Die Bockdoppelflinte gehört zu den vielseitigsten Flintentypen, die Jäger und Sportschützen in Deutschland einsetzen. Wer eine Bockdoppelflinte kaufen möchte, findet aktuell Neuwaffen in einer Preisspanne von 599 € bis 4.280 €, wobei der Median bei rund 949 € liegt. (Quellen: waffen-niederhausen.de, gunfinder.de, Stand 01.03.2026)
Bei einer Bockdoppelflinte – auch Bockflinte oder Over-Under genannt – sind zwei Läufe übereinander angeordnet. Das Kippblock-System erlaubt es, die Waffe zu brechen: Beim Öffnen schwenken die Läufe nach unten, die Patronen werden sichtbar. Genau das unterscheidet die Bockflinte von der Querflinte (Side-by-Side), bei der die Läufe nebeneinander liegen. Beide Typen gehören zur übergeordneten Kategorie der Flinten und funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip, unterscheiden sich aber in Handhabung, Balance und Ziellinienbreite spürbar voneinander.
Die Bockdoppelflinte deckt mehrere Einsatzbereiche ab, was ihre anhaltende Beliebtheit erklärt.
In der Niederwildjagd auf Hase, Fasan oder Taube ermöglichen die zwei Läufe schnell zwei aufeinanderfolgende Schüsse auf flüchtendes Wild. Für die Entenjagd in Feuchtgebieten ist Kaliber 12/76 Magnum die erste Wahl, da die Stahlschrot-Pflicht entsprechende Patronen verlangt. Auch bei der Drückjagd auf kurze Distanzen wird die Bockdoppelflinte mit Flintenlaufgeschossen eingesetzt – auf Distanzen bis etwa 40 Meter ist das eine praktikable Lösung, auch wenn sie keine Büchse ersetzt.
Beim Sportschießen in den Disziplinen Trap, Skeet und Sporting ist die Bockflinte das meistverbreitete Waffenformat. Längere Läufe von 71 bis 76 cm sorgen für eine ruhigere Schwungbewegung und eine längere Ziellinie, was die Treffsicherheit auf Wurftauben verbessert.
Jungjäger entscheiden sich häufig für eine Bockdoppelflinte als Erstflinte. Zwei schnelle Schüsse, ein unkompliziertes Sicherheitskonzept und eine robuste Mechanik machen den Einstieg leicht. Beim Brechen sind geladene Patronen sofort erkennbar, was die passive Sicherheit erhöht.
Bockdoppelflinten im Preisvergleich zeigen eine Spanne von 599 € bis 4.280 € für Neuwaffen; der Median liegt bei rund 949 €. (Quellen: waffen-niederhausen.de, gunfinder.de, Stand 01.03.2026) Diese Bandbreite erklärt sich durch sehr unterschiedliche Verarbeitungsqualitäten, Materialien und Markenpositionen.
| Segment | Preisbereich | Beispielmodelle |
|---|---|---|
| Budget | unter 1.000 € | Kofs Zenith SX (599–699 €), Forest Favorite (649 €), Mercury Light (699 €), Akkar Churchill 206E Hunting Black (899–979 €) |
| Mittelklasse | 1.000–2.000 € | Huglu Victor schwarz 71 cm (1.149–1.199 €), Brenner BF 20 Deluxe 71 cm (1.499 €), Browning B525 New Game 71 cm (1.979 €) |
| Premium | über 2.000 € | Beretta 686 Silver Pigeon 1 Jagd 12/76 (2.365 €), Browning B725 Sporter Black Edition (3.389–4.280 €) |
Mehrere Faktoren treiben den Preis nach oben – und jeder davon hat eine direkte Auswirkung auf den Alltag mit der Waffe.
Das Verschlusssystem spielt eine zentrale Rolle. Ein einfacher Monoblock-Verschluss reicht für den Standardgebrauch, während aufwendigere Verriegelungen wie der Kersten-Verschluss (bei dem zwei seitliche Riegel zusätzlich arretieren) mehr Präzision und Langlebigkeit bieten. Beim Laufstahl unterscheidet man zwischen chromierten und nicht chromierten Innenläufen: Chromierte Läufe sind korrosionsbeständiger, vertragen Stahlschrot besser und lassen sich leichter reinigen.
Die Holzqualität des Schafts ist im Budget-Segment meist türkischer Nussbaum in Standardausführung. Im Premium-Bereich handelt es sich um ausgesuchten, handgeölten Nussbaum mit feiner Maserung, der nicht nur optisch überzeugt, sondern auch besser in der Hand liegt. Gravuren sind im Budget-Bereich lasergeätzt; bei Premium-Modellen werden sie von Hand graviert. Beim Choke-System ist Wechselchoke (Multichoke) heute auch im günstigsten Segment Standard – fast alle modernen Modelle werden mit einem Satz von drei bis fünf Chokes ausgeliefert.
Türkische Hersteller prägen das untere und mittlere Preissegment und gewinnen durch steigendes Qualitätsniveau zunehmend Marktanteile. Akkar ist mit rund sechs gelisteten Modellvarianten (899–979 €) der am häufigsten gelistete Anbieter auf deutschen Händlerportalen. Huglu folgt mit etwa vier Varianten im Bereich von 1.149–1.199 €. Kofs bietet mit drei gelisteten Varianten ab 599 € den günstigsten Einstieg. Während türkische Marken das Volumengeschäft bestimmen, halten Browning (1.979–4.280 €) und Beretta (2.365 €) das Premiumsegment mit etablierten Systemen und einem flächendeckenden Händlernetz in Deutschland.
Welche Bockdoppelflinte die richtige ist, hängt von drei Faktoren ab: der Schaftpassform, der Lauflänge und dem Choke-System. Wer diese Kriterien kennt, trifft eine Kaufentscheidung, die im Revier und auf dem Schießstand überzeugt – und vermeidet die häufigsten Fehler.
Die Schaftpassform ist bei Bockdoppelflinten das kaufentscheidende Kriterium Nummer eins: Selbst eine Flinte für 4.000 € schießt schlecht, wenn der Schaft nicht zum Schützen passt. Diese Aussage klingt eindeutig, wird im Praxisalltag aber regelmäßig ignoriert.
Die relevanten Schaftmaße sind die Senkung (englisch: Drop at comb / Drop at heel) – also der vertikale Abstand zwischen Schaftlinie und Schienenkante – sowie die Schaftlänge (Abstand von der Abzugsmitte zur Mitte der Schaftkappe) und der Pitch (Winkel der Schaftkappe). Stimmen diese Maße nicht mit der Körpergeometrie des Schützen überein, zeigt die Flinte beim natürlichen Anschlag systematisch zu hoch, zu tief oder zur Seite. Kein Choke und keine Munition korrigiert diesen Fehler.
Budget-Modelle wie die Kofs Zenith SX ab 599 € bieten in der Regel Standardschäfte ohne Verstellmöglichkeit. Im mittleren Segment liefert beispielsweise die Brenner BF 20 Deluxe 71 cm (1.499 €) teilweise adjustierbare Schaftkappen oder höhenverstellbare Kämme. Premium-Flinten wie die Browning B725 Sporter Black Edition (ab 3.389 €) bieten häufig werksseitig verstellbare Schäfte oder die Option zum individuellen Maßschaft.
Wer noch keine eigenen Schaftmaße kennt, sollte vor dem Kauf unbedingt eine Anschlagsprobe im Fachhandel machen oder ein Flintenlaufschießen (Sporting oder Trap) besuchen. Viele Schießsportvereine bieten Einführungskurse an, bei denen die persönlichen Maße ermittelt werden können.
Lauflänge und Kaliber bestimmen, wie gut die Flinte zum geplanten Einsatz passt. Für die Jagd gelten Lauflängen von 66 bis 71 cm als Standard. Kaliber 12/76 ist das vielseitigste Format: Es erlaubt leichte Feldladungen ebenso wie Stahlschrot-Magnum-Patronen für die Entenjagd. Wer weniger Rückstoß und eine leichtere Waffe bevorzugt, greift zu Kaliber 20/76.
Für das Sportschießen in den Disziplinen Trap und Sporting sind Lauflängen von 71 bis 76 cm üblich. Die längeren Läufe erhöhen die Trägheit der Schwungbewegung, was bei Wurftauben zu einem gleichmäßigeren Vorhalt führt. Im deutschen Handel dominiert die 71-cm-Lauflänge als vielseitiger Kompromiss: Die Browning B525 New Game 71 cm (1.979 €), die Huglu Victor schwarz 71 cm (1.149–1.199 €) und die Brenner BF 20 Deluxe 71 cm (1.499 €) decken dieses Maß ab und eignen sich damit sowohl für die Jagd als auch für gelegentliches Sportschießen.
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Das Wechselchoke-System (Multichoke) ist heute auch im günstigsten Preissegment Standard. Selbst Einstiegsmodelle ab 599 € werden mit einem Satz von drei bis fünf auswechselbaren Chokes geliefert – von Zylinder (weiteste Streuung) bis Vollchoke (engste Streuung). Das erlaubt eine schnelle Anpassung an verschiedene Jagdsituationen ohne Werkzeug oder Aufwand.
Bei der Wahl zwischen Ejektoren und Extraktoren gilt: Ejektoren werfen abgeschossene Hülsen beim Brechen automatisch aus – ein echter Vorteil beim schnellen Nachladen in der Drückjagd oder beim Clayshooting. Extraktoren heben die Hülsen nur leicht an, das Entnehmen muss manuell erfolgen. Budget-Modelle bieten teilweise nur Extraktoren; ab der Mittelklasse sind Ejektoren Standard.
Den Einabzug (auch: Selective Single Trigger) bieten nahezu alle modernen Bockdoppelflinten. Er erlaubt, mit einer Abzugsbewegung zuerst den vorderen, dann den hinteren Lauf auszulösen – oder umgekehrt, je nach Laufwahlschalter. Doppelabzüge, bei denen jeder Abzug einen eigenen Lauf bedient, finden sich nur noch bei traditionellen oder sehr günstigen Modellen.
Der häufigste Fehler beim Kauf einer Bockdoppelflinte ist es, ausschließlich auf den Preis zu achten und die Schaftpassform zu übergehen. Ein Modell für 599 € mit passender Schaftgeometrie ist in der Praxis einer Flinte für 1.500 € mit falschem Schaftmaß deutlich überlegen – unabhängig von Holzqualität, Gravur oder Marke.
Ebenso problematisch ist die Verwechslung von Sport- und Jagdflinten. Die Browning B725 Sporter Black Edition (ab 3.389 €) ist eine exzellente Sporting-Flinte: breitere Schiene, lange Läufe, höheres Gewicht von über 3,6 kg. Auf dem Schießstand ist das ein Vorteil, weil das Gewicht den Rückstoß dämpft. Nach drei Stunden Niederwildjagd zu Fuß wird dieselbe Flinte zur Belastung. Umgekehrt ist die leichte Mercury Light (699 €) mit ihrem geringeren Gewicht gut für mobile Jagd, aber nach 100 Schuss auf dem Schießstand spürbar unangenehmer durch den stärkeren Rückstoß.
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| Käufertyp | Empfehlung | Preisbereich | Begründung |
|---|---|---|---|
| Jungjäger / Einsteiger | Kofs Zenith SX, Forest Favorite Jagd 12/76 | 599–699 € | Solide Grundausstattung, Wechselchokes, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Erfahrener Jäger | Akkar Churchill 206E Hunting Black, Huglu Victor schwarz 71 cm, Brenner BF 20 Deluxe 71 cm | 899–1.499 € | Bessere Verarbeitung, Ejektoren, höherwertiges Holz |
| Sportschütze / Ambitionierter Jäger | Browning B525 New Game 71 cm, Beretta 686 Silver Pigeon 1 Jagd 12/76 | 1.979–2.365 € | Bewährte Systeme, exzellenter Wiederverkaufswert, Ersatzteilversorgung |
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Ein unabhängiger Bockdoppelflinten-Test mit veröffentlichten Messdaten ist seltener verfügbar als viele Käufer erwarten. Das liegt in der Natur des Produkts: Bockdoppelflinten werden seltener mit standardisierten Messverfahren geprüft als Büchsen oder Repetiergewehre.
Dedizierte Bockdoppelflinten-Tests mit veröffentlichten Messdaten – Streukreise, Abzugsgewichte, Rückstoßmessungen – sind in deutschsprachigen Jagd- und Waffenmagazinen seltener als bei Büchsen. Viele Jäger orientieren sich daher an Hands-On-Erfahrungen aus dem Fachhandel und an der Verbreitungshäufigkeit in Revieren und auf Schießständen. Aktuell liegen für den deutschen Markt keine unabhängigen Bockdoppelflinten-Tests mit veröffentlichten Streukreismessungen oder standardisierten Vergleichstests vor (Stand: März 2026). Die folgenden Einschätzungen basieren auf Marktdaten, Händlerbewertungen und der Modellverfügbarkeit.
Wo Testdaten fehlen, liefert die Marktverfügbarkeit einen verlässlichen Hinweis auf Praxisbewährung. Modelle, die in vielen Händlerportalen gelistet werden und in mehreren Konfigurationen verfügbar sind, haben sich im Sortiment etabliert. Die Akkar Churchill 206E Hunting Black führt mit etwa sechs gelisteten Varianten die Häufigkeitsliste an. Die Huglu Victor schwarz 71 cm folgt mit rund vier gelisteten Varianten. Beide Modelle decken zudem verschiedene Lauflängen und Ausführungen ab, was für eine gesicherte Ersatzteil- und Konfigurationsbasis spricht.
Der direkte Bockdoppelflinten-Vergleich zwischen einem Einstiegsmodell und einem Premium-Modell macht deutlich, wo die Preisunterschiede entstehen – und wo sie weniger relevant sind.
| Merkmal | Budget: Kofs Zenith SX (599 €) | Premium: Browning B725 Sporter Black Edition (3.389 €) |
|---|---|---|
| Holzqualität | Türkischer Nussbaum, Standard | Ausgesuchter Nussbaum, feine Maserung |
| Verschlusssystem | Standard-Monoblock | Bewährtes Browning-System mit Nachspannsicherheit |
| Verstellbarer Schaft | Nein | Je nach Modell ja |
| Ersatzteil-Verfügbarkeit Deutschland | Über Importeur | Über Browning-Händlernetz flächendeckend |
(Preisquellen: gunfinder.de, waffen-niederhausen.de, Stand 01.03.2026)
Im Marktsegment unter 1.000 € bietet die Kofs Zenith SX ab 599 € ein auffällig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Wechselchokes, Ejektoren und ein Nussbaumschaft sind zu diesem Preis keine Selbstverständlichkeit. (Quellen: waffen-niederhausen.de, gunfinder.de, Stand 01.03.2026) Wer das Modell mit der Browning B725 Sporter Black Edition (3.389–4.280 €) vergleicht, zahlt das Sechsfache – und bekommt dafür ein verstellbares Schaftsystem, Back-Bored-Läufe (innenprofilierte Läufe für gleichmäßigere Streubilder) sowie Invector-DS-Wechselchokes und eine flächendeckende Händlerbetreuung in Deutschland.
Aus der Fachpraxis ist bekannt, dass Bockdoppelflinten mit Monoblock-Verschluss konstruktionsbedingt langlebig sind. Die kritischen Verschleißteile sind Schlagbolzenfedern und Ejektorfedern – beides Komponenten, die sich im Fachhandel ohne größeren Aufwand tauschen lassen.
Ein konkreter Hinweis aus der Händlerpraxis: Eine Flinte, die beim Schließen wackelt oder einen losen Verschluss zeigt, wird mit steigender Schusszahl zunehmend lockerer. Wer eine gebrauchte Bockdoppelflinte kaufen möchte, sollte deshalb auf die Passung von Verschluss und Läufen achten – ein kurzer Wackeltest beim Schließen der Flinte zeigt sofort, ob der Verschluss noch satt sitzt.
Basierend auf der Analyse aktueller Marktdaten und Händlerangebote (Stand: März 2026) haben wir die empfehlenswertesten Bockdoppelflinten in drei Kategorien zusammengefasst. Für alle, die eine Bockdoppelflinte kaufen möchten, bieten die folgenden Modelle einen guten Ausgangspunkt.
Die Kofs Zenith SX ist ab 599 € die günstigste Neuwaffe im Bockdoppelflinten-Preisvergleich und bietet bereits Wechselchokes und Ejektoren. (Quellen: gunfinder.de, waffen-niederhausen.de, Stand 01.03.2026) Damit setzt sie einen Maßstab für das Budget-Segment, dem andere Modelle in dieser Preisklasse kaum vollständig folgen können.
Die Forest Favorite Jagd 12/76 kostet 649 € und ist auch als Linksschaftversion erhältlich – ein klarer Vorteil für Linksschützen, die im Budget-Segment oft wenige Optionen haben. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, findet in der Mercury Light ab 699 € eine Alternative mit geringerem Gewicht, was bei langen Pirschgängen spürbar entlastet.
Im oberen Budget-Bereich ist die Akkar Churchill 206E Hunting Black (899–979 €) das meistgelistete Modell im deutschen Fachhandel mit rund sechs verfügbaren Varianten. Ejektoren und eine ansprechende Verarbeitung machen sie zum häufig empfohlenen Gesamtpaket.
| Produkt | Preis | Stärke |
|---|---|---|
| Kofs Zenith SX 12/76 | 599–699 € | Niedrigster Einstiegspreis mit Wechselchokes und Ejektoren |
| Forest Favorite Jagd 12/76 | 649 € | Linksschaftversion verfügbar, jungjägergerecht positioniert |
| Mercury Light | 699 € | Geringes Gewicht für mobile Jagd |
| Akkar Churchill 206E Hunting Black | 899–979 € | Meistgelistetes Modell, ca. 6 Varianten, hohe Verfügbarkeit |
Im mittleren Segment liefern Hersteller spürbar bessere Holz- und Metallverarbeitung, zuverlässigere Ejektormechanismen und häufig verstellbare Komponenten. Die Huglu Victor schwarz 71 cm (1.149–1.199 €) überzeugt mit rund vier gelisteten Varianten und einem durchdachten Ausstattungsumfang. Wer etwas mehr Budget mitbringt, findet in der Brenner BF 20 Deluxe 71 cm (1.499 €) eine gut ausgestattete Flinte mit hochwertigerem Finish.
Den Abschluss der Mittelklasse bildet die Browning B525 New Game 71 cm (1.979 €). Das etablierte Browning-System genießt in Deutschland einen hervorragenden Ruf, und das flächendeckende Händlernetz sorgt für zuverlässige Ersatzteilversorgung. Der Wiederverkaufswert von Browning-Flinten ist erfahrungsgemäß stabiler als bei türkischen Marken.
| Produkt | Preis | Stärke |
|---|---|---|
| Huglu Victor schwarz 71 cm | 1.149–1.199 € | Gute Verarbeitung, breites Modellprogramm |
| Brenner BF 20 Deluxe 71 cm | 1.499 € | Gut ausgestattete Flinte mit höherwertigem Finish |
| Browning B525 New Game 71 cm | 1.979 € | Etabliertes System, breites Händlernetz, stabiler Wiederverkaufswert |
Wer dauerhaft in eine Bockdoppelflinte investieren möchte, findet im Premium-Segment zwei Referenzmodelle. Die Beretta 686 Silver Pigeon 1 Jagd 12/76 (2.365 €) gehört zu den weltweit meistverkauften Bockflinten-Baureihen. Ersatzteilversorgung, Händlerbetreuung und ein exzellenter Wiederverkaufswert machen sie zur sicheren Langzeitinvestition.
Die Browning B725 Sporter Black Edition (3.389–4.280 €) richtet sich gezielt an Sportschützen. Back-Bored-Läufe, Invector-DS-Chokes und ein werksseitig verstellbarer Schaft heben sie klar vom Jagdsegment ab. Beide Marken – Browning und Beretta – bieten in Deutschland ein flächendeckendes Händler- und Servicenetz, was Reparaturen und Anpassungen erheblich vereinfacht.
Gebrauchte Bockdoppelflinten starten bei rund 160 € für ältere Modelle und reichen bis ca. 1.700 € für gepflegte Beretta-Modelle. (Quelle: gunfinder.de, Stand 01.03.2026) Das macht den Gebrauchtmarkt besonders für Einsteiger interessant, die erst Erfahrungen sammeln möchten.
| Produkt (gebraucht) | Preis gebraucht |
|---|---|
| Tundra Bockdoppelflinte 12/70 | ca. 160 € |
| Noris Bockdoppelflinte | ca. 390 € |
| FN Bockdoppelflinte B25 | ca. 899 € |
| Beretta 686E Cal. 20/76 | ca. 1.700 € |
(Alle Gebrauchtpreise: gunfinder.de, Stand 01.03.2026)
Zusammenfassend lässt sich sagen: Einsteiger finden im Segment unter 700 € mit Kofs und Forest Favorite zuverlässige Einstiegsmodelle. Wer langfristig investieren möchte, ist mit einer Browning B525 New Game 71 cm oder Beretta 686 Silver Pigeon 1 Jagd 12/76 gut beraten – diese Marken bieten nicht nur Qualität, sondern auch den stabilsten Wiederverkaufswert im deutschen Markt.
Die Bockdoppelflinte bewährt sich seit über 100 Jahren im praktischen Einsatz. Was sie so langlebig macht, ist nicht ein einzelner Vorteil, sondern das Zusammenspiel aus Zuverlässigkeit, Sicherheitskonzept und Vielseitigkeit – wenn Lauflänge, Kaliber und Ausstattung zum Einsatzzweck passen.
Die Niederwildjagd auf Hase, Fasan, Rebhuhn und Taube ist der klassische Einsatzbereich für Bockdoppelflinten. Typische Schussdistanzen liegen zwischen 20 und 35 Metern, flüchtendes Wild erfordert schnelle Reaktion. Genau dafür bietet die Bockflinte mit zwei sofort verfügbaren Schüssen die richtige Antwort.
Empfohlen sind Kaliber 12/70 oder 12/76, Lauflängen von 66 bis 71 cm und Wechselchokes im Kombinationsset aus Viertelchoke (für den ersten, schnellen Schuss auf kürzere Distanz) und Dreiviertelchoke (für den zweiten Schuss mit etwas mehr Streuung). Die Akkar Churchill 206E Hunting Black (899–979 €) und die Huglu Victor schwarz 71 cm (1.149–1.199 €) sind für diesen Einsatz gut ausgestattet. Beide verbinden eine praxistaugliche Lauflänge mit Ejektoren für schnelles Nachladen.
Die Entenjagd in Feuchtgebieten unterliegt der Stahlschrot-Pflicht – Bleischrot ist in vielen Revieren verboten. Kaliber 12/76 Magnum ist hier die Standardwahl, da die größere Hülse mehr Stahlschrot aufnimmt und den Energieverlust gegenüber Blei teilweise ausgleicht.
Wichtig: Nicht jede Bockdoppelflinte ist für Stahlschrot-Magnum zugelassen. Chromierte Innenläufe sind dabei ein entscheidendes Merkmal, weil Stahlschrot härtere Partikel hat als Blei und unchromierte Läufe schneller abnutzt. Vor dem Kauf sollte die Herstellerangabe zur Stahlschrot-Freigabe geprüft werden – besonders bei günstigen Modellen.
Bei Trap geht es um steigende, vom Schützen wegfliegende Tauben. Hier helfen längere Läufe von 71 bis 76 cm, ein höherer Schaftkamm und engere Chokes. Skeet hingegen erfordert breite Chokes (Zylinder oder Skeet) für schnelle Nahschüsse auf quer fliegende Wurftauben. Sporting kombiniert beide Elemente und verlangt eine vielseitige Konfiguration – idealerweise 71 bis 76 cm Lauflänge und ein Set verschiedener Chokes.
Die Browning B725 Sporter Black Edition (3.389–4.280 €) ist spezifisch für das Sporting konzipiert: Back-Bored-Läufe, Invector-DS-Chokes und ein verstellbarer Schaft machen sie zur Referenz im sportlichen Bereich. Wer gelegentlich schießt, ist mit der Browning B525 New Game 71 cm (1.979 €) ebenfalls gut bedient – sie ist vielseitiger einsetzbar und günstiger.
Auf kurze Distanzen bis etwa 40 Meter lässt sich die Bockdoppelflinte mit Flintenlaufgeschossen (z. B. Brenneke) auch bei der Drückjagd auf Schwarzwild einsetzen. Das ist in manchen Revieren gängige Praxis, ersetzt aber keine Büchse für mittlere und lange Distanzen. Die Stärken der Bockflinte – Zuverlässigkeit und passive Sicherheit – kommen auch hier zum Tragen.
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