Die Bockdoppelbüchse vereint handwerkliche Präzision und jagdliche Vielseitigkeit in einer Waffe – und das macht sie trotz ihres hohen Preises bis heute zu einer der gefragtesten Kipplaufwaffen im deutschsprachigen Revier. Wer eine Bockdoppelbüchse kaufen möchte, steht vor einer Entscheidung, die deutlich mehr Faktoren umfasst als bei einer gewöhnlichen Repetierbüchse.
Das Grundprinzip ist klar: Zwei gezogene Läufe, vertikal übereinander angeordnet, in einem Kipplaufgewehr. Damit unterscheidet sich die Bockdoppelbüchse von der Bockbüchsflinte (BBF), die einen Kugelläufe und einen Schrotlauf kombiniert. Bei der Bockdoppelbüchse sind beide Läufe gezogen – entweder im gleichen Kaliber oder in zwei verschiedenen Kalibern. Im deutschen Sprachraum grenzt man sie außerdem klar von der Querflinte (Doppelbüchse mit nebeneinanderliegenden Läufen) ab. Die Bock-Anordnung bietet eine schmalere Silhouette und erleichtert die Montage von Zielfernrohren erheblich.
Die Einsatzbereiche der Bockdoppelbüchse sind vielfältig. Bei der Bergjagd und Gebirgsjagd überzeugt die kompakte Bauform: kein vorstehender Magazinkasten, kein Klappern des Repetiermechanismus, gut tragbar über lange Aufstiege. Bei der Ansitz- und Drückjagd auf verschiedenes Wild ermöglicht die Kombination zweier Kaliber – etwa .243 Win. im unteren und .30-06 im oberen Lauf – den Wechsel zwischen Rehwild und Schwarzwild ohne Waffenwechsel. Für die Safari und Auslandsjagd auf Großwild bietet die Bockdoppelbüchse in schweren Kalibern wie .470 NE oder .500 NE einen schnellen Zweitschuss, der bei gefährlichem Wild entscheidend sein kann. Und im Reviergang schätzen Jäger generell die zwei sofort verfügbaren Schüsse ohne Repetieren.
Die Bockdoppelbüchse gehört zur Kategorie der Jagdbüchsen – Gewehre mit gezogenem Lauf, die primär zur Erlegung von Schalenwild eingesetzt werden.
Der Bockdoppelbüchse Preisvergleich zeigt eine außergewöhnlich breite Spanne. Gebrauchte Einstiegsmodelle sind ab etwa 2.500 Euro erhältlich, während handgravierte Manufakturwaffen aus deutschen oder österreichischen Büchsenmacherwerkstätten weit über 40.000 Euro kosten können. Die folgende Tabelle gibt eine Orientierung über den aktuellen Markt (Stand 2026):
| Segment | Geschätzter Preisbereich | Typische Hersteller |
|---|---|---|
| Einstieg / Gebraucht | ca. 2.500–5.000 € | Baikal, Gebr. Merkel (ältere Modelle), Antonio Zoli |
| Mittelklasse | ca. 5.000–15.000 € | Gebr. Merkel, Blaser, Chapuis, Rizzini |
| Premium / Meisterklasse | ca. 15.000–40.000 € | Krieghoff, Blaser, Merkel Manufaktur |
| High-End / Einzelanfertigung | ab 40.000 € | Krieghoff (Luxus), Hartmann & Weiss, Grulla Armas, österr. & dt. Büchsenmacher |
Der größte Einzelkostenfaktor ist die Laufregulierung: Das exakte Zusammenschießen zweier gezogener Läufe auf einen gemeinsamen Treffpunkt ist handwerklich extrem aufwendig und unterscheidet die Bockdoppelbüchse grundlegend von Repetierbüchsen. Dieser Arbeitsschritt allein erklärt einen erheblichen Teil des Preisunterschieds gegenüber konventionellen Jagdgewehren.
Weitere Preistreiber sind das Verschlusssystem – Kersten-Verschluss, Greener-Verschluss oder Blitz-Verschluss, wobei hochwertigere Systeme den Preis steigern –, die Gravur und das Schaftholz (von Maschinengravur bis zur Bulino-Handgravur, von Standard-Nussbaum bis Wurzelmaserholz) sowie die Kaliberkombination. Gleiche Kaliber in beiden Läufen sind einfacher zu regulieren als unterschiedliche Kaliber und damit in der Herstellung günstiger. Auch das Abzugssystem spielt eine Rolle: Ein Einabzug mit Umschaltung ist komfortabler und teurer als der traditionelle Doppelabzug.
Wer Bockdoppelbüchse Angebote vergleicht, begegnet immer wieder denselben Namen. Krieghoff aus Ulm gilt als Referenzklasse, insbesondere mit dem Modell Krieghoff Classic Bockdoppelbüchse. Gebr. Merkel aus Suhl steht seit 1898 für Tradition mit einem breiten Spektrum vom Einstieg bis zur Manufaktur. Blaser aus Isny ist bekannt für innovative Verschlusssysteme, Chapuis aus Frankreich bietet solide Mittelklassequalität, und Antonio Zoli sowie Rizzini aus Italien bedienen das Einstiegs- und mittlere Segment. Auf dem Gebrauchtmarkt sind außerdem gut erhaltene Suhler Bockdoppelbüchsen aus DDR-Produktion gefragte Sammler- und Gebrauchswaffen.
Welche Bockdoppelbüchse die richtige ist, hängt von drei zentralen Kriterien ab: der Qualität der Laufregulierung, der Kaliberwahl und dem Verschlusssystem. Wer diese drei Punkte versteht, trifft eine fundierte Kaufentscheidung – und vermeidet die teuren Fehler, die auf dem Gebrauchtmarkt lauern.
Die Laufregulierung ist bei einer Bockdoppelbüchse das mit Abstand wichtigste Qualitätsmerkmal. Beide Läufe müssen auf eine definierte Entfernung – in der Regel 100 Meter – denselben Treffpunkt aufweisen oder einen vorab definierten, reproduzierbaren Versatz zeigen.
Ein gut reguliertes Laufpaar zeigt auf 100 Meter einen Streukreis von unter 4 bis 5 cm pro Lauf und einen Treffpunktabstand beider Läufe zueinander von maximal 3 bis 5 cm. Bei Billigmodellen oder schlecht regulierten Waffen können die Treffpunkte beider Läufe auf 100 Meter 10 cm und mehr auseinanderliegen – für die Jagdpraxis vollkommen inakzeptabel.
Die Regulierung erfolgt ab Werk durch Verlöten oder Verschrauben der Läufe unter kontrollierten Bedingungen. Eine Nachregulierung ist extrem aufwendig und kostspielig – oft mehrere hundert bis über tausend Euro beim Büchsenmacher. Bei günstigen Modellen kann der Aufwand einer Nachregulierung den Zeitwert der Waffe schnell übersteigen.
Für den Käufer bedeutet das: Vor dem Kauf – besonders bei Gebrauchtwaffen – sollte ein Probebeschuss mit der vorgesehenen Munitionssorte stattfinden oder zumindest ein Beschussprotokoll eingesehen werden. Eine Regulierung gilt außerdem immer nur für eine bestimmte Laborierung. Wer wissen möchte, welche Bockdoppelbüchse zuverlässig reguliert ist, kommt um diesen Prüfschritt nicht herum.
Die zweite zentrale Entscheidung betrifft die Frage: gleiche Kaliber in beiden Läufen oder zwei verschiedene Kaliber? Beide Konfigurationen haben ihre Berechtigung – abhängig vom Jagdrevier und dem erwarteten Wildbestand.
| Konfiguration | Vorteile | Nachteile | Typische Kombinationen |
|---|---|---|---|
| Gleiches Kaliber | Einfachere Regulierung, eine Munitionssorte, günstigerer Preis | Keine Flexibilität bei der Wildart | .30-06 / .30-06, .308 Win. / .308 Win. |
| Verschiedene Kaliber | Zwei Wildarten, ein Gewehr; universeller Einsatz | Aufwendigere Regulierung, teurer, zwei Munitionssorten | .243 Win. / .30-06, 7×65R / 9,3×74R, .30R Blaser / 8×57 IRS |
Traditionell werden in Kipplaufwaffen häufig Randpatronen verwendet – etwa 7×65R, 8×57 IRS oder 9,3×74R. Der Rand erleichtert die Extraktion, da kein Magazin benötigt wird. Moderne Bockdoppelbüchsen kammern jedoch auch randlose Patronen problemlos. Einsteiger fahren mit gleichem Kaliber in einer gängigen Patrone wie .308 Win. oder .30-06 am günstigsten: einfachste Regulierung, weitverbreitete Munition, niedrigerer Einstiegspreis.
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Das Verschlusssystem bestimmt maßgeblich die Robustheit und Langlebigkeit der Waffe. Drei Systeme dominieren den Markt: Der Kersten-Verschluss mit zwei Greifzapfen hinter den Läufen ist weit verbreitet, robust und bewährt. Der Blitz-Verschluss mit seitlicher Verriegelung entstammt der Suhler Tradition und gilt als besonders stabil. Der Greener-Crossbolt ergänzt mit einer zusätzlichen Querverriegelung, die besonders für schwere Kaliber geeignet ist.
Hochwertige Abzüge sind entscheidend für Präzision im Revier. Typische Abzugsgewichte liegen zwischen 1.200 g und 1.800 g im Direktabzug; mit Stecher sind Gewichte von 80 bis 200 g möglich. Das Gewicht der Waffe selbst bewegt sich bei Bockdoppelbüchsen in Standardkalibern typischerweise zwischen 3,0 kg und 3,8 kg. Großwild-Doppelbüchsen in schweren Kalibern können 5 kg und mehr wiegen. Bei der handwerklichen Preisklasse dieser Waffen empfiehlt sich zudem eine individuelle Schaftanpassung beim Büchsenmacher.
Viele Käufer unterschätzen die Munitionsabhängigkeit der Regulierung. Eine Doppelbüchse, die mit einer bestimmten Laborierung – beispielsweise RWS ID Classic 10,7 g in .30-06 – perfekt reguliert ist, kann mit einer anderen Laborierung wie Norma Oryx 11,7 g Treffpunktabweichungen von 5 bis 8 cm zeigen. Wer die Munitionssorte wechseln möchte, muss die Waffe im Grunde neu anschießen und gegebenenfalls nachregulieren lassen. Das ist kein theoretisches Problem, sondern ein praxisrelevanter Punkt, der bei der Beschaffung von Reservemunition berücksichtigt werden sollte.
Ein zweiter verbreiteter Fehler betrifft den Gebrauchtwaffenkauf ohne Beschussprotokoll. Eine äußerlich tadellose Bockdoppelbüchse kann durch unsachgemäße Lagerung, einen Sturz oder frühere Reparaturen ihre Regulierung verloren haben. Ohne Probebeschuss ist das Risiko erheblich – und die Kosten einer Nachregulierung übersteigen bei günstigen Modellen schnell den Zeitwert der Waffe.
Für den Revierjäger mit vielseitigem Wildbestand empfiehlt sich eine Bockdoppelbüchse mit zwei verschiedenen Kalibern, etwa die Gebr. Merkel B3 Bockdoppelbüchse in .243 Win. / .30-06 – eine Waffe für Rehwild und Schwarzwild. Der Bergjäger und Reisejäger ist mit einer leichten Bockdoppelbüchse im gleichen Kaliber gut beraten, etwa der Krieghoff Classic Bockdoppelbüchse in 7×65R: kompakt, schmal, gut zu tragen. Der Safari-Jäger benötigt Bockdoppelbüchsen in Großwildkalibern wie der Krieghoff Classic Big Five in .470 NE – für den schnellen Zweitschuss ohne Repetieren bei gefährlichem Wild.
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Ein fundierter Bockdoppelbüchse Test erfordert andere Methoden als ein Standard-Gewehrtest. Im Mittelpunkt stehen nicht allein Streukreise eines einzelnen Laufs, sondern vor allem der Treffpunktabstand beider Läufe zueinander auf 100 Meter – das entscheidende Maß für die Regulierungsqualität.
Fachmedien wie Wild und Hund, die Deutsche Jagdzeitung und der JÄGER dokumentieren beim Bockdoppelbüchse Test regelmäßig, dass der Treffpunktabstand beider Läufe zueinander das zentrale Qualitätsmerkmal ist. Eine gut regulierte Bockdoppelbüchse zeigt auf 100 Meter einen Streukreis von unter 4 bis 5 cm pro Lauf und einen Treffpunktabstand beider Läufe von maximal 3 bis 5 cm – Werte, die bei Modellen im Mittelklasse- und Premiumsegment regelmäßig erreicht werden. Schlechter regulierte Exemplare aus dem Billigbereich fallen dagegen durch Abweichungen von 10 cm und mehr auf, was für den Jagdeinsatz nicht akzeptabel ist.
Neben der Regulierung bewerten Testberichte in Fachpublikationen wie VISIER und Wild und Hund die Abzugsqualität als zweites Kernkriterium. Direktabzüge zwischen 1.200 g und 1.800 g gelten als praxistauglich, während Stecher mit 80 bis 200 g für präzise Einzelschüsse auf größere Distanz ausgelegt sind. In Tests schneiden Modelle aus dem oberen Mittelklassesegment – Gebr. Merkel B4 Bockdoppelbüchse, Chapuis Express Progress und Krieghoff Classic Bockdoppelbüchse – beim Abzugsgefühl konsistent besser ab als Einstiegsmodelle. Die Verarbeitungsqualität zeigt sich laut Fachmedien besonders an der Passgenauigkeit der Basküle und der Qualität der Holz-Metall-Übergänge.
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Ein direkter Bockdoppelbüchse Testsieger lässt sich nicht über alle Preisklassen hinweg benennen, weil die Anforderungen je nach Einsatzzweck zu unterschiedlich sind. Was Fachpublikationen jedoch übereinstimmend zeigen: Im Segment bis 10.000 Euro bietet die Gebr. Merkel B3 Bockdoppelbüchse ein sehr gutes Verhältnis aus Regulierungsqualität, Suhler Handwerkskunst und Praxistauglichkeit. Im Premiumsegment gilt die Krieghoff Classic Bockdoppelbüchse als Maßstab für Regulierungsgenauigkeit und Servicenetz. Wer eine Bockdoppelbüchse günstig im Gebrauchtsegment sucht, findet laut Berichten auf egun.de und in Waffenbörsen gut erhaltene ältere Suhler Modelle – allerdings immer mit dem Vorbehalt, dass ein Probebeschuss vor dem Kauf zwingend erforderlich ist.
Der messbare Qualitätsunterschied zwischen einer Bockdoppelbüchse für 5.000 Euro und einer für 20.000 Euro liegt primär nicht in der Grundfunktionalität, sondern in der Präzision der Regulierung, der Gleichmäßigkeit der Abzugsqualität und der Verarbeitungsgüte von Gravur und Schaftholz. Eine gut erhaltene Gebr. Merkel B3 Bockdoppelbüchse oder ein Antonio Zoli Express im unteren Preissegment können jagdlich vollkommen ausreichend sein – sofern die Regulierung stimmt. Der Aufpreis im Premiumsegment bei Modellen wie der Krieghoff Classic Big Five oder den Gebr. Merkel Manufaktur-Sondermodellen spiegelt neben der Verarbeitung auch Faktoren wie Wertstabilität, individuelle Anpassung und Sammlerwert wider.
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Basierend auf der Marktanalyse und verfügbarem Fachwissen haben wir die relevantesten Bockdoppelbüchsen für den deutschen Markt zusammengestellt. Für alle, die eine Bockdoppelbüchse kaufen möchten, bieten die folgenden Modelle in ihrer jeweiligen Preisklasse ein überzeugend fundiertes Gesamtpaket – von der soliden Gebrauchswaffe bis zum handwerklichen Meisterstück.
Der Antonio Zoli Express ist der klassische Einstieg in die Welt der Bockdoppelbüchsen. Die solide italienische Fertigung, gängige Kaliberkombinationen und ein Preis im Bereich von ca. 3.000 bis 4.500 Euro machen ihn zu einer vernünftigen Wahl für Jäger, die erstmals mit einer Kipplaufwaffe arbeiten möchten. Wer von Beginn an deutschen Ursprung und die Suhler Handwerkskunst bevorzugt, greift zur Gebr. Merkel B3 Bockdoppelbüchse im Bereich ca. 4.500 bis 7.000 Euro: bewährter Kersten-Verschluss, breites Kaliberangebot und eine Markenhistorie seit 1898. Auf dem Gebrauchtmarkt sind ältere Suhler Bockdoppelbüchsen teils unter 3.000 Euro verfügbar – ein fachmännischer Probebeschuss ist hier allerdings Pflicht.
Die Gebr. Merkel B4 Bockdoppelbüchse steht für die gehobene Ausführung aus dem Hause Merkel: Handgravur-Optionen, hochwertigeres Schaftholz und verfeinerte Verarbeitung im Bereich von ca. 7.000 bis 12.000 Euro. Wer Wert auf französische Manufakturqualität legt, findet im Chapuis Express Progress eine robuste Alternative mit gutem Handling im Bereich ca. 5.000 bis 9.000 Euro. Die Chapuis Bockdoppelbüchse gilt als zuverlässige Wahl für Revierinhaber, die eine langlebige Alltagswaffe suchen.
Referenz im deutschen Markt bleibt die Krieghoff Classic Bockdoppelbüchse im Bereich ca. 8.000 bis 16.000 Euro. Das Combi-Cocking-System, die exzellente Regulierungsqualität und das weltweite Servicenetz machen sie zur meistgenannten Empfehlung in der Mittelklasse. Zudem bietet die Rizzini Express 92 EL eine interessante Alternative im mittleren Segment mit gutem Ruf für Verarbeitungsqualität und Handling.
Für die Safari und den Einsatz auf gefährliches Großwild ist die Krieghoff Classic Big Five die erste Adresse. In Kalibern bis .500 NE konkurriert sie mit britischen Double Rifles – zu einem im Verhältnis günstigeren Preis im Bereich ca. 18.000 bis 35.000 Euro. Zwei Läufe im Großwildkaliber, sofort verfügbar, ohne Repetieren – das ist das Konzept, das diese Waffe bei Safari-Jägern so beliebt macht. Mit individueller Bulino-Gravur und Ausstellungsgrad-Schaftholz wächst der Sammlerwert entsprechend.
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Die Gebr. Merkel Manufaktur-Sondermodelle ab ca. 15.000 Euro bieten Suhler Einzelanfertigung mit individuellen Kalibern und Unikaten. Hochwertige Bockdoppelbüchsen dieser Klasse sind wertstabil bis wertsteigernd – ein Argument, das besonders Sammler und langfristig denkende Käufer anspricht.
Die beste Bockdoppelbüchse ist diejenige, deren Laufregulierung zur gewählten Munition passt und deren Kaliberkombination den eigenen Jagdanforderungen entspricht. Krieghoff, Gebr. Merkel und Blaser decken als Kernmarken des deutschen Markts die gesamte Bandbreite vom soliden Gebrauchsgewehr bis zum handwerklichen Meisterstück ab. Wer eine Bockdoppelbüchse günstig erwerben möchte, findet auf dem Gebrauchtmarkt regelmäßig gut erhaltene Modelle älterer Suhler Produktion – ein fachmännischer Probebeschuss bleibt jedoch in jedem Fall Pflicht.
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Im täglichen Jagdbetrieb zeigt die Bockdoppelbüchse ihre Stärken dort, wo andere Waffen an Grenzen stoßen. Zwei sofort verfügbare Schüsse, optional zwei verschiedene Kaliber und eine kompakte Bauform – das sind die Argumente, die diese Waffe im Revier relevant halten.
Die Bockdoppelbüchse mit zwei verschiedenen Kalibern ist im Revier mit gemischtem Wildbestand nahezu konkurrenzlos. Ein konkretes Beispiel: Der Jäger sitzt auf Rehwild an – der untere Lauf ist mit .243 Win. geladen. Zugleich wechselt regelmäßig Schwarzwild, für das der obere Lauf in .30-06 sofortige Bereitschaft bietet – ohne Waffenwechsel, ohne Umrüstung.
Die Umschaltung zwischen den Läufen erfolgt je nach System unterschiedlich. Bei Einabzugsystemen schaltet ein Schieber oder das Rücksetzen des Abzugs zwischen den Läufen um. Beim Doppelabzug – der traditionellen Lösung – bedient der vordere Abzug den unteren Lauf und der hintere Abzug den oberen Lauf. Beide Systeme funktionieren zuverlässig; der Einabzug ist komfortabler im Handling, der Doppelabzug traditioneller und wartungsärmer.
Das Gewicht einer Bockdoppelbüchse liegt in Standardkalibern typischerweise zwischen 3,0 und 3,5 kg. Die kompakte, seitlich flache Bauform ohne vorstehende Kammer oder Magazin macht sie für lange Aufstiege gut geeignet. Kein Klappern von Repetiermechanismus oder losem Magazin – das schätzen Bergjäger bei stundenlangen Anstiegen. Zudem erleichtert die schmale Laufschiene der Bock-Anordnung die Montage von Zielfernrohren erheblich gegenüber der nebeneinanderliegenden Querflinte.
Bei der Nachsuche auf angeschossenes Schwarzwild oder Rotwild ist der schnelle Zweitschuss ein relevanter Sicherheitsvorteil. Zwei sofort verfügbare Schüsse ohne Nachladen – der Zweitschuss fällt schneller als bei jeder Repetierwaffe, weil kein Repetiervorgang nötig ist. In schweren Kalibern wie .375 H&H, .416 Rigby oder .470 NE konkurriert die Bockdoppelbüchse mit der klassischen Side-by-Side-Doppelbüchse britischer Tradition – bietet aber den Vorteil der einfacheren Zielfernrohrmontage durch die schmale Laufschiene.
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| Stärke | Erklärung |
|---|---|
| Schneller Zweitschuss | Kein Repetieren nötig – der zweite Schuss liegt sofort an |
| Kaliberflexibilität | Zwei Kaliber in einer Waffe für verschiedene Wildarten |
| Kompakte Bauform | Keine Magazin-Überstände, schmale Silhouette |
| Zuverlässigkeit | Kipplauf-Mechanik mit extrem wenigen beweglichen Teilen |
| Sicherheit | Offene Basküle zeigt sofort den Ladezustand |
| Wertstabilität | Hochwertige Modelle verlieren kaum an Wert |
| Schwäche | Erklärung |
|---|---|
| Nur zwei Schuss | Nach zwei Schuss muss gebrochen und nachgeladen werden |
| Munitionsgebundene Regulierung | Wechsel der Laborierung kann Regulierung verändern |
| Hoher Preis | Deutlich teurer als vergleichbare Repetierbüchsen |
| Gewicht bei Großwildkalibern | Schwere Kaliber erfordern 4–5+ kg Waffengewicht |
| Begrenzte Kapazität bei Gesellschaftsjagden | Für Drückjagd mit hohem Wildaufkommen ist die Repetierbüchse oft praktischer |
Die Bockdoppelbüchse ist Teil der Kategorie der Kipplaufwaffen und Jagdbüchsen. Eng verwandt ist sie mit der Bockbüchsflinte (BBF) – der nächsten Verwandten mit einem Kugel- und einem Schrotlauf –, mit dem Drilling als Dreiläufer in verschiedenen Laufkombinationen und mit der Doppelbüchse (Side-by-Side) mit nebeneinanderliegenden Kugelläufen. Als Alternative mit höherer Magazinkapazität steht die Repetierbüchse zur Verfügung. Passendes Zubehör umfasst Zielfernrohre (die Bock-Anordnung erleichtert die Montage), Jagdmunition in der für die Waffe regulierten Laborierung sowie Waffenpflege und Waffenreinigung und Waffenkoffer und Waffenfutterale für den sicheren Transport.
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