



















































































































Die Beretta 686 ist eine vielseitige Bockflinte für Jäger und Sportschützen und kombiniert italienische Handwerkstradition, ein bewährtes Niedrigprofil-Verschlusssystem und ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer die Beretta 686 kaufen möchte, findet auf dieser Seite alle wichtigen Informationen zu Varianten, technischen Daten und aktuellen Händlerpreisen – übersichtlich zusammengefasst für einen schnellen Vergleich.
Hinter dieser Flinte steht Fabbrica d’Armi Pietro Beretta S.p.A. aus Gardone Val Trompia in Italien – eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt, gegründet im Jahr 1526. Fast 500 Jahre Erfahrung in der Waffenherstellung fließen in jede Beretta-Flinte ein, und das spürt man im Handling. Die 686er-Baureihe zählt seit ihrer Einführung in den 1980er-Jahren zu den meistverkauften Bockflinten weltweit im mittleren Preissegment.
Das Einsatzspektrum der Beretta 686 ist breit: Als Jagdflinte überzeugt sie bei der Flugwildjagd auf Enten, Tauben und Fasane. Als Sportflinte hält sie auf Trap-, Skeet- und Sporting-Clays-Parcours mit. Herzstück der aktuellen Baureihe ist die Beretta 686 Silver Pigeon I, die den Einstieg in die Beretta-Bockflinten-Welt markiert. Darüber hinaus bietet die Familie Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zur Beretta 687 Silver Pigeon III und der wettkampforientierten Beretta 694.
Das entscheidende Konstruktionsmerkmal der Beretta 686 ist ihr Niedrigprofil-Kastenverschluss (Low-Profile Box Lock). Dieses System erlaubt eine flachere Bauweise des Systemgehäuses, wodurch die Hand tiefer und näher an den Läufen liegt. Diese tiefere Handlage verteilt den Rückstoß gleichmäßiger, reduziert den gefühlten Schlag spürbar und erlaubt eine schnellere Zielerfassung beim Schwingen auf fliegende Ziele. Gepaart mit dem konischen Riegelverschluss, der breite Verschlussflächen für eine gleichmäßige Kräfteverteilung bietet, entsteht ein System, das über Jahrzehnte seine Praxistauglichkeit bewiesen hat.
Die Beretta 686 Silver Pigeon I ist in den Kalibern 12/76 und 20/76 erhältlich, jeweils als 3″-Magnum-Ausführung. Einzelne Varianten gibt es zudem in 28/70 und .410/76. Für die Jagd und den Alltag auf dem Schießstand besonders relevant: Das Kaliber 12 bringt je nach Lauflänge zwischen 3,0 und 3,5 kg auf die Waage, das leichtere Kaliber 20 liegt typischerweise bei 2,8 bis 3,1 kg. Wer lange Jagdtage plant, greift daher häufig zur 20er-Ausführung.
Bei den Lauflängen stehen 66 cm, 71 cm und 76 cm zur Wahl; spezielle Trap-Modelle können auch mit 81 cm Lauflänge konfiguriert werden. Kürzere Läufe machen die Flinte wendiger im Wald und Dickicht, längere Läufe fördern einen gleichmäßigen Schwung auf weite Ziele.
Ein zentraler Praxisvorteil ist das Beretta Mobilchoke-Wechselchoke-System. Im Lieferumfang befinden sich fünf Chokes: Cylinder (C), Improved Cylinder (IC), Modified (M), Improved Modified (IM) und Full (F). Damit lässt sich die Streuung des Schrotmusters schnell und werkzeuglos an die jeweilige Jagdsituation oder Schießdisziplin anpassen. Wichtig beim Zubehörkauf: Das Mobilchoke-System ist nicht mit dem neueren Beretta Optima Choke (verbaut z. B. in der Beretta 694 oder der Beretta A400) kompatibel. Wer Zusatzchokes kauft, sollte ausdrücklich auf „Mobilchoke“-Kompatibilität achten.
Der mechanische Einabzug (Single Selective Trigger) ermöglicht es, die Schussfolge per Schieber am Sicherungshebel umzuschalten – je nach Situation zuerst den oberen oder unteren Lauf abzufeuern. Die manuelle Schiebesicherung am Kolbenhals übernimmt dabei gleichzeitig die Funktion des Schussfolge-Selektors. Als Visierung dient eine ventilierte Laufschiene mit Messing- oder Kunststoffkorn.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Beretta (Fabbrica d’Armi Pietro Beretta S.p.A.) |
| Modell | 686 Silver Pigeon I (Referenzmodell) |
| Waffentyp | Bockflinte (Over/Under) |
| System | Niedrigprofil-Kastenverschluss (Low-Profile Box Lock) |
| Kaliber | 12/76, 20/76 (weitere Varianten: 28/70, .410/76) |
| Magazinkapazität | 2 Patronen (Doppelflinte) |
| Lauflänge | 66 cm, 71 cm, 76 cm (Trap-Modelle auch 81 cm) |
| Gewicht | ca. 3,0–3,5 kg (Kal. 12) / ca. 2,8–3,1 kg (Kal. 20) |
| Schaftmaterial | Ausgewähltes Walnussholz (Ölfinish oder Seidenmatt-Lack) |
| Abzug | Mechanischer Einabzug (Single Selective Trigger) |
| Sicherung | Manuelle Schiebesicherung am Kolbenhals mit Schussfolge-Selektor |
| Visierung | Ventilierte Laufschiene mit Korn |
| Chokes | Beretta Mobilchoke (5 Wechselchokes im Lieferumfang: C, IC, M, IM, F) |
| Besonderheiten | Niedrigprofil-System, konischer Riegelverschluss, florale Gravuren, Schnabel-Vorderschaft |
Die Beretta 686 Silver Pigeon I ist das Basismodell der Baureihe und zugleich deren meistverkaufte Variante. Sie kommt mit einem Walnussschaft der Klasse 1, floralen Gravuren auf dem Systemgehäuse und ist in Kaliber 12/76 sowie 20/76 mit verschiedenen Lauflängen erhältlich. Als vielseitige Jagd- und Freizeitflinte eignet sie sich für nahezu alle Anwendungsbereiche – vom Niederwildrevier bis zum Schießstand. Der Richtwert für die Beretta 686 Silver Pigeon I liegt je nach Ausführung und Händler bei etwa 1.600 bis 2.200 Euro.
Für den Schießsport stehen spezialisierte Ausführungen bereit. Die Beretta 686 Silver Pigeon I Sporting kommt mit längeren Läufen von 76 oder 81 cm, einer breiteren Laufschiene und einer für Sporting Clays optimierten Schäftung. Sie ist die erste Wahl für Parcours-Schützen, die eine ausgewogene Bockflinte mit langem Schwingverhalten suchen.
Die Beretta 686 Silver Pigeon I Trap trägt einen erhöhten Kamm (Monte-Carlo-Schaft) und ebenfalls lange Läufe von 76 oder 81 cm. Dieser Schaft hebt den Blick an und unterstützt das Überholen eines steigenden Trap-Ziels. Die Beretta 686 Silver Pigeon I Skeet hingegen setzt auf kürzere Läufe von 66 bis 71 cm und offenere Choke-Kombinationen, was die schnelle Zielerfassung auf kurze, querende Ziele begünstigt.
Wer zwei Kaliber in einer Flinte vereinen möchte, findet in der Beretta 686 Silver Pigeon I 20/28 Combo eine interessante Lösung: Zwei austauschbare Laufpaare in Kaliber 20 und 28 kommen gemeinsam in einem Koffer.
Eine häufige Frage lautet: Was unterscheidet die Beretta 686 von der Beretta 687 Silver Pigeon III? Die Antwort liegt vor allem in der Ausstattungstiefe. Die 687er-Modelle bieten aufwendigere Gravuren, höherwertige Holzklassen und ein entsprechend höheres Preisniveau. Sie teilen das bewährte Grundsystem, wenden sich aber an Käufer, die mehr Wert auf optische Veredelung legen. Die Beretta 687 Silver Pigeon V steht an der Spitze dieser Linie. Wer den Sprung in den Wettkampfsport plant, sollte außerdem einen Blick auf die Beretta 694 werfen – eine modern weiterentwickelte Bockflinte speziell für ambitionierte Sportschützen, die über der 686er-Klasse positioniert ist.
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Auf der Jagd zeigt die Beretta 686 ihre Vielseitigkeit besonders deutlich. Als klassische Jagd-Bockflinte ist sie hervorragend für die Flugwildjagd geeignet: Enten, Gänse, Tauben, Fasane und Rebhühner sind die typischen Wildarten. Im Kaliber 12/76 lässt sie sich auch mit starken Magnum-Lasten für die Gänsejagd bestücken. Das Kaliber 20/76 empfiehlt sich als leichtere Alternative für die Waldschnepfe, die Taube oder als allgemeine Jagdflinte, wenn Gewichtsersparnis und Führigkeit im Vordergrund stehen.
Auch für Treibjagd, Stöberjagd und Lockjagd auf Krähen und Tauben ist die Doppelflinte gut aufgestellt. Die Bockflinte bietet dabei einen taktischen Vorteil, der im Jagdrevier unterschätzt wird: Mit dem Schussfolge-Selektor lässt sich festlegen, ob der erste Schuss mit dem engeren oder dem weiteren Choke erfolgt. So kann der Jäger auf ein flüchtendes Tier zuerst den engeren Würger und sofort danach den weiteren Modified-Choke einsetzen – ohne Umbauarbeit.
Die ausgewogene Balance der 686 ist in der Praxis spürbar: Der Schwerpunkt liegt im Bereich des Verschlussblocks, was ein gleichmäßiges Schwingen auf fliegende Ziele erleichtert. Gerade im Kaliber 20 macht sich das bei längeren Jagdtagen bemerkbar – die Flinte ermüdet die Schützin und den Schützen deutlich weniger.
Auf dem Schießstand deckt die 686er-Baureihe alle gängigen Disziplinen ab. Für Sporting Clays empfiehlt sich die Beretta 686 Silver Pigeon I Sporting mit 76 oder 81 cm langen Läufen, die einen ruhigen, gleichmäßigen Schwung unterstützen. Die längere Laufschiene erleichtert zudem das Führen des Rohres an einem querendem Ziel.
Beim Trap-Schießen sorgt der erhöhte Schaft der Trap-Variante für den nötigen Blickwinkel, um ein steil steigendes Ziel sicher zu überholen. Für Skeet wiederum ist die kurze, wendige Skeet-Variante mit offenen Chokes die passende Wahl, da hier die Ziele nah und schnell queren.
Das Mobilchoke-System ist der entscheidende Baustein, der Jagd und Sport verbindet: Fünf mitgelieferte Chokes decken vom weiten Cylinder bis zum vollen Full-Choke das gesamte Spektrum ab. Spezial-Chokes wie Extended Sporting Chokes oder Briley-Aftermarket-Chokes lassen sich problemlos nachrüsten, solange sie als Mobilchoke-kompatibel ausgewiesen sind.
Die Verarbeitungsqualität im mittleren Preissegment ist ein konstantes Lob in der Schützengemeinschaft. Die Holz-Metall-Passung, die floralen Gravuren und das Oberflächenfinish werden regelmäßig als überdurchschnittlich für die Preisklasse beschrieben. Besonders der Ölfinish-Schaft fühlt sich in der Hand warm und griffig an.
Die Balance und Führigkeit der Beretta 686 gelten als ihre herausragenden praktischen Eigenschaften. Beim Schwingen auf fliegende Ziele reagiert sie natürlich und intuitiv – ein Merkmal, das Einsteiger und erfahrene Schützen gleichermaßen schätzen. Auch die Zuverlässigkeit der Beretta 686 überzeugt: Der Kastenverschluss ist robust und wartungsarm. In der weltweiten Schützengemeinschaft kursieren regelmäßig Berichte über fünfstellige Schusszahlen ohne nennenswerte Verschleißprobleme.
Zudem bieten die fünf mitgelieferten Mobilchokes einen vollständigen Einstieg ohne Zusatzinvestitionen, und die breite Varianten- und Kaliberpalette – von Kal. 12 bis .410 – macht die Baureihe für nahezu jede Anwendung zugänglich.
Ehrlichkeit gehört zur Kaufberatung: Der Abzug der Beretta 686 wird im Vergleich zu höherpreisigen Bockflinten wie der Beretta 694 oder der Browning B725 Hunter gelegentlich als weniger knackig empfunden. Wer ein sehr direktes, präzises Abzugsgefühl gewohnt ist, sollte dies beim Kauf beachten und die Flinte nach Möglichkeit vor dem Erwerb probeweise führen.
Ein weiterer Punkt: Die Holzqualität variiert von Exemplar zu Exemplar. Klasse 1 Walnuss kann optisch sehr unterschiedlich ausfallen – von lebhafter Maserung bis hin zu eher schlicht wirkenden Stücken. Wer Wert auf ein optisch ansprechendes Holzbild legt, sollte die Flinte wenn möglich persönlich auswählen oder beim Händler nachfragen.
Schließlich empfinden manche Jäger das Gewicht von 3,3 bis 3,5 kg im Kaliber 12 bei ganztägigen Treibjagden als etwas ermüdend. Die Lösung ist naheliegend: Das Kaliber 20 ist mit 2,8 bis 3,1 kg spürbar leichter und reicht für den Großteil der Flugwildjagd vollständig aus.
Wer sich im mittleren Bockflinten-Segment umschaut, begegnet einer Handvoll ernsthafter Konkurrenten. Der direkte Vergleich hilft, die richtige Entscheidung zu treffen.
Die engsten Wettbewerber kommen von Browning – einer belgischen Traditionsmarke aus dem FN-Konzern. Der Browning B525 Game One und der Browning B725 Hunter liegen preislich ähnlich wie die Beretta 686 Silver Pigeon I, typischerweise im Bereich von ca. 1.600 bis 2.400 Euro. Das Browning-System setzt auf Back-Bored-Läufe und das Invector-Plus-Choke-System. In der Schützengemeinschaft wird der Abzug der B725-Modelle häufig als etwas knackiger beschrieben als jener der 686. Wer dieses Abzugsgefühl priorisiert und das Invector-Choke-System bereits kennt, ist mit dem Browning B725 Sporter gut beraten.
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Kurz gefasst: Wer eine bewährte Bockflinte mit der breitesten Variantenpalette und dem besten Servicenetz im mittleren Preissegment sucht, greift zur Beretta 686. Wer einen etwas knackigeren Abzug und Invector-Plus-Chokes bevorzugt, sollte die Browning B725 Hunter in Betracht ziehen.
Die Benelli 828U ist ein innovatives Konzept aus dem ebenfalls italienischen Hause Benelli: Das Systemgehäuse besteht aus Aluminium mit einem integrierten Stahl-Verschlussblock, was die Flinte leichter als klassische Stahl-Bockflinten macht. Das moderne Design und die fortschrittliche Konstruktion sprechen vor allem sportorientierte Schützen an. Preislich liegt sie mit ca. 2.000 bis 2.800 Euro etwas über der Beretta 686 Silver Pigeon I.
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Ebenfalls aus Gardone Val Trompia stammen die Bockflinten von Caesar Guerini – einem auf Over/Under-Flinten spezialisierten Hersteller. Der Caesar Guerini Summit ist ein direkter Konkurrent zur 686, bietet im ähnlichen Preisbereich von ca. 1.800 bis 2.500 Euro häufig aufwendigere Gravuren und eine höhere Holzklasse. Der Caesar Guerini Magnus steht eine Stufe darüber. In der Trap- und Sporting-Community genießt Caesar Guerini einen ausgezeichneten Ruf.
Für preisbewusstere Käufer kommen zwei weitere Optionen in Frage. Der Winchester Select liegt oft etwas unter dem Preisniveau der Beretta 686, bietet solide Verarbeitung, aber weniger Markenrenommee. Noch günstiger positioniert sich der Franchi Instinct Catalyst – interessanterweise ein Tochterunternehmen des Beretta-Konzerns. Mit ca. 1.200 bis 1.600 Euro ist er ein attraktiver Einstieg in die Welt der Bockflinten, teilt aber nicht das gleiche Ausstattungsniveau der 686er-Linie.
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Innerhalb des eigenen Hauses bietet Beretta mit der Beretta 694 Sporting eine moderne Weiterentwicklung speziell für den Wettkampfsport. Sie setzt auf das neuere Optima-Choke-System und ist für ambitionierte Sportschützen konzipiert, die regelmäßig auf Wettkampfebene antreten. Wer hingegen eine vielseitige, bewährte Allround-Bockflinte für Jagd und gelegentlichen Sport sucht, ist mit der Beretta 686 Silver Pigeon I optimal bedient – und spart dabei einen spürbaren Teil des Budgets.
Die Beretta 686 Silver Pigeon I ist keine Kompromisslösung – sie ist die bewusste Wahl für Jäger und Sportschützen, die ein erprobtes System mit breiter Varianz und starkem Servicenetz bevorzugen. Fast 500 Jahre Herstellertradition, eine ausgefeilte Balancierung, das universelle Mobilchoke-System und eine Variantenpalette vom Kal. 12 bis .410 machen sie zur meistverkauften Bockflinte in ihrem Segment.
Die Beretta 686 Silver Pigeon I Sporting empfiehlt sich für Parcours- und Sporting-Clays-Schützen, die Beretta 686 Silver Pigeon I Trap für Wettkampf-Trap-Schützen und das Jagdmodell für alle, die auf dem Niederwildrevier nach einer zuverlässigen und ausgewogen geführten Flinte suchen. Wer ein noch höheres Ausstattungsniveau wünscht, findet in der Beretta 687 Silver Pigeon III den nächsten Schritt – und in der Beretta 694 die wettkampfoptimierte Spitze der Beretta-Bockflintenlinie.
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