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Die Waffe ist in zwölf verschiedenen Kalibern verfügbar, von .243 Win. bis 9,3×62, was Einsätze vom Rehwild bis zum starken Rotwild und Schwarzwild ermöglicht. Seit ihrer Markteinführung ca. 2014–2015 als überarbeitete Version der klassischen Mannlicher-Serie hat sich die CL II als zuverlässiger Begleiter für anspruchsvolle Nachsuchen und präzise Ansitzschüsse bewährt.
Steyr Arms GmbH sitzt in Österreich und zählt zu den renommiertesten Herstellern von Jagdwaffen in Europa. Das Unternehmen unter der Marke Steyr Mannlicher blickt auf eine lange Tradition in der Fertigung von Präzisionswaffen zurück. Diese historische Kompetenz spiegelt sich in jeder Steyr Classic 2 wider: präzise Toleranzen, hochwertiges Finish und durchdachte Sicherheitskonzepte sind das Ergebnis von Jahrzehnten Erfahrung. Der Ruf für Zuverlässigkeit im Gelände hat Steyr Arms bis heute bewahrt. Besonders das Safe Bolt System, das seit vielen Jahren in Steyr-Waffen zum Einsatz kommt, genießt unter Jägern hohes Vertrauen – es verbindet mehrschichtige Sicherungsmechanismen, die auch unter extremen Bedingungen funktionieren.
Die Entwicklung der Classic-Serie markierte eine wichtige Phase in Steyrs Produktgeschichte: eine moderne, ergonomische Jagdrepetierbüchse, die traditionelle Handschrift mit aktuellen Anforderungen vereint. Mit der CL II hat Steyr diese Linie perfektioniert. Die aktuelle Generation nutzt das Optimized Barrel Profile (O.B.P.), ein durchdachtes Laufdesign, das Verwindungen minimiert und konstant hohe Präzision liefert. Bei den SX-Modellen kommt zusätzlich eine System-Voll-Alubettung zum Einsatz, die maximale Verwindungssteifigkeit garantiert. Diese technischen Innovationen zeigen: Steyr verbessert kontinuierlich, anstatt zu ruhen.
Für welche Jagdarten eignet sich die Steyr Classic 2? Das hängt von der gewählten Variante ab. Mountain- und Goiserer-Versionen sind Führwaffen für Bergpirsch und schnelle Schüsse; Semi-Weight-Modelle dominieren beim Ansitzschießen auf Distanz; Drückjagdvarianten mit optionaler Visierung glänzen bei der Drückjagd; Fullstock-Ausführungen ansprechen Traditionalist:innen und Sammler:innen. Zu den Haupteinsatzbereichen zählen Ansitzjagd, Pirsch, Drückjagd und Bergjagd – die CL II passt sich flexibel an, weil das System stimmig ist und jede Variante einen klaren Zweck erfüllt.
Die Steyr Classic 2 basiert auf einem Zylinderverschluss-System mit dem bewährten Safe Bolt System (SBS), das sich durch außergewöhnliche Sicherheit und Zuverlässigkeit auszeichnet. Mit einem Gewicht von etwa 3,3 kg (Goiserer/SX kurz) bis 3,5 kg (Fullstock Holz) und verfügbaren Lauflängen von 508 mm (Mountain/Fullstock) über 558 mm (Standard) bis 635 mm (Semi Weight) eignet sich die Waffe für unterschiedlichste Jagdsituationen – von der führigen Bergjagd bis zum präzisen Ansitzschuss. Die Kaliberauswahl reicht von .243 Win. bis 9,3×62 und ermöglicht damit Einsätze vom Rehwild bis zum starken Rotwild und Schwarzwild.
Das SBS-Sicherheitskonzept hebt sich deutlich ab: Es sperrt nicht nur im Verschlusskopf, sondern sichert zusätzlich den Schlagbolzen – ideal für anspruchsvolle Nachsuchen im Gebirge und bei schlechten Lichtverhältnissen. Die Magazinkapazität von vier Patronen (plus eins im Lauf) bietet ausreichend Feuerkraft für Drückjagden und schnelle Nachfolgschüsse. Der Kombiabzug mit optionalem Stecher erlaubt sowohl schnelle Drückjagdschüsse (Direktabzug etwa 1.500–1.600 Gramm) als auch feinste Präzisionsarbeit auf dem Schießstand (Stecher etwa 170 Gramm). Diese Flexibilität ist selten in dieser Preisklasse.
Technische Besonderheiten wie das Optimized Barrel Profile (O.B.P.) und die System-Voll-Alubettung bei SX-Modellen garantieren konstant hohe Präzision auch bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Der Lauf selbst durchläuft strenge Qualitätskontrollen. Das Mündungsgewinde M15×1 bei vielen Jagdmodellen (etwa Goiserer und SX-Varianten) ermöglicht die Nutzung von Schalldämpfern – praktisch für die Jagd in Gebieten mit Lärmempfindlichkeit.
Die Schaftmaterial unterscheiden sich je nach Modellreihe: Holzschäfte werden aus Walnussholz gefertigt und zeichnen sich durch eine bayrische Backe und Doppelfalz aus, die ergonomische Handanpassung und sicheren Griff garantieren. SX-Schäfte bestehen aus Kunststoff mit Polymereinlagen und bieten größere Verwitterungsbeständigkeit – ideal für Gebiete mit hoher Luftfeuchte oder Salzluft. Die Montageschiene für Zielfernrohre ist serienmäßig vorhanden; einige Varianten bieten optional eine Drückjagdvisierung.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Steyr Arms GmbH, Österreich |
| Modellbezeichnung | Steyr Classic 2 / Steyr Mannlicher CL II |
| Waffentyp | Repetierbüchse |
| System | Zylinderverschluss mit Safe Bolt System (SBS) |
| Verfügbare Kaliber | .243 Win., .22-250 Rem., .308 Win., 7mm-08 Rem., 7×64, .270 Win., .30-06 Spr., .25-06 Rem., 6,5×55 SE, 8×57 JS, 9,3×62 (Standard-Holzschaft); .308 Win., .30-06 Spr., 7×64, 8×57 JS, 9,3×62 (CL II SX) |
| Magazinkapazität | 4 Patronen (4+1 möglich) |
| Verfügbare Lauflängen | 508 mm (Mountain/Fullstock), 558 mm (Standard/Stainless), 635 mm (Semi Weight) |
| Gewicht (ohne Optik) | 3,3 kg (Goiserer/SX kurz), 3,4–3,6 kg (SX Standard), 3,5 kg (Fullstock Holz) |
| Schaftmaterial | Walnussholz mit bayrischer Backe/Doppelfalz (Holzschaft) oder Kunststoff mit Polymereinlagen und Voll-Alubettung (SX) |
| Abzug | Direktabzug ca. 1.500–1.600 g oder Kombiabzug mit Stecher ca. 170 g |
| Sicherung | 3-Stellungs-Sicherung mit Safe Bolt System: 2+1 Sicherung, Verschlusskopfverriegelung, Schlagbolzensicherung |
| Visierung | Standard ohne Visierung, Montageschiene für Zielfernrohr; optional Drückjagdvisierung |
| Besonderheiten | Optimized Barrel Profile (O.B.P.), Mündungsgewinde M15×1 (viele Modelle), System-Voll-Alubettung (SX-Modelle) |
Die Steyr Classic 2 ist keine Einheitslösung, sondern passt sich dem Einsatzzweck an. Im deutschen Handel stehen mehrere Varianten zur Wahl, die sich in Schaftmaterial, Lauflänge und Preis unterscheiden.
Die Steyr CL II Halfstock Standard mit 558-Millimeterns Lauf ist das Basismodell und kostet etwa 1.999 Euro. Sie verkörpert den klassischen Jagdrepetier und eignet sich für Ansitz, Pirsch und leichte Drückjagd gleichermaßen. Die Steyr CL II Mountain mit kürzerem 508-Millimeterns-Lauf ist die führige Alternative für Bergjäger – das Gewicht bleibt niedrig (etwa 3,3 kg), die Handlichkeit steigt. Diese Variante kostet ähnlich oder liegt maximal 100 Euro über dem Standard.
Die Steyr CL II Semi Weight mit schwereren, längeren 635-Millimeterns-Lauf richtet sich an Präzisionsschützen und Ansitzjäger. Der schwere Lauf reduziert Flugbahnschwankungen und stabilisiert die Ruhelage – ein Vorteil auf dem Schießstand über 100 Meter. Mit etwa 3,5 Kilogramm ist diese Variante spürbar schwerer, kostet aber oft nur 100–200 Euro mehr als der Standard. Die Steyr CL II Fullstock (Ganzschaft) mit 508-Millimeterns-Lauf ist das traditionelle Stück – durchgehender Holzschaft schafft höhere Verwindungssteifigkeit und spricht Sammler:innen an. Preis: etwa 1.899 Euro, also 100–200 Euro über Standard. Die Steyr CL II Halfstock Stainless mit rostträger Ausführung sitzt am oberen Ende der Holzpreisskala – etwa 200–300 Euro Aufschlag für die Edelstahl-Verarbeitung.
Die Steyr CL II SX nutzt Kunststoff mit Polymereinlagen und Voll-Alubettung. SX-Versionen kosten in Deutschland etwa 100–200 Euro weniger als vergleichbare Holzausführungen – ein großer Pluspunkt für Budget-bewusste Käufer, ohne dass die Schießleistung leidet. Die Steyr CL II SX Halfstock Standard (558-mm-Lauf) ist ein zuverlässiger Jagdallrounder zu etwa 1.799 Euro. Für Magnumkaliber gibt es die Steyr CL II SX Halfstock Magnum Caliber mit verstärktem Aufbau.
Die Steyr CL II SX Semi Weight mit 635-Millimeterns-Lauf bedient die gleiche Zielgruppe wie die Holz-Version – Schießstand und Ansitz. Die Steyr CL II SX Mountain mit 508-Millimeterns-Lauf bietet die leichte, führige Variante aus Kunststoff. Die Steyr CL II SX Goiserer ist eine Händler-spezifische Bezeichnung für eine kurze, besonders leichte SX-Variante, die bei mehreren deutschen Fachgeschäften unter diesem Namen läuft. Mit etwa 3,3 Kilogramm und einem günstigen Preis (etwa 1.699–1.749 Euro) ist die Goiserer die Einstiegsoption – besonders attraktiv für Bergpirsch und schnelle Schüsse auf kurze bis mittlere Distanz. Auch eine Steyr CL II SX Halfstock Stainless mit rostträger Kunststoff-Ausführung existiert.
Die günstigste Variante ist die CL II SX Goiserer bei etwa 1.699 Euro. Die teuerste Standardvariante liegt bei etwa 1.999 Euro (CL II Holz ohne Visierung). Zwischen diesen Polen finden Käufer:innen die richtige Variante. Mountain- und Goiserer-Versionen eignen sich für Bergjäger, Semi-Weight für Schießstand und Ansitz, Fullstock für Traditionalist:innen, Stainless für feuchte Reviere. Händler-spezifische Sonderpakete – etwa die CL II SX mit GPO Spectra 6x 2-12x50i – bieten Komplettsets mit Zielfernrohr, kosten dann aber deutlich mehr wegen der Optik, nicht wegen der Waffe.
Zur Linkshänder-Frage: Explizite Linkshänder-Ausführungen der CL II sind auf Herstellerseite und bei deutschen Händlern nicht prominent ausgewiesen. Wer als Linkshänder:in interessiert ist, sollte beim Fachhändler erfragen, ob eine Umrüstung möglich ist oder ob Steyr Sonderanfertigungen anbietet.
Die Steyr Classic 2 deckt dank ihrer Kalibervielfalt unterschiedliche Wildarten ab. .243 Win. und .22-250 Rem. sind optimal für Rehwild und Raubwild. .308 Win., 7mm-08 Rem., 7×64, .270 Win., .30-06 Spr., .25-06 Rem. und 6,5×55 SE decken Rehwild bis Rotwild, Schwarzwild und Gamswild ab. 8×57 JS und 9,3×62 sind die starken Kaliber für Rotwild und starkes Schwarzwild, auch gebirgstauglich.
Bei der Ansitzjagd brilliert die CL II unabhängig von der Variante. Der Semi Weight mit seinem langen, schweren Lauf (635 mm) schafft hier ideale Bedingungen – ruhige Ruhelage auf dem Schießstand, konstante Ballistik über Distanz. Die Pirsch bevorzugt leichte Waffen: Mountain und Goiserer (508-mm-Lauf, 3,3 kg) ermüden nicht auf langen Wegen durchs Gebirge. Hier zählt Führigkeit mehr als Absolute Präzision.
Zur Drückjagd liefert die CL II mehrere Vorteile: Der leichtgängige Verschluss ohne Hakeln ermöglicht schnelle Nachfolgschüsse, die 4+1-Magazinkapazität reicht für typische Situationen, und die optionale Drückjagdvisierung (oder mit Zielfernrohr ausgerüstete Varianten) ermöglicht schnelle Zielerfassung. Standard- und Mountain-Modelle sind hier die erste Wahl.
Die Bergjagd stellt besondere Anforderungen: Leichtigkeit und Zuverlässigkeit sind Trumpf. Mountain und Goiserer mit ihren 508 Millimetern Lauf und etwa 3,3 Kilogramm Gewicht sind prädestiniert. Die SBS-Sicherheit ist ein zusätzlicher Pluspunkt, denn im unwegsamen Gelände zählt Sicherheit mehr als irgendwo sonst. Das Mündungsgewinde M15×1 bei vielen Modellen ermöglicht die Nutzung von Schalldämpfern – praktisch in dicht besiedelten oder lärmempfindlichen Gegenden.
Auf dem 100-Meter-Schießstand zeigt die CL II ihre volle Kraft. Der Semi Weight mit schwererem Lauf und ruhiger Ruhelage ist die ideale Plattform für Präzisionsschützen. Im Test der All4shooters erzielte die CL II Semi Weight mehrere 3-Schuss-Gruppen deutlich unter 30 Millimetern auf 100 Meter – das entspricht Sub-MOA-Präzision (unter 1 MOA = etwa 29 mm/100 m). Mit Standardjagdmunition sind 1–1,5 MOA (etwa 25–35 mm/100 m) realistisch. Mit Premiummunition sinken die Streukreise auf etwa 20–25 Millimeter. Das Optimized Barrel Profile (O.B.P.) und die Voll-Alubettung (SX) sind die technischen Grundlagen für diese Konsistenz.
Der Stecher-Abzug mit etwa 170 Gramm Abzugsgewicht unterstützt Feinschuss über Distanz – ein großer Vorteil gegenüber schweren Direktabzügen. Zu Wettkampf-Zulassungen (etwa ISSF oder DSB-Regeln) lässt sich keine explizite Dokumentation für die CL II finden; die Waffe wird überwiegend für jagdliche Disziplinen und freies Sportschießen genutzt.
Hohe Präzision ist die erste Stärke. Im Test erreichte die CL II Semi Weight mehrere 3-Schuss-Gruppen unter 30 Millimetern auf 100 Meter – Sub-MOA-Präzision ist damit kein Zufallsergebnis, sondern Normalfall mit guter Munition. Das Safe Bolt System (SBS) mit 2+1 Sicherung, Verschlusskopfverriegelung und zusätzlicher Schlagbolzensicherung setzt sich deutlich ab. Diese mehrfache Absicherung ist ein echtes Differenzierungsmerkmal – besonders wertvoll bei Nachsuchen im Gebirge, wo Zuverlässigkeit über Leben und Tod entscheidet.
Der Abzug ist ein weiterer Pluspunkt. Der Stecher mit etwa 170 Gramm Abzugsgewicht ermöglicht feinste Präzisionsarbeit, während der Direktabzug (1.500–1.600 g) für Drückjagd nutzbar bleibt. Diese Flexibilität in einer Waffe ist selten. Der Verschluss läuft äußerst leichtgängig und sauber – im Test der All4shooters zeigten sich über 100 Schuss hinweg keine einzigen Störungen. Der Repetiervorgang erfolgt ohne Spiel, ohne Hakeln.
Gute Ergonomie und Führigkeit wirken sich auf jeden Schuss aus. Die Schaftform mit bayrischer Backe und Doppelfalz (Holz) oder griffigen Polymereinlagen (SX) passt sich der Hand an. Der Rückstoß bleibt auch in .30-06 angenehm kontrollierbar – das ist nicht selbstverständlich. Die hohe Fertigungsqualität zeigt sich in allen Passungen, im Finish und in der Laufqualität. Das ist österreichische Handwerkstradition.
Die Langzeitzuverlässigkeit wird durch Nutzerberichte mit 500 bis 1.500 Schuss ohne nennenswerte Funktionsstörungen belegt. Laufverschleiß bei jagdtypischen Schusszahlen ist gering, Probleme mit Verschluss oder Schlagbolzen nicht dokumentiert.
Der Direktabzug ab Werk mit 1.500–1.600 Gramm liegt für sportlich orientierte Schützen im oberen Bereich – wer ohne Stecher schießt, sollte eine Nachregulierung erwägen. Das Gewicht der Semi-Weight und Fullstock (etwa 3,5 kg) kann auf langen Bergpirschgängen ermüden; hier sind Mountain oder Goiserer besser geeignet.
Preis ist kein Nachteil pro se, aber es gibt Alternativen: Die Tikka T3x Hunter kostet etwa 300–500 Euro weniger und bietet ebenfalls hohe Präzision. Wer keine Notwendigkeit für SBS und Stecher sieht, kann mit günstigeren Modellen sparen. Der Kunststoffschaft der SX-Version wird von einigen als zu „utilitaristisch“ kritisiert – wenig Premium-Feeling im Vergleich zu Walnussholz, aber funktional einwandfrei.
Ersatzteile und Zubehör sind in Deutschland bei spezialisierten Fachhändlern leicht verfügbar (Originalmagazine, Schäfte), in anderen Märkten können Lieferzeiten länger ausfallen. Das ist kein kritischer Punkt für deutsche Käufer:innen.
Wer sich für die Steyr Classic 2 interessiert, schaut sich wahrscheinlich auch andere Modelle an. Hier ein fairer Überblick über die wichtigsten Konkurrenten.
Die Tikka T3x Hunter (Finnland) kostet etwa 1.300–1.600 Euro, liegt also 300–500 Euro unter der CL II. Sie bietet ebenfalls Sub-MOA-Präzision und zuverlässige Funktion. Der Sicherheitsmechanismus ist einfacher und direkter, es gibt kein SBS-System und keinen Stecher-Abzug ab Werk. Für preisbewusste Jäger:innen, die auf SBS und Stecher verzichten können, ist die Tikka eine solide Alternative – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut.
Die Sauer 101 Classic (Deutschland) liegt preislich ähnlich wie die CL II, etwa 1.800–2.100 Euro. Sie setzt auf einen 6-Warzen-Verschluss, andere Sicherungsphilosophie und einen sehr leichten Direktabzug ab Werk – aber keinen Stecher. Deutsche Fertigung und Traditionsmarke sind Argumente. Für Käufer:innen, die leichte Direktabzüge und deutscher Engineering bevorzugen, kann die Sauer die erste Wahl sein.
Die Mauser M12 kostet etwa 1.600–1.900 Euro und bietet klassisches 3-Position-Safety, ohne SBS. Sie ist weniger Premium-orientiert als die CL II, aber solide. Die Mauser M18 ist das Budget-Modell bei etwa 1.000–1.200 Euro – 500–700 Euro unter der CL II, aber auch ohne SBS und mit weniger Premium-Features. Für reine Jagdpraxis ohne technische Raffinessen ist die M18 ein Workhorse.
Die CL II rechtfertigt ihren Platz im oberen Mittelfeld durch drei klare Unterscheidungsmerkmale: das Safe Bolt System (SBS) mit 2+1 Sicherung, der Stecher-Abzug ab Werk (etwa 170 g) und das Optimized Barrel Profile (O.B.P.) für konstant hohe Präzision. Wer diese Features nicht braucht, kann mit günstigeren Alternativen sparen. Wer sie schätzt, zahlt einen fairen Preis.
Die Steyr Classic 2 ist eine Präzisionsbüchse – nicht für Sammler:innen, sondern für Jäger:innen, die jeder Schuss zählt. Im All4shooters-Test der CL II Semi Weight (März 2018) wurden mehrere 3-Schuss-Gruppen deutlich unter 30 Millimetern auf 100 Meter gemessen. Das bedeutet Sub-MOA-Präzision (1 MOA = etwa 29 mm auf 100 m). Mit verschiedenen Laborierungen schwankten die Streukreise zwischen etwa 20 und 30 Millimetern.
In der Praxis ist mit Standardjagdmunition eine Genauigkeit von 1–1,5 MOA (etwa 25–35 mm auf 100 m) realistisch. Premiummunition oder Match-Munition bringt die Streukreise auf etwa 20–25 Millimeter. Das ist kein Zufall – das Optimized Barrel Profile (O.B.P.) minimiert Laufverwindungen, und die Voll-Alubettung bei SX-Modellen stabilisiert die Schussplatzierung durch maximale Steifigkeit.
Der Verschluss läuft leichtgängig ohne Hakeln – wichtig für schnelle Nachfolgschüsse. Die Magazinkapazität von 4+1 Patronen deckt typische Drückjagd-Szenarien ab. Mit der optionalen Drückjagdvisierung oder einem modernen Zielfernrohr im angemessenen Vergrößerungsbereich (etwa 1,5–4×) lässt sich die CL II auch beim schnellen Schießen präzise steuern. Die ergonomische Schaftform mit bayrischer Backe ermöglicht schnelle Zielaufnahme.
Ein großer Vorteil der CL II ist der angenehm kontrollierbare Rückstoß, auch in .30-06. Das verdankt sie dem durchdachten Schaftdesign und dem Gewicht – die 3,3 bis 3,5 Kilogramm sind ein gutes Mittelmaß zwischen Führigkeit (leicht) und Rückstoßdämpfung (schwer genug). Nicht zuletzt wirkt sich eine gute Schaftform positiv auf die Schusserneuerung und Treffgenauigkeit aus.
Das Mündungsgewinde M15×1 bei vielen Modellen (Goiserer, SX-Varianten) ermöglicht den Einsatz von Schalldämpfern – praktisch für die Jagd in lärmempfindlichen Gebieten oder zum Gehörschutz. Nicht alle Varianten haben das Gewinde serienmäßig; beim Kauf sollte das geklärt werden.
Die CL II passt zu Jäger:innen, die Zuverlässigkeit, Präzision und Sicherheit nicht kompromittieren wollen. Das SBS-System mit 2+1 Sicherung spricht besonders Jäger:innen an, die in schwierigem Gelände (Berg, Gebirge, Nachsuche) unterwegs sind. Der Stecher-Abzug (etwa 170 g) ist ein Gewinn für alle, die auf Ansitz oder Schießstand lange Distanzen brauchen. Die österreichische Fertigungsqualität und die lange Steyr-Mannlicher-Tradition sind für Käufer:innen relevant, die Wert auf bewährte Handwerkskunst legen.
Zum Preis der Waffe kommen typischerweise Kosten für:
Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, ob solche Komponenten bereits vorhanden sind.
Die Steyr Classic 2 ist eine österreichische Jagdrepetierbüchse, die in ihrer Klasse durch das Safe Bolt System (SBS), den Stecher-Abzug und Sub-MOA-Präzision glänzt. Mit Preisen von etwa 1.699 bis 1.999 Euro liegt sie im oberen Mittelfeld – gerecht für die Qualität und Features, die sie bietet. Die Varianten reichen von der leichten Goiserer (3,3 kg, 1.699 €) für Bergpirsch bis zur schweren Semi Weight (3,5 kg, 635-mm-Lauf) für Schießstand und Ansitz. Mit zwölf Kalibern von .243 Win. bis 9,3×62 deckt die CL II alle wichtigen Jagdsituationen ab – vom Rehwild bis zum starken Rotwild und Schwarzwild.
Wer höchste Sicherheit, bewährte Präzision und österreichische Handwerkskunst sucht, findet in der Steyr Classic 2 eine langfristige Investition. Für preisbewusste Käufer:innen gibt es günstigere Alternativen (Tikka T3x, Mauser M18). Für alle anderen lohnt sich ein genauer Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Vergleich mehrerer Angebote.
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