster |
Die Ultraleggero ist nicht ein einzelnes Modell, sondern eine Familie aus vier klar differenzierten Varianten. Jede richtet sich an eine spezifische Schützengruppe – mit entsprechend unterschiedlichen Preisen und Ausstattungsmerkmalen.
Beretta Ultraleggero Jagd (Standard) ist die meistverkaufte Variante und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie ist in Kaliber 12/76 und 20/76 mit Walnussschaft und Standard-Gravur erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei 2.589,90 € und steigt je nach Lauflänge und Kaliber auf bis zu 3.499,00 €. Die meisten deutschen Fachhändler führen diese Variante als Lagerware.
Beretta Ultraleggero Kick-Off ergänzt die technische Basis des Standardmodells um Berettas Kick-Off-Rückstoßdämpfungssystem, das hydraulisch im Schaft arbeitet und den gefühlten Rückstoß spürbar reduziert. Der Aufpreis gegenüber der Standardversion beträgt rund 200 €. Diese Ausführung empfiehlt sich besonders für rückstoßempfindliche Schützen und für alle, die regelmäßig schwere Patronen oder Stahlschrot verwenden.
Beretta Ultraleggero Silver richtet sich an Jäger mit repräsentativem Anspruch. Florale Gravuren auf der Basküle und eine gehobene Holzqualität heben sie optisch deutlich vom Grundmodell ab. Der Preis liegt bei ca. 3.750,00 € – ein Aufpreis von rund 1.000 bis 1.200 € gegenüber der Basisvariante. Technisch bleibt die Basis identisch.
Beretta Ultraleggero Vittoria ist die einzige Variante der Familie, die speziell für Damen und Schützen mit kürzerer Schaftlänge entwickelt wurde. Angepasster Drop und Cast verbessern die Schäftung für schmälere Schultern und kürzere Arme. Sie ist auch als Linksausführung erhältlich – ein seltenes Merkmal in dieser Klasse. Erhältlich in Kaliber 12/76.
Allen vier Varianten gemeinsam sind die Steelium®-Läufe, OCHP-Wechselchokes, Ejektoren und der selektive Einabzug – die technische Basis ist identisch.
Die Beretta Ultraleggero ist für die Niederwildjagd auf Flugwild konzipiert, und genau dort spielt sie ihre Stärken am deutlichsten aus. Fasane, Rebhühner, Waldschnepfen, Tauben und Enten – alle diese Wildarten erfordern eine führige Flinte, die schnell auf aufstehendes Wild reagiert. Das Gewicht von ca. 2,8 kg und die skelettierte Basküle verlagern den Schwerpunkt leicht nach hinten, was ein reaktives, schwungfreudiges Handling begünstigt.
Die Lauflänge entscheidet dabei über den konkreten Einsatzbereich. Mit 61 cm eignet sich die Ultraleggero optimal für Buscharbeit, dichte Vegetation und enge Waldwege, wo eine kurze Flinte schneller ansprechbar ist. Für offenes Gelände, den Entenstrich oder weite Taubenschüsse empfehlen sich die Längen 71 cm oder 76 cm – sie liefern eine ruhigere Schwungbewegung und unterstützen gleichmäßigeres Vorhaltemaß.
Bei der Wasserwildjagd kommt ein weiterer Vorteil zum Tragen: Die 76-mm-Kammer macht die Flinte stahlschrototauglich. Angesichts der zunehmenden Bleischrot-Beschränkungen in europäischen Feuchtgebieten ist das kein optionales Feature mehr, sondern ein wesentlicher Zukunftsvorteil. Die OCHP-Wechselchokes lassen sich werkzeugfrei tauschen – das ermöglicht eine schnelle Anpassung an verschiedene Jagdsituationen, von der Morgenblattjagd auf Tauben bis zum Abendstrich auf Enten.
Treibjagden auf Niederwild und die Feldarbeit mit dem Vorstehhund sind weitere Kernszenarien: Wer hier stundenlang läuft und die Flinte dabei trägt, spürt den Gewichtsvorteil gegenüber einer klassischen Bockflinte mit 3,2 kg unmittelbar.
Für gelegentliches Trap- oder Skeettraining zur Saisonvorbereitung funktioniert die Ultraleggero gut. Allerdings führt das geringe Gewicht bei intensiver Scheibenarbeit mit 50 oder mehr Schuss zu einem spürbar höheren Rückstoßempfinden als bei einer dedizierten Sportflinte. Wer regelmäßig auf dem Schießstand trainiert, ist mit einer schwereren Waffe wie der Beretta 694 – die auf 3,3 bis 3,8 kg ausgelegt ist – besser beraten. Für den Jäger, der die Ultraleggero gelegentlich auf die Wurftaubenscheibe richtet, schafft die Beretta Ultraleggero Kick-Off mit ihrem hydraulischen Dämpfungssystem deutlich angenehmere Voraussetzungen.
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Extrem geringes Gewicht: Ca. 2,8 kg machen die Ultraleggero zu einer der leichtesten Stahl-Basküle-Bockflinten in ihrer Klasse. Vergleichbare Modelle bringen 3,1 bis 3,4 kg auf die Waage – ein Unterschied, der bei einem ganztägigen Reviergang mit Treibern und Hunden erheblich ist.
Steelium® OptimaBore HP-Läufe mit doppeltem Übergangskonus: Der 80-mm-Übergang reduziert die Verformung der Schrote beim Eintritt in die Chokeengung. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer Schrotschleier – und damit eine höhere Trefferdichte auf fliegendes Wild.
Stahlschrottauglichkeit durch 76-mm-Kammer: Magnum- und Stahlschrotpatronen sind ohne Einschränkung verwendbar. Das ist angesichts wachsender gesetzlicher Bleischrot-Verbote ein konkreter Mehrwert mit langfristiger Relevanz.
Breites Lauflängenspektrum: Mit fünf Längen von 61 bis 76 cm bietet die Ultraleggero eine der größten Auswahloptionen im Segment – von der Buschflinte bis zur Entenflinte, alles in einem Modell.
OCHP-Wechselchokes: Schneller, werkzeugfreier Wechsel zwischen verschiedenen Würgebohrungen. Für Jäger, die je nach Revier und Wildart variieren müssen, ein praktischer Alltagsvorteil.
Beretta-Serviceinfrastruktur: Dichtes Händlernetz in Deutschland, zuverlässige Ersatzteilversorgung und ein stabiler Wiederverkaufswert gehören zum strukturellen Vorteil der Marke.
Erhöhter Rückstoß: Physik lässt sich nicht überlisten – eine leichtere Waffe gibt mehr Rückstoß an den Schützen weiter. Bei schweren Patronen ab 36 g und erst recht bei Stahlschrot fällt das spürbar aus. Das Extralight®-Rückstoßpolster federt einen Teil ab, kompensiert aber nicht vollständig. Wer hier empfindlich reagiert, sollte die Beretta Ultraleggero Kick-Off in Betracht ziehen.
Eingeschränkte Eignung für intensives Scheibentraining: Nach 50 bis 100 Schuss auf dem Trap- oder Skeetstand kann die Schulterbelastung spürbar werden. Für regelmäßigen Sportbetrieb empfehlen sich schwerere Sportflinten.
Preispositionierung: Ab 2.589,90 € ist die Ultraleggero kein Einstiegsmodell. Die Beretta Ultraleggero Silver erreicht mit 3.750,00 € das obere Preissegment im deutschen Markt. Wer ein geringeres Budget hat, findet mit der Beretta 686 eine vielseitigere Alternative.
Die Beretta Ultraleggero ist mit ca. 2,8 kg rund 300 bis 400 g leichter als ihre direkten Konkurrenten Beretta 686 und Browning Citori und positioniert sich damit als eine der leichtesten Stahl-Basküle-Bockflinten im Preissegment zwischen 2.500 und 3.750 €. Dieser Gewichtsvorteil ist der entscheidende Kaufgrund – aber nicht für jeden Jäger das ausschlaggebende Kriterium.
| Merkmal | Beretta Ultraleggero | Beretta 686 Silver Pigeon | Browning Citori | Winchester Model 101 |
|---|---|---|---|---|
| Preis (D) | 2.590 – 3.750 € | ca. 2.800 € | ca. 2.500 – 3.500 € | ca. 2.200 € |
| Gewicht | ca. 2,8 kg | ca. 3,2 kg | ca. 3,1 kg | ca. 3,2 kg |
| Basküle | Skelettierte Stahlbasküle | Stahl (vollmassiv) | Aluminium / Stahl (je nach Variante) | Stahl |
| Lauftechnologie | Steelium® OptimaBore HP | Steelium® | Standard | Standard |
| Stahlschrot | Ja (76 mm) | Ja (76 mm, je nach Variante) | Ja (je nach Modell) | Ja (je nach Modell) |
| Lauflängen | 61, 66, 67, 71, 76 cm | 66, 71, 76 cm | 66, 71, 76 cm | 66, 71, 76 cm |
Die Beretta 686 Silver Pigeon ist der meistverkaufte direkte Konkurrent – und kommt aus demselben Haus. Mit rund 3,2 kg ist sie ca. 400 g schwerer als die Ultraleggero, was ihr gleichzeitig einen milderen Rückstoß und eine breitere Einsatzbreite gibt. Sie ist sowohl jagdlich als auch für sportliches Training geeignet. Preislich liegt sie bei ca. 2.800 € und damit im ähnlichen Bereich wie das Einstiegsmodell der Ultraleggero. Wer ganztägig im Feld unterwegs ist und jedes Gramm zählt, wählt die Ultraleggero; wer eine universellere Jagd- und Sportflinte sucht, liegt mit der 686 Silver Pigeon richtig.
Der Browning Citori ist ein amerikanischer Klassiker mit großer Modellvielfalt und einem Preisbereich von ca. 2.500 bis 3.500 €. Mit rund 3,1 kg ist er ebenfalls schwerer als die Beretta Ultraleggero. Einige Citori-Varianten setzen auf Aluminiumbaskülen, was Gewicht spart, aber nicht die Festigkeitsreserven einer Stahlbasküle bietet. Das Invector-Plus-Choke-System ist gut eingeführt, erreicht jedoch nicht die Präzision der Steelium® OptimaBore HP-Läufe. Wer einen bewährten amerikanischen Over-Under mit breiter Variantenpalette sucht, findet im Citori eine solide Alternative – wer Leichtbau und Steelium-Technologie priorisiert, bleibt bei der Beretta.
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Das Winchester Model 101 ist mit ca. 2.200 € die günstigste der hier verglichenen Optionen. Als solide Jagdflinte ohne besondere Leichtbau- oder Lauftechnologie richtet es sich an preisbewusste Jäger, die auf das Gewichtskonzept der Ultraleggero verzichten können. Wer ca. 400 € sparen und dafür die technologischen Vorteile der Steelium-Läufe und der skelettierten Basküle aufgeben möchte, findet im Model 101 eine funktionierende Alternative. Für die Beretta Ultraleggero Kick-Off mit Dämpfungssystem spricht dagegen der Mehrwert bei intensiverer Nutzung.
Die Beretta Ultraleggero überzeugt als spezialisierte Niederwildflinte mit einem klar definierten Stärkensprofil: extremes Leichtbaukonzept ab ca. 2,8 kg, hochwertige Steelium® OptimaBore HP-Läufe und eine zukunftssichere 76-mm-Kammer für Stahlschrot. Wer ganztägige Reviereinsätze plant und dabei Wert auf Führigkeit und geringes Schultergewicht legt, bekommt mit dieser Flinte eines der stimmigsten Gesamtpakete im Preissegment ab 2.589,90 €.
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