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Benelli – Italienische Ingenieurskunst für Jagd und Flintensport

Benelli Flinten stehen für eines: technologischen Vorsprung, der im Revier messbar wird. Die Marke Benelli Armi S.p.A. mit Sitz in Urbino, Italien, zählt heute zu den profiliertesten Waffenherstellern Europas – und das nicht trotz, sondern wegen ihrer klaren Spezialisierung auf Selbstladeflinten, Bockdoppelflinten und Selbstladebüchsen. Wer eine Benelli kauft, entscheidet sich für eine Waffe, die in Italien gefertigt wird und deren Kernideen bis in die 1960er-Jahre zurückreichen.

Von Urbino in die deutschen Reviere

Benelli Armi wurde 1967 gegründet und gehört seit 1983 zur Beretta Holding. Die vollständige Fertigung in Urbino sichert „Made in Italy“-Qualität bei jedem Modell – von der Rohbearbeitung bis zur Endkontrolle. In Deutschland vertreibt die Manfred Alberts GmbH das gesamte Benelli-Sortiment. Das ist kaufrelevant: Garantieabwicklung, Ersatzteilversorgung und Serviceanfragen laufen über einen etablierten deutschen Partner, der zudem auf das globale Netzwerk der Beretta-Gruppe zurückgreifen kann. Fachhändler wie Frankonia und Waffen Brammer führen die gängigen Modelle auf Lager und ermöglichen das Anschlagen vor dem Kauf – was bei Flinten keine Selbstverständlichkeit ist.

Das Inertia System – Benellis Markenzeichen

Das Inertia System (auf Deutsch: Trägheitsladeprinzip) ist der technologische Kern jeder Benelli Selbstladeflinte. Es funktioniert ohne Gasentnahme aus dem Lauf: Der Rückstoß der Patrone bewegt einen Trägheitskörper im Verschluss, der die Repetierautomatik auslöst. Das klingt schlicht – hat aber weitreichende Konsequenzen. Kein Gaskolben bedeutet kein verschmutztes Gassystem, weniger bewegliche Teile und eine deutlich höhere Zuverlässigkeit bei Regen, Kälte und dreckigen Revieren. Gerade für die Wasservogeljagd, wo Salzwasser und Schlamm dem Material zusetzen, ist das ein handfester Vorteil. Zudem lässt sich eine Benelli Selbstladeflinte werkzeuglos zerlegen – ein Detail, das im Revier zählt.

Advanced Impact-Läufe und weitere Schlüsseltechnologien

Advanced Impact-Läufe – mehr Geschwindigkeit, bleifrei tauglich

Die Advanced Impact (A.I.)-Läufe sind Benellis aktuell wichtigste Weiterentwicklung. Durch ein vergrößertes Laufprofil erzielen sie gegenüber konventionellen Läufen eine um +17 m/s höhere Mündungsgeschwindigkeit (V₀) (All4Shooters). Das ist kein Marketingversprechen, sondern ein messbarer Unterschied: Bei Schrotladungen bedeuten 17 m/s mehr Anfangsgeschwindigkeit eine straffere Garbe auf Jagdentfernungen und eine bessere Energieübertragung beim Auftreffen. Besonders relevant ist das im Kontext bleifreier Munition – Stahl- und Bismutschrot haben von Natur aus geringere Anfangsgeschwindigkeiten als Bleiladungen. Die A.I.-Läufe kompensieren diesen Nachteil teilweise und machen die betreffenden Benelli-Modelle zukunftssicher.

ComforTech 3, BE.S.T. und Crio-Lauf

ComforTech 3 ist Benellis Schaftsystem zur Rückstoßreduktion. Optimierte Schaftgeometrien dämpfen den Rückstoß spürbar und ermöglichen eine schnellere Zielerfassung nach dem Schuss – ein echter Vorteil für Vielschützen im Sporting oder auf der Taubenjagd.

Die BE.S.T.-Technologie (Benelli Surface Treatment) ist eine Oberflächenbehandlung, die weit über herkömmliche Brünierung hinausgeht. Sie schützt Lauf und Metallteile vor Rost und Verschleiß – relevant für jeden Jäger, der seine Waffe bei Wind und Wetter führt, ohne nach jeder Pirsch eine Grundreinigung vornehmen zu wollen.

Der Crio-Lauf wird kaltgehämmert und anschließend kryogen behandelt – das heißt, er wird auf rund –180 °C abgekühlt. Dieser Prozess reduziert innere Spannungen im Laufstahl und sorgt für ein frei schwingendes System. Das Ergebnis sind messbar engere Deckungsbilder. Der Crio-Lauf kombiniert damit zwei Qualitätsmerkmale: Präzision und Langlebigkeit.

Preisrange und Positionierung

Mit einem deutschen Preisrahmen von etwa 1.976 € (Argo E) bis 32.688 € (Super Black Eagle) (Frankonia) deckt Benelli ein breites Spektrum ab – vom robusten Alltagsinstrument bis zum absoluten High-End-Modell. Diese Spanne zeigt: Benelli Deutschland ist keine Nischenmarke für Sammler, sondern ein Vollsortimenter für Jäger und Sportschützen mit unterschiedlichsten Anforderungen und Budgets.

Produktlinien & Top-Modelle im Überblick

Benellis Sortiment gliedert sich in drei Hauptlinien: Selbstladeflinten auf Inertia-Basis, Bockdoppelflinten der 828-Serie und Selbstladebüchsen der Argo-Serie. Jede Linie ist auf spezifische Einsatzbereiche zugeschnitten.

Benelli Selbstladeflinten – die DNA der Marke

Alle Benelli Selbstladeflinten teilen das Inertia System als gemeinsame Basis. Dennoch unterscheiden sie sich erheblich in Ausstattung, Gewicht und Einsatzzweck.

Die Benelli Colombo (2.229 €) ist der Einstieg ins Benelli-Flintensortiment. Leichter Schwung und ein angenehmes Schussverhalten machen sie besonders für die Taubenjagd und Einsteiger geeignet – sie verzeiht Fehler beim Anschwingen und liegt in der Hand, ohne zu ermüden (Frankonia).

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Die Benelli Vinci Camo APG-HD (2.770 €) setzt auf geringe Mündungsbewegung nach dem Schuss. Das ermöglicht eine schnellere Zielnachführung beim zweiten Schuss – ein Vorteil bei fliehenden Fasanen oder schnell wechselnden Zielen. Zudem ist die werkzeuglose Zerlegung für Reinigung und Transport praktisch (Frankonia).

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Der Benelli Super Vinci Camo Max 5 (2.493 €) kombiniert das A.I.-Lauf- und Chokesystem mit einem Gewicht von ca. 2,9 kg (Frankonia) – und ist damit eine der leichtesten 12/76-Selbstladeflinten am Markt. Wer ganztägig auf Feld, Wasser und im Wald jagt, wird dieses Gewicht zu schätzen wissen. Das Realtree-Max-5-Tarnmuster ist auf offenes Gelände und Wasserwildjagd ausgelegt.

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Die Benelli Black Eagle Camo Optifade Marsh (2.835 €) richtet sich mit ihrem auf Marsch- und Schilf-Habitate optimierten Tarnmuster klar an Wasserwildjäger. Fünf Wechselchokes und ein Absorptions-Komfortsystem gehören zum Lieferumfang (Frankonia).

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Das Flaggschiff der Selbstladeflintenlinie ist die Super Black Eagle (32.688 €). Sie erreicht Sub-M.O.A.-Präzision – das bedeutet, dass die Garbe auf definierte Entfernungen in einem Streukreis unter einer Minute (Minute of Angle, ca. 2,9 cm auf 100 m) bleibt. Die Chassis-Konstruktion mit steifem Aluminiumrahmen sorgt für die dazu notwendige Wiederholgenauigkeit. BE.S.T.-Technologie schützt die Oberfläche dauerhaft (Frankonia).

Benelli Bockflinten – die 828-Serie

Die 828-Serie war Benellis Einstieg in ein Segment, das traditionell von Herstellern wie Beretta, Browning und Caesar Guerini dominiert wird. Benelli brachte dabei eine technische Besonderheit: Ein Aluminium-Gehäuse statt des klassischen Stahl-Systemkastens senkt das Gewicht auf ca. 2,9 kg – ein deutlicher Vorteil gegenüber vergleichbaren Bockflinten, die typisch 3,3 bis 3,6 kg auf die Waage bringen.

Die Benelli 828 U Jagd (3.027 €) ist das Basismodell der Serie. Neben dem Gewichtsvorteil bietet sie bis zu 40 Einstellungen am Hinterschaft – damit lässt sich die Waffe präzise auf individuelle Körpermaße anpassen, ohne den Gang zum Büchsenmacher. Das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit (Frankonia).

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Die Benelli 828 S A.I. Jagd (3.765 €) ergänzt das Grundmodell um A.I.-Läufe für höhere Mündungsgeschwindigkeiten, das Kick-Off-System (ein hydraulischer Dämpfer im Hinterschaft, der den gefühlten Rückstoß spürbar reduziert), hochwertige Flugwildgravuren und einen Holzschaft. Für Vielschützen und rückstoßempfindliche Schützen ist das Kick-Off-System ein handfestes Kaufargument (Frankonia).

Die Benelli 828 U Super Sport (knapp über 4.000 €) ist die konsequenteste Ausbaustufe der 828-Serie für den Schießsport. A.I.-Läufe mit +17 m/s V₀ (All4Shooters), Extended Chokes, Portung, Carbonschiene und ein Stahl-Receiver für optimale Balance vervollständigen das Paket. All4Shooters kommentierte das Modell auf der Messe Jagd & Hund 2026: „Wir liegen bei der Waffe knapp über 4.000 € und das ist schon preislich in dem Bereich für eine Waffe mit der Ausstattung wirklich eine [Ansage].“

Die Benelli 828 S A.I. Limited Edition setzt auf dieselbe technische Basis – A.I.-Läufe, Kick-Off-System – und ergänzt sie mit einer aufwendigen Flugwildgravur und einem Holzschaft mit ausgeprägter Maserung. All4Shooters hält fest: „Herzstück der Flinte sind die Advanced Impact (A.I.)-Läufe, die durch ein vergrößertes Laufprofil höhere Mündungsgeschwindigkeiten ermöglichen.“ Ein Preis war zum Recherchezeitpunkt nicht veröffentlicht.

Benelli Selbstladebüchsen – die Argo-Serie

Die Benelli Argo E (1.976 €) ist das einzige aktuell im deutschen Markt breit verfügbare Büchsenmodell von Benelli. Sie verbindet BE.S.T.-Beschichtung, das Progressive-Comfort-System zur Rückstoßdämpfung und eine kryogen behandelte Laufgarnitur – und hat als einzige Büchse im Sortiment den NATO-Zertifizierungstest Endurance Test bestanden (Frankonia). Dieser Härtetest übersteigt zivile Anforderungen deutlich und belegt die Belastbarkeit des Systems unter extremen Bedingungen. Die Argo E ist damit eine überzeugende Wahl für die Drückjagd und den Ansitz unter wechselnden Witterungsbedingungen.

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Kaufberatung – Welche Benelli passt zu welchem Jäger?

Die Frage „Welche Benelli kaufen?“ lässt sich nicht pauschal beantworten – sie hängt vom Einsatzzweck, der Ergonomie und den persönlichen Prioritäten ab. Vier Käufertypen helfen bei der Orientierung.

Käufertyp 1 – Neueinsteiger und Jungjäger

Wer neu in die Jagd einsteigt, braucht eine Waffe, die robust ist, wenig Pflege verlangt und Anfängerfehler verzeiht. Im Flintensegment erfüllt die Benelli Colombo (2.229 €) genau diese Anforderungen: leichter Schwung, angenehmes Schussverhalten und das pflegeleichte Inertia System ohne Gaskolben (Frankonia). Für den Einstieg in die Büchsenjagd ist die Benelli Argo E (1.976 €) die erste Wahl. Die BE.S.T.-Beschichtung schützt die Oberfläche auch bei weniger sorgfältiger Reinigung, das Progressive-Comfort-System reduziert den gefühlten Rückstoß und die NATO-Zertifizierung belegt die Robustheit des Systems (Frankonia). Beide Modelle sind bewusst einfach zu handhaben – ein Vorteil, wenn man noch dabei ist, Routine im Umgang mit der Waffe aufzubauen.

Käufertyp 2 – Der Allround-Jäger

Wer auf verschiedene Wildarten in unterschiedlichem Gelände jagt, braucht Vielseitigkeit. Im Selbstladeflinten-Segment bietet der Benelli Super Vinci Camo Max 5 (2.493 €) mit ca. 2,9 kg Gewicht eine ganztägige Tragefreude, die bei schwereren Modellen fehlt. Das A.I.-Lauf- und Chokesystem macht ihn fit für Jagdladungen aller Art (Frankonia). Wer dagegen eine Bockflinte bevorzugt, greift zur Benelli 828 U Jagd (3.027 €): ebenfalls ca. 2,9 kg, mit 40 Schafteinstellungen für eine individuelle Passform ohne Büchsenmacher (Frankonia). Wechselchokes decken alles ab – vom Fasan im Wald bis zur Wasservogeljagd im Schilf.

Käufertyp 3 – Der Sportschütze

Sporting-Schützen stellen andere Anforderungen: Balance über hunderte Schüsse, Rückstoßmanagement und Deckungsbild sind entscheidend. Die Benelli 828 U Super Sport (knapp über 4.000 €) ist für diesen Einsatzbereich konsequent ausgestattet. A.I.-Läufe mit +17 m/s V₀, Extended Chokes, Portung, Carbonschiene und das ComforTech-System liefern die Präzision und Ermüdungsresistenz, die ein intensiver Schießsporttag verlangt. All4Shooters bewertet die Ausstattung in dieser Preisklasse ausdrücklich als attraktiv. Extended Chokes und Portung kosten bei vielen Wettbewerbern Aufpreis – hier sind sie serienmäßig.

Käufertyp 4 – Der Premium-Jäger und Federwild-Spezialist

Wer eine Bockflinte sucht, die an der Strecke Eindruck hinterlässt und trotzdem technologisch aktuell ist, findet in der Benelli 828 S A.I. Jagd (3.765 €) die richtige Antwort. A.I.-Läufe für optimale Leistung mit bleifreier Munition, Kick-Off-System, hochwertige Flugwildgravuren und ein Holzschaft verbinden Ästhetik mit moderner Technik (Frankonia). Wer noch einen Schritt weiter gehen will, wählt die Benelli 828 S A.I. Limited Edition mit aufwendigerer Gravur und Holzschaft mit ausgeprägter Maserung – ein Modell mit echtem Sammlerwert und vollem Jagdgebrauchswert.

Typische Käuferfehler vermeiden

Zwei Fehler passieren immer wieder: Erstens wird das teuerste Modell mit dem besten gewechselt. Die Super Black Eagle (32.688 €) ist ein Spitzenprodukt – aber für jemanden, der dreimal im Jahr auf Fasane geht, ist die Benelli Colombo für 2.229 € das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Zweitens wird der Systemtyp falsch gewählt. Wer hauptsächlich Trap, Skeet oder Sporting schießt, ist mit einer 828 U besser beraten als mit einer Camo-Selbstladeflinte – und der Wasserwildjäger braucht umgekehrt keine Bockflinte.

Tests & Auszeichnungen – Was Fachmedien über Benelli sagen

Das verfügbare Testbild zu Benelli konzentriert sich auf Messevorstellungen und Produktbeschreibungen etablierter Händler. Klassische Vergleichstests mit Messdaten wie Streukreisen in Zentimetern oder Abzugsgewichten in Gramm aus Fachmagazinen lagen zum Recherchezeitpunkt nicht vor. Was vorliegt, hat dennoch Gewicht.

A.I.-Läufe: messbarer Fortschritt, bestätigt auf der Jagd & Hund 2026

Die Advanced Impact-Läufe wurden von All4Shooters auf der Messe Jagd & Hund 2026 dokumentiert und als technischer Fortschritt eingeordnet: „Herzstück der Flinte sind die Advanced Impact (A.I.)-Läufe, die durch ein vergrößertes Laufprofil höhere Mündungsgeschwindigkeiten ermöglichen.“ Der Wert von +17 m/s V₀ gegenüber konventionellen Läufen (All4Shooters) ist praxisrelevant: Bei Schrotladungen verringert sich die Zeit bis zum Auftreffen, die Garbe bleibt straffer und die Energie beim Aufprall ist höher. Das ist gerade mit bleifreier Stahl- oder Bismutmunition – deren V₀ naturbedingt niedriger liegt als bei Bleischrot – ein messbarer Vorteil im Revier.

828 U Super Sport: Preis-Leistung im Sport-Segment

All4Shooters hob auf der Jagd & Hund 2026 explizit hervor, dass die Benelli 828 U Super Sport für knapp über 4.000 € eine Ausstattung bietet, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich ist. Extended Chokes, Portung, Carbonschiene und das ComforTech-System sind Merkmale, die vergleichbare Bockflinten anderer Hersteller oft nur gegen Aufpreis liefern. Für den Sportschützen, der regelmäßig und intensiv schießt, summiert sich das.

Argo E: NATO-Zertifizierung als Belastbarkeitsnachweis

Die Benelli Argo E hat den NATO-Zertifizierungstest Endurance Test bestanden – einen standardisierten Härtetest, der über zivile Anforderungen hinausgeht und die Langlebigkeit des Gaswechselsystems unter extremen Bedingungen verifiziert (Frankonia). Das ist kein Marketing-Label, sondern ein nachprüfbares Zertifikat. Für Revierjäger, die ihre Büchse in jedem Wetter führen, ist das eine seriöse Robustheitsgarantie.

Super Black Eagle: Sub-M.O.A.-Präzision mit Chassis-Konstruktion

Die Super Black Eagle wird von Frankonia mit Sub-M.O.A.-Präzision beschrieben. Das bedeutet: Die Streuung liegt unter einer Winkelminute – umgerechnet weniger als etwa 2,9 cm auf 100 m. Ermöglicht wird das durch die Chassis-Konstruktion mit steifem Aluminiumrahmen, die Verwindungen unter dem Schussimpuls minimiert. BE.S.T.-Technologie schützt das gesamte System dauerhaft vor Korrosion.

Stärken und Schwächen im Überblick

Zu den klaren Stärken von Benelli zählen das seit Jahrzehnten bewährte Inertia System mit geringem Wartungsaufwand, die werkzeuglose Zerlegbarkeit, die gute Ersatzteilversorgung über das Beretta-Netzwerk und – bei neueren Modellen – die A.I.-Läufe als echte Leistungssteigerung. Allerdings hat das Inertia System eine systembedingte Grenze: Bei extrem leichten Laborierungen, etwa Subsonic-Ladungen, kann die Funktionssicherheit nachlassen, weil der Rückstoßimpuls für das Trägheitssystem nicht ausreicht. Im Kaliber 12 mit üblichen Jagdladungen ist das kein Thema. Die Aluminium-Gehäuse der 828-Serie sind leichter als klassische Stahl-Systemböden, reagieren aber empfindlicher auf starke mechanische Stöße. Zudem fehlt der 828-Serie im Vergleich mit etablierten Sportbockflinten wie der Beretta 692 oder der Blaser F16 noch die jahrzehntelange Wettbewerbshistorie – ein weicher Faktor, der für manche Käufer dennoch Gewicht hat.

Benelli oder Beretta, Browning, Franchi – Alternativen im Vergleich

Benelli ist nicht die einzige Wahl im Selbstladeflinte-Segment. Drei Alternativen verdienen einen direkten Vergleich.

Benelli vs. Beretta – der Familienvergleich

Beide Marken gehören zur Beretta Holding – verfolgen aber unterschiedliche Philosophien. Benelli setzt auf das Inertia System, Beretta auf Gasdrucklader (A400-Serie) und klassische Bockflinten (692/694-Serie). Der wesentliche Unterschied im Alltag: Ein Gasdrucklader wie die Beretta A400 Xtreme Plus repetiert auch sehr leichte Ladungen zuverlässig – etwa 12/70-Ladungen mit 24 g Schrot im Sporting. Das Inertia System der Benelli Selbstladeflinten benötigt einen ausreichenden Rückstoßimpuls, der bei leichten Laborierungen manchmal fehlt. Wer dagegen Wartungsarmut priorisiert – kein Gaskolben bedeutet kein verschmutztes Gassystem – und auf die A.I.-Läufe mit +17 m/s V₀ (All4Shooters) Wert legt, bleibt bei Benelli. Zudem liegt die Benelli 828 U Jagd mit ca. 2,9 kg deutlich unter dem typischen Gewicht einer Beretta 692 (3,3 bis 3,6 kg) – ein spürbarer Vorteil beim langen Jagdtag.

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Benelli vs. Browning

Der Browning Maxus 2 ist ein Gasdrucklader mit sanfterem Rückstoß als ein Inertia-System – allerdings auf Kosten eines höheren Reinigungsaufwands am Gaskolben. Preislich bewegt er sich in ähnlichen Regionen wie die Benelli Selbstladeflinten. Der Browning B725 Sporter ist eine Bockflinte mit Stahl-Systemkasten, Back-Bored-Läufen und breitem Schaftoptionen-Programm – schwerer als die 828 U, aber mit einer langen Wettkampftradition. Wer maximalen Rückstoßkomfort durch einen Gasdrucklader bevorzugt oder im Bockflintensegment auf die Browning-Plattform vertraut, ist dort gut aufgehoben. Wer Gewichtsersparnis und die A.I.-Lauftechnologie bevorzugt, wählt Benelli.

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Benelli vs. Franchi

Franchi ist ebenfalls Teil der Beretta-Gruppe und nutzt ein Inertia-System – technologisch also nah an Benelli. Die Affinity 3 liegt typisch unter 1.500 € und bietet die Grundtechnologie ohne ComforTech 3, A.I.-Läufe und BE.S.T.-Oberflächenbehandlung. Sie ist die konsequente Wahl bei engerem Budget. Wer die vollständige Benelli-Technologieausstattung möchte – inklusive kryogen behandelter Läufe, BE.S.T. und ComforTech – und bereit ist, dafür den Aufpreis zu zahlen, greift zur Benelli. Der Unterschied ist kein Qualitätsgefälle, sondern ein Ausstattungsgefälle.

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Benelli-Modelle vergleichen und das passende Angebot finden

Benelli vereint italienische Fertigungsqualität mit technologischen Innovationen wie dem Inertia System, den Advanced Impact-Läufen (+17 m/s V₀) und der BE.S.T.-Oberflächenbehandlung. Mit über 10 aktuell in Deutschland verfügbaren Modellen – von der Benelli Argo E ab 1.976 € bis zur Super Black Eagle bei 32.688 € – deckt die Marke ein breites Spektrum für Jäger und Sportschützen ab (Frankonia).

Flinteneinsteiger finden in der Benelli Colombo (ab 2.229 €) einen soliden und pflegeleichten Start. Allround-Jäger greifen zum Benelli Super Vinci Camo Max 5 (2.493 €, ca. 2,9 kg) – leicht, vielseitig und bleifreimunitionstauglich. Sportschützen profitieren von der Benelli 828 U Super Sport (knapp über 4.000 €) mit A.I.-Läufen und +17 m/s V₀. Büchseljäger starten mit der Benelli Argo E (1.976 €), die als einziges Modell im Sortiment den NATO-Zertifizierungstest Endurance Test bestanden hat.

Die Preisspanne zwischen Einstieg und Premium umfasst bei Benelli mehrere tausend Euro. Vergleichen Sie die aktuellen Händlerangebote auf jagdpreisvergleich.de und finden Sie die Benelli, die zu Ihrer Jagd und Ihrem Budget passt.

Quellen

  • All4Shooters
  • Frankonia
  • Benelli
  • Gunfinder
  • Waffen Brammer