








Die Glock 31 ist eine Full-Size-Selbstladepistole im Kaliber .357 SIG für Sportschützen und behördliche Anwender und kombiniert die bewährte Glock-Zuverlässigkeit mit der leistungsstarken Ballistik der .357 SIG. Wer die Glock 31 kaufen möchte, findet im Preisvergleich eine Pistole, die in einer kleinen, aber begeisterten Schützengemeinschaft einen festen Platz hat. Mit einem Leergewicht von 738 g, einer Magazinkapazität von 15+1 Patronen und dem kraftvollen Kaliber .357 SIG bietet sie ein Leistungspaket, das im Segment der Polymer-Pistolen nahezu konkurrenzlos ist.
Das Kaliber .357 SIG hat eine interessante Entstehungsgeschichte. SIG Sauer und Federal entwickelten die Patrone 1994 als Flaschenhalskartusche auf Basis der .40-S&W-Hülse, die auf .357 eingezogen wird. Ziel war es, die Ballistik der bewährten .357 Magnum in eine moderne Selbstladepistole zu überführen. Glock nahm das neue Kaliber Mitte der 1990er-Jahre in sein Programm auf und baute die Glock 31 auf dem gleichen bewährten Full-Size-Rahmen auf, der bereits der Glock 17 in 9 mm Luger und der Glock 22 in .40 S&W zugrunde liegt.
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Dieser gemeinsame Rahmen hat einen praktischen Vorteil: Holster, Griffzubehör und viele Ersatzteile dieser Modelle passen auch an die Glock 31. Das Safe-Action-Abzugssystem mit dreifacher automatischer Sicherung, das Polymer-Griffstück im Leichtbau und die hohe Magazinkapazität im leistungsstarken Kaliber sind die zentralen Stärken dieses Modells. Für Sportschützen, die bewusst auf .357 SIG setzen, ist die Glock 31 im Preisvergleich die erste Adresse.
Die Glock 31 arbeitet nach dem Kurzrücklaufprinzip mit einem modifizierten Browning-Verschluss. Bei diesem System verriegelt der Lauf beim Abfeuern kurz mit der Schlitten-Einheit und gibt sie erst nach dem Entspannen des Drucks frei. Das ist beim leistungsstarken Kaliber .357 SIG besonders relevant, denn die Patrone erzeugt einen deutlich höheren Kammerdruck als 9 mm Luger. Der verriegelte Verschluss bewältigt diese Energie sicher und zuverlässig.
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Ein technisches Merkmal, das Glock seit Jahrzehnten von vielen Mitbewerbern unterscheidet, ist der Polygonzug-Lauf. Statt klassischer Felder und Züge besitzt der kaltgehämmerte Stahllauf ein hexagonales Drallprofil. Das reduziert Ablagerungen im Lauf, fördert eine gleichmäßigere Geschossführung und verlängert die Lebensdauer. Zudem arbeitet das Kaliber .357 SIG in diesem Lauf auf einem hohen Energieniveau: Ein 125-Korn-Geschoss erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit von rund 470 m/s und eine Mündungsenergie von 700 bis 800 Joule. Zum Vergleich: 9 mm Luger liefert typischerweise 500 bis 550 Joule.
Das Safe-Action-System ist kein klassischer Spannabzug und kein reines Single-Action-System. Stattdessen ist der Schlagbolzen beim Laden teilgespannt. Erst wenn der Abzug vollständig durchgezogen wird, gibt das System den Schlagbolzen frei. Drei automatische Sicherungen arbeiten dabei parallel: die Abzugssicherung (Trigger Safety), die Schlagbolzensicherung (Firing Pin Safety) und die Fallsicherung (Drop Safety). Alle drei werden beim Abzugsvorgang automatisch deaktiviert und beim Loslassen sofort wieder aktiviert.
Das Abzugsgewicht beträgt 2,86 kg. Dieser Wert ist moderat: leicht genug für ein brauchbares Abzugsgefühl beim sportlichen Schießen, aber schwer genug für sicheres Handling unter Alltagsbedingungen. Das Gewicht der Glock 31 von 738 g ist für eine Full-Size-Pistole gut handhabbar und hilft, den kräftigen Rückstoß des Kalibers zu dämpfen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Glock Ges.m.b.H. (Österreich) |
| Modell | Glock 31 |
| Waffentyp | Selbstladepistole (Halbautomat) |
| System | Kurzrücklauf, modifiziertes Browning-System, Safe Action (Striker-Fired) |
| Kaliber | .357 SIG |
| Magazinkapazität | 15+1 Patronen |
| Lauflänge | 114 mm |
| Gewicht (ohne Magazin) | 738 g |
| Griffstück | Glasfaserverstärktes Polymer |
| Abzug | Safe Action, 2,86 kg Abzugsgewicht |
| Sicherung | 3-fach automatisch (Abzugssicherung, Schlagbolzensicherung, Fallsicherung) |
| Visierung | Glock Standard-Visierung (Kunststoff, Kerbe/Korn), nachrüstbar |
| Laufprofil | Polygonzug (hexagonal) |
| Besonderheiten | Variante Glock 31C mit Kompensator; Zubehörschiene ab Gen 3 |
Glock bietet das Kaliber .357 SIG in drei Größenklassen an. Die Glock 31 bildet als Full-Size-Modell mit 114 mm Lauflänge und 15+1 Patronen das Fundament der Familie. Wer eine kompaktere Variante im gleichen Kaliber sucht, greift zur Glock 32: Sie ist das Compact-Modell mit kürzerem Lauf und Griff sowie einer reduzierten Kapazität von 13+1 Patronen. Noch kleiner ist die Glock 33 als Subcompact-Variante mit 9+1 Patronen – die handlichste Lösung für alle, die maximale Kompaktheit im Kaliber .357 SIG benötigen.
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Alle drei Modelle teilen denselben Funktionsmechanismus und das gleiche Abzugssystem. Der Wechsel zwischen den Größenklassen erleichtert das Training, weil sich das Handling vertraut anfühlt.
Eine besonders interessante Option für Sportschützen ist die Glock 31C. Sie ist baugleich mit der Standard-Glock 31, besitzt aber Kompensator-Schlitze in Lauf und Schlitten. Diese leiten die Mündungsgase nach oben ab, was den Mündungsaufschlag beim Schuss spürbar reduziert. Das Ergebnis ist eine schnellere Zielrückfindung zwischen den Schüssen – ein echter Vorteil beim dynamischen Schießen und in IPSC-Wettkämpfen.
Im Markt trifft man die Glock 31 in zwei Hauptgenerationen an. Gen 3 brachte die heute noch verwendete Zubehörschiene unter dem Lauf sowie Fingerrillen am Griffstück. Gen 4 ergänzte austauschbare Griffrücken in verschiedenen Größen, sodass sich die Pistole an unterschiedliche Handgrößen anpassen lässt. Zudem erhielt die Gen 4 einen beidseitig bedienbaren Magazinauslöser sowie eine doppelte Rückholfeder für verbesserte Schlitten-Rücklaufcharakteristik.
Ein oft unterschätzter Vorteil der Glock 31 ist die Möglichkeit zum Laufwechsel. Da sie denselben Rahmen wie die Glock 22 in .40 Smith & Wesson verwendet, lässt sich mit einem passenden Wechsellauf auf das verbreitetere und günstigere .40-S&W-Kaliber umrüsten. Wer die Munitionskosten noch weiter senken möchte, kann mit entsprechendem Wechsellauf und passendem Magazin auch auf 9 mm wechseln. Diese Flexibilität macht die Glock 31 zu einer vielseitigen Plattform, die über das Nischenkaliber hinauswächst.
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Im Sportschießen ist die Glock 31 vor allem im dynamischen Bereich zuhause. Bei IPSC-Wettkämpfen in der Standard Division, beim Action Shooting und beim Fallscheiben-Schießen bringt das Kaliber .357 SIG spürbare Vorteile mit. Die Mündungsgeschwindigkeit von rund 470 m/s bei einem 125-Korn-Geschoss und eine Mündungsenergie von 700 bis 800 Joule sorgen für zuverlässige Treffer-Wertungen und ein kraftvolles Schussbild. Auch auf 25 m überzeugt die Pistole beim Präzisionsschießen durch die gleichmäßige Geschossführung des Polygonzug-Laufs.
Das Rückstoßverhalten verdient eine ehrliche Einordnung: .357 SIG schlägt spürbarer zurück als 9 mm Luger, und auch der Mündungsknall ist deutlich lauter. Bei langen Trainingseinheiten kann das ermüdend wirken, besonders für Einsteiger. Durch das Gewicht von 738 g bleibt der Rückstoß in der Full-Size-Variante jedoch gut kontrollierbar. Wer die Pistole regelmäßig trainiert, gewöhnt sich schnell an das Kaliber. Wer den Mündungsaufschlag weiter reduzieren möchte, greift zur Glock 31C mit Kompensator.
Die Glock 31 teilt ihre Abmessungen mit der Glock 22 und weitgehend auch mit der Glock 17, was die Zubehörsituation erheblich vereinfacht. Für den Full-Size-Glock-Rahmen gibt es ein breites Angebot an Kydex- und Lederholstern, sowohl für den Schießstand als auch für IPSC-Wettkampfholster. Die Standard-Glock-Visierung aus Kunststoff lässt sich unkompliziert gegen Trijicon HD Nachtvisierungen oder Fiber-Optic-Visierungen austauschen. Ab Gen 4 erlauben zudem die austauschbaren Griffrücken eine individuelle Anpassung an die eigene Handgröße.
Der Safe-Action-Abzug besitzt einen definierten Vorzugsweg, einen spürbaren Druckpunkt und ein kurzes Reset. Wer ein noch direkteres Abzugsgefühl bevorzugt, kann auf Nachrüst-Abzüge spezialisierter Hersteller zurückgreifen.
Im deutschen Jagdbetrieb spielt die Glock 31 praktisch keine Rolle. Das Kaliber .357 SIG ist nicht zu den für die Jagd auf Schalenwild zugelassenen Kalibern zu zählen. Theoretisch liefert die Patrone ausreichend Energie für einen Fangschuss auf Schwarzwild, in der Praxis greifen Jäger hier jedoch fast ausschließlich zu Revolvern in .357 Magnum oder .44 Magnum. International war .357 SIG zeitweise bei US-Behörden wie dem Secret Service und einzelnen State-Police-Einheiten im Einsatz. In Europa setzen Behörden nahezu ausschließlich auf 9 mm Luger, sodass die Glock 31 auf dem deutschen Markt primär eine Sportschützen-Pistole ist.
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Für Sammler, die eine vollständige Glock-Kaliberpalette anstreben, hat die Glock 31 als Nischenmodell zudem einen eigenen Reiz.
Zuverlässigkeit ist der Vorteil, der in der Schützen-Community immer wieder an erster Stelle genannt wird. Das Safe-Action-System und die robuste Kombination aus Polymer-Griffstück und Stahlschlitten mit Tenifer- beziehungsweise nDLC-Beschichtung gelten als nahezu störungsfrei. Glock-Pistolen funktionieren unter widrigsten Bedingungen – Schmutz, Kälte, Nässe – ohne Zuverlässigkeitsprobleme, und die Glock 31 macht dabei keine Ausnahme.
Das Leistungs-Gewichts-Verhältnis ist ein weiteres Argument für die Pistole. Mit 700 bis 800 Joule Mündungsenergie in einer Waffe, die nur 738 g auf die Waage bringt, liefert das Modell deutlich mehr Leistung als vergleichbar schwere 9-mm-Pistolen. Dazu kommt die Magazinkapazität: 15+1 Patronen im Kaliber .357 SIG sind überdurchschnittlich – viele andere Pistolen in diesem Kaliber bieten weniger Kapazität.
Hinzu kommt die Rahmenkompatibilität: Das riesige Zubehörangebot für den Full-Size-Glock-Rahmen und die Möglichkeit zum Laufwechsel auf .40 S&W machen die Glock 31 zu einer flexiblen Langzeitinvestition. Die werkzeuglose Feldzerlegung in wenigen Sekunden ist ebenfalls ein klassischer Glock-Vorteil, den Praktiker schätzen.
Der größte praxisrelevante Nachteil ist klar: Munitionsverfügbarkeit und -preis. In Deutschland ist .357 SIG ein ausgesprochenes Nischenkaliber. Munition wie Sellier & Bellot .357 SIG 125 grs FMJ oder Magtech .357 SIG 125 grs FMJ ist in gut sortierten Waffengeschäften zwar erhältlich, aber die Auswahl an Laborierungen und Geschosstypen bleibt deutlich hinter 9 mm Luger oder .40 S&W zurück. Die Kosten pro Schuss liegen dabei häufig beim Doppelten bis Dreifachen gegenüber 9 mm. Wer viel trainiert, spürt das am Geldbeutel.
Rückstoß und Mündungsblitz sind spürbarer als bei der Glock 17 in 9 mm. Bei langen Trainingseinheiten kann das ermüdend wirken, besonders für Einsteiger. Der Standard-Abzug ist ebenfalls ein Diskussionspunkt: Er erfüllt seinen Zweck zuverlässig, wird von manchen Schützen aber als leicht schwammig empfunden. Für Match-Ansprüche sind Nachrüst-Abzüge der naheliegende nächste Schritt.
Fazit zur Praxis: Die Glock 31 ist eine exzellente Pistole. Ihr Nischenkaliber schränkt den Alltagsnutzen in Deutschland jedoch ein. Wer bewusst .357 SIG schießen möchte, bekommt mit der Glock 31 das beste verfügbare Paket in diesem Kaliber. Wer vor allem günstig und häufig trainieren möchte, sollte die Munitionskosten vorab sorgfältig kalkulieren.
Wer die Glock 31 in den Blick nimmt, stellt schnell fest, dass die Wahl des Kalibers hier die entscheidende Vorentscheidung ist. Denn .357 SIG ist ein Nischenkaliber, und die Pistolen, die dafür in Frage kommen, sind überschaubar.
Der Vergleich mit der Glock 17 in 9 mm Luger ist der naheliegendste. Beide Pistolen teilen denselben Full-Size-Rahmen, das gleiche Abzugssystem und das gesamte Glock-Zubehörangebot. Der Unterschied liegt im Kaliber: Die Glock 17 bietet 17+1 Patronen, günstige und überall verfügbare 9-mm-Munition sowie spürbar weniger Rückstoß. Für die meisten deutschen Sportschützen ist sie die pragmatischere Alltagswahl. Die Glock 31 überzeugt nur dann, wenn man bewusst die überlegene Ballistik von .357 SIG nutzen möchte.
Der Vergleich mit der Glock 22 in .40 S&W fällt noch enger aus. Beide Pistolen teilen denselben Rahmen und die gleiche Kapazität von 15+1 Patronen. .40 S&W ist in Deutschland besser verfügbar als .357 SIG und günstiger in der Anschaffung. Zudem lässt sich ein Glock-31-Rahmen mit einem Glock-22-Wechsellauf auf .40 S&W umrüsten – und umgekehrt. Wer beide Kaliber unter einem Dach vereinen möchte, ist mit der Kombination aus Glock 31 und Glock-22-Wechsellauf gut aufgestellt.
Der Vergleich mit der SIG Sauer P226 in .357 SIG beleuchtet zwei grundlegend unterschiedliche Pistolenphilosophien. Die P226 besitzt einen Vollstahl-Rahmen, einen klassischen SA/DA-Abzug (Single Action / Double Action) und gilt als besonders präzise und hochwertig verarbeitet. Der Preis liegt deutlich über dem der Glock 31. Das Gewicht beträgt rund 960 bis 1.000 g – fast 250 g mehr als die Glock 31. Die Magazinkapazität der P226 liegt bei 12+1 Patronen gegenüber 15+1 bei der Glock. Wer ein metallisches Abzugsgefühl und die traditionelle Vollstahlkonstruktion schätzt, wählt die P226. Wer ein leichteres, moderneres Polymer-System mit höherer Kapazität bevorzugt, liegt mit der Glock 31 richtig.
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Eine kompaktere Alternative im gleichen Kaliber ist die SIG Sauer P229, die in der Größe eher der Glock 32 entspricht und ebenfalls 12+1 Patronen bietet.
Wer gezielt .357 SIG in einer leichten, zuverlässigen Polymer-Pistole mit hoher Kapazität sucht, greift zur Glock 31. Wer primär günstig und viel trainieren will, ist mit einer Glock 17 in 9 mm besser bedient. Für den Mittelweg bietet die Glock 22 in .40 S&W eine gute Balance aus Leistung und Munitionsverfügbarkeit.
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