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Drillinge – Vielseitige Kombinationswaffen für die Jagd

Der Drilling ist die einzige Jagdwaffe, die Schrot und Kugel in einer Hand vereint – und genau das macht ihn seit über 150 Jahren zur bevorzugten Wahl des deutschen Revierjägers. Wer einen Drilling kaufen möchte, entscheidet sich für eine Konstruktion mit drei Läufen: In der klassischen Ausführung liegen zwei Schrotläufe nebeneinander oben, darunter ein gezogener Kugellauf. Diese Kombination erlaubt es, auf dem Ansitz oder der Drückjagd blitzschnell zwischen Schrot- und Kugelschuss zu wechseln – ganz ohne Waffenwechsel.

Laufkombinationen im Überblick

Nicht jeder Drilling ist gleich aufgebaut. Je nach Jagdschwerpunkt unterscheiden sich die gängigen Laufkonfigurationen deutlich voneinander.

Typ Konfiguration Haupteinsatz
Klassischer Drilling 2× Schrot (12/76 oder 16/70) + 1× Kugel (z. B. .30R Blaser, 7×65R, 8×57 IRS, 9,3×74R) Universaljagd
Scheiben-Drilling 2× Schrot + 1× Kleinkaliber (.22 lr / .22 Hornet) Raubwild, Schonzeitjagd
Doppelbüchsdrilling 2× Kugel + 1× Schrot Hochwild-Schwerpunkt
Waldläufer-Drilling 1× Schrot + 1× Kugel + 1× Kleinkaliber Maximale Vielseitigkeit

Der klassische Drilling dominiert den deutschen Markt klar. Er deckt nahezu alle Jagdsituationen ab, die in mitteleuropäischen Revieren vorkommen – vom überraschend aufgehenden Hasen bis zum wechselnden Stück Rotwild.

Preislandschaft beim Drilling-Kauf

Drillinge im Preisvergleich zeigen eine Spanne von rund 1.200 € für gebrauchte Klassiker bis über 25.000 € für handgefertigte Manufakturwaffen. Die Preisunterschiede resultieren primär aus Laufregulierung, Verschlusssystem und dem Grad der Handarbeit, der in jede Waffe geflossen ist.

Vier Segmente lassen sich klar unterscheiden:

  • Einstieg (gebraucht / ältere Bauart): ca. 1.200 €–2.500 € – gebrauchte Modelle älterer Fertigung, etwa von Sauer, Simson oder aus der Merkel-DDR-Produktion
  • Mittelklasse (aktuelle Serienmodelle): ca. 3.500 €–7.000 € – aktuelle Serienproduktion von Merkel, Blaser oder Krieghoff
  • Premium (Manufakturqualität): ca. 8.000 €–25.000 €+ – handgravierte Modelle mit Auswahlschaft, Hersteller wie Krieghoff, Merkel Meisterstück-Linie oder Sauer 3000 Luxus
  • Luxus / Sonderanfertigungen: 30.000 €+ – Vollgravur, Ausstellungswaffen und Einzelstücke auf Bestellung

Diese Preisspanne erklärt sich aus mehreren Faktoren. Das Verschlusssystem – ob Blitz-, Kersten- oder Greener-Verschluss – beeinflusst die Fertigungskosten erheblich. Hinzu kommt die Qualität des Laufstahls und vor allem die Präzision der Laufregulierung, denn alle drei Läufe müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass sie auf jagdliche Distanzen zuverlässig treffen. Auch das Schäftungsholz spielt eine große Rolle: Die Maser-Note reicht von schlicht bis AAA-Klasse. Schließlich entscheidet die Gravur – Maschinengravur oder aufwendige Handgravur – maßgeblich über den Endpreis.

Hersteller mit Relevanz im deutschen Markt

Der Drilling-Markt in Deutschland wird von einigen wenigen Herstellern geprägt, die teils seit Generationen Kombinationswaffen bauen.

Merkel aus Suhl steht für das breiteste Drilling-Sortiment und eine Tradition, die bis 1898 zurückreicht. Das Angebot reicht vom erschwinglichen Seriendrilling bis zur Meisterstück-Linie mit aufwendiger Handarbeit. Krieghoff aus Ulm gilt als Premiumhersteller schlechthin; das Modell Krieghoff Drilling Plus und der Krieghoff Optima Drilling stehen für exzellente Verarbeitungsqualität. Blaser aus Isny bringt mit dem Blaser D99 Drilling einen modernen Systemdrilling mit zeitgemäßen Kalibern wie .308 Win. auf den Markt. Der historische Name Sauer & Sohn lebt heute im Sauer 3000 Drilling weiter, der für seinen Kersten-Verschluss und hohe Wertbeständigkeit bekannt ist. Ergänzend bietet Chapuis aus Frankreich im Premiumbereich den Chapuis Progress Drilling an, der in einer Nische zwischen klassischer Handarbeit und modernem Kaliberangebot positioniert ist.

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Käufergruppen und ihre Einstiegspunkte

Wer einen Drilling günstig sucht und erste Erfahrungen mit Kombinationswaffen sammeln möchte, greift am besten zu einem gebrauchten Serienmodell. Der Merkel 96K Drilling oder der Merkel 40E Drilling eignen sich für diesen Einstieg; die Preisklasse liegt bei etwa 1.500 €–3.500 €. Beide Modelle haben hohe Stückzahlen und eine gute Ersatzteillage.

Erfahrene Revierjäger, die täglich auf verschiedenes Wild ansitzen, finden in aktuellen Mitteklassemodellen ihren besten Drilling. Der Merkel 960 Drilling, der Blaser D99 Drilling und der Krieghoff Drilling Plus sprechen diese Gruppe an; die Preise bewegen sich zwischen 4.000 € und 8.000 €.

Sammler und Premium-Jäger schließlich wählen Manufakturware mit Handgravur und Auswahlschaftholz. Die Merkel Meisterstück-Linie, der Krieghoff Optima Drilling oder der Sauer 3000 Luxus bieten in diesem Bereich höchste Fertigungsqualität und langfristige Wertbeständigkeit – bei Preisen ab 10.000 € aufwärts.

Auswahlkriterien & Kaufberatung – Worauf es beim Drilling wirklich ankommt

Beim Drilling kaufen zählt nicht der glänzende Lauf oder die schöne Gravur zuerst – es zählt, ob alle drei Läufe auf jagdliche Distanzen zuverlässig treffen. Wer das beim Kauf vernachlässigt, erlebt böse Überraschungen im Revier.

Hauptkriterium: Laufregulierung und Treffpunktlage

Beim Drilling ist die Laufregulierung das entscheidende Qualitätskriterium. Drei Läufe so zu bündeln, dass alle auf jagdliche Distanzen präzise treffen, erfordert hohen Fertigungsaufwand und erklärt den Großteil der Preisunterschiede zwischen den Segmenten.

Der Kugellauf sollte bei Serienwaffen auf 100 m einen Streukreis von maximal 50 mm mit der vom Hersteller empfohlenen Laborierung liefern. Premiummodelle erreichen häufig 30–40 mm auf 100 m, wenn man die regulierte Munition verwendet. Wichtig zu wissen: Die Treffpunktlage ist munitionsgebunden. Ein Wechsel der Laborierung kann die Treffpunktlage um mehrere Zentimeter verschieben – dieser Punkt wird von Einsteigern regelmäßig unterschätzt.

Für den Schrotlauf gelten andere Distanzen: 15–35 m sind der typische jagdliche Bereich. Die Laufregulierung muss also für zwei grundverschiedene Einsatzdistanzen und Projektiltypen funktionieren – eine konstruktive Herausforderung, die viel Erfahrung des Büchsenmachers voraussetzt.

Kaliberwahl und Laufkombination

Welcher Drilling am besten passt, hängt entscheidend vom geplanten Einsatzzweck ab. Die Wahl des Schrotlibers – 12/76, 16/70 oder 20/76 – richtet sich nach Revier und Zierwild. Für den Kugellauf gilt:

  • .30R Blaser / 7×57R / 7×65R – universell für Rehwild bis mittleres Schalenwild, angenehmer Rückstoß
  • 8×57 IRS – klassisches Allroundkaliber für mitteleuropäisches Wild bis Schwarzwild
  • 9,3×74R – für stärkeres Wild auf kurze Drückjagd-Distanzen
  • .308 Win. – in modernen Drillingen zunehmend nachgefragt, weil Munition überall verfügbar ist

Ein technischer Hinweis: Drillinge verwenden grundsätzlich Randpatronen (R-Kaliber) oder spezielle Rillenpatronen. Nicht jedes gängige Büchsenkaliber lässt sich konstruktiv im Drilling realisieren – das schränkt die Kaliberwahl im Vergleich zu einer Repetierbüchse ein.

Gewicht und Balance im Praxistest

Drillinge wiegen konstruktionsbedingt mehr als einfache Flinten oder Büchsen. Typische Gewichte liegen bei 3,2–3,8 kg, je nach Kaliber, Lauflänge und Schäftung. Für den Ansitz ist das kaum relevant. Auf der Drückjagd oder beim Gebirgsgang zählt jedoch jedes Gramm.

Gut balancierte Modelle liegen trotz des höheren Gewichts angenehm in der Hand. Allerdings lässt sich Balance nicht am Bildschirm beurteilen: Wer einen Drilling kaufen möchte, sollte ihn im Fachhandel unbedingt anschlagen und dabei auf die Führigkeit achten.

Abzugssystem und Sicherung

Moderne Drillinge verfügen meist über Handspanner: Der Schlagbolzen wird erst durch bewusstes Spannen aktiviert – das erhöht die Sicherheit deutlich gegenüber älteren Selbstspannern. Beim Abzugssystem unterscheidet man Einzel- und Doppelabzug; entscheidend ist, dass der Jäger das Umschaltsystem zwischen den Läufen blind beherrscht.

Viele Drillinge bieten zudem einen Rückstecher am Kugellauf. Dieser reduziert das Abzugsgewicht von ca. 1.800–2.200 g auf 200–500 g und ermöglicht präzisere Schüsse auf größere Distanzen. Wer regelmäßig auf weiter stehendes Schalenwild schießt, sollte auf dieses Merkmal beim Kauf achten.

Typische Fehler beim Drilling-Kauf

Fehler 1: Kauf ohne Probeschießen mit der eigenen Munition

Viele Käufer unterschätzen, wie stark die Treffpunktlage von der verwendeten Munition abhängt. Ein Drilling, der mit Laborierung A exzellent schießt, kann mit Laborierung B um 10 cm oder mehr daneben liegen. Wer vor dem Kauf keine Probeschüsse abgibt, riskiert teure Nachregulierung beim Büchsenmacher oder dauerhafte Unzufriedenheit mit der Waffe.

Fehler 2: Gebrauchtkauf ohne fachkundige Begutachtung

Gebrauchte Drillinge können hervorragende Waffen sein – doch die Laufregulierung kann sich über Jahrzehnte gelöst haben. Lötungen werden spröde, die Verschlussmechanik zeigt Verschleiß oft erst unter Belastung. Vor jedem Gebrauchtkauf sollte ein erfahrener Büchsenmacher den Verschlussschluss, die Laufinnenmaße (Pitting?) und die Verlötung der Laufbündel prüfen. Diese Inspektion kostet wenig und kann viel Ärger ersparen.

Fehler 3: Überdimensioniertes Kaliber im Kugellauf

Einsteiger neigen zum stärksten verfügbaren Kugelkaliber. In der Praxis ist ein 9,3×74R im leichten Drilling beim Ansitz auf Rehwild auf 80 m schlicht überdimensioniert – und der Rückstoß unangenehm. Die Kaliberwahl sollte sich am häufigsten Zierwild im eigenen Revier orientieren, nicht an der größtmöglichen Option.

Zielgruppen-Empfehlung auf einen Blick

Für Jungjäger und Einsteiger bietet ein gut erhaltener gebrauchter Merkel 96K Drilling mit gängigen Kalibern wie 12/70 und 7×65R einen soliden, bezahlbaren Einstieg in die Welt der Kombinationswaffen. Revierjäger mit gemischtem Wildvorkommen greifen besser zu einem aktuellen Seriendrilling wie dem Blaser D99 Drilling oder dem Merkel 960 Drilling – 12/76 kombiniert mit 8×57 IRS oder .30R Blaser deckt dabei nahezu alle Jagdsituationen ab. Wer höchste Fertigungsqualität und Wertbeständigkeit sucht, findet sie bei Modellen mit Handgravur und Auswahlschaft aus dem Haus Krieghoff oder in der Merkel Meisterstück-Linie.

Drillinge Test & Vergleiche

Vergleichende Fachberichte zu Drillingen erscheinen regelmäßig in den großen deutschen Jagdzeitschriften – und sie liefern dem Kaufinteressenten wertvollere Informationen als jedes Datenblatt. Wer einen fundierten Drilling-Test sucht, findet ihn vor allem in den Magazinen WILD UND HUND, DWJ – Deutsches Waffen-Journal, Jäger und PIRSCH; auch VISIER beleuchtet gelegentlich kombinierte Jagdwaffen.

Was Fachtests messen – und warum das zählt

Im Mittelpunkt der meisten Drilling-Tests stehen drei technische Kernwerte: Streukreis des Kugellaufs auf 100 m, Abzugsgewicht mit und ohne Stecher sowie das Gesamtgewicht der Testwaffe. Diese Zahlen sind für den Käufer direkt verwertbar. Ein Streukreis von 50 mm auf 100 m gilt als solider Richtwert für Serienwaffen; Premiummodelle liegen häufig bei 30–40 mm, wenn man die regulierte Munition verwendet. Abzugsgewichte mit gespanntem Stecher fallen laut Fachliteratur typischerweise auf 200–500 g – gegenüber 1.800–2.200 g am ungekuppelten Abzug. Diese Reduktion macht den Unterschied zwischen einem sicheren Schuss auf ein 80 m entferntes Stück Schalenwild und einem unter Zeitdruck gerissenen Fehlschuss.

Worauf Tester besonders achten

Fachautoren in DWJ und WILD UND HUND betonen regelmäßig, dass der Drilling-Test ohne Munitionsvergleich wenig aussagekräftig ist. Weil die Treffpunktlage munitionsgebunden ist, prüfen seriöse Tests mindestens zwei verschiedene Laborierungen im Kugellauf. Ergibt sich dabei eine Treffpunktverschiebung von mehr als 5 cm auf 100 m, gilt das als Hinweis auf eine enge Regulierung, die dem Käufer spätere Wahlfreiheit bei der Munition nimmt.

Drilling Testsieger und Preis-Leistungs-Einordnung

Ein klarer Drilling Testsieger lässt sich ohne aktuelle, zitierfähige Einzeltests nicht benennen – und Seriosität verbietet es, an dieser Stelle Fantasie-Noten zu vergeben. Was sich aus der Gesamtschau der Fachpresse aber klar ableiten lässt: Im Drilling Vergleich zwischen Preissegmenten machen Laufregulierung und Verschlussqualität den größten messbaren Unterschied – nicht die Gravur oder das Holz. Ein gut regulierter Seriendrilling der Mittelklasse schneidet im Schusstest häufig besser ab als ein optisch aufwendiges Modell mit lückenhafter Fertigungstoleranz.

Wer sich auf einen Drilling Test einer Fachzeitschrift beziehen möchte, sollte konkret nach dem Testjahr, dem Kaliber der Testwaffe und der verwendeten Munition fragen – nur so lassen sich die Streukreisangaben sinnvoll vergleichen. Die Redaktionen von WILD UND HUND, DWJ und PIRSCH veröffentlichen ihre Testarchive teils digital und bieten damit eine zuverlässige Grundlage für den Drilling Vergleich vor dem Kauf.

Top-Produkte & Empfehlungen – Die relevantesten Drillinge im Überblick

Basierend auf Marktanalyse und Herstellerreputation geben wir eine Orientierung für alle, die einen Drilling kaufen möchten – vom soliden Einstiegsmodell bis zur Manufakturwaffe. Die folgenden Modelle sind Stand 2026 die meistdiskutierten Drillinge im deutschen Markt.

Preis-Leistungs-Empfehlungen

Der Merkel 40E Drilling steht für solide Suhler Fertigung mit bewährter Mechanik. In der Kaliberkombination 12/76 und 7×65R deckt er den typischen deutschen Revierjäger-Alltag vollständig ab. Die Preisklasse liegt bei etwa 3.000 €–4.500 €, womit er im unteren Mittelklassesegment positioniert ist.

Wer günstiger einsteigen möchte, findet im Merkel 96K Drilling (gebraucht) eine bewährte Alternative. Hohe Stückzahlen bedeuten eine gute Ersatzteillage und ausreichend Fachbetriebe, die Wartung und Einschießen übernehmen. Gebrauchte Exemplare sind ab ca. 1.500 €–2.500 € erhältlich.

Bewährte Klassiker für den Revierjäger

Der Merkel 960 Drilling bietet moderne Handspannung, eine breite Kaliber-Auswahl und robuste Alltagstauglichkeit. Besonders die Variante mit 12/76 und .30R Blaser gilt als ausgewogen für gemischtes Wild von Reh bis Schwarzwild; der Preis liegt bei ca. 4.500 €–6.500 €.

Ebenfalls in dieser Kategorie steht der Sauer 3000 Drilling, der für seinen Kersten-Verschluss und außergewöhnliche Wertbeständigkeit bekannt ist. Die Kaliberkombination 12/76 und 8×57 IRS macht ihn zu einem echten Allrounder; die Preise bewegen sich zwischen 5.000 € und 8.000 €.

Premium-Drillinge für höchste Ansprüche

Der Krieghoff Drilling Plus überzeugt durch das hauseigene Combi-Cocking-System und exzellente Verarbeitungsqualität. In der Variante 12/76 mit 9,3×74R ist er besonders für die Drückjagd auf Schwarzwild und Rotwild ausgelegt; die Preisklasse beginnt bei ca. 8.000 € und reicht bis 14.000 €.

Wer maximale Individualität sucht, findet sie im Krieghoff Optima Drilling. Das modulare System erlaubt nahezu beliebige Konfigurationen; die Preise starten bei ca. 12.000 € und können je nach Ausstattung 25.000 € deutlich übersteigen.

Der Blaser D99 Drilling setzt als moderner Systemdrilling andere Akzente: Der integrierte Teleskop-Ladestock und die Kompatibilität mit zeitgemäßen Kalibern wie .308 Win. machen ihn besonders für Jäger attraktiv, die auf Munitionsverfügbarkeit Wert legen. Die Preise liegen bei ca. 6.000 €–10.000 €.

Für den anspruchsvollsten Käufer bietet die Merkel Meisterstück-Linie Handgravur und Suhler Manufakturarbeit in ihrer reinsten Form. Auswahlschaftholz der höchsten Masernote, feinste Handgravur und individuelle Konfiguration – bei Preisen von 10.000 €–20.000 €+ für eine Waffe, die auch als Sammlerstück taugt.

Abseits der deutschen Hersteller verdient der Chapuis Progress Drilling Erwähnung: Das französische Unternehmen Chapuis bedient eine Nische im Premiumbereich und bietet eine interessante Alternative für Jäger, die nicht den üblichen deutschen Herstellerweg gehen wollen.

Fazit: Die beste Waffe für das eigene Revier

Zusammenfassend bleibt der Drilling die vielseitigste Einzelwaffe für den deutschen Revierjäger. Wer einen Drilling kaufen möchte, sollte den persönlichen Jagdschwerpunkt – Schrot- oder Kugel-lastig – als Ausgangspunkt nehmen und die Kaliberkombination darauf abstimmen. Die deutschen Traditionshersteller Merkel, Krieghoff und Sauer & Sohn dominieren den Markt; der Merkel Drilling, der Krieghoff Drilling und der Blaser Drilling repräsentieren dabei drei unterschiedliche Philosophien: Tradition, Premiumanspruch und modernes Systemdenken. Jetzt Preise vergleichen und das passende Modell für Ihr Revier finden.

Einsatzzweck & Praxis – Der Drilling im jagdlichen Alltag

Kein anderes Jagdgewehr leistet das, was ein Drilling in einem gemischten Revier kann: In einer einzigen Waffe steckt die Flexibilität, auf den nächsten Hasen ebenso schnell zu reagieren wie auf ein wechselndes Stück Rotwild. Diese Stärke zeigt sich in drei typischen Jagdsituationen besonders deutlich.

Ansitzjagd im gemischten Revier

Auf dem Ansitz, wo sowohl Schalenwild als auch Flugwild oder Raubwild erscheinen können, zeigt der Drilling seine stärkste Seite. Ohne Waffenwechsel schaltet der Jäger vom Schrotlauf auf den Kugellauf um – ein Vorteil, der bei unvorhersehbarem Wildaufkommen schlicht nicht zu ersetzen ist. In Kombination mit einem Zielfernrohr auf Aufkippmontage oder Schwenkmontage wird der Kugellauf zum vollwertigen Büchsenersatz bis ca. 100–150 m, je nach Kaliber und Laufqualität.

Drückjagd und Bewegungsjagd

Auf der Drückjagd führen viele Jäger den Drilling als Schrot-Schwerpunktwaffe. Der Kugellauf bleibt für Schalenwild reserviert, das auf größere Distanz wechselt. Allerdings gilt hier eine klare Bedingung: Das Umschaltsystem zwischen den Läufen muss der Schütze absolut blind beherrschen. Unter Zeitdruck darf es keine Verwechslung bei der Laufauswahl geben – das erfordert regelmäßiges Trockentraining und praktische Übung.

Reviergang und Hege

Im täglichen Reviergang, bei dem von der Nebelkrähe bis zum überraschend auftauchenden Frischling alles begegnen kann, beweist der Drilling seinen Wert als „Ein-Waffe-Lösung“. Kein Nachlaufen zur Büchse im Auto, kein Abwägen, welche Waffe man mitnimmt – eine einzige Waffe erledigt alles.

Stärken und Einschränkungen ehrlich betrachtet

Was der Drilling besonders gut kann

  • Universalität: Eine Waffe für praktisch alle in Mitteleuropa vorkommenden Wildarten
  • Kein Waffenwechsel: Zeit- und Gewichtsersparnis bei langen Reviertouren
  • Vollwertiger Büchsenersatz am Kugellauf, wenn ein gutes Zielfernrohr auf Aufkippmontage oder Schwenkmontage sitzt – nahezu Pflicht für den jagdlichen Einsatz

Wo der Drilling Kompromisse verlangt

Zwar ist der Drilling unschlagbar vielseitig, aber er hat auch klar benennbare Grenzen. Das Gewicht von 3,2–3,8 kg zuzüglich Zielfernrohr und Riemen macht sich bei langen Gebirgsgängen bemerkbar – eine reine Büchse wiegt oft nur 2,8–3,2 kg, eine leichte Flinte sogar nur 2,6–3,2 kg.

Hinzu kommt die Ladekapazität: Pro Lauf steht genau ein Schuss zur Verfügung, ein schnelles Nachladen einzelner Läufe im Wechsel ist nicht möglich. Drei Läufe brauchen zudem Platz; der Systemschwerpunkt liegt weiter vorn als bei einer Einzellaufwaffe, was die Führigkeit beeinflusst.

Am wichtigsten für die Praxis ist die Munitionsgebundenheit: Der Kugellauf ist auf eine bestimmte Laborierung eingeschossen. Ein Munitionswechsel erfordert erneutes Einschießen und gegebenenfalls Nachregulierung beim Büchsenmacher. Wer also zu einer anderen Laborierung wechseln möchte, sollte das sorgfältig planen und keinesfalls ohne Kontrollschießen auf die Jagd gehen.

Wer diese Einschränkungen kennt und akzeptiert, bekommt mit einem gut regulierten Drilling die vielseitigste und praxistauglichste Jagdwaffe, die der deutsche Markt zu bieten hat. Der nächste Schritt: Drillinge Angebote im Preisvergleich prüfen und das Modell finden, das zum eigenen Revier passt.

Quellenübersicht

  • WILD UND HUND
  • DWJ – Deutsches Waffen-Journal
  • Jäger
  • PIRSCH
  • VISIER