





Wer die Glock 35 kaufen möchte, bekommt eine der konsequentesten Sportpistolen, die Glock je entwickelt hat. Seit ihrer Markteinführung 1998 richtet sich diese Selbstladepistole im Kaliber .40 S&W ausschließlich an Sportschützen, die im IPSC- und Practical-Shooting-Wettkampf Spitzenleistungen anstreben. Aktuelle Preise beginnen in Deutschland bei 927,00 € – für eine Waffe, die All4Shooters treffend als „ideale Kurzwaffe für Schießsport mit MOS-Konfiguration“ bewertet.
Die Glock GmbH aus Österreich zählt zu den bekanntesten Pistolenherstellern weltweit. Das Unternehmen steht seit Jahrzehnten für Polymer-Rahmenkonstruktionen und eine Zuverlässigkeit, die im Einsatz unter widrigen Bedingungen ihresgleichen sucht. Die Glock 35 baut auf dieser Tradition auf und überträgt sie konsequent in den Wettkampfbereich.
Technisch ist die Glock 35 die Wettkampfvariante der Glock 22, die als kürzere Dienstpistole im Kaliber .40 S&W konzipiert wurde. Der entscheidende Unterschied liegt im verlängerten Lauf von 135 mm, der eine längere Visierlinie und einen ruhigeren Schuss ermöglicht. Diese Eigenschaften machen das Modell zur dedizierten Sportwaffe – keine Allzweckpistole, sondern ein Werkzeug für präzises, schnelles Schießen auf der Bahn.
Zur Serienausstattung gehören das bewährte Safe Action System mit drei passiven Sicherungen, eine justierbare Visierung sowie bei der Gen4-Generation das Modular Back Strap System für individuelle Griffanpassung. Die MOS-Variante ergänzt diese Basis um eine optikreife Schlittenoberseite für die direkte Montage von Reflexvisieren. Wer eine .40-S&W-Sportpistole mit zukunftssicherer Plattform sucht, findet mit dieser Glock eine überzeugende Option – alternativ lohnt auch ein Blick auf die Glock 34 Gen4 als 9-mm-Luger-Pendant oder die Glock 41 Gen4 MOS für das Kaliber .45 Auto.
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Die Glock 35 arbeitet als Rückstoßlader mit modifiziertem Browning-System und verriegeltem Verschluss. Bei jedem Schuss gleiten Lauf und Schlitten gemeinsam zurück, bevor der Lauf abkippt und der Schlitten alleine weiterläuft. Dieses Funktionsprinzip sorgt für zuverlässigen Patronentransport auch unter Belastung und ist in der Schießsportwelt seit Jahrzehnten bewährt. Der Striker-fired Abzug – bekannt als Safe Action – liefert bei jedem Schuss ein konstantes Abzugsgewicht von 24 N, was einem Widerstand von rund 2.450 Gramm entspricht. Das bedeutet: kein Wechsel zwischen Doppel- und Einzelaktion, kein manueller Sicherungshebel, kein unerwartetes Abzugsverhalten.
Mit 135 mm ist der Lauf der Glock 35 merklich länger als jener der Glock 22 mit 114 mm. Diese 21 mm Mehrlänge verlängern die Visierlinie und stabilisieren das Trefferbild. Gleichzeitig reduziert sich der wahrgenommene Rückstoßimpuls, was bei zeitkritischen IPSC-Stages ein klarer Vorteil ist.
Mit einem Leergewicht von rund 745 bis 768 Gramm bewegt sich die Glock 35 im leichten Bereich für eine Full-Size-Pistole im Kaliber .40 S&W. Das Magazin fasst 15 oder 17 Patronen – eine Kapazität, die für typische IPSC-Stages vollständig ausreicht.
Die Gen4-Ausstattung bringt mehrere praxisrelevante Verbesserungen mit sich. Das Modular Back Strap System (MBS) erlaubt den werkzeugfreien Tausch der Griffrücken für verschiedene Handgrößen. Die RTF-Oberfläche (Rough Textured Frame) sorgt auch bei Nässe und Schweiß für sicheren Halt. Die Tandemschließfeder verteilt den Rückstoßimpuls gleichmäßiger und schont langfristig Mechanik und Schütze gleichermaßen. Der beidseitig montierbare Magazinhalter erleichtert zudem die Bedienung für Linkshänder, ohne dass eine separate Linkshänderversion nötig wäre.
Der Polygonlauf mit hexagonalen Zügen unterscheidet sich von konventionellen Feldern-und-Zügen-Profilen. Er verschmutzt langsamer, reinigt sich leichter und hält auch bei hohen Schusszahlen im Wettkampfbetrieb zuverlässig durch.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Glock GmbH (Österreich) |
| Modell | Glock 35 Gen4 |
| Waffentyp | Selbstladepistole (Halbautomat) |
| System | Rückstoßlader mit modifiziertem Browning-System / Safe Action (Striker-fired) |
| Kaliber | .40 S&W |
| Magazinkapazität | 15 / 17 Patronen |
| Lauflänge | 135 mm |
| Gewicht | 745–768 g (ohne Magazin) |
| Griffmaterial | Polymer (glasfaserverstärkt), RTF-Oberfläche, Modular Back Strap (MBS) |
| Abzug | 24 N (~2.450 g), Safe Action (Striker Fire) |
| Sicherung | Safe Action – 3 passive Sicherungen (Schlagbolzen-, Abzugs-, Fallsicherung) |
| Visierung | Justierbare Kimme und Korn (Standard); MOS-Variante zusätzlich Optic-Ready |
| Besonderheiten | Verlängerter Lauf (Wettkampf); Polygonlauf (hexagonale Züge); Tandemschließfeder; MOS-Option für Reflexvisiere; beidseitig montierbarer Magazinhalter |
Die Glock 35 wird aktuell in zwei Hauptausführungen angeboten: als Glock 35 Gen4 in der Standardkonfiguration und als Glock 35 Gen4 MOS mit dem Modular Optic System. Beide Varianten teilen dieselbe technische Basis – MBS-Griffsystem, RTF-Oberfläche, Tandemschließfeder, justierbare Visierung und das 15/17-Schuss-Magazin.
Der Unterschied liegt in der Schlittenoberseite. Beim Gen4 MOS ist diese gefräst und mit Adapterplatten ausgestattet, die eine direkte Montage von Reflexvisieren wie dem Trijicon RMR, dem Leupold DeltaPoint oder dem Docter/Noblex Sight ermöglichen – ohne teure Nachbearbeitung durch einen Büchsenmacher.
Da Gen4 Standard und Gen4 MOS in Deutschland zum gleichen Preis von 927,00 € erhältlich sind, empfiehlt sich die MOS-Variante als zukunftssichere Wahl. Wer heute noch mit offenen Visieren schießt, behält die Option, jederzeit auf einen Red Dot umzurüsten. All4Shooters bestätigt dieses Urteil und bezeichnet die Konfiguration als „ideale Kurzwaffe für Schießsport mit MOS-Konfiguration“.
Ein separates Linkshänder-Modell gibt es nicht. Der beidseitig montierbare Magazinhalter der Gen4-Generation macht dies jedoch in der Praxis weitgehend obsolet. Wer neben der Glock 35 auch andere Kaliber in Betracht zieht, findet mit der Glock 41 Gen4 MOS eine ähnliche Plattform für das Kaliber .45 Auto.
Die Glock 35 ist eine Sportpistole – und das ohne Kompromisse. Ihr gesamtes Konzept orientiert sich am Bedarf des wettkampforientierten Schützen: IPSC Standard Division, Practical Shooting, dynamisches Sportschießen. Der verlängerte 135-mm-Lauf liefert eine längere Visierlinie als alle kürzeren Glock-Modelle, was die Zielerfassung auf Distanz spürbar erleichtert.
Waffen Centrale bestätigt aus der Praxis: „Perfekt für schnelle Schussfolgen.“ Diese Eigenschaft ist in zeitkritischen IPSC-Stages entscheidend. Der Rückstoßimpuls des .40 S&W-Kalibers wird durch Lauflänge und Tandemschließfeder so weit gedämpft, dass Folgschüsse schnell und kontrolliert möglich sind. All4Shooters ergänzt: „Hohe Trefferlage bei schnellen Schussfolgen“ – eine Aussage, die die Leistung im Wettkampfbetrieb präzise beschreibt.
Die MOS-Variante eröffnet zusätzliche Optionen. In IPSC-Divisionen wie der Open Division sind Reflexvisiere ausdrücklich erlaubt und bieten schnellere Zielerfassung gegenüber herkömmlichen Kimme-Korn-Systemen. Wer mit einem Trijicon RMR oder einem vergleichbaren Red Dot schießt, kann Schussfolgen weiter optimieren.
Für die Jagd ist die Glock 35 nicht konzipiert. Das Kaliber .40 S&W hat in Deutschland keine jagdliche Relevanz, und entsprechende Testberichte oder Empfehlungen existieren dafür nicht. Als direkte IPSC-Alternative in 9 mm Luger lohnt ein Vergleich mit der Glock 34 Gen4, die bei geringerem Rückstoß höhere Magazinkapazitäten bietet. Als Einsteiger-Referenz in die Glock-Welt eignet sich die Glock 17 Gen4 als Standardmodell.
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In allen vorliegenden Testberichten und Händlerbewertungen schneidet die Glock 35 durchweg positiv ab – explizite Schwachstellen werden nicht genannt. Das ist für eine Pistole in dieser Preisklasse ein starkes Signal.
Präzision und Handling: Waffen Schrum beschreibt „stabileres Handling auf Distanz“ – ein direktes Ergebnis des 135-mm-Laufs. Längere Visierlinie bedeutet mehr Abstand zwischen Kimme und Korn, was präziseres Ausrichten erleichtert. All4Shooters charakterisiert die Glock 35 als „sehr wendig und präzise“ – eine Kombination, die im Wettkampf selten ist.
Rückstoß und Schussfolge: „Perfekt für schnelle Schussfolgen“, so Waffen Centrale – und Waffen Schrum ergänzt den technischen Hintergrund: Verlängerter Lauf und Tandemschließfeder wirken gemeinsam auf den Rückstoßimpuls. Das Ergebnis ist eine Pistole, die nach dem Schuss schnell in die Ausgangsposition zurückfindet.
Ergonomie: Das Modular Back Strap System macht die Griffanpassung einfach und werkzeugfrei. Die RTF-Oberfläche sorgt auch unter schwierigen Bedingungen für sicheren Halt. Die MOS-Kompatibilität ermöglicht zudem die Nachrüstung mit Reflexvisieren, ohne den Schlitten fräsen lassen zu müssen.
Auch wenn Tests keine expliziten Nachteile benennen, gibt es sachliche Abwägungen, die Kaufinteressenten kennen sollten. Das Kaliber .40 S&W erzeugt spürbar mehr Rückstoß als 9 mm Luger – Einsteiger im IPSC, die noch an ihrer Schiesstechnik arbeiten, könnten die Glock 34 als sanftere Alternative empfinden. Die Magazinkapazität von 15 bzw. 17 Patronen liegt zudem unter den 17 bzw. 19 Patronen der Glock 34, weil der größere Patronendurchmesser im Griffstück weniger Platz bietet. Hinzu kommen höhere Munitionskosten für .40 S&W im Vergleich zu 9-mm-Luger-Patronen – ein relevanter Faktor bei intensivem Trainingsbetrieb.
Wer sich für eine Wettkampfpistole aus dem Glock-Portfolio entscheidet, hat mehrere Optionen. Die folgende Übersicht zeigt die relevantesten Modelle im direkten Vergleich:
| Modell | Kaliber | Lauflänge | Magazinkapazität | Preis (ab) |
|---|---|---|---|---|
| Glock 35 Gen4 | .40 S&W | 135 mm | 15 / 17 Patronen | 927,00 € |
| Glock 34 Gen4 | 9 mm Luger | 135 mm | 17 / 19 Patronen | ab ca. 900,00 € |
| Glock 22 Gen4 | .40 S&W | 114 mm | 15 / 17 Patronen | ab ca. 850,00 € |
| Glock 41 Gen4 MOS | .45 Auto | vergleichbar lang | 13 Patronen | 927,00 € |
Wer Major Power Factor für IPSC benötigt, greift zur Glock 35 in .40 S&W. Wer günstiger trainieren will und Minor Power Factor akzeptiert, findet in der Glock 34 Gen4 die passende Alternative – bei nahezu identischer Lauflänge, aber mit weniger Rückstoß und höherer Magazinkapazität.
Die Glock 22 Gen4 ist für Schützen interessant, die eine kompaktere .40-S&W-Pistole suchen und nicht auf maximale Visierlinienlänge angewiesen sind. Für den Wettkampf mit maximalem Bewegungsspielraum bleibt die Glock 35 jedoch die überlegene Wahl im selben Kaliber. Mit 927,00 € liegt die Glock 35 preislich auf Augenhöhe mit der Glock 41 Gen4 MOS in .45 Auto, bietet aber die höhere Magazinkapazität und schnellere Schussfolgen durch den geringeren Rückstoß.
Im IPSC-Sportschießen konkurrieren auch Modelle anderer Hersteller mit der Glock 35. Die CZ 75 Tactical Sport und die Walther Q5 Match gelten in der Sportschützen-Community als anerkannte Alternativen in ihren jeweiligen Kaliber-Klassen. Konkrete Vergleichspreise und Messwerte lassen sich am besten direkt beim Fachhändler erfragen, da die Verfügbarkeit und Preisgestaltung dieser Modelle stärker variieren.
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Die Glock 35 Gen4 kommt serienmäßig mit justierbarer Kimme und justierbarem Korn – ein echter Vorteil gegenüber den Festvisierungen vieler Standardmodelle. Die Höheneinstellung lässt sich auf persönliche Trefferlage abstimmen, ohne dass Zubehör nötig wäre. Wer den nächsten Schritt geht, wählt die Glock 35 Gen4 MOS: Dort sitzt auf der Schlittenoberseite eine gefräste Platte mit Adapterplatten für Reflexvisiere wie den Trijicon RMR oder vergleichbare Systeme. Die Montage erfolgt werkzeugfrei – ein klarer Vorteil im Wettkampfalltag.
Das Safe Action System liefert bei jedem Schuss exakt 24 N Abzugsgewicht. Dieses gleichbleibende Abzugsverhalten ist im Wettkampf entscheidend: Kein DA/SA-Wechsel, keine Unsicherheit beim ersten Schuss. Waffen Centrale hebt zudem hervor, dass die Glock 35 Gen4 die kürzeste Abzugsdistanz in der Gen4-Reihe bietet – ein schnelleres Reset-Verhalten bedeutet schnellere Folgschüsse. Wer den Abzug weiter verfeinern möchte, hat über Glock-zertifizierte Connector-Optionen Möglichkeiten zur Nachrüstung.
Das Modular Back Strap System ermöglicht den stufenlosen Wechsel zwischen verschiedenen Griffrückengrößen – passend für kleine und große Hände gleichermaßen. Beim Holster ist Aufmerksamkeit gefragt: Aufgrund des verlängerten Schlittens passen Standard-Holster für die Glock 17 oder Glock 22 in der Regel nicht. Wer die Glock 35 im Wettkampf trägt, sollte gezielt nach Competition-Holstern suchen, die für Long-Slide-Modelle ausgelegt sind – Kydex-Anbieter wie Ghost, CR Speed oder DAA bieten entsprechende Lösungen an.
Die Glock 35 Gen4 ist eine konsequent auf den Schießsport ausgelegte Selbstladepistole, die seit 1998 im IPSC- und Practical-Shooting-Bereich ihren festen Platz hat. Der verlängerte 135-mm-Lauf, das Safe Action System, die Gen4-Ergonomie und die MOS-Kompatibilität machen sie zur stärksten .40 S&W-Wettkampfpistole im Glock-Portfolio. In Tests werden keine wesentlichen Schwachstellen benannt – ein klares Zeichen für ein ausgereiftes Konzept.
Wer sich zwischen Standard und MOS entscheidet, sollte die MOS-Variante bevorzugen: Beide kosten 927,00 €, aber die MOS-Ausführung bietet die Flexibilität für spätere Reflexvisier-Nachrüstungen. Wer 9 mm Luger vorzieht oder ein geringeres Trainingsbudget einplant, findet in der Glock 34 Gen4 oder der Glock 34 Gen5 MOS eine äquivalente Plattform mit weniger Rückstoß.
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