




Wer die Bergara Premier HMR PRO kaufen möchte, findet hier alle relevanten Informationen für eine fundierte Kaufentscheidung – inklusive aktueller Preise von 2.195 € bis 2.499 € je nach Kaliber. Diese Repetierbüchse richtet sich an ambitionierte Präzisionsschützen und Jäger, die Sub-MOA-Leistung mit hochwertigen Edelstahl-Komponenten verbinden wollen, ohne in den Custom-Rifle-Bereich vorzustoßen.
Hinter der Bergara Premier Serie steht die Dikar S. Coop. aus dem spanischen Baskenland. Bergara ist seit über 100 Jahren als Laufhersteller tätig und liefert Präzisionsläufe an namhafte Waffenproduzenten weltweit. Diese Fertigungstiefe fließt direkt in die eigenen Gewehre ein – ein Vorteil, den kaum ein anderer Hersteller in dieser Preisklasse vorweisen kann.
Die Premier HMR PRO erschien 2019 als konsequentes Upgrade der erfolgreichen Bergara B14. Der wesentliche Schritt nach oben: eine Premier Action aus Edelstahl anstelle der Standard-Stahlkonstruktion des Basismodells sowie ein Lauf aus 416-Edelstahl statt des 4140-CrMo-Stahls. Bergara brachte es selbst auf den Punkt: „Die Premier HMR Pro bietet Custom-Performance mit Edelstahl-Komponenten.“ Dazu kommt ein TriggerTech-Abzug als Serienausstattung – eine Kombination, die in dieser Preisklasse selten so vollständig ab Werk geliefert wird.
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Für den Preisvergleich relevante Eckdaten: Das Gewehr wiegt 4,3 kg ohne Optik und ist in Deutschland zwischen 2.195 € und 2.499 € erhältlich, abhängig von Kaliber und Lauflänge. Einsatzbereiche sind sportliches Präzisionsschießen auf weite Distanzen sowie die jagdliche Nutzung auf mittlere bis große Entfernungen. Zu den zentralen Stärken zählen die AICS-Magazinkompatibilität, die Remington-700-kompatible Action, das Mündungsgewinde 5/8×24 für Schalldämpfer und Mündungsbremsen sowie der verstellbare Mini-Chassis-Schaft mit einstellbarer Schaftbacke.
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Das Herzstück der Büchse ist die Premier Action mit einem 2-Lug-Verschluss und einem Öffnungswinkel von 90 Grad. Dieser Winkel klingt zunächst unspektakulär, hat aber einen praktischen Vorteil: Bei aufgesetztem Zielfernrohr – insbesondere bei Modellen mit großem Okular oder niedrig montierter Optik – lässt sich der Kammergriff ohne Kollision mit dem Zielfernrohrtubus durchziehen. Das Repetieren geht dadurch zügiger und fehlerfreier vonstatten, was im Anschlag auf dem Schießstand und im Jagdbetrieb gleichermaßen zählt.
Der Lauf besteht aus 416-Edelstahl und trägt eine Cerakote-Beschichtung. Diese Kombination schützt zuverlässig vor Korrosion, auch bei dauerhafter Nässe oder salzhaltiger Luft. Cerakote haftet dabei als keramikbasierte Beschichtung auf Metall und bietet deutlich mehr Widerstandsfähigkeit als herkömmliche Brünierungen. Das Mündungsgewinde ist im Standardformat 5/8×24 gehalten – dem gängigsten Maß für Schalldämpfer und Mündungsbremsen im europäischen Markt.
Zur Wahl stehen zwei Kaliber-Lauflängen-Kombinationen: die 6,5 mm PRC mit einem 660 mm langen Lauf (26 Zoll) sowie die .308 Win. mit einem 508 mm Lauf (20 Zoll). Die längere Variante optimiert die Mündungsgeschwindigkeit des 6,5-PRC-Kalibers und schöpft dessen ballistische Reserven für große Entfernungen voll aus. Die .308-Win.-Ausführung mit dem kürzeren Lauf bleibt kompakter und damit handlicher im Jagdbetrieb.
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Der TriggerTech-Abzug ist werkseitig auf rund 1.400 g eingestellt und gilt als einer der präzisesten Serienabzüge auf dem Markt. Der Druckpunkt ist sauber definiert, der Weg kurz – beides wichtige Voraussetzungen für wiederholbare Schüsse auf weite Distanzen. Der Abzug lässt sich zudem an individuelle Vorlieben anpassen, ohne Büchsenmacherwerkzeug.
Der Fiberglas-Schaft integriert ein Mini-Chassis-System, das für Steifigkeit sorgt und gleichzeitig leichter bleibt als ein Vollmetall-Chassis. Die Schaftbacke ist in der Höhe verstellbar; die Schaftlänge lässt sich über Abstandsplatten (LOP) anpassen. Das Magazin ist AICS-kompatibel und fasst fünf Schuss (5+1). AICS steht für das britische Accuracy International Chassis System – ein weltweit verbreiteter Magazinstandard im Precision-Rifle-Bereich, für den es zahlreiche Fremdhersteller-Magazine gibt. Zudem ist die Action Remington-700-kompatibel, was den Zugang zum größten Aftermarket-Ökosystem im Präzisionsgewehrbereich eröffnet.
Das Gewehr erfüllt eine fabrikseitige Sub-MOA-Garantie, das heißt, Bergara garantiert Streukreise unter 1 MOA – unter 2,9 cm auf 100 m – mit geeigneter Munition. Eine offene Visierung besitzt die HMR PRO nicht; die Montage einer Optik erfolgt über eine Schiene, die direkt auf dem Receiver sitzt.
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Hersteller | Bergara (Dikar S. Coop.) |
| Modell | Premier HMR PRO |
| Waffentyp | Repetierbüchse |
| System | Premier Action, 2-Lug-Verschluss, 90° Öffnungswinkel |
| Kaliber | 6,5 mm PRC, .308 Win. |
| Magazinkapazität | 5 Schuss (AICS-kompatibel) |
| Lauflänge | 660 mm / 26″ (6,5 mm PRC) · 508 mm / 20″ (.308 Win.) |
| Gewicht | ca. 4,3 kg (ohne Optik) |
| Laufmaterial | 416-Edelstahl mit Cerakote-Beschichtung |
| Schaftmaterial | Fiberglas mit integriertem Mini-Chassis-System |
| Abzug | TriggerTech, einstellbar, voreingestellt ca. 1.400 g |
| Visierung | Keine offene Visierung; Montageschiene für Optik |
| Mündungsgewinde | 5/8×24 |
| Besonderheiten | Sub-MOA-Garantie, AICS-Magazin, Remington-700-kompatibel, verstellbare Schaftbacke und Schaftlänge |
Die Büchse ist in Deutschland in zwei Versionen erhältlich, die sich in Kaliber, Lauflänge und Preis unterscheiden.
Bergara Premier HMR PRO in 6,5 mm PRC mit 660 mm Lauf (26 Zoll): Diese Ausführung ist auf Langstreckenpräzision ausgelegt. Das Kaliber 6,5 mm PRC liefert einen hohen ballistischen Koeffizienten, geringe Windanfälligkeit und eine flache Flugbahn – Eigenschaften, die in Long-Range-Disziplinen und auf dem Schießstand jenseits von 300 m den Ausschlag geben. Der Preis liegt ab 2.499 €.
Bergara Premier HMR PRO in .308 Win. mit 508 mm Lauf (20 Zoll): Die .308-Win.-Variante ist die günstigere und kompaktere Ausführung und ab 2.195 € erhältlich. Die kürzere Baulänge macht sie führiger auf der Pirsch und praktischer beim Ansitz – ein spürbarer Vorteil für den jagdnahen Alltag. Die Preisdifferenz zwischen den beiden Varianten beträgt rund 300 €.
Wer ein engeres Budget hat, sollte die Bergara B14 HMR in die Überlegung einbeziehen. Dieses Basismodell kostet rund 1.800 € – also 400 bis 700 € weniger als die Premier-Ausführung. Der Unterschied liegt im Material: Die B14 HMR setzt einen 4140-CrMo-Stahllauf ein, verwendet eine Standard-Stahl-Action und verzichtet auf das Cerakote-Finish sowie den TriggerTech-Abzug als Serienausstattung. Die Sub-MOA-Garantie bietet Bergara allerdings für beide Modelle. Wer auf Edelstahl, Cerakote und den hochwertigen TriggerTech-Abzug ab Werk besteht, wählt die Premier-Variante. Eine Linkshand-Ausführung der HMR PRO ist im deutschen Markt nicht gelistet.
Für die Jagd bietet die Büchse je nach Kaliber unterschiedliche Stärken. In .308 Win. mit dem 508-mm-Lauf eignet sie sich für Rehwild, Schwarzwild und Rotwild auf mittlere bis weite Distanzen bis etwa 250 bis 300 m. Die kompaktere Baulänge dieser Version erleichtert den Transport im Revier und das Handling auf dem Hochsitz oder der Kanzel.
Die 6,5-mm-PRC-Variante überzeugt hingegen auf großen Entfernungen durch ihre ausgeprägte ballistische Effizienz und eine sehr flache Flugbahn – jagdlich nutzbar auf Rehwild und leichtes Schalenwild dort, wo die Distanzen weit werden. Das Mündungsgewinde 5/8×24 erlaubt in beiden Ausführungen die Nutzung eines Schalldämpfers, was im deutschen Jagdbetrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der verstellbare Schaft lässt sich zudem an verschiedene Schützenkörper und Sitzpositionen anpassen – ein praktischer Vorteil beim Wechsel zwischen Hochsitz und Pirschansatz.
Für die klassische Drückjagd auf flüchtiges Wild ist die HMR PRO dagegen nur bedingt geeignet. Mit 4,3 kg ohne Optik – und realistisch fünf bis sechs Kilogramm im Feld mit Optik und Schalldämpfer – sowie dem auf Präzision ausgelegten langen Vorderschaft fehlt ihr die Handlichkeit, die ein schnelles Schwenken auf bewegte Ziele erfordert.
Im Sportbetrieb steht die Sub-MOA-Garantie im Mittelpunkt: Bergara garantiert Streukreise unter 1 MOA, also unter 2,9 cm auf 100 m – ein messbares Qualitätsversprechen, das den direkten Vergleich mit deutlich teureren Custom-Gewehren nicht scheuen muss. Das Mini-Chassis-System und die AICS-Magazinkompatibilität machen die Büchse wettkampftauglich für PRS-Disziplinen (Precision Rifle Series) und vergleichbare Long-Range-Formate. Gerade das 6,5 mm PRC-Kaliber hat sich in diesen Disziplinen etabliert: Hohe ballistische Koeffizienten und geringer Windabtrieb machen es auf Distanzen jenseits von 500 m zur bevorzugten Wahl vieler Wettkampfschützen. Passende Zielfernrohre für Long Range sowie 6,5 mm PRC Munition und .308 Win. Munition ergänzen das Setup sinnvoll.
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Unabhängige Langzeit-Schussberichte mit konkreten Verschleißwerten liegen für die HMR PRO bislang nur begrenzt vor; die vorliegenden Händler- und Testberichte bestätigen jedoch einhellig die hohe Verarbeitungsqualität und die Präzisionsgarantie. Als günstigerer Einstieg in die Bergara-Welt bleibt die Bergara B14 HMR die naheliegende Alternative, wenn Budget eine größere Rolle spielt als das Edelstahl-Finish.
Bergara B14 HMR – ca. 1.800 €
Das hauseigene Basismodell ist der direkteste Vergleichspunkt. Gegenüber der Premier HMR PRO bietet es für rund 400 bis 700 € weniger einen 4140-CrMo-Stahllauf statt 416-Edelstahl, eine Standard-Stahl-Action ohne Cerakote sowie einen einfacheren Serienabzug. Die Sub-MOA-Garantie gilt jedoch auch hier. Wer auf Edelstahl und das hochwertigere Finish verzichten kann und das gesparte Budget lieber in Optik oder Munition investiert, fährt mit der B14 HMR solide.
Tikka T3x TAC A1 – ca. 2.200 €
Die Tikka T3x TAC A1 liegt preislich auf Augenhöhe mit der HMR PRO. Sie bietet ein Vollmetall-Chassis aus Aluminium und einen faltbaren Schaft – beides Vorteile für den wettkampforientierten Einsatz. Allerdings bringt das Voll-Chassis mehr Gewicht mit sich, und ein gleichwertiger Serienabzug wie der TriggerTech muss bei der Tikka in der Regel nachgerüstet werden.
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Ruger Precision Rifle – ca. 1.900 €
Das Ruger Precision Rifle ist rund 300 bis 600 € günstiger als die Bergara Premier HMR PRO und bietet als Einstieg in die Precision-Klasse einen faltbaren AR-Stil-Schaft mit M-LOK-Handschutz. Weder Edelstahllauf noch -Action noch ein TriggerTech-Abzug gehören zur Serienausstattung. Wer primär günstig in das Segment einsteigen will und bereit ist, beim Material Kompromisse einzugehen, findet im Ruger Precision Rifle eine funktionale Option.
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Die Bergara Premier HMR PRO positioniert sich mit 2.195 bis 2.499 € im Mittelfeld der Precision-Rifle-Klasse. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Kombination aus 416-Edelstahl-Action und -Lauf, Cerakote-Finish und TriggerTech-Abzug als Serienpaket – eine Ausstattung, bei der Konkurrenten dieser Preisklasse einzelne Komponenten als kostenpflichtiges Upgrade anbieten oder ganz weglassen. Wer Premium-Material und Sub-MOA-Leistung ohne das Mehrgewicht eines Voll-Chassis-Systems sucht, liegt mit der HMR PRO richtig. Wer ein günstigeres Einstiegsmodell mit gleicher Präzisionsgarantie sucht, findet in der Bergara B14 HMR eine sinnvolle Alternative aus demselben Haus.
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