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7 mm PRC

Ab 3,83 €
Bleifreie Munition: Bleifrei, Bleihaltig
Brand: Federal Ammunition, Hornady, Norma
Geschossgewicht: 10.4g, 10.7g, 11.3g
Geschosstyp: Bondstrike Extreme, CX, ELD-X, Fusion Tipped
Model: 7 mm PRC
7 mm PRC ist eine moderne Zentralfeuerpatrone von Hornady für Long-Range-Präzisionsschießen und weitreichende Jagd, erhältlich in Geschossgewichten von 150–190 Grain und ausgelegt für Schalenwild auf Distanzen von 300–400 Meter und darüber. Charakteristische Merkmale sind die moderne Hülsengeometrie mit steileren Schulterwinkeln, optimiert für schwere aerodynamische Geschosse mit hohem ballistischen Koeffizienten, Mündungsgeschwindigkeiten von 899–910 m/s, Mündungsenergie ca. 4.700 Joule, Long-Action-Repetiersystem mit 1:8"-Drall sowie herausragende Präzision von etwa 0,6 Winkelminuten mit Werksmunition. Aktuell ist Hornady der einzige dokumentierte Hersteller, bleifreie Option mit 160-Grain-CX verfügbar.
Variant
Kaliber
Bleifreie Munition
Geschossart
Außendurchmesser
Anwendung
Lauflänge
Geschossgewicht
Verpackungsgröße
Schrotgröße
Vergrößerung
Objektivdurchmesser
Mündungsgewinde
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7 mm PRC – Moderne Precision Rifle Cartridge für Long-Range-Jagd und Sportschießen

Das 7 mm PRC ist eine moderne Zentralfeuerpatrone, die Hornady speziell für Long-Range-Präzisionsschießen und weitreichende Jagd entwickelt hat. Sie füllt die Lücke zwischen dem 6,5 PRC und dem .300 PRC und bietet dabei eine ähnliche Leistung wie das etablierte 7 mm Rem. Mag. – jedoch mit 4 Prozent besserer Pulverausnutzung, moderaterem Rückstoß und optimierter Geometrie für moderne, schwere 7-mm-Geschosse mit hohem ballistischen Koeffizienten.

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Übersicht Kaliber 7 mm PRC – Technische Eigenschaften & Einsatzgebiete

Das 7 mm PRC (Precision Rifle Cartridge) ist eine Zentralfeuerpatrone ohne NATO-Bezeichnung, die speziell für Long-Range-Anwendungen konzipiert wurde. Das Kaliber mit einem Geschossdurchmesser von 7,21 Millimetern bietet eine bewährte Kombination aus Geschwindigkeit, Energie und Präzision, die es für ambitionierte Jäger und Sportschützen besonders attraktiv macht.

Eigenschaft Wert
Bezeichnung 7 mm PRC (Precision Rifle Cartridge)
Geschossdurchmesser 7,21 mm
Hülsenlänge 57,91 mm (maximal) / 57,7 mm (Trim)
Patronenlänge gesamt 84,84 mm
Max. Gasdruck (C.I.P.) 4.400 bar
Max. Gasdruck (SAAMI) 65.000 psi (≈ 4.480 bar)
Typische Geschossgewichte 150–190 gr (9,7–12,3 g)
Populärste Gewichte 160 gr, 175 gr, 180 gr
Mündungsgeschwindigkeit 899–910 m/s (je nach Geschoss und Lauflänge)
Drall (Standard) 1:8″ (203 mm)
Typische Lauflängen 560–610 mm (22″–24″)
Waffentyp Long-Action-Repetierer

Die 7 mm PRC erreicht mit dem 175-Grain-ELD-X-Geschoss aus einem 560-Millimeter-Lauf eine Mündungsgeschwindigkeit von 910 Metern pro Sekunde, was einer Mündungsenergie von etwa 4.700 Joule entspricht. Mit 180-Grain-Geschossen aus längeren Läufen von 610 Millimetern liegt die Mündungsgeschwindigkeit bei 899 bis 900 Metern pro Sekunde. Diese Werte positionieren das Kaliber klar im Bereich leistungsstarker Magnum-Patronen – mit ausreichend Energie für alle europäischen Schalenwildarten auf große Distanzen.

Im Vergleich zum 7 mm Rem. Mag. bietet das 7 mm PRC eine modernere Hülsengeometrie mit steileren Schulterwinkeln und ist speziell für lange, schwere Geschosse bis 190 Grain mit hohem ballistischen Koeffizienten ausgelegt. Die Patrone ist nach SAAMI- und C.I.P.-Standards zertifiziert, allerdings liegt aktuell nur Hornady als dokumentierter Hersteller vor. Das bedeutet: Werksmunintion ist derzeit auf eine begrenzte Produktpalette beschränkt. Preise für den deutschen Markt sind zum Recherchezeitpunkt nicht belastbar verfügbar, was auf eine noch begrenzte Marktdurchdringung in Europa hindeutet.

Das Kaliber wird vorwiegend in Long-Action-Repetierern mit standardmäßig 1:8″-Drall (203 Millimeter) angeboten und ist kompatibel mit Waffensystemen, die für 7 mm Remington Magnum oder .300 Winchester Magnum ausgelegt sind. Oft genügt ein fachmännisch durchgeführter Laufwechsel, um eine bestehende Waffe umzurkammern – eine praktische Option für erfahrene Schützen.

Reichweite & Ballistik – Wie weit kann man mit 7 mm PRC schießen?

Mit dem 7 mm PRC kann man effektiv auf Distanzen von 300 Metern und deutlich darüber hinaus jagen und präzise schießen. Die Patrone wurde explizit für Long-Range-Anwendungen entwickelt und liefert mit schweren, aerodynamischen Geschossen von 175 bis 180 Grain Mündungsgeschwindigkeiten um 900 Meter pro Sekunde – ausreichend, um auch auf große Entfernungen hohe Restenergie und flache Flugbahnen zu gewährleisten.

Distanz Hornady 175 gr ELD-X (V0 910 m/s) Hornady 180 gr ELD Match (V0 899 m/s)
0 m (Mündung) V0 910 m/s, E0 ≈ 4.700 J V0 899 m/s, E0 ≈ 4.715 J
50 m Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
100 m Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
200 m Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
300 m Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar

Das 7 mm PRC ist ausdrücklich für Long-Range konzipiert: Die Hülsengeometrie ermöglicht lange, schwere Geschosse mit hohen ballistischen Koeffizienten – beispielsweise das 175-Grain-ELD-X, 180-Grain-ELD-Match und 190-Grain-A-TIP –, die auch auf große Entfernungen Geschwindigkeit und Energie gut halten. In praktischen Tests erreichte die Laborierung mit 175-Grain-ELD-X durchschnittliche Streukreise von 18 Millimetern auf 100 Metern, was etwa 0,6 Winkelminuten entspricht und für Präzisionsschießen auf 600 und mehr Meter gut geeignet ist.

Wichtiger Hinweis: Hornady und andere Quellen veröffentlichen für das 7 mm PRC derzeit keine detaillierten Energiewerte oder Geschossabfallkurven über Distanz. Die genannten Mündungswerte stammen aus Tests mit Standardlaborierungen bei Lauflängen von 560 bis 610 Millimetern. Für präzise Schussplanung auf Long Range sollten Schützen eigene ballistische Berechnungen mit dokumentierten ballistischen Koeffizienten durchführen – diese liegen für ELD-X- und ELD-Match-Geschosse bei Hornady vor, sind aber nicht in den allgemein zugänglichen Quellen für das 7 mm PRC veröffentlicht.

Im Vergleich zum 7 mm Rem. Mag. bietet das 7 mm PRC eine effizientere Pulververbrennung und modernere Hülsenform, was sich in geringerem Rückstoß und besserer Präzision mit schweren Geschossen niederschlägt. Praktiker berichten, dass die Patrone in Precision-Rifle-Disziplinen bereits etabliert ist; für Deutschland fehlen jedoch spezifische Verbands- oder Disziplinangaben.

Für die Jagd auf Schalenwild gilt in Deutschland eine Mindestenergie von 2.000 Joule auf 100 Metern nach dem Bundesjagdgesetz – einzelne Bundesländer können abweichende oder präzisere Regelungen haben. Mit etwa 4.700 Joule an der Mündung bleibt das 7 mm PRC selbst bei starkem Energieabfall weit über 300 Metern hinaus deutlich über dieser Grenze. Konkrete jagdliche Distanzempfehlungen für einzelne Wildarten liegen jedoch nicht vor – üblich für Long-Range-Magnumpatronen sind effektive Jagdreichweiten bis 400 Meter, bei optimalen Bedingungen und entsprechender Schützenerfahrung auch deutlich darüber hinaus.

Welches Wild mit 7 mm PRC? – Jagdliche Eignung

Mit dem 7 mm PRC sind in Deutschland folgende Wildarten bejagbar, basierend auf Energie- und Kaliberanforderungen nach Bundesjagdgesetz und Landesverordnungen:

Ohne Einschränkung geeignet:

  • Rotwild (auch auf große Distanz über 200 Meter)
  • Schwarzwild (Keiler und Bachen, auch starke Stücke bis 300 Meter und darüber)
  • Damwild
  • Muffelwild
  • Sikawild

Geeignet, aber überdimensioniert:

  • Rehwild (erfüllt die Mindestenergie von 1.000 Joule auf 100 Metern deutlich, jedoch mit erheblichem Overkill; für Rehwild sind kleinere Kaliber üblicher und weidmännisch schonender)

Das 7 mm PRC ist aufgrund seiner hohen Mündungsenergie von etwa 4.700 Joule und flachen Flugbahn besonders für Rotwild und starkes Schwarzwild auf Distanzen von 200 bis 400 Metern prädestiniert. Die Patrone wurde als Long-Range-Lösung entwickelt und übertrifft in diesem Einsatzbereich klassische Allround-Kaliber wie .308 Win. oder 8×57 mm IrS deutlich.

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Für Rehwild ist das Kaliber zwar rechtlich zulässig – da der Geschossdurchmesser von 7,21 Millimetern die gesetzliche Mindestgrenze von 5,6 Millimetern erfüllt und die Energie 1.000 Joule deutlich übersteigt –, jedoch überdimensioniert: Die hohe Geschossenergie führt zu stärkerer Wildbretentwertung; hier sind 6,5-Millimeter- oder kleinere 7-Millimeter-Kaliber wie .243 Win., 6,5×55 oder 7×64 mm praxisgerechter.

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Für Regionen mit Bleifrei-Gebot steht die Hornady 160-Grain-CX-Outfitter-Laborierung zur Verfügung. Dieses Vollkupfergeschoss ist speziell für kontrollierte Expansion und hohe Tiefenwirkung auf Schalenwild ausgelegt. Weitere etablierte Hersteller wie RWS, Norma, Sako und Geco bieten zum Recherchezeitpunkt keine eigenen 7-mm-PRC-Laborierungen an, sodass die Auswahl bleifreier Munition derzeit auf Hornady beschränkt ist.

Rechtlicher Hinweis: Nach § 19 Absatz 1 Nummer 2 des Bundesjagdgesetzes und entsprechenden Landesverordnungen gelten für die Jagd auf Schalenwild außer Rehwild folgende Mindestanforderungen: Der Geschossdurchmesser muss mindestens 6,5 Millimeter betragen – das 7 mm PRC mit 7,21 Millimetern erfüllt dies deutlich –, und die Auftreffenergie muss mindestens 2.000 Joule auf 100 Metern betragen. Mit etwa 4.700 Joule Mündungsenergie liegt das Kaliber weit darüber. Für Rehwild gilt eine Mindestenergie von 1.000 Joule auf 100 Metern, ebenfalls kein Problem für diese Patrone. Allerdings können einzelne Bundesländer abweichende oder präzisere Regelungen haben – bitte die lokale Jagdverordnung prüfen.

Geschosstypen & Munitionsauswahl

Zum Recherchezeitpunkt ist Hornady der einzige dokumentierte Hersteller von Werksmunition für das 7 mm PRC. Das Angebot umfasst vier Produktlinien mit Geschossgewichten von 160 bis 190 Grain, die alle für Long-Range-Anwendungen optimiert sind. Andere etablierte Hersteller wie RWS, Norma, Sako, Geco und Sellier & Bellot haben noch keine eigenen 7-mm-PRC-Laborierungen auf dem Markt, was die derzeit begrenzte Verfügbarkeit in Europa erklärt.

Hersteller Produktlinie Geschosstyp Gewicht (gr/g) Bleifrei Einsatz V0 (m/s)
Hornady Precision Hunter ELD-X 175 gr (11,3 g) Nein Jagd (Schalenwild, Long Range) 910
Hornady Match ELD Match 180 gr (11,7 g) Nein Präzision, Competition 899
Hornady Outfitter CX 160 gr (10,4 g) Ja Jagd (bleifrei, Schalenwild) k. A.
Hornady Match A-TIP 190 gr (12,3 g) Nein Präzision, ELR k. A.
Hornady Standard 180 gr (11,7 g) Universal 900
Hornady (Neuentwicklung) 150 gr k. A.

Das 175-Grain-ELD-X-Geschoss ist Hornadys Flaggschiff für jagdliche Long-Range-Anwendungen. Es kombiniert einen hohen ballistischen Koeffizienten mit kontrollierter Expansion bei Auftreff. Die Heat-Shield-Spitze bleibt auch bei hohen Geschwindigkeiten formstabil. In praktischen Tests erreichte die Laborierung aus einem 560-Millimeter-Lauf 910 Meter pro Sekunde und durchschnittliche Streukreise von 18 Millimetern auf 100 Metern – ein Präzisionsniveau, das sowohl für Weitschüsse auf Schalenwild als auch für PRS-Disziplinen (Precision Rifle Series) geeignet ist.

Die 180-Grain-ELD-Match-Laborierung ist für Competition und Präzisionsschießen optimiert und wird mit engeren Fertigungstoleranzen hergestellt als das ELD-X. Mit 899 Metern pro Sekunde aus einem 610-Millimeter-Lauf liegt sie minimal unter dem 175-Grain-ELD-X, bietet aber durch das schwerere Geschoss potenziell besseren Windwiderstand und damit stabilere Flugbahnen bei Seitwind. Jagdliche Verwendung ist möglich, allerdings sind Match-Geschosse nicht für kontrollierte Deformation ausgelegt – die Wildbretentwertung kann höher ausfallen als mit speziellen Jagdgeschossen.

Die 160-Grain-CX-Outfitter-Patrone ist Hornadys bleifreie Jagdlaborierung und wurde speziell für Regionen mit Bleifrei-Gebot entwickelt. Das monolithische Kupfergeschoss verspricht hohe Tiefenwirkung bei gleichzeitig kontrollierter Expansion. Konkrete Mündungsgeschwindigkeits- oder BC-Werte sind nicht veröffentlicht, jedoch liegt das Geschossgewicht mit 160 Grain im unteren Bereich – dies deutet auf höhere Geschwindigkeit bei etwas geringerer Windstabilität im Vergleich zu schwereren Laborierungen hin.

Das 190-Grain-A-TIP ist Hornadys Premium-Match-Geschoss für Extreme Long Range und wurde für Distanzen jenseits von 1.000 Metern konzipiert. Mit Aluminiumspitze und extrem hohem ballistischen Koeffizienten ist es auf ballistischer Konsistenz und minimaler Windablenkung für Competition-Shooters optimiert. Für jagdliche Anwendungen ist es nicht vorgesehen.

Hinweis zur Verfügbarkeit: Preise und Lieferbarkeit für 7-mm-PRC-Munition sind zum Recherchezeitpunkt nicht dokumentiert. Händlerlistings fehlen. Interessenten sollten direkt bei Fachhändlern oder Hornady-Importeuren anfragen. Packungsgrößen sind typischerweise 20 Schuss für Precision Hunter und Outfitter oder 20 bis 50 Schuss für Match-Laborierungen.

Waffen für 7 mm PRC – Büchsen & Systeme

Das 7 mm PRC erfordert Long-Action-Repetiersysteme, da die Patronenlänge von 84,84 Millimetern über Standard-Short-Action-Magazinlängen hinausgeht. Die meisten Hersteller bieten Modelle an, die ursprünglich für 7 mm Remington Magnum oder .300 Winchester Magnum konzipiert wurden – in vielen Fällen genügt ein fachmännisch durchgeführter Laufwechsel mit 1:8″-Drall und gegebenenfalls eine Magazin-Anpassung. Zum Recherchezeitpunkt sind konkrete Modellbezeichnungen nur vereinzelt dokumentiert; Selbstlader-Optionen sind für das 7 mm PRC nicht belegt.

Im All4Shooters-Test kam eine Savage-Repetierbüchse mit Proof-Research-Carbon-Lauf von 560 Millimetern (ca. 22 Zoll) und 1:8″-Drall zum Einsatz. Diese Long-Action-Konfiguration erreichte mit der Hornady 175-Grain-ELD-X-Laborierung durchschnittliche Streukreise von 18 Millimetern auf 100 Metern – ein ausgezeichnetes Präzisionsniveau für Werksmunition.

Für das 7 mm PRC werden Lauflängen zwischen 560 Millimetern (22″) und 610 Millimetern (24″) empfohlen. Kürzere Läufe sind für Long-Range-Anwendungen nicht üblich, da sie Geschwindigkeitsverluste von etwa 20 bis 30 Metern pro Sekunde pro Zoll bedeuten würden – bei einer Patrone, die explizit für maximale Reichweite konzipiert ist, kontraproduktiv. Der Standard-Drall von 1:8″ (203 Millimeter) stabilisiert Geschosse bis 190 Grain zuverlässig; für noch schwerere Custom-Handloads wäre 1:7,5″ optimal.

Das 7 mm PRC ist ausschließlich für Repetiersysteme dokumentiert. Selbstlader für Magnum-Kaliber dieser Leistungsklasse sind generell selten; der hohe Gasdruck von 4.400 bar und die Long-Action-Geometrie machen Selbstlader-Konstruktionen aufwendig. Der Fokus des Kalibers liegt klar auf Präzisionsrepetierern für gezielten Einzelschuss auf lange Distanz.

Praktischer Hinweis zur Umkammerung: Besitzer von Repetierern in 7 mm Remington Magnum oder .300 Winchester Magnum können ihre Waffe oft durch Laufwechsel auf 7 mm PRC umrüsten – der Long-Action-Verschluss passt, das Magazin lässt sich meist verwenden. Wichtig ist: Den Büchsenmacher ausdrücklich auf 1:8″-Drall und entsprechende SAAMI/C.I.P.-konforme Patronenlager-Spezifikation hinweisen. Die Investition lohnt sich für Schützen, die bereits in dieser Waffenklasse aktiv sind und die Vorteile des moderneren Kalibers nutzen wollen – bessere Präzision mit schweren Geschossen und geringerer Rückstoß als beim älteren 7 mm Remington Magnum.

Tests & Praxiserfahrungen

Praxistests und Langzeiterfahrungen mit dem 7 mm PRC sind für den europäischen Markt noch selten – das Kaliber wurde erst 2023 von Hornady offiziell eingeführt und ist in Deutschland bisher kaum verbreitet. Der einzige dokumentierte Fachtest stammt von All4Shooters und liefert belastbare Daten zu Präzision und Geschwindigkeit mit der Hornady 175-Grain-ELD-X-Laborierung.

Eine durchschnittliche Streukreisgröße von 18 Millimetern auf 100 Metern – das entspricht etwa 0,6 Winkelminuten – ist für Werksmunition außergewöhnlich gut und konkurriert mit hochwertiger Match-Munition. Zum Vergleich: Übliche Jagdmunition in Magnum-Kalibern wie 7 mm Rem. Mag. oder .300 Winchester Magnum erreicht typischerweise 20 bis 30 Millimeter – etwa 1 bis 1,5 Winkelminuten. Das 7 mm PRC profitiert hier von der modernen Hülsengeometrie und der Optimierung für schwere, aerodynamische Geschosse. Diese Eigenschaften schlagen sich direkt in der Präzision nieder.

Für Jäger bedeutet das in der Praxis: Auch auf 300 und mehr Meter bleiben die Treffpunktabweichungen aus reiner Munitionspräzision im einstelligen Zentimeterbereich – ohne Schützenfehler versteht sich. Die gemessene Geschwindigkeit von 910 Metern pro Sekunde aus dem 560-Millimeter-Lauf liegt leicht über den Hornady-Werksangaben von 899 Metern pro Sekunde aus einem längeren Lauf, was auf Chargenschwankungen oder günstige Testbedingungen hindeuten kann. Für die Praxis entscheidend: Die Energie an der Mündung beträgt damit etwa 4.700 Joule – ausreichend für alle europäischen Schalenwildarten auf große Distanzen.

Daten zur Rückstoßempfindung fehlen leider. Hornady bewirbt das Kaliber als 4 Prozent effizienter als das 7 mm Remington Magnum, was moderateren Rückstoß impliziert, aber praktische Berichte von Schützen liegen nicht vor. Ebenso wenig dokumentiert: Erfahrungen mit Wildbretentwertung bei ELD-X oder CX-Geschossen auf echtes Schalenwild, Langzeittests zur Zuverlässigkeit über mehrere hundert Schuss, oder direkte Side-by-Side-Vergleiche mit dem etablierten 7 mm Remington Magnum unter identischen Bedingungen.

Dokumentierte Nutzererfahrungen aus Foren, YouTube-Reviews oder Schießsport-Communities sind für das 7 mm PRC bisher nicht systematisch erfasst. In den USA, wo das Kaliber seit 2023 breiter verfügbar ist, berichten Precision-Rifle-Schützen von guter Akzeptanz in PRS-Disziplinen (Precision Rifle Series), insbesondere wegen der Kombination aus flacher Flugbahn und moderatem Rückstoß. Für den deutschen Markt gilt: Early Adopter sind vermutlich Wiederlader und Long-Range-Enthusiasten – Berichte aus klassischen Jagdrevieren fehlen noch.

Fazit & Empfehlung

Das 7 mm PRC ist technisch exzellent: Die moderne Hülsengeometrie, die herausragende Präzision und die Ideale für Long-Range-Jagd sind unbestritten. Die praktische Eignung für den deutschen Markt hängt jedoch stark davon ab, ob weitere Hersteller nachziehen und die Verfügbarkeit sich verbessert.

Das Kaliber zeigt herausragende Stärken: Eine durchschnittliche Präzision von 0,6 Winkelminuten mit Werksmunition auf 100 Metern ist exzeptionell. Die Mündungsenergie von etwa 4.700 Joule liegt weit über den gesetzlichen Mindestvorgaben und ermöglicht eine effektive Jagdreichweite deutlich über 300 Meter. Die moderne Hülsengeometrie ist 4 Prozent effizienter als das 7 mm Remington Magnum, mit optimierter Geometrie für schwere Geschosse bis 190 Grain. Zudem steht mit der Hornady 160-Grain-CX eine bleifreie Option zur Verfügung.

Allerdings gibt es auch klare Grenzen: Hornady ist aktuell der einzige dokumentierte Hersteller, was die Verfügbarkeit einschränkt und Preisvergleiche unmöglich macht. Das Kaliber ist deutlich überdimensioniert für Rehwild, und es gibt keine Selbstlader-Optionen – relevante Einschränkungen für bestimmte Jagdsituationen. Dazu kommen erhebliche Datenlücken: Es fehlen ballistische Tabellen über Distanz, unabhängige Long-Range-Tests jenseits von 300 Metern und jagdliche Praxisberichte aus Deutschland.

Das 7 mm PRC ist die erste Wahl für Jäger und Sportschützen, die regelmäßig auf Distanzen von 200 bis 400 und mehr Metern schießen. Typische Szenarien sind Gebirgsjagd mit weiten Schussdistanzen auf Steinwild, Gams oder Muffel, Rotwild in offenem Gelände während der Kahlwildjagd oder Brunft, starkes Schwarzwild auf Feldern oder an Kirrungen mit großen Entfernungen, sowie Precision-Rifle-Shooting in PRS-Disziplinen und Long-Range-Wettkämpfen. Für Allround-Jäger, die primär im Wald und auf unter 150 Metern jagen, sind klassische Kaliber wie .308 Win., 8×57 mm IrS oder 7×64 mm praktikabler und günstiger.

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Das Kaliber wird empfohlen für erfahrene Weitschuss-Jäger mit regelmäßiger Praxis über 200 Meter, Precision-Rifle-Schützen, die ein vielseitiges Long-Range-Kaliber suchen, Wiederlader, die hochpräzise Laborierungen entwickeln wollen, sowie Besitzer von Long-Action-Repetierern im Format 7 mm Remington Magnum oder .300 Winchester Magnum, die auf ein moderneres Kaliber upgraden möchten.

Weniger geeignet ist das 7 mm PRC für Allround-Jäger ohne regelmäßigen Weitschuss-Bedarf – das Kaliber ist in diesem Fall deutlich überdimensioniert – sowie für Drückjagd oder schnelle Folgeschüsse, da kein Selbstlader verfügbar ist. Budget-orientierte Schützen sollten wissen: Munition wird voraussichtlich im Premium-Preissegment angesiedelt sein.

Kernzahlen zusammengefasst: Die Mündungsenergie beträgt etwa 4.700 Joule, die Präzision mit Werksmunition etwa 0,6 Winkelminuten (18 Millimeter auf 100 Metern), die empfohlene effektive Jagdreichweite liegt bei 300 bis 400 und mehr Metern. Die optimale Lauflänge ist 560 bis 610 Millimeter, die Geschossgewichte reichen von 160 bis 190 Grain.

Aktuell ist die Verfügbarkeit von 7-mm-PRC-Munition in Deutschland noch eingeschränkt. Interessenten sollten direkt bei etablierten Fachhändlern wie Frankonia oder Waffen Ferkinghoff sowie bei Hornady-Importeuren nachfragen. Sobald weitere Hersteller das Kaliber aufgreifen und Händler breitere Listungen anbieten, werden zuverlässige Preisvergleiche möglich – dann können Sie Kosten sparen und die beste Verfügbarkeit finden.

Quellen

  • All4Shooters
  • Hornady (Produktkatalog)
  • SAAMI (Sporting Arms and Ammunition Manufacturers‘ Institute)
  • Bundesjagdgesetz (§ 19)
Bleifreie Munition: Bleifrei, Bleihaltig
Brand: Federal Ammunition, Hornady, Norma
Geschossgewicht: 10.4g, 10.7g, 11.3g
Geschosstyp: Bondstrike Extreme, CX, ELD-X, Fusion Tipped
Kaliber: 7 mm PRC
Model: 7 mm PRC
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