





Wer die Walther LG400 kaufen möchte, steht vor einer der besten Entscheidungen im Bereich des olympischen Luftgewehrsports. Die LG400 ist ein Pressluft-Matchluftgewehr für ambitionierte Sportschützen und Wettkämpfer, das höchste Präzision, umfassende Einstellbarkeit und bewährte Walther-Qualität vereint. Als direkter Nachfolger der legendären Walther LG300-Serie wurde sie speziell für den ISSF-Wettkampf auf 10 Meter entwickelt – und sie trägt die Tradition konsequent weiter.
Hinter dem Gewehr steht die Carl Walther GmbH aus Ulm, 1886 gegründet und seit Jahrzehnten eine der prägenden Kräfte im internationalen Matchsport. Zahlreiche olympische Medaillen wurden mit Walther-Luftgewehren errungen – diese Erfolgsgeschichte ist kein Zufall, sondern Ergebnis konsequenter Ingenieursarbeit. Das LG400 setzt diesen Anspruch fort: Made in Germany, konzipiert für höchste Präzision unter Wettkampfbedingungen.
Das Antriebssystem ist Pressluft (PCP – Pre-Charged Pneumatic). Das Gewehr arbeitet mit einem firmeneigenen Absorber-System zur Vibrationsdämpfung und liefert eine für den 10-m-Match-Bereich optimierte Mündungsgeschwindigkeit. Ergänzt wird das durch einen verstellbaren 3D-Griff, einen vollständig justierbaren Matchschaft und einen mechanisch oder elektronisch auslösbaren Abzug – je nach gewählter Variante.
Die Preisrange der verschiedenen LG400-Ausführungen reicht von rund 1.800 Euro für den Einstieg bis über 3.500 Euro für das vollausgestattete Top-Modell. Damit richtet sich das Gewehr an Vereinsschützen auf der Suche nach einem leistungsstarken Wettkampfwerkzeug ebenso wie an Kaderschützen, die auf internationalem Niveau antreten.
Das Herzstück der Walther LG400 ist ihr PCP-Antriebssystem. PCP steht für Pre-Charged Pneumatic – die Waffe wird mit einem Fülldruck von 200 bar vorkomprimiert und gibt beim Schuss eine präzise dosierte Menge Druckluft frei. Der entscheidende Vorteil gegenüber Federdruckwaffen: kein Prellschlag, keine Vibrationen durch den Federweg. Das Ergebnis ist eine über viele Schuss konstante Schussleistung – entscheidend für Wettkampfpräzision auf höchstem Niveau.
Walthers proprietäres Absorber-System geht noch einen Schritt weiter. Es minimiert gezielt die Restvibrationen, die beim Druckluftausstoß entstehen, und dämpft verbleibende Rückstoßimpulse auf ein Minimum. Weniger Bewegung beim Schuss bedeutet konsistentere Trefferbilder – und in einer Disziplin, in der ein Zehntelring über Gold oder Silber entscheidet, ist das kein Detail, sondern ein zentraler Leistungsvorteil.
Der verstellbare 3D-Griff lässt sich in Größe und Neigung individuell anpassen und sorgt so auch bei langen Trainingseinheiten für ermüdungsfreies Halten. Der Matchschaft – je nach Variante aus Schichtholz, Aluminium oder Karbon – bietet umfassende Verstellmöglichkeiten: Schaftkappe in Höhe und Seite, Schaftbacke und Vorderschafthöhe lassen sich präzise auf die Körpermaße des Schützen abstimmen.
Der mechanische Matchabzug ist ab rund 50 Gramm einstellbar, was eine feinfühlige Individualisierung des Auslösepunkts ermöglicht. Für Schützen, die noch mehr Kontrolle wünschen, bietet Walther in ausgewählten Varianten den sogenannten e-Trigger – einen elektronischen Abzug, der den Auslöseimpuls mit minimaler mechanischer Verzögerung umsetzt.
Mit einem Gewicht von ca. 3,8 bis 4,5 kg je nach Variante und einer Gesamtlänge von ca. 1.050 bis 1.100 mm bewegt sich das LG400 im typischen Bereich für Matchgewehre im stehenden Anschlag. Die Lauflänge von ca. 420 mm entspricht dem Standard für den 10-m-Wettkampf. Die Visierung erfolgt über eine fein verstellbare Diopter-Matchvisierung mit Korntunnel, die bei einigen Varianten separat erworben werden muss.
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | Carl Walther GmbH |
| Modell | LG400 |
| Waffentyp | Pressluft-Matchluftgewehr (Einzellader) |
| System | PCP (Pre-Charged Pneumatic) mit Absorber |
| Kaliber | 4,5 mm (.177) |
| Lauflänge | ca. 420 mm |
| Gesamtlänge | ca. 1.050–1.100 mm (je nach Schafteinstellung) |
| Gewicht | ca. 3,8–4,5 kg (je nach Variante) |
| Schaftmaterial | Schichtholz (Nussbaum), Aluminium oder Karbon (je nach Variante) |
| Abzug | Mechanischer Matchabzug (ab ca. 50 g einstellbar), optional e-Trigger |
| Visierung | Diopter-Visierung und Korntunnel (Matchvisier, teils separat erhältlich) |
| Fülldruck | 200 bar |
| Schussanzahl pro Füllung | ca. 400+ |
| Energie | ≤ 7,5 Joule |
| Besonderheiten | Absorber-System, 3D-Griff, vollständig verstellbarer Schaft, optional e-Trigger |
Die LG400-Serie umfasst mehrere klar abgegrenzte Ausführungen, die alle dasselbe bewährte Pressluftsystem mit Absorber und Matchlauf teilen. Der Unterschied liegt im Schaft, der Ergonomie und der Abzugsoption – Faktoren, die je nach Leistungsebene und persönlichem Anspruch entscheidend sind.
Der Walther LG400 Expert ist das Basismodell der Serie und gleichzeitig die meistverkaufte Variante. Mit einem Schichtholzschaft, mechanischem Matchabzug und allen wesentlichen Match-Features bietet er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis innerhalb der Reihe. Der Preisbereich liegt bei ca. 1.800 bis 2.200 Euro. Für ambitionierte Vereinsschützen, die ernsthaft in den Wettkampfsport einsteigen möchten, ist der Expert die logische erste Wahl.
Der Walther LG400 Anatomic hebt die Ergonomie auf die nächste Stufe. Sein optimierter Holzschaft bietet eine breitere Verstellbarkeit und passt sich noch präziser an die individuellen Körpermaße an. Dieser Ansatz zahlt sich besonders bei langen Wettkampftagen aus. Der Anatomic ist im Bereich von ca. 2.200 bis 2.600 Euro angesiedelt.
Wer den nächsten Schritt in Richtung professioneller Ausstattung gehen möchte, findet im Walther LG400 Alutec Expert ein überzeugendes Argument. Das Aluminium-Schaftsystem ermöglicht eine noch präzisere Gewichtsverteilung und eine feinere Justierung aller Schaftkomponenten. Preislich liegt er bei ca. 2.400 bis 2.800 Euro.
Das vollausgestattete Walther LG400 Alutec Competition ist die Wahl für Schützen auf nationalem und internationalem Wettkampfniveau. Es kombiniert den Alutec-Schaft mit dem kompletten Ausstattungspaket für den professionellen Einsatz – einschließlich maximaler Einstellbarkeit in allen Schaftparametern. Der Preis liegt zwischen ca. 2.800 und 3.500 Euro.
Der Walther LG400 Blacktec bietet das bewährte Alutec-Schaftsystem in einem einheitlich schwarzen Design. Für alle Schützen, die noch mehr Kontrolle über den Auslösemoment suchen, ist der e-Trigger die entscheidende Option: Der elektronische Abzug ist in verschiedenen Varianten erhältlich und reduziert die mechanische Verzögerung auf ein Minimum. Zudem bietet Walther für die meisten Modelle Linkshänder-Ausführungen an – ein wichtiger Faktor für Schützen, die nicht auf einen Standardschaft umgebaut schießen möchten.
Das LG400 ist eine reine Sportwaffe. Ihr primärer Einsatzbereich ist der ISSF-konforme 10-m-Luftgewehr-Wettkampf – sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft, stehend, auf die klassische 10-m-Scheibe. Diese Disziplin gehört zum festen Programm der Olympischen Spiele, und das Walther-Matchluftgewehr ist dort eine feste Größe: Zahlreiche olympische und internationale Medaillen wurden mit Walther-Luftgewehren errungen, und die LG400 zählt zu den am häufigsten eingesetzten Waffen im internationalen Spitzensport.
Die Leistungsbreite der Walther LG400 ist bemerkenswert. Vereinsschützen schätzen sie für die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im intensiven Trainingsbetrieb, Landeskader-Athleten für die präzise Einstellbarkeit, und internationale Wettkämpfer für das ausgereifte Gesamtpaket aus Absorber-Technologie, Abzugsqualität und Verstellbarkeit. Für Matchluftgewehre dieser Klasse sind Streukreise deutlich unter 5 mm auf 10 Meter Standarddistanz zu erwarten – Voraussetzung für ernsthaften Wettkampferfolg.
Ein praktischer Vorteil, der im Trainingsalltag stark ins Gewicht fällt: Mit ca. 400 Schuss pro Füllung bei 200 bar bietet das LG400 eine außergewöhnlich hohe Reichweite zwischen zwei Befüllungen. Das bedeutet weniger Unterbrechungen, mehr Trainingsfluss. Auch für ambitionierte Hobbyschützen im 10-m-Bereich ist das Gewehr eine ernstzunehmende Option – sofern das Budget vorhanden ist und der Anspruch an Präzision und Einstellbarkeit über das Segment der Einsteigerwaffen hinausgeht. Als Munition empfehlen sich hochwertige Diabolo-Präzisionsgeschosse wie das RWS R10 Match im Kaliber 4,5 mm, das auf die Leistungscharakteristik von PCP-Matchgewehren abgestimmt ist.
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Herausragende Präzision ist das erste Argument, das erfahrene Sportschützen für das LG400 nennen. Die Kombination aus Walther-Matchlauf, PCP-Antrieb und Absorber-System ergibt ein Schussverhalten, das auf Wettkampfebene überzeugt. Walther Luftgewehre dieser Klasse werden von zahlreichen Spitzenschützen weltweit eingesetzt – und das nicht ohne Grund.
Das Absorber-System ist dabei der technische Kern des Konzepts. Es minimiert Vibrationen beim Schuss so weit, dass kaum noch Störimpulse auf den Lauf wirken. In Tests zeigte sich, dass dieses ruhige Schussverhalten zu konsistenteren Trefferbildern führt – ein Befund, den Fachpublikationen wie All4Shooters in ihrer Berichterstattung zur LG400-Serie bestätigen.
Die umfassende Einstellbarkeit ist ein weiterer zentraler Vorteil: Schaft, Schaftkappe, Schaftbacke, 3D-Griff und Abzug sind in vielen Parametern justierbar. Der Abzug lässt sich bis auf ca. 50 Gramm einstellen, was eine sehr feine Individualisierung des Auslösepunkts ermöglicht. Zudem erlauben die ca. 400 Schuss pro Füllung auch ausgedehnte Trainingseinheiten ohne häufige Befüllpausen.
Hinzu kommt die Verarbeitungsqualität: Made in Germany, hochwertige Materialien, langlebig auch bei intensivem Dauereinsatz im Vereins- und Wettkampfbetrieb.
Der hohe Anschaffungspreis ist das deutlichste Gegenargument. Mit Einstiegspreisen ab ca. 1.800 Euro und Top-Varianten über 3.000 Euro stellt die LG400 für Einsteiger in den Luftgewehrsport eine erhebliche finanzielle Hürde dar. Wer gerade erst beginnt und noch nicht sicher ist, wie weit der sportliche Weg führen soll, sollte den Einstieg in die Materie zunächst mit günstigeren Gewehren in Betracht ziehen.
Dazu kommen Zubehörkosten: Bei einigen Varianten sind Diopter-Visierung und Korntunnel nicht im Lieferumfang enthalten. Der Walther Diopter oder ein vergleichbares Matchvisier – etwa eine Gehmann Matchvisierung – schlägt separat mit rund 200 bis 500 Euro zu Buche.
Schließlich sollten Neueinsteiger die Komplexität der Einstellmöglichkeiten nicht unterschätzen. Die vielen Verstelloptionen sind ein Stärke – aber nur, wenn der Schütze weiß, wie er sie sinnvoll nutzt. Eine falsche Konfiguration kann die Leistung eher einschränken als verbessern. Einsteiger profitieren hier von der Beratung durch erfahrene Vereinskollegen oder einen qualifizierten Büchsenmacher.
Im Segment der ISSF-Matchluftgewehre gibt es eine überschaubare Zahl ernstzunehmender Alternativen zur LG400. Alle arbeiten mit PCP-Antrieb, alle sind auf den 10-m-Wettkampf ausgerichtet – die Unterschiede liegen in Details, die auf höchstem Niveau entscheiden.
Die Feinwerkbau 800 X aus Oberndorf ist der direkteste Mitbewerber. Feinwerkbau und Walther teilen sich die Dominanz im internationalen 10-m-Match – beide Gewehre sind auf Olympia-Ebene gleichermaßen präsent. Die Feinwerkbau 800 X ist ebenfalls mit einem Absorber-System ausgestattet und genießt einen exzellenten Ruf für Abzugsperformance und Verarbeitungsqualität. Preislich bewegt sie sich mit ca. 2.000 bis 3.500 Euro im gleichen Bereich wie das LG400. Die Wahl zwischen beiden Modellen ist häufig eine Frage der persönlichen Vorliebe bei Abzugsgefühl und Schaftergonomie.
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Die Steyr Evo 10 aus Österreich punktet mit einem innovativen Schaftdesign und durchdachten ergonomischen Lösungen, die besonders Schützen mit spezifischen Anforderungen an die Schaftgeometrie ansprechen. Der Preisbereich liegt bei ca. 2.200 bis 3.200 Euro. International ist der Steyr stark vertreten, national in Deutschland etwas weniger präsent als Walther oder Feinwerkbau.
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Das Anschütz 9015 ONE aus Ulm – interessanterweise aus derselben Stadt wie Walther – überzeugt durch seinen modularen Aufbau und den hervorragenden Ruf von J.G. Anschütz im Präzisionssport. Im Luftgewehrbereich hat Anschütz einen etwas geringeren Marktanteil als die beiden Marktführer, die Qualität ist jedoch unbestritten. Der Preisbereich liegt bei ca. 2.200 bis 3.000 Euro.
Das Tesro PA10 aus Niederstetten ist ein solides deutsches PCP-Matchluftgewehr, das besonders bei Vereinsschützen einen guten Ruf genießt. Mit einem Preisbereich von ca. 1.800 bis 2.500 Euro konkurriert es direkt mit dem Walther LG400 Expert, ist international jedoch weniger verbreitet.
| Modell | Preisbereich (ca.) | Antrieb | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Walther LG400 Expert | 1.800–2.200 € | PCP | Absorber, 3D-Griff, Olympia-Bewährung |
| Feinwerkbau 800 X | 2.000–3.500 € | PCP | Absorber, Top-Abzug, deutsche Fertigung |
| Steyr Evo 10 | 2.200–3.200 € | PCP | Innovativer Schaft, Aluminium-System |
| Anschütz 9015 ONE | 2.200–3.000 € | PCP | Modularer Aufbau, Anschütz-Präzision |
| Tesro PA10 | 1.800–2.500 € | PCP | Solide Vereinswaffe, deutsche Fertigung |
Die Walther LG400 und die Feinwerkbau 800 X sind die beiden meistverbreiteten Matchluftgewehre im internationalen Spitzensport und liegen preislich eng beieinander – die Wahl zwischen beiden ist häufig eine Frage der persönlichen Vorliebe bei Abzug und Schaftergonomie. Wer das breiteste Variantenangebot, den olympisch bewährten Track-Record und die Option auf den e-Trigger schätzt, findet in der LG400-Familie die überzeugendere Lösung. Wer den Schwerpunkt auf Schaftergonomie und Anpassbarkeit legt und weniger Wert auf eine breite Modellpalette legt, sollte auch die Steyr Evo 10 in den Vergleich einbeziehen.
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