


















Die Glock 44 ist eine halbautomatische Kleinkaliber-Pistole im Kaliber .22 LR für Sportschützen und Trainingsschützen und kombiniert den bewährten Glock-19-Formfaktor mit einem extrem leichten Hybrid-Schlitten und niedrigen Munitionskosten. Wer sie im Preisvergleich kaufen möchte, findet auf jagdpreisvergleich.de alle aktuellen Angebote deutscher Fachhändler auf einen Blick.
Glock brachte die 44 im Jahr 2020 auf den Markt – als erstes Modell des österreichischen Herstellers im Kaliber .22 LR. Der Entwicklungsgedanke dahinter war klar: Glock-Nutzer sollten mit günstiger Randfeuerpatrone dieselbe Griffhaltung, denselben Abzug und dieselbe Bedienung wie bei der Glock 19 trainieren können – ohne auf teure 9-mm-Munition angewiesen zu sein.
Das auffälligste Merkmal der Pistole ist ihr Hybrid-Schlitten: Ein Stahlkern übernimmt die funktionalen Aufgaben, während eine Polymer-Ummantelung das Gewicht drastisch reduziert. Das Ergebnis sind gerade einmal 363 Gramm ohne Magazin – rund 40 Prozent leichter als die Glock 19 in 9 mm. Außenmaße und Proportionen bleiben dabei identisch zur Glock 19, sodass bestehende Holster problemlos weitergenutzt werden können.
Das Standard-Magazin fasst 10 Patronen. Als Glock Trainingswaffe richtet sich die 44 an drei Zielgruppen: erfahrene Glock-Schützen, die kostengünstig Volumen trainieren wollen, Sportschützen im Freizeitbereich sowie Einsteiger, die mit einem vertrauten und ergonomisch ausgereiften System beginnen möchten.
In Deutschland ist die Pistole unter anderem über Frankonia und WaffenPro erhältlich. Für optimale Funktion empfehlen Hersteller und Fachhändler hochwertige Munition wie die CCI Mini-Mag .22 LR oder CCI Standard Velocity .22 LR.
Die Glock 44 basiert auf dem bewährten Striker-Fired-System (Glock Safe Action) und arbeitet als einfacher Blowback-Rückstoßlader – im Kaliber .22 LR die technisch sinnvollste Lösung, da auf ein aufwendiges Verriegelungssystem verzichtet werden kann.
Der Hybrid-Schlitten ist das technologische Herzstück dieser Pistole. Der innenliegende Stahlkern sorgt für die nötige Masse und Funktionssicherheit beim Blowback-Betrieb, während die Polymer-Ummantelung das Gesamtgewicht auf 363 Gramm ohne Magazin drückt. In der Praxis bedeutet das: Auch lange Trainingseinheiten mit vielen Schuss ermüden die Schusshand deutlich weniger als bei schwereren Metallpistolen.
Der kaltgehämmerte Lauf mit Polygonal-Profil entspricht dem Glock Marksman Barrel (GMB). Dieses Laufprofil erzeugt im Vergleich zu konventionellen Feldern-und-Züge-Läufen weniger Bleiabrieb und bietet potenziell eine bessere Präzision – ein Vorteil, der sich besonders bei häufig geführtem Präzisionstraining auszahlt. Die Lauflänge beträgt 102 mm bei einer Gesamtlänge der Waffe von 186 mm.
Das Glock Safe Action System arbeitet mit drei passiven, automatisch wirkenden Sicherungen: Abzugssicherung (Trigger Safety), Schlagbolzensicherung und Fallsicherung. Einen manuellen Sicherungshebel gibt es nicht – die Sicherungen greifen ausschließlich über den Abzug. Das Abzugsgewicht liegt bei rund 2.500 Gramm, was dem typischen Glock-Abzugsgefühl mit gleichmäßigem Vorzugsweg und definiertem Druckpunkt entspricht.
Die vollständigen technischen Daten im Überblick:
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Glock (Österreich) |
| Modell | Glock 44 |
| Waffentyp | Halbautomatische Pistole |
| System | Rückstoßlader (Blowback), Striker-Fired (Glock Safe Action) |
| Kaliber | .22 LR |
| Magazinkapazität | 10 Patronen |
| Lauflänge | 102 mm |
| Gesamtlänge | 186 mm |
| Höhe (inkl. Magazin) | 128 mm |
| Breite | 30 mm |
| Gewicht (ohne Magazin) | 363 g |
| Gewicht (mit leerem Magazin) | 400 g |
| Drallänge | 406 mm (1:16″) |
| Griffstück | Polymer |
| Schlitten | Hybrid (Stahlkern mit Polymer-Ummantelung) |
| Lauf | Kaltgehämmerter Stahl, Polygonal-Profil (GMB) |
| Abzug | Glock Safe Action, ca. 2.500 g Abzugsgewicht |
| Sicherung | 3-fach automatisch (Abzugssicherung, Schlagbolzensicherung, Fallsicherung) |
| Visierung | Verstellbare Kimme und Korn, austauschbar |
| Zubehörschiene | Ja (Glock-Schiene / Picatinny-kompatibel) |
| Besonderheiten | Identische Außenmaße zur Glock 19, Hybrid-Schlitten, austauschbare Rückplatte |
Anders als die Glock 19 oder Glock 17 Gen5, die in zahlreichen Generationen, Spezialversionen und MOS-Ausführungen erhältlich sind, bietet Glock die 44 in einer überschaubaren Variantenpalette an. Das vereinfacht die Kaufentscheidung, schränkt die Individualisierungsmöglichkeiten jedoch ein.
Die Standardvariante kommt in Schwarz mit Polymer-Griffstück und Hybrid-Schlitten. Im Lieferumfang enthalten sind zwei austauschbare Griffrücken (Backstraps) in unterschiedlichen Größen, mit denen sich der Griff an verschiedene Handgrößen anpassen lässt. Wer kleinere oder größere Hände hat, kann so die Ergonomie spürbar verbessern – ein praktisches Detail, das Glock bereits von der Glock 19 Gen5 bekannt ist.
In den USA ist außerdem eine Glock 44 FDE (Flat Dark Earth) mit zweifarbigem Finish erhältlich. Ob und in welchem Umfang diese Farbvariante aktuell über deutsche Fachhändler bezogen werden kann, lässt sich nicht pauschal beantworten – eine direkte Nachfrage beim Händler lohnt sich.
Keinen Gewindelauf gibt es ab Werk. Wer die Pistole mit einem Schalldämpfer betreiben möchte, ist auf Aftermarket-Gewindeläufe für die Glock 44 von Drittanbietern angewiesen. Solche Lösungen sind im deutschen Fachhandel erhältlich und erfordern die entsprechende waffenrechtliche Genehmigung.
Der Magazinhalteknopf ist beidseitig bedienbar (ambidextrous), was Linkshändern die Bedienung erleichtert. Den Verschlussfanghebel betätigt man allerdings nur von links.
Die Glock 44 ist keine Jagdpistole und kein Wettkampfwerkzeug für den hochklassigen Scheibensport. Sie ist eine Schießstand- und Trainingswaffe – und in dieser Rolle außergewöhnlich konsequent konzipiert.
Das Kernargument ist denkbar einfach: Wer die Glock 19 Gen5 als Dienstwaffe oder Hauptwaffe führt, trainiert mit der 44 denselben Griff, denselben Abzug und dieselbe Bedienabfolge – bei einem Bruchteil der Munitionskosten. .22-LR-Munition kostet im Vergleich zu 9×19 mm deutlich weniger, was bei hohem Trainingsvolumen zu erheblichen Einsparungen führt. Über mehrere hundert Schuss pro Session summiert sich das schnell auf einen spürbaren Betrag.
Zudem profitieren Trainingsschützen vom minimalen Rückstoß der .22-LR-Patrone. Das erlaubt schnelle Schussfolgen, eine entspannte Korrekturtechnik und längere Übungseinheiten ohne Ermüdung.
Für Neuschützen bietet die Glock 44 drei Vorteile gleichzeitig: Das geringe Gewicht von 363 Gramm, den kaum spürbaren Rückstoß und die ausgereifte Glock-Ergonomie. Wer mit dieser Pistole beginnt, erwirbt von Anfang an Handhabungsgewohnheiten, die sich direkt auf leistungsstärkere Glock-Modelle übertragen lassen.
Im Sportschießen ist der Einsatz in BDS-Kurzwaffendisziplinen grundsätzlich möglich, ebenso im Freizeitbereich und bei informellem Action-Shooting. Für die IPSC-Production-Klasse ist die Pistole nicht zugelassen, da dort ein Mindestkaliber von 9 mm gefordert wird. In IPSC-Rimfire-Divisionen, wo diese vorhanden sind, wäre ein Einsatz denkbar.
Für die Jagd ist .22 LR in Deutschland nur stark eingeschränkt nutzbar – etwa bei der Fallenjagd auf bestimmtes Raubwild unter Beachtung der landesrechtlichen Regelungen. Als Jagdwaffe ist die Glock 44 nicht konzipiert.
Identisches Handling zur Glock 19 ist der stärkste Kaufgrund. Griff, Abzug, Magazinwechsel, Griffhaltung – alles verhält sich wie beim großen Bruder in 9 mm. Kein anderes .22-LR-Modell auf dem Markt bietet diesen 1:1-Trainingseffekt für Glock-Schützen.
Das Gewicht von 363 Gramm ohne Magazin macht lange Übungseinheiten komfortabler. Wer hundert oder mehr Schuss in einer Session schießt, spürt den Unterschied zu einer schweren Stahlpistole deutlich.
Der minimale Rückstoß der .22-LR-Patrone erlaubt schnelle Serienfolgen und eignet sich ideal dazu, Abzugstechnik und Zielaufnahme zu verfeinern – ohne dass Rückstoßerwartung (sogenanntes „Antizipieren“) die Schießtechnik stört.
Hinzu kommen praktische Details: Der beidseitig bedienbare Magazinhalteknopf, die austauschbaren Griffrücken, die integrierte Zubehörschiene und die vollständige Holster-Kompatibilität mit der Glock 19 machen die 44 im Alltag angenehm flexibel.
Der am häufigsten genannte Kritikpunkt in Praxisberichten und Community-Erfahrungen ist die Munitionsempfindlichkeit. Bei billiger Bulk-Munition oder Subsonic-Patronen berichten zahlreiche Nutzer von Zuführstörungen. Die klare Empfehlung lautet daher: hochwertige Hochgeschwindigkeitsmunition verwenden – die CCI Mini-Mag .22 LR gilt als zuverlässigste Wahl, alternativ bietet sich die CCI Standard Velocity .22 LR an.
Das 10-Schuss-Magazin wird von vielen Nutzern als gewöhnungsbedürftig beim Laden beschrieben. Die Magazinlippen erfordern sauberes, korrektes Einlegen der Patronen. Das ist kein Dealbreaker, aber eine Eigenheit, an die man sich gewöhnen muss.
Der Hybrid-Schlitten erfüllt seine technische Aufgabe zuverlässig, hinterlässt aber ein anderes Griffgefühl als ein klassischer Metallschlitten. Einige Schützen empfinden das als störend – für andere ist es irrelevant. Das ist letztlich Geschmackssache.
Wer einen Schalldämpfer nutzen möchte, braucht einen Aftermarket-Gewindelauf für die Glock 44, da kein Serienmodell mit Gewindelauf ausgeliefert wird. Zudem ist der Abzug funktional und konsistent, aber kein Match-Abzug: Im Vergleich zu dedizierten .22-LR-Sportpistolen fällt der längere Reset auf.
Zusammengefasst: Die Glock 44 Erfahrungen aus der Praxis sind für Glock-Schützen überwiegend positiv – solange man hochwertige Munition verwendet und realistische Erwartungen mitbringt.
Auf dem deutschen Markt konkurriert die Glock 44 mit mehreren .22-LR-Pistolen, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.
Die Walther P22Q ist eine kompakte, leichte .22-LR-Pistole mit DA/SA-Abzug (Double Action/Single Action – der erste Schuss wird mit längerem Abzugsweg abgefeuert, alle weiteren mit kurzem). Sie wiegt rund 480 Gramm und bringt eine Lauflänge von 87 mm mit. Als eigenständige Kleinkaliberpistole mit anderem Bedienkonzept ist sie für Schützen interessant, die keine Glock-Parallele suchen. Wer hingegen Glock-Handling trainieren möchte, ist mit der Walther P22 Q falsch beraten.
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Das Prinzip der Smith & Wesson M&P22 Compact ist dasselbe wie bei der Glock 44: eine .22-LR-Trainingsplattform auf Basis eines bewährten Vollkaliber-Formfaktors, in diesem Fall des M&P-Systems. Mit rund 430 Gramm und 10-Schuss-Magazin ist sie eine direkte Parallele – allerdings im anderen „Ökosystem“. Für M&P-Schützen erfüllt sie denselben Zweck wie die Glock 44 für Glock-Nutzer.
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Der Ruger Mark IV Target ist eine klassische Sportpistole in Stahlbauweise, schwerer und auf Präzisionsschießen ausgelegt. Für den reinen Scheibensport und Präzisionsdisziplinen bringt er Vorteile mit – als Trainingswaffe für Glock-Schützen ist er jedoch ungeeignet, weil Bedienung, Abzug und Ergonomie grundlegend verschieden sind.
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Die Taurus TX22 bietet als Striker-Fired-Polymer-Pistole in .22 LR mit 16 Schuss Magazinkapazität und rund 482 Gramm eine Alternative für preisbewusste Käufer, die keine Bindung an ein bestimmtes Vollkaliber-System haben. Die höhere Kapazität ist ein Vorteil für lange Serien am Stand – das Glock-spezifische Handling fehlt naturgemäß.
Wer eine Glock als Hauptwaffe führt, findet in der Glock 44 die einzige .22-LR-Trainingswaffe mit identischem Griff, Abzug und Bedienung. Walther P22 Q, Smith & Wesson M&P 22 Compact, Ruger Mark IV Target und Taurus TX22 sind sinnvolle Alternativen – aber für Glock-Schützen fehlt ihnen das entscheidende Argument: der 1:1-Trainingseffekt.
| Modell | Kaliber | Gewicht | Magazin | Abzug | Trainingseffekt für Glock-Schützen |
|---|---|---|---|---|---|
| Glock 44 | .22 LR | 363 g | 10 Schuss | Striker-Fired (Safe Action) | Identisch zur Glock 19 |
| Walther P22 Q | .22 LR | ca. 480 g | 10 Schuss | DA/SA | Kein Glock-Handling |
| Smith & Wesson M&P 22 Compact | .22 LR | ca. 430 g | 10 Schuss | Striker-Fired | Für M&P-Schützen, nicht Glock |
| Ruger Mark IV Target | .22 LR | schwerer Stahl | 10 Schuss | SA | Kein Glock-Handling |
| Taurus TX22 | .22 LR | ca. 482 g | 16 Schuss | Striker-Fired | Kein Glock-Handling |
Die Glock 44 passt dank identischer Außenmaße – 186 mm Länge, 128 mm Höhe, 30 mm Breite – in alle Holster für die Glock 19. Kydex-Holster etablierter Anbieter wie Safariland sind direkt kompatibel. Wer bereits ein passendes Holster besitzt, spart sich beim Umstieg auf die 44 als Trainingswaffe eine zusätzliche Anschaffung.
Serienmäßig kommt die Glock 44 Visierung mit verstellbarer Kimme und festem Korn. Standard-Glock-Nachtvisierungen sowie Fiberoptik-Visiere passen ohne Modifikation. Allerdings gibt es keine Optic-Ready-Version ab Werk – der Schlitten ist nicht für Miniatur-Rotpunktvisiere (Red Dots) vorgefräst. Wer einen Rotpunkt montieren möchte, benötigt eine Aftermarket-Montageplatte oder eine professionelle Schlittenfräsung durch einen Büchsenmacher.
Im Lieferumfang sind zwei Griffrücken (Backstraps) enthalten – Standard und eine größere Variante. Der Griffwinkel entspricht dem typischen Glock-Maß von rund 22 Grad. Die Ergonomie ist identisch zur Glock 19 Gen5, was den Umstieg zwischen beiden Pistolen ohne Umgewöhnung ermöglicht.
Der Glock 44 Abzug verhält sich glock-typisch: spürbarer, gleichmäßiger Vorzugsweg, dann ein definierter Druckpunkt, Reset mit hörbarem und spürbarem Klick. Das Abzugsgewicht liegt bei rund 2.500 Gramm. Im Vergleich zu SA-Matchpistolen wie dem Ruger Mark IV Target ist der Abzugsweg länger und der Druckpunkt weniger fein – für den Trainingszweck dieser Waffe ist das jedoch vollkommen ausreichend und sogar vorteilhaft: Wer den Glock-Abzug trainiert, trainiert ihn authentisch.
Die Glock 44 .22 LR ist für Glock-Schützen das konsequenteste Trainingsmittel auf dem Markt: gleicher Griff, gleicher Abzug, gleiche Abmessungen – bei deutlich günstigeren Munitionskosten. Ob Sie die Glock 44 kaufen, die passenden Ersatzmagazine (Glock Magazin Glock 44), hochwertige Munition wie die CCI Mini-Mag .22 LR oder Zubehör wie eine Glock Nachtvisierung oder ein Safariland Holster für Glock 19 suchen – nutzen Sie den Preisvergleich oben, um das beste Angebot bei deutschen Fachhändlern zu finden.
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