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Benelli M3

Ab 2.099,00 €
Brand: Benelli
Model: Benelli M3
Die Benelli M3 ist eine weltweit einzigartige Dual-Mode-Flinte des italienischen Herstellers Benelli, erhältlich im Kaliber 12/76 und ausgelegt als taktische Waffe für Behörden sowie als Sammlerstück für technische Enthusiasten. Charakteristische Merkmale sind das werkzeuglos umschaltbare System zwischen Inertia-Selbstladebetrieb und manuellem Pumpbetrieb, die Magazinkapazität von 5+1 Schuss, der 470-mm-Lauf, Wechselchoke-System, robuste Kunststoffschäftung mit Pistolengriff und Picatinny-Schiene – Gewicht ca. 3,4–3,6 kg. In Deutschland ist die M3 weder jagdlich noch für klassische Flintensportdisziplinen geeignet und fungiert primär als technisches Sammlerobjekt; verfügbar ab ca. 1.190 Euro, jedoch mit stark begrenzter Verfügbarkeit.
Variant
Kaliber
Bleifreie Munition
Geschossart
Außendurchmesser
Anwendung
Lauflänge
Geschossgewicht
Verpackungsgröße
Schrotgröße
Vergrößerung
Objektivdurchmesser
Mündungsgewinde
Wir arbeiten daran, diese Funktion bald live zu schalten.

Die Benelli M3: Einzigartige Dual-Mode-Flinte für Sammler und Enthusiasten

Die Benelli M3 ist eine Dual-Mode-Flinte, die sowohl als Selbstladeflinte als auch als Pumpflinte (Vorderschaftrepetierer) betrieben werden kann – eine technische Innovation, die weltweit kein anderer Hersteller bietet. Wer die Benelli M3 kaufen möchte, findet im Preisvergleich Angebote ab circa 1.190 Euro (Stand: November 2024). Dieses einzigartige System macht die M3 zu einem faszinierenden Objekt für technisch interessierte Sportschützen und Sammler, die Wert auf Ingenieursleistung und absolute Flexibilität legen.

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Modellgeschichte und Herstellerreputation

Der italienische Hersteller Benelli Armi S.p.A. hat sich seit seiner Gründung 1967 als Premiumhersteller für innovative Jagd- und Sportflinten etabliert. Die Benelli M3 wurde 1989 entwickelt und war von Anfang an als taktische Flinte für Behörden und Militäreinheiten konzipiert. Statt sich auf eine einzelne Betriebsart zu beschränken, präsentierten die italienischen Ingenieure eine Lösung, die beide Welten vereint: das Inertia-System von Benelli für zuverlässigen Selbstladebetrieb und die Robustheit klassischer Pumprepetierung für schwache Munition.

Diese duale Ausrichtung unterscheidet die Benelli M3 Flinte grundlegend von der Konkurrenz. Während Pumpflinten wie die Mossberg 590 oder Remington 870 rein mechanisch arbeiten und Selbstlader wie die Benelli M4 Super 90 auf maximale Schussgeschwindigkeit setzen, bietet die M3 das beste aus beiden Welten. Diese Alleinstellung hat der Waffe einen dauerhaften Platz in Behördenbeständen weltweit gesichert – international ist die Benelli M3 als Dienstwaffe bei Polizei und Militär etabliert.

In Deutschland nimmt die Benelli M3 allerdings eine Sonderrolle ein. Aufgrund restriktiver Waffengesetze für taktische Langwaffen ist die M3 weniger als Gebrauchswaffe relevant, sondern fungiert primär als Sammlerstück und Objekt für technisch Interessierte. Die Kombination aus italienischer Handwerkskunst, innovativer Technik und weltweiter Behördennutzung macht sie für Sammler trotzdem attraktiv.

Das revolutionäre Dual-Mode-System

Das Herzstück der Benelli M3 Dual-Mode ist das wegweisende Umschaltsystem am Vorderschaft. Durch simples Drehen eines Rings lässt sich die Waffe ohne Werkzeug zwischen zwei Betriebsarten umschalten. Im Selbstladebetrieb nutzt die M3 Benellis bewährtes Inertia-System – einen Masseverschluss-Rückstoßlader, der ohne komplexe Gasabnahmesysteme auskommt und daher besonders wartungsarm und zuverlässig arbeitet. Im Pumpbetrieb schaltet die Waffe auf manuelle Vorderschaftrepetierung um – ideal für schwache Unterschallmunition oder Situationen, in denen absolute Kontrolle über jeden Schuss erforderlich ist.

Diese Flexibilität zeigt ihren praktischen Nutzen beim Einsatz unterschiedlicher Munitionstypen. Standard- und Magnummunition funktionieren zuverlässig im Selbstladebetrieb, was schnelle Mehrfachschüsse ermöglicht. Wird schwache Munition, etwa Unterschallladungen für reduzierte Lautstärke oder spezielle taktische Einsatzsituationen, verwendet, wechselt der Schütze auf Pumpbetrieb. So funktioniert die M3 mit praktisch jedem Munitionsspektrum – von Standard-Schrot über Flintenlaufgeschosse bis hin zu speziellen „Less Lethal“-Ladungen.

Das Inertia-System selbst ist Benellis Markenzeichen. Es arbeitet ohne Gasabnahme, was mehrere Vorteile mit sich bringt: Die Waffe verschmutzt weniger, benötigt weniger Wartung und läuft zuverlässig auch unter extremen Bedingungen – Regen, Schlamm, Staub. Der Drehkopfverschluss mit zwei Verriegelungswarzen bietet zusätzliche Sicherheit, während das gesamte System auch mit unterschiedlichen Ladungsgraden problemlos umgeht.

Technische Daten und Konstruktion

Die Benelli M3 ist in Kaliber 12/76 (3″ Magnum) erhältlich, was ein breites Munitionsspektrum ermöglicht. Die Lauflänge von 470 Millimetern ist charakteristisch für taktische Ausführungen und sorgt für kompakte Handlichkeit – ideal für Einsätze in engen Räumen und schnelle Schwenkbewegungen. Die Magazinkapazität beträgt standardmäßig 5+1 Schuss (5 Schuss im Unterrohrmagazin, 1 im Lauf), was den gesetzlichen Vorgaben vieler Länder für Behörden- und Sicherheitswaffen entspricht. International sind auch Ausführungen mit 7+1 Kapazität verfügbar, in Deutschland jedoch selten importiert.

Mit einem Gewicht von etwa 3,4 bis 3,6 Kilogramm ist die Benelli M3 für eine Kurzflinte relativ schwer – dieser Aufpreis erklärt sich durch robuste Stahlkomponenten und das technisch aufwendigere Dual-Mode-System. Das Unterrohrmagazin sorgt für eine leichte Kopflastigkeit, der Schwerpunkt liegt weiter vorne als bei klassischen Jagdflinten, was schnelle Schwenkbewegungen im Vergleich zu leichteren Modellen erschwert. Für taktische Szenarien auf kurze Distanz ist dies ein akzeptabler Kompromiss zugunsten von Robustheit und Kapazität.

Der Kunststoffschaft mit Pistolengriff unterstreicht die taktische Ausrichtung. Diese Konfiguration ermöglicht schnelles Anschlagen aus Ruheposition und garantiert Witterungsbeständigkeit – der Polymer-Werkstoff ist unempfindlich gegen Nässe, Temperaturextreme und harte Stöße. Die integrierte Picatinny-Schiene auf dem Oberrohr ermöglicht die Montage von Reflexvisieren oder Leuchtpunktvisieren, was das System schnell auf moderne taktische Standards adaptiert.

Serienmäßig verfügt die M3 über eine offene Visierung mit Korn und Kimme sowie eine Querknopfsicherung am Abzugsbügel, die beidhändig bedienbar ist. Das Wechselchoke-System mit Innengewinde ermöglicht Anpassung der Schrotstreuung – taktische Versionen kommen typischerweise mit Cylinder oder Improved Cylinder ausgeliefert, um maximale Streuung auf kurze Distanz zu erreichen. Engere Chokes können nachgerüstet werden, falls andere Einsatzszenarios erforderlich sind.

Eigenschaft Wert
Hersteller Benelli Armi S.p.A. (Italien)
Modell Benelli M3
Waffentyp Dual-Mode-Flinte (Selbstlader/Pumpflinte)
System Inertia-Rückstoßlader / Vorderschaftrepetierer (umschaltbar)
Kaliber 12/76 (3″ Magnum)
Magazinkapazität 5+1 Schuss (Standard) / 7+1 (Export)
Lauflänge 470 mm
Gesamtlänge ca. 980–1.020 mm
Gewicht 3,4–3,6 kg (ohne Zubehör)
Schaftmaterial Kunststoff (Polymer), Pistolengriff
Visierung Offene Visierung (Korn/Kimme), Picatinny-Schiene
Choke Innengewinde für Wechselchokes (Cylinder, Improved Cylinder)
Sicherung Querknopfsicherung am Abzugsbügel
Besonderheit Umschaltbar zwischen Selbstlade- und Pumpbetrieb

Verfügbare Varianten und Ausführungen

Die Benelli M3 wird in mehreren Ausführungen angeboten, die sich hauptsächlich in Schaftform und Lauflänge unterscheiden. In Deutschland ist primär die Standard-Pistolengriff-Variante mit 470 Millimeter Lauf und 5+1 Magazinkapazität erhältlich – das ist die klassische Konfiguration für taktische Einsätze. Diese Version optimiert Kompaktheit und schnelle Schussfolge, verzichtet aber auf den Komfort eines klassischen Schulterstützenschafts.

International werden auch alternative Schaftvarianten angeboten. Die Benelli M3 mit Klappschaft ist für platzsparenden Transport und Lagerung optimiert – der Schaft klappt seitlich zusammen, reduziert die Gesamtlänge erheblich. Diese Variante ist in Deutschland jedoch nur selten zu finden. Die Benelli M3 mit festem Schulterstützenschaft bietet eine klassischere Optik und besseren Komfort bei längeren Schießsessions, wird aber ebenfalls weniger häufig importiert.

Lauflängen variieren international zwischen 470, 510 und 560 Millimetern, wobei längere Läufe bessere Schrotstreuung auf größere Distanzen ermöglichen. In Deutschland konzentriert sich der Handel auf die 470er-Ausführung, die für taktische Zwecke optimiert ist. Unterschiede in der Außenlackierung (bruniert oder Cerakote-beschichtet) haben keinen Einfluss auf die Funktion, sind aber für Sammler relevant.

Preisunterschiede zwischen den Varianten sind aufgrund begrenzter Verfügbarkeit in Deutschland schwer zu ermitteln. Der Neupreis liegt generell bei etwa 1.190 Euro für die Standardausführung (Quelle: Waffen Drost, November 2024). Linkshänder können die Benelli M3 nutzen, da die Querknopfsicherung beidhändig erreichbar ist – allerdings gibt es keine speziellen Linkshänder-Modelle mit gespiegelter Ausführung. Für wirklich ambidextres Handling wäre eine Vollspiegelung erforderlich, die Benelli bei diesem Modell nicht anbietet.

Einsatzbereich: Behörden, Sammler und technische Enthusiasten

Die Benelli M3 wurde als taktische Flinte für Behörden und Sicherheitskräfte entwickelt und findet international bei Polizei und Militär Verwendung. Diese Ausrichtung erklärt auch die technischen Merkmale: kurzer Lauf für enge Räume, hohe Magazinkapazität für Mehrfachschüsse, robuste Kunststoffschäftung gegen Witterung und das flexible Dual-Mode-System für unterschiedliche operative Anforderungen.

In Deutschland nimmt die Benelli M3 allerdings eine Nischenposition ein. Die Waffe ist weder für die Jagd noch für klassische Sportdisziplinen primär geeignet. Der 470er Lauf fällt in manchen Bundesländern unter die waffenrechtlichen Beschränkungen für taktische Langwaffen und ist damit nicht jagdrechtlich zugelassen. Auch jagdliche Wildarten wie Schwarzwild oder Flugwild erfordern längere Läufe und bessere Streucharakteristiken als die M3 bietet. Jagdflinten wie die Benelli M2 mit längeren Läufen (710 Millimeter und darüber) eignen sich deutlich besser für Wilderei.

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Für klassische Sportdisziplinen wie Trap, Skeet oder Sporting ist die Benelli M3 ebenfalls ungeeignet. Der kurze Lauf und die Kopflastigkeit des Unterrohrmagazins beeinträchtigen die Führigkeit bei Schwüngen auf fliegende Ziele – klassische Wettkampfflinten sind deutlich leichter, länger und besser ausbalanciert. Theoretisch könnte die M3 für dynamische Disziplinen wie IPSC Shotgun oder 3-Gun einsetzbar sein, wo schnelle Mehrfachschüsse und taktisches Handling Vorrang vor klassischer Präzision haben. In Deutschland ist die Wettkampfnutzung solcher Flinten jedoch begrenzt und rechtlich kompliziert.

Die wahre Relevanz der Benelli M3 in Deutschland liegt bei Sammlern und technisch Interessierten. Das einzigartige Dual-Mode-System, die italienische Handwerksqualität und die internationale Behördennutzung machen die Waffe zu einem Sammlerstück mit historischer Bedeutung. Für Waffenliebhaber, die Ingenieursleistung schätzen und innovative Konstruktionen sammeln, ist die M3 ein begehrtes Objekt – zumal weltweit kein anderes Modell diese Flexibilität bietet.

Vorteile der Benelli M3

Das weltweit einzigartige Dual-Mode-System ist das stärkste Verkaufsargument. Keine andere Flinte bietet die Flexibilität, zwischen Selbstlade- und Pumpbetrieb umzuschalten – diese Alleinstellung gilt auch heute noch, Jahrzehnte nach der Einführung 1989. Für Einsatzsituationen, die unterschiedliche Betriebsmodi erfordern, ist dies eine unübertroffene Lösung.

Die Zuverlässigkeit des Inertia-Systems ist legendär in der Waffengemeinschaft. Das System arbeitet ohne Gasabnahme, wodurch Verschmutzung und Verschleiß minimiert werden. Benelli-Besitzer berichten von extrem langen Einsatzzeiten ohne Wartung – das macht die M3 ideal für Szenarien, in denen Zuverlässigkeit kritisch ist. Der robuste Stahlverschluss und die unkomplizierten mechanischen Komponenten reduzieren Fehlerquellen.

Die Munitionsflexibilität ist praktisch unschlagbar. Standard- und Magnummunition funktionieren im energieeffizienten Selbstladebetrieb; schwache Munition (Unterschall, spezielle Zerleger oder „Less Lethal“-Ladungen) wird einfach per Umschaltring in den zuverlässigen Pumpbetrieb verlagert. Kaum eine andere Waffe kann solch breites Munitionsspektrum ohne Umbau oder Einschränkungen verarbeiten.

Die kompakte Bauweise mit 470 Millimetern Lauflänge macht die M3 handlich für Einsätze in beengten Räumen. Schnelle Schwenkbewegungen und Zielwechsel sind deutlich leichter als bei 710er-Jagdflinten. Die robuste Kunststoffschäftung ertragen raue Bedingungen – Regen, Schlamm, extreme Temperaturwechsel schaden dem Polymer nicht wie es bei Holzschäftungen der Fall ist.

Nachteile und praktische Einschränkungen

Die begrenzte Verfügbarkeit in Deutschland ist ein erheblicher Nachteil. Nur wenige spezialisierte Waffenhändler führen taktische Flinten dieser Kategorie, Lieferzeiten können Wochen bis Monate dauern. Nicht jede Großstadt hat einen Händler, der die M3 regelmäßig lagert – Besteller müssen oft weit reisen oder online kaufen.

Der hohe Preis von circa 1.190 Euro ist ein wesentlicher Hemmschuh. Im direkten Vergleich kostet die Mossberg 590 etwa 400 bis 600 Euro – die Benelli M3 ist damit etwa doppelt so teuer. Die Remington 870 liegt bei 450 bis 700 Euro. Wer primär eine zuverlässige Pumpflinte sucht, zahlt bei der M3 deutlich drauf für die Dual-Mode-Funktion – ohne dass diese in Deutschland praktisch nutzbar ist.

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Der geringe praktische Nutzen für Privatpersonen in Deutschland macht die M3 zu einem reinen Sammlerstück. Weder jagdlich noch sportlich (klassisch) relevant, fehlt der alltägliche Gebrauchswert. Eine Benelli M2 für die Jagd oder eine Mossberg 590 für preiswerten Pumpbetrieb sind für deutsche Privatnutzer deutlich praktischer.

Das Gewicht von 3,4 bis 3,6 Kilogramm wirkt sich bemerkbar aus. Für eine Kurzflinte ist dies relativ schwer – der Grund liegt in robuster Stahl-Konstruktion und dem aufwendigeren Dual-Mode-Mechanismus. Die Kopflastigkeit durch das Unterrohrmagazin erschwert langfristig das Handling; wer lange damit arbeitet, merkt die Balance nicht ideal für dynamische Zielwechsel.

Die Komplexität des Umschaltmechanismus erhöht potenziell Wartung und Fehlerquellen. Im Vergleich zu reinen Pumpflinten wie der Mossberg 590 gibt es einfach mehr bewegliche Teile und potenzielle Schwachstellen. Langzeitberichte detailliert dokumentierter Verschleißstudien existieren für deutsche Privatnutzer kaum.

Vergleich zu Konkurrenzmodellen

Die Benelli M3 konkurriert hauptsächlich mit klassischen Pumpflinten wie der Mossberg 590 und Remington 870 sowie mit reinen Selbstladeflinten wie der Benelli M4 Super 90. Jedes Modell hat seine eigene Marktposition und Zielgruppe.

Die Mossberg 590 ist die Preis-König unter taktischen Flinten. Mit 400 bis 600 Euro kostet sie etwa die Hälfte der Benelli M3. Die Mossberg bietet bewährte Pumpzuverlässigkeit, einfache Wartung und gigantische Ersatzteilversorgung – es gibt Zubehör für fast jeden Use-Case. Der Nachteil: Sie bleibt Pumpflinte, es gibt keine Selbstlade-Option für Standard-Munition. Wer die M3 primär als zuverlässige Pumpflinte nutzen möchte, spart mit der Mossberg erheblich.

Die Remington 870 ist die weltweite Legende unter Pumpflinten. Mit 450 bis 700 Euro liegt sie preislich nah bei der Mossberg, bietet aber ein etwas finesseres Handling und Ästhetik. Langzeittests zeigen extreme Zuverlässigkeit – die 870 wird oft 20, 30 oder mehr Jahre betrieben. Auch hier: kein Dual-Mode, keine Selbstlade-Option.

Die Benelli M4 Super 90 ist Benellis Premium-Selbstlader. Mit 1.800 bis 2.200 Euro kostet sie deutlich mehr als die M3, bietet aber dafür reine Selbstlade-Performance – schneller als die M3 im Selbstladebetrieb, weil es keine Umschaltmechanik gibt. Die M4 ist international bei vielen Behörden im Einsatz und gilt als äußerst zuverlässig. Der Kompromiss: keine Pumpbetrieb-Option für schwache Munition, weniger Flexibilität als die M3.

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Die Benelli M2 ist Benellis jagdlichere Selbstlader-Alternative. Mit 1.200 bis 1.500 Euro liegt sie preislich nah an der M3, aber sie ist erheblich leichter und mit längeren Läufen (710 bis 760 Millimeter) verfügbar – ideal für echte Jagd auf Enten, Hasen oder Schwarzwild. Die M2 verzichtet auf das Dual-Mode-System, was Gewicht spart und den Preis senkt. Für deutsche Jäger ist die M2 deutlich praktischer.

Die Winchester SXP ist das Budget-Segment. Mit 350 bis 500 Euro ist sie vergleichbar mit der Mossberg, bietet aber mit dem „Speed Pump“-Mechanismus schnellere Pumpzyklen. Die Materialqualität liegt unter Mossberg/Remington, dafür sind die Preise unschlagbar. Wer wenig Geld hat und eine zuverlässige Pumpflinte sucht, bekommt hier gute Wert.

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Wann welches Modell? Die Benelli M3 macht Sinn, wenn maximale Flexibilität und Sammlerwert die treibenden Faktoren sind – für Technik-Enthusiasten mit entsprechendem Budget. Wer primär eine zuverlässige, günstige Pumpflinte sucht, wählt Mossberg 590 oder Remington 870. Für reine Selbstlade-Performance ist die Benelli M4 Super 90 attraktiv. Für jagdliche Nutzung ist die Benelli M2 deutlich besser geeignet.

Das Wechselchoke-System und Streuverhalten

Die Benelli M3 nutzt ein Wechselchoke-System mit Innengewinde, das bewährte und flexible Anpassung ermöglicht. Ab Werk wird die M3 üblicherweise mit Cylinder oder Improved Cylinder ausgeliefert – optimiert für maximale Streuung auf kurze Distanz, wie sie bei taktischen Einsätzen erforderlich ist. Ein Cylinder-Choke sorgt praktisch für keine Einengung, die Schrotladung verteilt sich schnell und breit – ideal für Ziele auf 10 bis 25 Metern.

Nachgerüstete engere Chokes wie Modified oder Full verengen die Streuung, ermöglichen Zieldistanzen von 30 bis 50 Metern und darüber. Wer die M3 für Sportschießen oder experimentelle jagdliche Nutzung (soweit rechtlich möglich) nutzen möchte, kann gezielt zwischen Chokes wechseln und so die Ballistik optimieren.

Das Innengewinde ist Standard bei modernen Jagd- und Sportflinten und ermöglicht einfachen Austausch ohne Werkzeug – eine Viertel-Umdrehung mit der Hand und der Choke sitzt. Benelli nutzt hier das bewährte Crio-Gewinde, das mit vielen Hersteller-Chokes kompatibel ist. Diese Flexibilität ist ein Plus für Nutzer, die experimentieren möchten.

Kompaktheit, Balancing und Handlichkeit

Mit 470 Millimetern Lauflänge ist die Benelli M3 deutlich kompakter als klassische Jagdflinten mit ihren 710 bis 760 Millimetern. Diese Kompaktheit bringt erhebliche Handhabungs-Vorteile: Enge Räume, enge Fahrzeuginnenräume, schnelle Schwenkbewegungen zwischen Zielen – bei all dem brilliert die M3 durch ihre kurze Gesamt-Dimension.

Das Gesamtgewicht von 3,4 bis 3,6 Kilogramm ist für eine Kurzflinte relativ hoch. Klassische Pumpflinten wie die Remington 870 wiegen vergleichbar, aber Jagd-Selbstlader wie die Benelli M2 mit langen Läufen sind oft ähnlich schwer oder sogar schwerer. Der Grund liegt in robuster Stahlkonstruktion und den komplexeren Mechaniken des Dual-Mode-Systems.

Das Unterrohrmagazin mit 5+1 Kapazität erzeugt jedoch eine charakteristische Kopflastigkeit. Der Schwerpunkt liegt deutlich weiter vorne als bei klassischen Jagdflinten, die meist Inletmagazine haben. Diese Kopflastigkeit macht schnelle, fließende Schwünge – wie sie beim Trap- oder Skeet-Schießen erforderlich sind – schwerer und anstrengender. Das Design ist dagegen perfekt für schnelle, scharfe Zielwechsel aus Ruheposition, wo der Schütze die Waffe aktiv führt statt passiv mitgleiten lässt.

Die Balancierung ist auf taktische Einsätze optimiert, nicht auf Komfort bei längeren Schießsessions. Wer viele Schüsse hintereinander abgeben muss (z. B. beim 3-Gun-Wettkampf), merkt die Kopflastigkeit nach einer Weile – die Arme ermüden schneller. Für kurze, intensive Einsätze ist dies optimal.

Jagdliche und sportliche Eignung in Deutschland

Die Benelli M3 ist in Deutschland weder für die Jagd noch für klassische Flintensportdisziplinen praktikabel. Dieser Punkt ist entscheidend für die Kaufentscheidung, denn er erklärt, warum die M3 hier zu einem reinen Sammlerstück wurde.

Jagdliche Ungeeignetheit: Der 470er Lauf und das taktische Design fallen in vielen Bundesländern unter waffenrechtliche Beschränkungen für taktische Langwaffen. Selbst wo die Waffe rechtlich zulässig ist, ist sie jagdlich schlecht geeignet. Jagdflinten für Schwarzwild oder Flugwild erfordern längere Läufe (710+ Millimeter) für bessere Streucharakteristiken, besser ausgewogene Balance und klassische Schulterstützschäftung für Komfort während langer Jagdtage. Die M3 mit ihrer Kopflastigkeit und Pistolengriff-Ergonomie ist für Wilderei eine schlechte Wahl.

Unsportlichkeit für klassische Disziplinen: Trap, Skeet und Sporting sind auf langläufige, leichte Flinten ausgelegt, die fließende Schwünge erlauben. Die M3 mit ihrer Kopflastigkeit und dem kurzen Lauf ist hier klar unterlegen. Klassische Wettkampfflinten wiegen oft unter 3 Kilogramm und haben Läufe von 710 bis 760 Millimetern – sie sind designed für elegante, kontinuierliche Zielwechsel.

Potenzielles Nischen-Sportschießen: Theoretisch könnten dynamische Disziplinen wie IPSC Shotgun oder 3-Gun von der M3-Flexibilität profitieren. Bei diesen schnellen, taktischen Wettkämpfen sind kurze Läufe vorteilhaft und hohe Magazinkapazität wertvoll. In Deutschland ist die Wettkampf-Nutzung solcher Flinten jedoch begrenzt und rechtlich komplex – es gibt kaum organisierte Wettkämpfe dieser Art, die die M3 zulassen würden.

Fazit: Die M3 ist in Deutschland ein Sammlerobjekt und technisches Interessenstück, kein praktisches Jagd- oder Sportgerät.

Preise und Marktlage in Deutschland

Der Neupreis der Benelli M3 in Deutschland liegt bei circa 1.190 Euro (Quelle: Waffen Drost, Stand November 2024). Dies ist der verfügbare konkrete Preis aus dem Fachhandel – ob andere Händler zu ähnlichen oder abweichenden Preisen anbieten, ist schwer zu ermitteln, da die Verfügbarkeit extrem begrenzt ist.

Im Preisvergleich wird die Positionierung deutlich: Die Mossberg 590 kostet etwa 400 bis 600 Euro, die Remington 870 liegt bei 450 bis 700 Euro. Die Benelli M3 mit 1.190 Euro kostet damit etwa doppelt so viel wie reine Pumpflinten – der Aufpreis erklärt sich durch das einzigartige Dual-Mode-System, die Benelli-Premiumqualität und das begrenzte Angebot. Die Benelli M4 Super 90 (reine Selbstlader) liegt bei 1.800 bis 2.200 Euro, damit ist die M3 günstiger, aber auch weniger performant im reinen Selbstladebetrieb.

Die Verfügbarkeit in Deutschland ist extrem begrenzt. Nur spezialisierte Waffenhändler mit Fokus auf taktische Waffen führen die M3 überhaupt. Lieferzeiten betragen oft mehrere Wochen bis Monate, da die Waffe aus Italien importiert werden muss und der Markt kleine Stückzahlen rechtfertigt. Es empfiehlt sich, aktiv Händler anzufragen oder Preisvergleichs-Tools zu nutzen, um verfügbare Angebote zu identifizieren.

Der Gebrauchtmarkt ist in Deutschland kaum entwickelt. Gebrauchte M3-Flinten sind selten zu finden – die technische Innovativität und der Sammler-Appeal führen dazu, dass Besitzer ihre Waffen ungern abgeben. Erfahrungsgemäß werden Gebrauchtmodelle zu etwa 80 bis 90 Prozent des Neupreises gehandelt, wenn sie überhaupt auftauchen.

Fazit: Für wen ist die Benelli M3 geeignet?

Die Benelli M3 ist eine technische Meisterleistung, die weltweit einzigartige Dual-Mode-Flexibilität bietet. Für wen macht ein Kauf in Deutschland Sinn?

Ideal für: Sammler und Waffenliebhaber mit Fokus auf innovative Ingenieurkunst, Enthusiasten, die weltweite Behördenwaffen sammeln, Interessierte an italienischer Handwerksqualität, Techniker, die Dual-Mode-Systeme faszinierend finden.

Nicht geeignet für: Jäger, die eine praktische jagdliche Waffe suchen (zu kurzer Lauf, zu schwer, nicht jagdrechtlich optimiert), Sportschützen für klassische Flintendisziplinen (Trap, Skeet – zu kopflastig, zu kurz), Budget-bewusste Käufer, die eine günstige Pumpflinte suchen (Mossberg 590/Remington 870 sind deutlich günstiger).

Die Benelli M3 ist ein Sammlerstück, kein Gebrauchsgegenstand für deutsche Privatnutzer. Mit dem Neupreis von circa 1.190 Euro und der extremen Verfügbarkeitslimitierung in Deutschland fungiert sie als Nischen-Investment für Enthusiasten, nicht als praktische Alltagswaffe.

Wer die Benelli M3 kaufen und aktuelle Preise vergleichen möchte, sollte spezialisierte Waffenhändler kontaktieren und Preisvergleichs-Portale durchsuchen. Die Investition lohnt sich für den richtigen Sammler – jene, die technische Innovation über Praktikalität schätzen.

Quellen

  • Waffen Drost (Preisrecherche, November 2024)
Brand: Benelli
Model: Benelli M3
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