








Die Haenel CR 300 ist eine halbautomatische Selbstladebüchse im Kaliber .300 AAC Blackout für Sportschützen und Jäger, die ein modernes Kurzkolbenhub-Gasdrucksystem mit AR-15-Kompatibilität und deutscher Fertigungsqualität kombiniert. Wer im Preisvergleich nach einer in Deutschland gefertigten Piston-Selbstladebüchse sucht, findet in diesem Modell eine technisch eigenständige Lösung abseits klassischer AR-15-Konstruktionen.
Hinter der CR 300 steht C.G. Haenel aus Suhl in Thüringen – einer der ältesten deutschen Waffenhersteller, gegründet 1840, heute Teil der Merkel-Gruppe. Das Unternehmen brachte die Büchse 2022 auf den Markt und positionierte sie innerhalb der CR-Baureihe (Civilian Rifle) neben der Haenel CR 223 in .223 Rem., der Haenel CR 308 in .308 Win. und der Haenel CR 6,5 in 6,5 mm Creedmoor. Alle vier Modelle teilen dieselbe Grundplattform, unterscheiden sich aber in Kaliber, Reichweite und jagdlicher Einsatzbreite.
Das technische Alleinstellungsmerkmal ist das Kurzkolbenhub-Gasdrucksystem (Short-Stroke Piston), das sauberer und mit weniger Hitze im Verschlussbereich arbeitet als das bei AR-Plattformen verbreitete Direct-Impingement-Prinzip. Ergänzt wird das durch eine dreistufige, beidseitig bedienbare Abzugssicherung (0°/60°/90°), eine Schlagbolzensicherung sowie einen werkzeuglos abnehmbaren Handschutz mit M-LOK- und NAR-Schienensystem. Die STANAG-Magazinkompatibilität und die AR-15-kompatible Teleskop-Schulterstütze erleichtern die Zubehörversorgung erheblich.
Das Gewicht liegt je nach Lauflänge zwischen 3,3 und 3,6 kg – führig genug für dynamische Jagdsituationen. Im Haenel CR 300 Preisvergleich bewegen sich die aktuellen Händlerpreise zwischen 2.499 € und 2.850 € (Stand 2026).
C.G. Haenel entschied sich beim CR 300 bewusst gegen das bei AR-15-Systemen weit verbreitete Direct-Impingement-Prinzip und setzt stattdessen auf ein indirektes Gasdruck-System mit Kurzkolbenhub. Beim Direct Impingement leitet ein Gasrohr Verbrennungsgase direkt in den Verschlussträger – das macht die Konstruktion zwar leicht, hinterlässt aber mehr Rückstände und Hitze im Abzugsgehäuse. Das Kurzkolbensystem schiebt diese Gase stattdessen gegen einen kurzen Kolben, der den Verschlussträger mechanisch antreibt. Das Ergebnis ist ein saubererer Lauf der Waffe bei intensiver Nutzung und weniger Wärmebelastung im hinteren System.
Diesen Vorteil teilt die Haenel CR 300 mit der Sig Sauer MCX, die ebenfalls auf ein Piston-System setzt – allerdings zu einem deutlich höheren Preis.
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Das Kaliber .300 AAC Blackout (7,62 x 35 mm) wurde von Grund auf für kurze Läufe konzipiert. Es behält selbst bei 267 mm (10,5″) Lauflänge eine brauchbare Mündungsgeschwindigkeit und funktioniert zuverlässig mit beiden Munitionstypen: Supersonic-Ladungen mit leichtem Geschoss für höhere Energie auf mittlere Distanz, Subsonic-Ladungen mit schwerem Geschoss für den lautreduzierten Schalldämpfer-Einsatz. Diese Vielseitigkeit ist einer der Hauptgründe, warum .300 AAC Blackout im Jagd- und Sportbereich zunehmend beliebt ist.
Für zivile Käufer stehen vier Lauflängen zur Wahl: 267 mm (10,5″), 318 mm (12,5″), 368 mm (14,5″) und 423 mm (16,65″). Kürzere Varianten bieten kompaktere Handhabung und eignen sich besonders für den Schalldämpferbetrieb. Längere Läufe steigern die Mündungsgeschwindigkeit und erweitern den effektiven Einsatzradius für jagdliche Zwecke.
Der serienmäßige Direktabzug hat ein Abzugsgewicht von 2.800 bis 4.000 g, im Durchschnitt rund 3.200 g. Das reicht für Sportschießen und den Jagdeinsatz aus, liegt aber für Präzisionsschützen im oberen Bereich. Wer geringere Auslösekräfte bevorzugt, kann gegen Aufpreis einen Match-Feinabzug mit 1.500 bis 2.000 g bestellen. Die dreistufige Abzugssicherung (0°/60°/90°) lässt sich von beiden Seiten bedienen – ein klarer Vorteil für Linkshänder und ambidextres Schießen.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Hersteller | C.G. Haenel |
| Modell | CR 300 |
| Waffentyp | Selbstladebüchse (halbautomatisch) |
| System | Indirektes Gasdruck-System (Kurzkolbenhub / Short-Stroke Piston) |
| Kaliber | .300 AAC Blackout (7,62 x 35 mm) |
| Magazinkapazität | 10 Schuss (zivil), STANAG-kompatibel (bis 20 Schuss) |
| Lauflänge | 267 mm (10,5″), 318 mm (12,5″), 368 mm (14,5″), 423 mm (16,65″) |
| Gewicht | ca. 3,3–3,6 kg (ohne Optik, je nach Lauflänge) |
| Schaftmaterial | Polymer (AR-15-kompatible Teleskop-Schulterstütze) |
| Abzug | Direktabzug ca. 2.800–4.000 g (Ø 3.200 g); optional Match-/Feinabzug 1.500–2.000 g |
| Sicherung | Schlagbolzensicherung + beidseitig bedienbare Abzugssicherung (0°/60°/90°) |
| Visierung | OR-Versionen mit Sportvisierung; Picatinny-Schiene für Optik |
| Besonderheiten | Werkzeuglos abnehmbarer Handschutz (M-LOK/NAR), korrosionsgeschützte Funktionsteile, AR-15-kompatible Schulterstütze |
Die meistverkaufte und günstigste Variante ist die Haenel CR 300 mit 10,5″-Lauf (267 mm). Sie ist bei Händlern ab 2.499 € gelistet und bietet den idealen Kompromiss aus Kompaktheit und Leistung im Kaliber .300 AAC Blackout. Gerade für den Schalldämpferbetrieb und dynamische Jagdsituationen ist dieses Format besonders praxistauglich.
Wer mehr Mündungsgeschwindigkeit und einen größeren effektiven Einsatzbereich benötigt, greift zu längeren Lauflängen. Die Varianten mit 12,5″ (318 mm), 14,5″ (368 mm) und 16,65″ (423 mm) kosten gegenüber dem Standardmodell rund 100 bis 300 € mehr. Die längsten Varianten eignen sich besonders für jagdliche Einsätze auf etwas größere Distanzen, während die kurzen Modelle vor allem im Revier mit dichtem Bewuchs punkten.
Für Käufer, die eine Offene-Visier-Variante bevorzugen, bietet Haenel die CR 300 OR an – mit klappbarer Sportvisierung (Kimme und Korn) auf dem Schienensystem. Alternativ lässt sich auf der Picatinny-Schiene jede handelsübliche Optik montieren.
Der optionale Match-/Feinabzug mit 1.500 bis 2.000 g Auslösekraft ist ein sinnvolles Upgrade für Schützen, die mehr Wert auf Präzision legen, und schlägt mit rund 200 € Aufpreis zu Buche.
Eine 9″-Variante (229 mm Lauf) ist im Programm, aber ausschließlich für Behörden erhältlich und nicht im zivilen Handel verfügbar. Dedizierte Linkshand-Ausführungen und weitere Farboptionen jenseits von Schwarz sind derzeit nicht im Sortiment gelistet.
Die Kombination aus kurzem Lauf, halbautomatischem System und dem Kaliber .300 AAC Blackout macht die CR 300 zu einer überzeugenden Drückjagdwaffe. Mit 3,3 bis 3,6 kg Leergewicht, einem 10-Schuss-Magazin und schnellem Zielwechsel ist sie für enge Schneisen, hohe Schussdichte und wechselnde Fluchten von Schwarzwild gut aufgestellt. Die AR-15-kompatible Teleskop-Schulterstütze erlaubt eine stufenlose Anpassung der Auszugslänge – ein praktischer Vorteil, wenn unterschiedliche Schützen die Waffe nutzen oder wenn man mit schwerer Winterkleidung schießt.
Besonders stark spielt die Selbstladebüchse ihre Stärken beim Einsatz mit Schalldämpfer aus. .300 AAC Blackout Subsonic-Ladungen mit schweren Geschossen (ca. 200–220 gr) erzeugen in Kombination mit einem Schalldämpfer eine deutlich reduzierte Schallsignatur – ein echter Vorteil für das Wild in der Umgebung und den Schützenhörschutz. Mit Supersonic-Ladungen (ca. 110–125 gr) liefert das Kaliber ausreichend Energie für mittleres Schalenwild auf kurze bis mittlere Distanzen, also für Rehwild und Schwarzwild in typischen Revierentfernungen.
Für stärkeres Schalenwild auf größere Entfernung sind dem Kaliber konstruktionsbedingt Grenzen gesetzt. Wer regelmäßig auf Rot- oder Damwild auf 150 Meter und weiter schießt, ist mit der Haenel CR 308 in .308 Win. oder der Haenel CR 6,5 in 6,5 mm Creedmoor besser beraten. Bitte beachten Sie außerdem die länderspezifischen Regelungen zur Nutzung von Selbstladebüchsen und Schalldämpfern bei der Jagd.
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Im Sportschießen überzeugt die CR 300 vor allem durch geringen Rückstoß bei Subsonic-Ladungen, eine hohe Schussfolge und die vielseitige Zubehörkompatibilität über M-LOK Zubehör und NAR-Schienen. Für dynamische Disziplinen wie IPSC Rifle oder Action Shooting bietet das kompakte Format mit kurzem Lauf klare Vorteile. Auf Entfernungen von 50 bis 200 m liefert .300 AAC Blackout in Kombination mit dem Piston-System ein beherrschbares Schussbild und eine gute Trefferfolge. Der optional erhältliche Match-Feinabzug mit 1.500 bis 2.000 g Auslösekraft erschließt zusätzliches Präzisionspotenzial für anspruchsvollere Disziplinen.
Die folgende Einschätzung stützt sich auf Herstellerangaben und die konstruktiven Merkmale des Systems.
Vorteile:
Nachteile:
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Wer eine in Deutschland gefertigte Piston-Selbstladebüchse im Kaliber .300 AAC Blackout sucht, findet in der Haenel CR 300 ab 2.499 € die einzige Option auf dem deutschen Markt – rund 350 bis 700 € günstiger als die Sig Sauer MCX. Damit positioniert sich die CR 300 in einem Segment, das technisch anspruchsvoll ist, aber nicht das Budget einer Behördenausstattung erfordert.
Der direkteste Vergleich ist der mit der Sig Sauer MCX. Beide Büchsen arbeiten mit einem Kurzkolbenhub-System, beide sind in .300 AAC Blackout erhältlich, und beide bieten umfangreiche Moduloptionen. Der Unterschied liegt im Preis (ca. 3.200 € für die Sig Sauer MCX Virtus), im Gewicht (rund 3,8 kg gegenüber 3,3–3,6 kg bei der Haenel) und in der Herkunft. Die Sig Sauer MCX Virtus punktet mit einer modularen Gasregulierung als Systemvorteil, ist aber für viele Käufer schlicht teurer als nötig – vor allem wenn deutsche Fertigung ein Kriterium ist.
Die Daniel Defense DDM4 PDW ist ebenfalls in .300 AAC Blackout verfügbar und kostet rund 2.900 €. Sie setzt allerdings auf das Direct-Impingement-System, was konstruktiv einen anderen Ansatz bedeutet als das Piston-Prinzip der Haenel. Zudem ist das Modell stark auf den US-Markt ausgerichtet, was Service und Verfügbarkeit in Deutschland etwas einschränkt.
Die Ruger SR556 liegt mit rund 1.800 € deutlich günstiger und nutzt ebenfalls ein Piston-System. Allerdings ist sie in 5,56 x 45 mm NATO erhältlich – kein direkter Konkurrent also für Käufer, die spezifisch eine .300 AAC Blackout Selbstladebüchse suchen. Als Einstieg in die Piston-Plattform auf AR-15-Basis ist sie eine valide Budget-Option, aber der Kaliberunterschied ist für viele Einsatzzwecke entscheidend.
Innerhalb der Haenel-Familie bieten die Haenel CR 223, die Haenel CR 308 und die Haenel CR 6,5 auf gleicher Plattform sinnvolle Alternativen, sobald die Kaliber- oder Reichweitenanforderungen über das hinausgehen, was .300 AAC Blackout leisten kann.
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