




Die FABARM P.S.S. 10 ist eine halbautomatische Flinte im Kaliber 12/76 mm, die speziell für Practical-Shooting-Schützen entwickelt wurde und eine Magazinkapazität von 9+1, das PULSE Piston System zur Rückstoßreduktion sowie das TRIBOR HP Laufprofil vereint. Damit stellt sie eine der kapazitätsstärksten Serien-Selbstladeflinten auf dem aktuellen Markt dar – und das ab Werk, ohne jede Nachrüstung.
Hinter der P.S.S. 10 steht FABARM – vollständiger Name: Fabbrica Bresciana Armi – ein italienischer Flintenspezialisten mit Sitz in Brescia, der seit 1900 Flinten fertigt. Die norditalienische Industriestadt gilt seit Jahrhunderten als Herz der europäischen Waffenproduktion, und FABARM gehört zu den Herstellern, die diesen Ruf bis heute aktiv prägen. Das Unternehmen entwickelt seine Systeme konsequent für sportliche und professionelle Anwender.
Die P.S.S. 10 richtet sich primär an Schützen im Practical Shooting und der IPSC Shotgun-Disziplin. Das italienische Jagdmagazin Caccia Passione brachte es auf den Punkt: „Neun Schüsse pures Adrenalin.“ Diese Kapazität von 9+1 Patronen ist im Serienmarkt für Halbautomatik-Flinten tatsächlich außergewöhnlich. Ergänzt wird sie durch einen Beschuss mit 1.630 bar inklusive Prüfzertifikat, was die hohe Fertigungsqualität und Materialgüte der Waffe belegt.
Wer die FABARM P.S.S. 10 kaufen möchte, findet auf unserer Seite den aktuellen Preisvergleich deutscher Fachhändler. Alternativ bieten sich mit der FABARM P.S.S. 10 LR eine kapazitätsgleiche Schwesterversion sowie mit der Benelli M4 und der Beretta 1301 zwei klassische Mitbewerber im Selbstladeflinten-Segment an.
→ Preisvergleich: Benelli M4 bei jagdpreisvergleich.de ab 2645 €.
→ Preisvergleich: Beretta 1301 bei jagdpreisvergleich.de ab 1499 €.
Das PULSE Piston System ist ein gasdruckbetriebenes Antriebssystem, das den beim Schuss entstehenden Gasdruck kontrolliert nutzt, um den Verschluss zu betätigen. Der entscheidende Unterschied zu konventionellen Gasdruckladern liegt in der optimierten Gaskolbenführung: Sie leitet die Energie gleichmäßiger ab und reduziert so den wahrgenommenen Rückstoß spürbar. Für Practical-Shooting-Schützen bedeutet das zwei konkrete Vorteile: schnellere Folgeschüsse, weil die Waffe nach dem Schuss stabiler bleibt, und geringere Ermüdung über einen langen Matchtag mit hoher Schusszahl.
Das TRIBOR HP Laufprofil ergänzt dieses System auf der ballistischen Seite. Es handelt sich um ein von FABARM entwickeltes, dreistufig-konisches Innenprofil des Laufs, das die Schrotgarbe beim Austritt gleichmäßiger formt. Das Ergebnis ist eine konsistentere Deckung über verschiedene Distanzen – ein Vorteil, der bei IPSC-Stages mit gemischten Zieldistanzen direkt in besseren Treffern resultiert.
Mit 3,9 kg bei der Standardvariante (Lauflänge 61 cm / 24″) liegt die P.S.S. 10 im moderaten Bereich für eine 9+1-Selbstladeflinte im Kaliber 12/76 mm. Das Gewicht ist bewusst so gewählt: schwer genug, um den Rückstoß physikalisch zu dämpfen, leicht genug, um dynamische Stages ohne Ermüdung zu bewältigen. Zusätzlich montiert FABARM serienmäßig eine Mündungsbremse, die den Rückstoß weiter reduziert und das Wiederfinden des Ziels nach dem Schuss beschleunigt.
Die Visierung besteht aus einer Ghost-Ring-Visierung auf Picatinny-Schiene. Diese Kombination erlaubt eine schnelle, intuitive Zielerfassung im Nahbereich und bietet gleichzeitig die Basis für die Montage eines Red-Dot-Visiers im Wettkampfeinsatz. Der Abzug ist als Einabzug mit Druckknopf-Sicherung im Abzugsbügel ausgeführt – eine klassische, bewährte Lösung für sportliche Flinten.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Beschuss mit 1.630 bar inklusive Prüfzertifikat, der die Materialfestigkeit und Fertigungspräzision jeder einzelnen Waffe nachweist und eine erhebliche Sicherheitsreserve gegenüber dem Standardbetriebsdruck gewährleistet.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | FABARM |
| Modell | P.S.S. 10 |
| Waffentyp | Halbautomatische Flinte (Selbstladeflinte) |
| System | Gasdruck-Selbstlader (PULSE Piston System) |
| Kaliber | 12/76 (3″ Magnum) |
| Magazinkapazität | 9 + 1 Patronen |
| Lauflänge | 61 cm / 24″ (Standard) |
| Gewicht | 3,9 kg (Standard) |
| Abzug | Einabzug |
| Sicherung | Druckknopf-Sicherung im Abzugsbügel |
| Visierung | Ghost-Ring-Visierung auf Picatinny-Schiene |
| Laufprofil | TRIBOR HP |
| Beschuss | 1.630 bar (mit Prüfzertifikat) |
| Besonderheiten | PULSE Piston System, Mündungsbremse serienmäßig, 9+1 Kapazität |
Die technische Ausstattung der P.S.S. 10 ist darauf ausgelegt, ohne weiteres Zubehör wettkampfbereit zu sein – das unterscheidet sie von vielen Mitbewerbern wie der Benelli M4, die ursprünglich nicht für Practical Shooting konzipiert wurde.
Die FABARM P.S.S. 10 ist in zwei Ausführungen erhältlich, die sich trotz identischer Systemtechnik in wichtigen Punkten unterscheiden.
Die FABARM P.S.S. 10 Standard kommt mit einem 61-cm-Lauf (24″), wiegt 3,9 kg und ist mit einer Ghost-Ring-Visierung auf Picatinny-Schiene ausgestattet. Die kompaktere Lauflänge macht sie besonders wendig bei kurzen, schnellen Stages, bei denen enge Schießpositionen oder schnelles Schwenken zwischen mehreren Zielen gefordert sind.
Die FABARM P.S.S. 10 LR hingegen bietet einen längeren Lauf von 63,5 cm (25″) und kommt mit einer Picatinny-Schiene und einem Fiber-Korn als Visierung – ohne Ghost-Ring. Besonders auffällig: Trotz des längeren Laufs wiegt die LR-Variante mit 3,35 kg deutlich weniger als die Standardversion. Der Gewichtsunterschied von 550 Gramm ist erheblich und dürfte auf eine unterschiedliche Schaftkonfiguration oder Materialwahl zurückzuführen sein.
Für die Praxis ergibt sich daraus eine klare Entscheidungslogik. Die Standardvariante mit ihrem kürzeren Lauf und dem höheren Gewicht eignet sich besser für Stages mit vielen engen Schwenks und hoher Schussdichte. Die LR-Variante überzeugt dagegen bei Stages mit größeren Zieldistanzen, bei denen der längere Lauf und das Fiber-Korn präzisere Einzelschüsse begünstigen – und das bei spürbar geringerem Gewicht über einen langen Matchtag.
Sondermodelle oder Limited Editions sind für die P.S.S. 10 aktuell nicht bekannt.
Beim Practical Shooting – insbesondere in der IPSC Shotgun-Disziplin – schießen Sportschützen Stages mit einer Mischung aus Papierzielen, Stahlklappern und Tontauben auf variierenden Distanzen. Entscheidend für gute Stagezeiten sind drei Faktoren: Magazinkapazität, Rückstoßkontrolle und Geschwindigkeit der Zielerfassung. Die FABARM P.S.S. 10 ist in allen drei Punkten konsequent optimiert.
Die 9+1-Kapazität ist dabei das stärkste Argument. Jeder Nachladevorgang kostet im Wettkampf wertvolle Sekunden. Wer mit 9 Patronen im Rohr startet, schließt viele Stages ohne einzigen Nachladevorgang ab – ein Vorteil, den Mitbewerber mit 5+1 Serienkapazität schlicht nicht bieten können.
Das PULSE Piston System reduziert den Rückstoß, sodass die Mündung nach dem Schuss schneller wieder auf dem Ziel liegt. Zusammen mit der serienmäßigen Mündungsbremse ergibt sich eine deutlich reduzierte Gesamtbelastung pro Schuss. Das ist nicht nur für die Folgeschussgeschwindigkeit entscheidend, sondern auch für die Kondition über einen gesamten Matchtag mit mehreren hundert Schuss.
Die Ghost-Ring-Visierung ermöglicht eine schnelle, instinktive Zielerfassung, wie sie im Nahbereichs-Engagement typisch für IPSC-Stages ist. Wer auf höhere Präzision bei längeren Distanzen setzt, kann die Picatinny-Schiene nutzen, um ein Red-Dot-Visier – etwa einen Aimpoint Micro oder Holosun 510C – direkt aufzusatteln, ohne weitere Adapter.
Die P.S.S. 10 ist nicht als Jagdwaffe konzipiert und wird auch nicht als solche vermarktet. Das Kaliber 12/76 mm wäre grundsätzlich für Niederwild und Flugwild geeignet, doch die hohe Magazinkapazität ist bei der Jagd nicht nutzbar: Das deutsche Jagdrecht beschränkt die zulässige Ladekapazität beim Jagdeinsatz auf 2+1 Patronen. Die P.S.S. 10 bleibt damit eine Sportwaffe.
Die Magazinkapazität von 9+1 Patronen ist das herausragende Merkmal dieser Selbstladeflinte. Im Practical Shooting bedeutet weniger Nachladen direkt bessere Stagezeiten – und 9+1 ist im Serienmarkt tatsächlich außergewöhnlich. Das italienische Magazin Caccia Passione formulierte es treffend: „Neun Schüsse pures Adrenalin.“
Das PULSE Piston System liefert spürbar reduzierte Rückstoßimpulse. Wer über einen Wettkampftag viele Stages schießt, merkt den Unterschied in der Schulterbelastung und in der Geschwindigkeit, mit der die Waffe nach jedem Schuss wieder ruhig liegt. Die serienmäßige Mündungsbremse verstärkt diesen Effekt zusätzlich – ohne dass der Käufer etwas nachrüsten müsste.
Das TRIBOR HP Laufprofil optimiert die Schrotgarbe für gleichmäßigere Deckung. Kombiniert mit dem 1.630-bar-Beschuss inklusive Prüfzertifikat ergibt sich eine Waffe, die nicht nur technisch durchdacht, sondern auch in ihrer Fertigungsqualität nachweislich geprüft ist. Die wettkampffertige Ausstattung ab Werk – Ghost-Ring-Visierung, Picatinny-Schiene, Mündungsbremse – bedeutet, dass Schützen unmittelbar nach dem Kauf einsatzbereit sind.
Drei Punkte verdienen ehrliche Nennung. Erstens: Händlerpreise werden überwiegend nur auf Anfrage kommuniziert, was einen direkten Preisvergleich für Kaufinteressenten erschwert. Unser Preisvergleich auf dieser Seite schafft hier Abhilfe.
Zweitens liegt das Gewicht der Standardvariante mit 3,9 kg im oberen Bereich für eine Sportflinte. Bei sehr langen Matchtagen oder körperlich anspruchsvollen Parcours kann das spürbar werden – wer weniger Gewicht priorisiert, sollte die LR-Variante mit 3,35 kg in Betracht ziehen.
Drittens sind unabhängige Langzeittests internationaler Fachmedien zur P.S.S. 10 bisher rar. Eine umfassende externe Bewertung der Langzeitzuverlässigkeit steht noch aus. Die verfügbaren Presseberichte sind positiv, aber die Datenbasis ist schmal.
Wer die FABARM P.S.S. 10 mit direkten Mitbewerbern vergleicht, stößt sofort auf das stärkste Differenzierungsmerkmal: 9+1 Patronen ab Werk. Alle drei relevanten Konkurrenten liegen serienmäßig deutlich darunter und benötigen Magazinverlängerungen, um aufzuholen.
Die Benelli M4 ist weltweit eine der anerkanntesten Selbstladeflinten, eingesetzt von Militär- und Behördeneinheiten in zahlreichen Ländern. Ihr ARGO-Gasdrucksystem mit Dual-Kolben gilt als extrem robust und zyklusstabil. Allerdings liefert sie serienmäßig nur 5+1 Patronen – erweiterbar auf 7+1 mit entsprechendem Zubehör, aber nie annähernd an die Serienkapazität der P.S.S. 10 heranreichend. Preislich liegt die M4 bei etwa 2.000 bis 2.500 Euro. Sie ist keine primäre Practical-Shooting-Waffe, sondern eine Allround-Taktikflinte mit bewährter Zuverlässigkeit.
Die Beretta 1301 ist der direkteste sportliche Wettbewerber der P.S.S. 10. Das BLINK-Gasdrucksystem der 1301 gehört zu den schnellsten auf dem Markt – die Zykluszeit ist nachweislich kürzer als bei den meisten Mitbewerbern. Zudem wiegt die 1301 mit rund 3,0 bis 3,2 kg spürbar weniger. Preislich liegt sie bei etwa 1.800 bis 2.200 Euro. Der Nachteil: Auch hier bleiben 5+1 Patronen serienmäßig, und erst mit Magazinverlängerung lässt sich die Kapazität steigern.
Der Remington Versa Max war mit ca. 1.500 bis 2.000 Euro lange das günstigste Modell im Vergleichsfeld. Das VersaPort-Gasdrucksystem verarbeitet verschiedene Ladungen zuverlässig. Allerdings ist er breiter auf Jagd und Sport ausgelegt – nicht auf Practical Shooting optimiert – und bietet serienmäßig nur 3+1 Patronen. Zudem ist die Verfügbarkeit in Deutschland nach der Insolvenz von Remington eingeschränkt.
| Modell | System | Kapazität (Serie) | Gewicht | Preis (ca.) | Stärke |
|---|---|---|---|---|---|
| FABARM P.S.S. 10 | PULSE Piston (Gasdruck) | 9+1 | 3,9 kg | Auf Anfrage | Höchste Serienkapazität, wettkampffertig ab Werk |
| Benelli M4 | ARGO Dual-Piston | 5+1 (erweiterbar) | ca. 3,8 kg | ca. 2.000–2.500 € | Extreme Robustheit und Zuverlässigkeit |
| Beretta 1301 | BLINK (Gasdruck) | 5+1 (erweiterbar) | ca. 3,0–3,2 kg | ca. 1.800–2.200 € | Geringes Gewicht, schnelle Zykluszeit |
| Remington Versa Max | VersaPort (Gasdruck) | 3+1 (erweiterbar) | ca. 3,5 kg | ca. 1.500–2.000 € | Ladungstoleranz, günstigerer Einstieg |
Die Entscheidung hängt von der Priorität ab. Wer maximale Kapazität ohne Nachrüstung für IPSC-Stages sucht, kommt an der FABARM P.S.S. 10 kaum vorbei. Wer dagegen absolute Robustheit und bewährte Zuverlässigkeit in rauen Einsatzbedingungen priorisiert, ist mit der Benelli M4 besser bedient. Die Beretta 1301 empfiehlt sich für Schützen, die geringstes Gewicht und maximale Zyklusgeschwindigkeit über hohe Serienkapazität stellen. Den Remington Versa Max sollten Interessenten aufgrund der aktuell eingeschränkten Verfügbarkeit in Deutschland sorgfältig prüfen, bevor sie ihn in die engere Wahl nehmen.
Jetzt Preise der FABARM P.S.S. 10 bei deutschen Fachhändlern vergleichen und den besten Angebotspreis finden.