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Das Kaliber entstand in den 1980er-Jahren durch eine Entwicklungspartnerschaft des finnischen Munitionsherstellers Lapua mit dem finnischen Militär. Ursprünglich als Langstrecken-Scharfschützenpatrone konzipiert, fand die .338 Lapua Magnum schnell Eingang in internationale Streitkräfte und später in den zivilen Schießsport.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Geschossdurchmesser | 8,58 mm (.338″) |
| Hülsenlänge | 69,20 mm |
| Patronen-Gesamtlänge | 93,50 mm |
| C.I.P. pmax | 420 MPa (ehemals 470 MPa, abgesenkt) |
| Dralllänge | 254 mm (1:10″) |
| Übliche Geschossgewichte | 200 gr (13,0 g) / 250 gr (16,2 g) / 300 gr (19,4 g) |
Ein wichtiger Hinweis zur Mündungsenergie: Der C.I.P.-Maximaldruck wurde von ursprünglich 470 MPa auf 420 MPa gesenkt. Bei der Mündungsenergie weichen die Quellen leicht voneinander ab – C.I.P. nennt 6.600 J als Referenzwert, während eine spezifische 200-Grain-Softpoint-Laborierung 6.734 J erreicht. Beide Werte sind quellentreu belegt und spiegeln unterschiedliche Laborierungen wider.
Die .338 Lapua Mag. verschießt Geschosse von 200 bis 300 Grain (13,0–19,4 g) mit Mündungsgeschwindigkeiten zwischen 897 und 1.005 m/s und Mündungsenergien um 6.600–6.734 J – je nach Laborierung und Quelle.
Aktuelle Preise für .338 Lapua Mag. Munition lassen sich nicht pauschal beziffern. Aktuelle Angebote und Preisvergleiche finden Sie direkt im Produktgrid auf dieser Seite.
Die .338 Lapua Mag. bleibt mit üblichen Laborierungen bis etwa 1.800 m im Überschallbereich und gehört damit zu den reichweitenstärksten zivil verfügbaren Büchsenpatronen. Diese Eigenschaft macht sie zum bevorzugten Kaliber im Long-Range-Schießsport und erklärt ihre weite Verbreitung in militärischen Präzisionsschützen-Einheiten.
| Laborierung | Geschossgewicht | V0 (Mündung) | E0 (Mündung) |
|---|---|---|---|
| 250 gr Lock Base B408 FMJ (Lapua) | 16,2 g | 936 m/s* | nicht dokumentiert |
| 200 gr SP | 12,96 g | 1.005 m/s | 6.734 J |
| 250 gr Partition | 16,2 g | 897 m/s | nicht dokumentiert |
*Hinweis zur Quellenabweichung: Wikipedia DE nennt für die 250-Grain-Laborierung 915 m/s, Wikipedia EN gibt 936 m/s an. Die Abweichung geht vermutlich auf unterschiedliche Referenz-Lauflängen oder leicht abweichende Laborierungen zurück – eine eindeutige Klärung war auf Basis der vorliegenden Primärquellen nicht möglich.
Detaillierte Ballistiktabellen mit Distanzwerten auf 50, 100, 200 oder 300 m waren zum Recherchezeitpunkt (03/2026) nicht aus Primärquellen verfügbar. Für die Schussdistanzplanung empfiehlt sich ein ballistischer Rechner, dem Sie die oben genannten Mündungswerte sowie den ballistischen Beiwert (BC) des gewählten Geschosses eingeben.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen ballistischer und jagdlicher Reichweite. Die 1.800 m beschreiben, bis zu welcher Distanz das Geschoss noch im Überschallflug bleibt – sie sind kein Maßstab für die jagdlich sinnvolle Schussdistanz. Wie weit die .338 Lapua Magnum jagdlich eingesetzt werden kann, hängt von der Mindestenergie am Ziel und vom gewählten Geschosstyp ab. Dieser Aspekt wird im folgenden Abschnitt zur jagdlichen Eignung behandelt.
Die .338 Lapua Mag. überschreitet mit einem Geschossdurchmesser von 8,58 mm und Mündungsenergien zwischen 6.600 und 6.734 J die gesetzlichen Mindestanforderungen für sämtliches Schalenwild in Deutschland deutlich. Damit ist das Kaliber rein rechnerisch für nahezu alle heimischen Wildarten zugelassen – ob das in der Praxis sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
| Wildart | Mindestenergie auf 100 m | Mindest-Geschossdurchmesser |
|---|---|---|
| Rehwild | ≥ 1.000 J | – |
| Schalenwild allgemein | ≥ 2.000 J | ≥ 6,5 mm |
Diese Tabelle dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist stets das jeweils gültige Bundes- und Landesjagdrecht.
Die .338 Lapua Magnum erfüllt beide Kriterien problemlos: Der Geschossdurchmesser von 8,58 mm überschreitet die geforderten 6,5 mm, und die Mündungsenergie liegt weit über der 2.000-J-Schwelle. Grundsätzlich einsetzbar wäre das Kaliber damit auf Rehwild, Schwarzwild, Rotwild, Gamswild und stärkeres Schalenwild.
Allerdings hat der Research keine jagdpraktischen Quellen – etwa Jagdverbände oder Fachmedien – identifiziert, die die .338 Lapua Mag. explizit als deutsches Jagdkaliber empfehlen. Das Kaliber ist primär ein Long-Range-Sport- und Militärkaliber. Die jagdliche Eignung ergibt sich aus den ballistischen Werten, nicht aus einer gewachsenen Jagdtradition.
Für die typische Ansitzjagd auf Rehwild oder die Drückjagd auf Schwarzwild ist die .338 Lapua Mag. stark überdimensioniert. Der hohe Rückstoß, die erhebliche Lärmentwicklung, die Kosten pro Schuss und das Risiko der Wildbretentwertung bei Nahschüssen sprechen klar gegen einen Einsatz in diesen Szenarien. Deutlich zweckmäßigere Kaliber stehen hier zur Verfügung.
Sinnvoll erscheint der Einsatz dagegen bei der Gebirgsjagd auf weite Distanzen sowie – außerhalb Deutschlands – bei der Jagd auf starkes Wild wie Elch oder Bär in Skandinavien oder Nordamerika. Für diese Einsatzgebiete lagen jedoch keine DE-spezifischen Fachquellen vor.
Im Research konnten keine bleifreien .338 Lapua Mag.-Laborierungen dokumentiert werden. Jäger in Bundesländern mit gesetzlichem Bleiverbot sollten vor dem Kauf die aktuelle Verfügbarkeit bleifreier Optionen prüfen. Die Produktliste im Preisvergleich auf dieser Seite gibt Auskunft über aktuell gelistete Laborierungen.
Wer die richtige .338 Lapua Magnum Munition sucht, steht vor einer klar strukturierten Auswahl: Das Kaliber deckt von Match-Präzisionsgeschossen bis hin zu jagdlichen Teilmantelgeschossen ein breites Spektrum ab. Die Wahl des Geschosstyps bestimmt maßgeblich, für welchen Zweck die Patrone taugt.
| Geschossart | Gewicht | Einsatz | Bleifrei |
|---|---|---|---|
| Lapua Scenar GB528 (Match HPBT) | 300 gr (19,4 g) | Präzision / Long Range | nein |
| Lapua Lock Base B408 (FMJ) | 250 gr (16,2 g) | Sport / Militär | nein |
| Lapua Lock Base B557 (FMJ) | 300 gr (19,4 g) | Sport / Militär | nein |
| Partition (Hersteller nicht dokumentiert) | 250 gr (16,2 g) | Jagd | nein |
| SP Softpoint (Hersteller nicht dokumentiert) | 200 gr (13,0 g) | Jagd | nein |
| Lapua AP529 (Armor Piercing) | 300 gr (19,4 g) | Militärisch – zivil in DE nicht erwerbbar | nein |
250 Grain ist das meistverbreitete Geschossgewicht in der .338 Lapua Mag. und gilt als Allrounder für Sport und Training. Der Lapua Lock Base B408 mit 16,2 g Gewicht und einem FMJ-Geschoss mit verriegeltem Geschossboden (englisch: „locked base“) erzielt niedrigen Luftwiderstand und ist auf weite Distanzen ballistisch stabil. Zudem ist das 250-Grain-Partition-Geschoss als jagdlich geeignete Option gelistet – das Trennwandgeschoss (Partition-Prinzip) sorgt für kontrolliertes Aufpilzen im Wildkörper. Der Hersteller dieser Laborierung konnte im Research nicht eindeutig identifiziert werden.
300 Grain bietet die höchste Stabilität auf extreme Distanzen. Der Lapua Scenar GB528 ist ein Hohlspitz-Bootail-Geschoss (HPBT) und gilt in der Long-Range-Community als Präzisionsreferenz. Ebenfalls mit 300 Grain: der Lapua Lock Base B557 als FMJ-Variante für Sport und militärische Nutzung.
200 Grain ist die leichteste gängige Option und erreicht mit 1.005 m/s die höchste Mündungsgeschwindigkeit der dokumentierten Laborierungen. Der Softpoint-Typ (SP) macht ihn jagdlich verwendbar. Auch hier war der Hersteller nicht belastbar zu identifizieren.
Die Lapua AP529 (Armor Piercing, 300 gr) ist für den zivilen Erwerb in Deutschland nicht zugelassen und daher nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Subsonic-Varianten der .338 Lapua Mag. waren im Research nicht dokumentiert und scheinen im zivilen Markt nicht verbreitet zu sein. Bleifreie Laborierungen wurden ebenfalls nicht identifiziert – Jäger in Bundesländern mit Bleiverbot sollten die aktuell gelisteten Produkte im Preisvergleich auf aktuelle bleifreie Optionen prüfen. Konkrete Preise pro Packung oder Schuss können mangels belastbarer Händlerdaten nicht angegeben werden.
Die .338 Lapua Mag. wird ganz überwiegend in Repetierbüchsen mit langen, schweren Läufen verschossen. Die Patrone ist auf Leistung über extreme Distanzen ausgelegt – das verlangt nach stabilen, präzisen Plattformen, die den hohen Rückstoß beherrschbar machen. Selbstladende Langwaffen in diesem Kaliber sind im zivilen Markt kaum verbreitet und waren im Research nicht dokumentiert.
Die Standarddralllänge für .338 Lapua Mag. beträgt 1:10″ (254 mm). Dieser Drall stabilisiert die vergleichsweise langen und schweren Geschosse von 250 bis 300 Grain zuverlässig auch auf große Distanzen. Angaben zur optimalen Lauflänge lagen im Research nicht dokumentiert vor; typisch für Long-Range-Plattformen sind Lauflängen zwischen 610 und 686 mm (24–27″).
Die Accuracy International L115A3 ist die bekannteste militärische Long-Range-Plattform für .338 Lapua Magnum und wurde u. a. durch belegte Einsätze der britischen Streitkräfte bekannt. Zivile Varianten des Herstellers sind unter Bezeichnungen wie dem Accuracy International AXMC erhältlich.
Als redaktionelle Ergänzung auf Basis allgemeiner Marktkenntnis kommen folgende Plattformen in Betracht, die im zivilen Markt verbreitet sind:
Die .338 Lapua Mag. gilt in der Long-Range-Schießszene als eines der meistgenutzten Kaliber für Wettbewerbe und Training auf Distanzen jenseits von 1.000 m. Diese Einordnung ist durch die dokumentierte militärische Verbreitung und die breite Verfügbarkeit von Match-Munition gut gestützt. Zum Recherchezeitpunkt (03/2026) lagen jedoch keine Tests oder Praxisberichte aus deutschsprachigen oder internationalen Fachmedien im Datenpool vor.
Der Lapua Scenar gilt in der Long-Range-Community als Präzisionsreferenz unter den .338-Lapua-Mag.-Geschossen.
Dieser Abschnitt ist bewusst als ausbaufähig angelegt. Sobald Tests aus Fachmedien wie VISIER, Caliber, DWJ oder Shooting Times vorliegen, können konkrete Messwerte – Streukreise, gemessene V0-Werte, Wildwirkungsbeschreibungen – hier nachgetragen werden.
Wer die .338 Lapua Magnum Eigenschaften mit anderen Langstreckenpatronen vergleicht, erkennt schnell: Es gibt kaum zivil verfügbare Alternativen, die auf ähnliche Distanzen mit vergleichbarer Energie arbeiten. Der einzige im Research direkt dokumentierte Vergleich betrifft die .300 Lapua Mag..
| Merkmal | .338 Lapua Mag. | .300 Lapua Mag. |
|---|---|---|
| Hülsenkapazität | größer (abgeleitet: ~7,53 ml) | 7,33 ml |
| C.I.P. pmax | 420 MPa | 440 MPa |
| Mündungsenergie | 6.600–6.734 J | geringer |
| Supersonische Reichweite | ~1.800 m | ähnlich |
Die .300 Lapua Mag. arbeitet mit einer kleineren Hülse und höherem Maximaldruck, liefert dabei jedoch weniger Mündungsenergie als die .338 Lapua Mag. Die Reichweite ist ähnlich. Welches der beiden Kaliber für den konkreten Einsatzzweck besser passt, hängt vor allem von der gewünschten Energie am Ziel und den Waffenoptionen ab.
Naheliegende Vergleichskaliber wie .300 Winchester Magnum, .338 Norma Mag., .375 CheyTac oder .50 BMG wurden im Research nicht mit belastbaren Vergleichswerten dokumentiert. Ein seriöser tabellarischer Vergleich ist daher an dieser Stelle nicht möglich. Wer diese Kaliber gegenüberstellen möchte, findet auf dieser Plattform eigene Kategorieseiten mit den jeweiligen technischen Daten.
Die .338 Lapua Mag. ist ein Spezialkaliber mit klar definierten Stärken – und ebenso klar definierten Grenzen. Wer diese kennt, trifft die richtige Kaufentscheidung.
Einerseits bietet das Kaliber außergewöhnliche ballistische Leistung, andererseits bringt es erhebliche Nachteile für viele Anwendungsszenarien mit sich. Hoher Rückstoß, starke Lärmentwicklung und hohe Kosten pro Schuss machen die .338 Lapua Magnum für die Ansitzjagd auf Rehwild oder die Drückjagd auf Schwarzwild ungeeignet – zweckmäßigere Kaliber erfüllen diese Aufgaben deutlich besser. Hinzu kommt: Für die meisten Jagdszenarien in Mitteleuropa ist das Kaliber schlicht überdimensioniert. Bleifreie Munition war zum Recherchezeitpunkt nicht dokumentiert, was in Bundesländern mit Bleiverbot eine Einschränkung bedeuten kann. Unabhängige Testergebnisse aus Fachmedien lagen ebenfalls nicht vor.
Die .338 Lapua Mag. ist das Kaliber der Wahl für Sportschützen, die auf Distanzen jenseits von 1.000 m höchste Präzision fordern. Jagdlich kommt sie vor allem für die Gebirgsjagd oder den Einsatz auf starkes Wild auf weite Distanzen in Betracht – für die typische Ansitz- und Drückjagd in Mitteleuropa gibt es zweckmäßigere Kaliber.
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